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August 2018
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Donnerstag, 16. August
Programmwoche 33/2018
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5:56
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

Reiseziel

Auvergne


(ARD)


6:08
VPS 06:05

Can Can und Champagner - Das Moulin Rouge

Film von Susanne Freitag

Ganzen Text anzeigenDas Moulin Rouge ist das wohl bekannteste Revuetheater der Welt. 1889 gegründet, galt es zunächst als frivole und unschickliche Lasterhöhle, in der sich die Pariser Bohème traf.

Heute ist es ein knallhart durchstrukturiertes Unternehmen: 400 Mitarbeiter bereiten ...

Text zuklappenDas Moulin Rouge ist das wohl bekannteste Revuetheater der Welt. 1889 gegründet, galt es zunächst als frivole und unschickliche Lasterhöhle, in der sich die Pariser Bohème traf.

Heute ist es ein knallhart durchstrukturiertes Unternehmen: 400 Mitarbeiter bereiten täglich das Amüsierprogramm vor, 1700 Gäste kommen jeden Abend, das Theater gilt als größter Champagner-Konsument ganz Frankreichs.

In eigenen Werkstätten werden Schuhe gefertigt, die Federräder und Kostüme genäht. Größe und Gewicht der Tänzerinnen sind vorgeschrieben – nur so lässt sich der perfekte Can Can tanzen, der das Moulin Rouge weltberühmt machte.


6:22
VPS 06:20

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

Kulturzeit

Das 3sat-Kulturmagazin von ZDF, ORF, SRF und ARD

Moderation: Vivian Perkovic

Ganzen Text anzeigenBuch: "Wie frei ist die Kunst?"
Hanno Rauterberg zeigt, was sich hinter der Debatte um Moral und Ästhetik verbirgt: Gefährdet politische Korrektheit die Autonomie der Künstler?

Gespräch mit Hanno Rauterberg
...über sein Buch "Wie frei ist die Kunst?", ...

Text zuklappenBuch: "Wie frei ist die Kunst?"
Hanno Rauterberg zeigt, was sich hinter der Debatte um Moral und Ästhetik verbirgt: Gefährdet politische Korrektheit die Autonomie der Künstler?

Gespräch mit Hanno Rauterberg
...über sein Buch "Wie frei ist die Kunst?", politische Korrektheit und gesellschaftliche Konventionen

Putin-Kritiker Senzow im Hungerstreik
Ein Protest auf Leben und Tod. Der Film erzählt die Geschichte von Oleg Senzow am 79. Tag seines Hungerstreiks.

Feministische Dystopie
Wie sehr unsere Menschlichkeit von Sprache abhängt, zeigt Christina Dalcher in ihrem fesselnden Debütroman "Vox".

Zu schade zum Schreddern
In einer Lagerhalle in Köln werden beschädigte Arbeiten von berühmten Künstlern aufbewahrt. Keine Kunstwerke mehr, aber zu schade zum Schreddern.

Sound einer Widerspenstigen
Intelligente Texte, assoziative Lyrik und politisch scharfe Gedanken charakterisieren das neue Album "Molecules" der Musikerin Sophie Hunger.


7:00
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

nano

Die Welt von morgen

Moderation: Yve Fehring

Ganzen Text anzeigenTödlicher Organmangel
Die Zahl der Organspenden in Deutschland sinkt und sinkt. Woran liegt's?

Vom Spender zum Empfänger
Wie eine Organspende abläuft

Boden-Burnout
Die Qualität von einem Drittel der weltweit nutzbaren Böden ist ...

Text zuklappenTödlicher Organmangel
Die Zahl der Organspenden in Deutschland sinkt und sinkt. Woran liegt's?

Vom Spender zum Empfänger
Wie eine Organspende abläuft

Boden-Burnout
Die Qualität von einem Drittel der weltweit nutzbaren Böden ist schlecht

Ein Gefühl von Herbst
Durch die anhaltende Trockenheit welken Bäume früher

Überleben im All
Es braucht viel technischen Einfallsreichtum


7:30
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

Alpenpanorama


"Alpenpanorama" zeigt über zahlreiche Web- und Panoramakameras täglich Livebilder aus ausgewählten Urlaubsorten.

Die Sendung informiert auch über Temperatur- und Wetterbedingungen vor Ort.


(ORF/3sat)


9:00
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)Videotext Untertitel

ZIB


Die Kurzausgaben der österreichischen Nachrichtensendung "Zeit im Bild" (ZIB) liefern neben klassischen Nachrichten Informationen über Entwicklungen auf den Finanzmärkten und Expertenanalysen.

Ein Laufband informiert über die aktuellen Börsenkurse.


(ORF)


9:06
VPS 09:05

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

Kulturzeit

Das 3sat-Kulturmagazin von ZDF, ORF, SRF und ARD

Moderation: Vivian Perkovic

Ganzen Text anzeigenBuch: "Wie frei ist die Kunst?"
Hanno Rauterberg zeigt, was sich hinter der Debatte um Moral und Ästhetik verbirgt: Gefährdet politische Korrektheit die Autonomie der Künstler?

Gespräch mit Hanno Rauterberg
...über sein Buch "Wie frei ist die Kunst?", ...

Text zuklappenBuch: "Wie frei ist die Kunst?"
Hanno Rauterberg zeigt, was sich hinter der Debatte um Moral und Ästhetik verbirgt: Gefährdet politische Korrektheit die Autonomie der Künstler?

Gespräch mit Hanno Rauterberg
...über sein Buch "Wie frei ist die Kunst?", politische Korrektheit und gesellschaftliche Konventionen

Putin-Kritiker Senzow im Hungerstreik
Ein Protest auf Leben und Tod. Der Film erzählt die Geschichte von Oleg Senzow am 79. Tag seines Hungerstreiks.

Feministische Dystopie
Wie sehr unsere Menschlichkeit von Sprache abhängt, zeigt Christina Dalcher in ihrem fesselnden Debütroman "Vox".

Zu schade zum Schreddern
In einer Lagerhalle in Köln werden beschädigte Arbeiten von berühmten Künstlern aufbewahrt. Keine Kunstwerke mehr, aber zu schade zum Schreddern.

Sound einer Widerspenstigen
Intelligente Texte, assoziative Lyrik und politisch scharfe Gedanken charakterisieren das neue Album "Molecules" der Musikerin Sophie Hunger.


9:44
VPS 09:45

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

nano

Die Welt von morgen

Moderation: Yve Fehring

Ganzen Text anzeigenTödlicher Organmangel
Die Zahl der Organspenden in Deutschland sinkt und sinkt. Woran liegt's?

Vom Spender zum Empfänger
Wie eine Organspende abläuft

Boden-Burnout
Die Qualität von einem Drittel der weltweit nutzbaren Böden ist ...

Text zuklappenTödlicher Organmangel
Die Zahl der Organspenden in Deutschland sinkt und sinkt. Woran liegt's?

Vom Spender zum Empfänger
Wie eine Organspende abläuft

Boden-Burnout
Die Qualität von einem Drittel der weltweit nutzbaren Böden ist schlecht

Ein Gefühl von Herbst
Durch die anhaltende Trockenheit welken Bäume früher

Überleben im All
Es braucht viel technischen Einfallsreichtum


10:14
VPS 10:15

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)Videotext Untertitel

Kölner Sommertreff

Moderation: Michy Beisenherz, Susan Link

Ganzen Text anzeigenGastgeber im "Kölner Sommertreff" sind die Journalistin und Moderatorin des ARD-Morgenmagazins Susan Link und der Autor und Moderator Micky Beisenherz.

Sie begrüßen in dieser Ausgabe die Moderatorin Ruth Moschner, die Kölner Band "Die Höhner", das Moderatoren-Paar ...
(ARD/WDR)

Text zuklappenGastgeber im "Kölner Sommertreff" sind die Journalistin und Moderatorin des ARD-Morgenmagazins Susan Link und der Autor und Moderator Micky Beisenherz.

Sie begrüßen in dieser Ausgabe die Moderatorin Ruth Moschner, die Kölner Band "Die Höhner", das Moderatoren-Paar Jennifer Sieglar und Tim Schreder und den ehemaligen Obdachlosen Dominik Bloh, der über seinen Weg aus der Obdachlosigkeit geschrieben hat.


(ARD/WDR)


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11:44
VPS 11:45

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)Videotext Untertitel
Donnerstag 16. August

Aufgetischt

An der Donau in Oberösterreich

Film von Claudia Pöchlauer

Ganzen Text anzeigen"Aufgetischt" geht auf Entdeckungsreise durch Oberösterreich. Sie führt entlang der Donau von Engelhartszell bis nach Enns. Die Menschen, die an ihren Ufern leben und arbeiten, prägen die Region.

Sie sind es, die das Abenteuer wagen, aus ihrem Beruf Berufung zu ...
(ORF)

Text zuklappen"Aufgetischt" geht auf Entdeckungsreise durch Oberösterreich. Sie führt entlang der Donau von Engelhartszell bis nach Enns. Die Menschen, die an ihren Ufern leben und arbeiten, prägen die Region.

Sie sind es, die das Abenteuer wagen, aus ihrem Beruf Berufung zu machen, aus ihrem Wohnort Heimat. Der Film stellt Hydrologen, Malerinnen, Wirte, Glasbläser, Köchinnen und Bildhauer vor. Natürlich werden auch kulinarische Leckerbissen der Region probiert.


(ORF)


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12:32
VPS 12:30

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

Kastanienbäume - edel und stolz

Früchte der Alpensüdseite

Film von Raphaëlle Aellig

Ganzen Text anzeigenDer Herbst ist die Jahreszeit der Kastanien. Auf der Alpensüdseite der Schweiz wachsen die majestätischen Bäume in den Himmel. Ihre Früchte sind heute wieder gefragt.

Mit dem Siegeszug der Industrialisierung wurde den Menschen die Arbeit in den Baumhainen zu ...

Text zuklappenDer Herbst ist die Jahreszeit der Kastanien. Auf der Alpensüdseite der Schweiz wachsen die majestätischen Bäume in den Himmel. Ihre Früchte sind heute wieder gefragt.

Mit dem Siegeszug der Industrialisierung wurde den Menschen die Arbeit in den Baumhainen zu aufwendig. Mitte des 20. Jahrhunderts entvölkerten sich die Dörfer, und die Bäume verwilderten. Ohne Pflege sind die Bäume anfällig für
Krankheiten und Pilzbefall.

Viele sind so in den letzten Jahrzehnten einen langsamen Tod gestorben. Heute besinnt sich die Bevölkerung wieder auf die Vorzüge der Edelkastanie. Ein Projekt nimmt sich der Riesenkastanien an. Das sind Bäume mit einem Umfang von mehr als sieben Metern, die teilweise mehrere Hundert Jahre alt sind. Sie werden inventarisiert und gepflegt.


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13:00
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)Videotext Untertitel

ZIB


Die Kurzausgaben der österreichischen Nachrichtensendung "Zeit im Bild" (ZIB) liefern neben klassischen Nachrichten Informationen über Entwicklungen auf den Finanzmärkten und Expertenanalysen.

Ein Laufband informiert über die aktuellen Börsenkurse.


(ORF)


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13:25
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)Dolby-Digital 5.1 AudioVideotext Untertitel

Wilder Planet: Erdbeben

Film von Stefan Schneider

(aus der ZDF-Reihe "Terra X")

Ganzen Text anzeigenErdbeben verursachen erhebliche Schäden. Spätestens seit der Reaktorkatastrophe im japanischen Atomkraftwerk Fukushima ist die Erdbebensicherheit weltweit wieder in den Fokus gerückt.

Das "Terra X"-Team begleitet Forscher in die seismisch aktivsten Gebiete der Erde. ...

Text zuklappenErdbeben verursachen erhebliche Schäden. Spätestens seit der Reaktorkatastrophe im japanischen Atomkraftwerk Fukushima ist die Erdbebensicherheit weltweit wieder in den Fokus gerückt.

Das "Terra X"-Team begleitet Forscher in die seismisch aktivsten Gebiete der Erde. Mit den unterschiedlichsten Methoden versuchen die Wissenschaftler herauszufinden, wie ein Beben tatsächlich entsteht. Nur so kann ein effizienter Erdbebenschutz entwickelt werden.

In Chile untersucht beispielsweise der Geophysiker Professor Dr. Stephen Miller von der Universität Bonn mit seinem Team eine Region in den chilenischen Anden. In dieser seismisch hochaktiven Gegend stellen die Wissenschaftler erstaunliche Dinge fest: 2010 hatte ein Erdbeben der Magnitude 8,8 den Seeboden vor der Küste Chiles erschüttert. Der Boden brach auf einer Länge von mehreren hundert Kilometern auf und hätte eigentlich einen gewaltigen Tsunami auslösen müssen. In Panik flüchteten die Bewohner aus der Küstenregion, doch wie durch ein Wunder blieb der Tsunami aus.

Der Grund dafür: Das Beben selbst verhinderte die Katastrophe. Innerhalb weniger Sekunden hob es die Küste um 2,5 Meter und errichtete so einen Schutzwall gegen die Überflutung. Solche überraschenden Beobachtungen machen deutlich, wie wenig vorhersehbar die gewaltigen Kräfte der Erde noch immer sind. Miller sieht vor allem in dem Zusammenwirken von Erdbeben und Vulkanen ein wichtiges Forschungsgebiet.

Dass Erdbeben längst nicht immer im Zusammenhang mit Vulkanen stehen müssen, zeigt das Projekt "USArray". In Michigan, mitten in der nordamerikanischen Prärie, begleitet "Terra X" ein USArray-Team. Die Männer versenken einen hochempfindlichen Seismographen in der Erde, Teil eines Netzwerks von 400 solcher Geräte, die überall in den USA Messungen durchführen. Die Seismographen haben keinen festen Platz, vielmehr wird das Netz nach einer festgelegten Zeit immer weiter von Westen nach Osten bewegt. Auf diese Weise soll mit nie da gewesener Genauigkeit die amerikanische "Unterwelt" erforscht werden.

Vor allem die Frage, warum Erdbeben gelegentlich auch weit entfernt von den tektonisch aktiven Grenzen der Kontinentalplatten ausgelöst werden können, kann nun beantwortet werden. Offenbar tauchen nicht alle Platten, wie bisher angenommen, als Ganzes an einer sogenannten Subduktionszone in den Erdmantel ein, um wieder eingeschmolzen zu werden. Die gewaltige Ozeanplatte, die seit mehr als 100 Millionen Jahren vor der Westküste der USA in die Tiefe sinkt, tut dies beispielsweise ganz und gar nicht in einem Stück. Im Verlauf der USArray-Forschung wurden stattdessen Fragmente nachgewiesen, die in geringer Tiefe unter dem Kontinent bis nach New York reichen. Diese Bruchstücke sind in der Lage, den Kontinent zu destabilisieren und bis hin zur Ostküste Erdbeben auszulösen, weit weg von der eigentlichen Subduktionszone an der Westküste Amerikas.

All diese Forschungen lassen die Möglichkeit sinnvoller Erdbebenvorhersage immer unwahrscheinlicher werden. Allerdings gibt es manchmal überraschende Hilfe. Im Umland der italienischen Stadt L'Aquila erforscht die britische Biologin Rachel Grant seit über vier Jahren das Verhalten von Kröten. Wenige Tage vor dem Beben im Jahr 2009 verschwanden sämtliche Kröten aus dem nahegelegenen See. Zwei Wochen nach dem Beben tauchten sie wieder auf. Grant vermutet, dass sich im Vorfeld des Bebens die chemische Zusammensetzung des Seewassers geändert haben könnte. Vielleicht eröffnen die sensiblen Amphibien ganz neue Möglichkeiten für die Vorhersage von Erdbeben.

In Disaster City in Texas steht nicht die Vorhersage von Erdbeben im Vordergrund, hier übt man vielmehr, was zu tun ist, wenn die Erde bereits gebebt hat. 70 000 Spezialisten aus aller Welt kommen jedes Jahr in die texanische Katastrophenstadt, um hier das ABC des Rettens zu trainieren. Was passiert, wenn bei einem Erdbeben Gebäude über ihren Bewohnern einstürzen? Wo könnten Überlebende verborgen sein, und wie kann man sie bergen? Auf einer Fläche von 30 Fußballfeldern wird der Horror so echt wie nur möglich nachgespielt, damit die Rettungskräfte handlungsfähig sind, wenn es zum Ernstfall kommt.

Über die besondere Bedrohung, die von Atomkraftwerken in Erdbeben gefährdeten Gebieten ausgehen, denkt man seit dem Reaktorunglück von Fukushima fast überall auf der Welt ernsthaft nach. Allerdings gibt es auch Ausnahmen: In Akkuyu, im Süden der Türkei, beginnt ein russisches Konsortium mit dem Bau des ersten türkischen Atomkraftwerks in unmittelbarer Nähe einer der seismisch aktivsten Zonen der Welt. Wissenschaftler gehen davon aus, dass innerhalb der nächsten 100 Jahre ein Beben vergleichbar mit dem in Fukushima zu erwarten ist.


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14:08
VPS 14:05

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)Dolby-Digital 5.1 AudioVideotext Untertitel

Wilder Planet: Vulkane

Film von Stefan Schneider

(aus der ZDF-Reihe "Terra X")

Ganzen Text anzeigenVulkane sind faszinierend: Ein eben noch friedlicher Berg verwandelt sich zum todbringenden Feuerspucker. Vulkanasche verdunkelt den Himmel, und rotglühende Lava bahnt sich ihren Weg.

Aus der Ferne betrachtet mögen Vulkanausbrüche spektakuläre Naturschauspiele ...

Text zuklappenVulkane sind faszinierend: Ein eben noch friedlicher Berg verwandelt sich zum todbringenden Feuerspucker. Vulkanasche verdunkelt den Himmel, und rotglühende Lava bahnt sich ihren Weg.

Aus der Ferne betrachtet mögen Vulkanausbrüche spektakuläre Naturschauspiele sein, nicht selten jedoch werden sie zum tödlichen Inferno. Insgesamt 1900 Vulkane gelten heute nach Meinung von Wissenschaftlern als aktiv und könnten jederzeit ausbrechen.

Es ist noch nicht lange her, da meldeten sich einige Feuerberge mit Eruptionen zurück, unter anderem der Ätna auf Sizilien und der Sakura-jima in Japan. Welche Bedeutung haben die Feuerberge für uns heute, und wie versuchen moderne Forscher, den rätselhaften Glutriesen ihre letzten Geheimnisse zu entreißen?

Weitgehend unbekannt ist beispielsweise der Nyragongo in der Republik Kongo. In 3500 Meter Höhe brodelt in seinem Krater ein 1000 Grad Celsius heißer Lavasee - ein außergewöhnliches Naturschauspiel und zugleich einer der größten natürlichen Umweltverschmutzer der Welt. Täglich spuckt der Vulkan so viel Schwefeldioxid aus wie alle anderen Vulkane der Erde zusammen. Die gesamte europäische Industrie hat ungefähr den gleichen Ausstoß wie der Klimakiller.

Aber nicht nur die Luft verpestet der Feuerberg: Zu dem Vulkankomplex gehört auch der rund 2500 Quadratkilometer große Kiwusee. In diesem Gewässer haben sich im Lauf der Zeit riesige Mengen Kohlendioxid und Methan angesammelt. Wissenschaftler fürchten nun, dass bei einer größeren Eruption die Gase plötzlich freigesetzt werden könnten. Die geruch- und farblose, tödliche Wolke wäre schwerer als Luft und würde direkt über dem Boden dahintreiben und alles Leben auf ihrem Weg auslöschen. Das Fernseh-Team begleitet den italienischen Vulkanologen Dario Tedesco bei seiner gefährlichen Expedition in den Krater und trifft den deutschen Physiker Klaus Peter Tietze, der eine Möglichkeit sucht, den tödlichen See zu entgasen.

Dass Vulkane auch in den Eiswüsten der Antarktis höchst aktiv sein können, ist den Experten seit langem bekannt, trotzdem halten die Feuerriesen im Eis immer wieder Überraschungen für die Forscher bereit. Seit neun Jahren reist der britische Vulkanologe Clive Oppenheimer in die Eiswüste der Antarktis, um den südlichsten Lavasee-Vulkan der Erde zu erforschen. Mit seinem internationalen Expertenteam trotzt er Temperaturen von bis zu minus 40 Grad Celsius. Die Mühe lohnt sich. Ein Vulkan wie der Mount Erebus ist wie eine offene Tür in die verborgene Welt des Erdinneren. Oppenheimer hofft, dass seine Forschung es ermöglicht, besser zu verstehen, welche Prozesse genau im Herz der Erde ablaufen. Bei seinen Erkundungstouren entdeckt er verzauberte Welten - Eishöhlen vom Feuer geschaffen, erstarrt in bizarrer Schönheit.

Supervulkane sind seit ihrer Entdeckung vor einigen Jahren immer wieder Thema wissenschaftlicher Forschung. Kaum jemand weiß jedoch, dass einer dieser Vulkane quasi direkt in Europas Vorgarten steht. Im Jahr 79 begrub der Vesuv die antike Stadt Pompeji unter einer meterdicken Aschewolke, heute überragt er majestätisch die Stadt Neapel und droht hin und wieder mit einer kleineren Eruption. Tatsächlich ist der Vesuv, wie man ihn heute kennt, jedoch nur ein einzelner Schlot eines viel größeren Vulkans. Wissenschaftler haben herausgefunden, dass der gesamte Golf von Neapel die Caldera eines Supervulkans ist. Vor 35 000 Jahren brach der Gigant zuletzt aus und zerstörte große Teile Süditaliens. Das Eis in Grönland zeigt deutlich globale Klimaveränderungen in dieser Zeit. Vulkanologe Giuseppe Mastrolorenzo warnt seit Langem, dass das Ausmaß der Gefahr von Behörden und Anwohnern gleichermaßen unterschätzt wird. Seit einiger Zeit hebt sich die Erde über der gewaltigen Caldera wieder zentimeterweise an, und Schwefelquellen brechen aus dem Boden hervor. Steht ein neuer Superausbruch bevor?


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14:52
VPS 14:50

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)Videotext Untertitel

Expedition Erde (1/5)

Vulkane

mit Thomas Reiter

Ganzen Text anzeigenVulkane gelten allgemein als gefährlich und zerstörerisch. Sie bedrohen den Menschen und dessen Habe durch Lavaströme, Ascheregen und giftige Gase.

Die Dokumentation belegt entgegen dieser Vorurteile, dass die Feuer spuckenden Berge während der langen Geschichte ...

Text zuklappenVulkane gelten allgemein als gefährlich und zerstörerisch. Sie bedrohen den Menschen und dessen Habe durch Lavaströme, Ascheregen und giftige Gase.

Die Dokumentation belegt entgegen dieser Vorurteile, dass die Feuer spuckenden Berge während der langen Geschichte der Erde nicht nur für Negativschlagzeilen sorgten. Der deutsche Astronaut Thomas Reiter besucht einige der vulkanisch aktivsten Zonen unseres Planeten.

Er macht deutlich, welche wichtige Rolle Vulkane bei der Entstehung des Lebens spielten. Keine andere Kraft hatte in der Erdgeschichte so großen Anteil an der Gestaltung und Umgestaltung der Welt wie sie.

Die Expedition beginnt in Island. Hier erkundet Thomas Reiter aus der Luft und unter Wasser die Wirkungsweise vulkanischer Aktivität. Die Klippen von Thingvellir sind ein eindrucksvolles Beispiel dafür, wie die Hitze aus dem Erdinneren die Oberfläche verändert. Aus dem Helikopter kann man deutlich sehen, wie der massive Fels auseinandergerissen wurde, aber erst beim Tauchgang in der Silfra-Spalte wird deutlich, welche gigantischen Kräfte hier tatsächlich am Werke sind. Thomas Reiter taucht hier zwischen zwei Kontinentalplatten.

Quer durch Island verläuft die Grenze zwischen der nordamerikanischen und der eurasischen Platte, die in jedem Jahr einige Zentimeter auseinanderdriften. Was sich zunächst wenig spektakulär anhört, hat im Laufe der Jahrmillionen massive Felswände auseinandergesprengt und immer wieder zu Vulkanausbrüchen geführt.

Noch wichtiger für das Leben auf der Erde ist es allerdings, wenn Kontinentalplatten aufeinandergeschoben werden. An solchen Stellen falten die Platten Gebirge auf und erschaffen so ständig neue Landmassen. Käme dieser Prozess irgendwann zum Erliegen, wäre alles Land auf dem Planeten dem Untergang geweiht. Die Erosion würde im Laufe der Zeit jeden Kontinent abtragen, bis die Oberfläche der Erde gleichmäßig mit einer vier Kilometer dicken Wasserschicht bedeckt wäre.

Neueste Forschung belegt außerdem, dass der Vulkanismus die Erde schon mindestens einmal vor einer weltumspannenden Katastrophe gerettet hat. Der Geologe Paul Hoffman fand in Namibia Hinweise auf eine globale Vereisung des Planeten. Sogar am Äquator gab es Gletscher und Eisberge. Der Wissenschaftler geht davon aus, dass der gesamte Globus im Schnitt unter einer Kilometer dicken Eisschicht begraben war. Aus dieser frostigen Umklammerung hätte sich unser Heimatplanet ohne die Aktivität der Vulkane bis heute nicht befreien können. Durch ihren Ausstoß von Kohlendioxid veränderten sie das Klima und tauten den Kühlschrank Erde wieder auf.

Eine Sensation sind die extremen Zeitrafferaufnahmen vom äthiopischen Vulkan Erta Ale. Er gehört zu den wenigen Vulkanen, die kontinuierlich so viel Hitze erzeugen, dass sich ein Lavasee aus flüssigem Gestein im Inneren des Kraters bildet. Nur durch die Zeitrafferaufnahmen ist es möglich, die dynamischen Prozesse in dem außergewöhnlichen See zu verstehen.


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15:35
Dolby-Digital 5.1 AudioVideotext Untertitel

Expedition Erde (2/5)

Ozeane

mit Thomas Reiter

Ganzen Text anzeigenDie Ozeane der Welt sind fast so alt wie die Erde selbst. Aber sie sind viel mehr als ein uraltes Wasserreservoir. Sie formen und verändern den Planeten.

Die Weltmeere sind für das Klima verantwortlich, und in ihren Tiefen soll sogar das Leben entstanden sein. Die ...

Text zuklappenDie Ozeane der Welt sind fast so alt wie die Erde selbst. Aber sie sind viel mehr als ein uraltes Wasserreservoir. Sie formen und verändern den Planeten.

Die Weltmeere sind für das Klima verantwortlich, und in ihren Tiefen soll sogar das Leben entstanden sein. Die Reise von Thomas Reiter beginnt auf dem offenen Ozean.

Hier verfolgt er den Weg der Wellen, die sich weit draußen auf den Meeren bilden, die Energie des Windes einfangen und weitertragen, bis sie schließlich auf Land treffen. Der uralte Kampf zwischen Ozeanen und Kontinenten wird durch Superzeitrafferaufnahmen eindrucksvoll in Szene gesetzt.

Eine weitere uralte Kraft, durch die die Ozeane die Welt beeinflussen, sind die vielfach vernetzten und verzweigten Strömungssysteme. Thomas Reiter erklärt die neueste Forschungsrichtung, die einen kuriosen Ursprung hat: Gummientchen. Die schwimmfesten Tiere waren bei einem Schiffsunglück in den Pazifik gefallen und hatten von dort aus eine unglaubliche Reise um die Erde angetreten.

Sie lenkten die Aufmerksamkeit der Wissenschaftler auf ein weltumfassendes Strömungssystem, das heute als "Globales Förderband" bezeichnet wird. Diese gewaltige Strömung ist für den Wärmeaustausch auf der gesamten Erde von enormer Bedeutung.

Dass die Ozeane genauso wie die Kontinente einem ständigen Wandel unterliegen, zeigt die Forschung von Tim Wright. Der Geologe untersucht Erdspalten in Äthiopien, die erst vor Kurzem entstanden sind. Diese ständig wachsenden Risse in der Oberfläche Ostafrikas interpretiert der Wissenschaftler als erste Prozesse, die zur Bildung eines Meeres führen. "Das ist der einzige Ort der Welt, an dem man die Geburt eines neuen Ozeans beobachten kann", kommentiert Wright den Befund.

Neue Meere entstehen, andere sterben. Ausgerechnet die Tage unseres liebsten Urlaubsmeeres sind gezählt. Das Mittelmeer verliert schon jetzt durch Verdunstung mehr Wasser, als Regen und die großen Flusssysteme wieder auffüllen können. Glücklicherweise wird es einige Millionen Jahre dauern, bis sich dort, wo sich heute Wassermassen ausdehnen, eine Salzwüste bildet.


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16:19
VPS 16:20

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)Videotext Untertitel

Expedition Erde (3/5)

Atmosphäre

mit Thomas Reiter

Ganzen Text anzeigenMan kann sie weder sehen noch riechen oder schmecken, trotzdem wäre alles Leben auf der Erde ohne sie zum Untergang verurteilt: Die Atmosphäre ist der Schutzschild unseres Heimatplaneten.

Sie hüllt den Globus in eine warme, feuchte Schicht, bewahrt uns vor ...

Text zuklappenMan kann sie weder sehen noch riechen oder schmecken, trotzdem wäre alles Leben auf der Erde ohne sie zum Untergang verurteilt: Die Atmosphäre ist der Schutzschild unseres Heimatplaneten.

Sie hüllt den Globus in eine warme, feuchte Schicht, bewahrt uns vor gefährlichen Strahlen aus dem All und hält den Sauerstoff bereit, den wir zum Leben brauchen.

Thomas Reiter ist in dieser Folge völlig in seinem Element. Er nimmt den Zuschauer mit auf einen Flug im Tornado und berichtet von seinen Erlebnissen im Weltraum. Gemeinsam mit dem Moderator reist das Publikum durch die vier wichtigsten Schichten der Atmosphäre und lernt deren Bedeutung kennen.

In Westaustralien besucht Thomas Reiter die ältesten Lebensformen der Welt: die Stromatolithen. Diese einfachen Einzeller sind für eine Revolution in der Erdgeschichte verantwortlich. Als eine der ersten Arten überhaupt nutzten sie Sonnenlicht als Energiequelle und betrieben Fotosynthese. Als Abfallprodukt ihres Stoffwechsels produzierten sie gigantische Mengen von Sauerstoff, der heute Lebensgrundlage für zahllose Lebewesen ist.

Aber Sauerstoff ist nicht das einzige Gas, das eine überlebenswichtige Funktion für uns erfüllt. Auch Kohlendioxid ist von großer Bedeutung als Teil eines globalen Wärmeregelungssystems. Seine Eigenschaft, als Treibhausgas zu wirken und Sonnenlicht auf die Erde zurückzuspiegeln, wird im Zuge der Klimadiskussion stets als negativ beurteilt. Tatsächlich hat genau diese Eigenschaft die Erde im Laufe ihrer Geschichte mehrfach vor der totalen Vereisung gerettet.

Besondere Highlights dieser Folge sind die ungewöhnlichen Demonstrationen von Troy Hartman. Er ist Skysurfer und stellt eindrucksvoll unter Beweis, dass Luft nicht einfach gasförmig ist, sondern auch Eigenschaften einer Flüssigkeit aufweist. Seine "große Welle" findet er nicht auf dem Meer, sondern am wolkenreichen Himmel im Norden Kaliforniens.

Jim Edds bleibt zwar auf dem Boden, aber seine Forschungsarbeit ist deshalb nicht ungefährlicher: Edds ist Sturmjäger. Mit ihm reist das Team in den Anden geradewegs ins Zentrum einer gigantischen Gewitterfront. Die dabei entstandenen spektakulären Aufnahmen von Blitzen dokumentieren, wie viel Energie während eines Gewitters in der Atmosphäre freigesetzt wird.


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17:03
VPS 17:00

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)Videotext Untertitel

Expedition Erde (4/5)

Eis

mit Thomas Reiter

Ganzen Text anzeigenFür viele ist Eis nicht mehr als gefrorenes Wasser - eine fatale Fehleinschätzung. Seit Menschen auf der Erde leben, war Eis die dominante Kraft.

Eiszeiten lösten Massensterben aus, und Gletscher gaben den Landschaften, die wir bewohnen, ihre Form. Vermutlich haben ...

Text zuklappenFür viele ist Eis nicht mehr als gefrorenes Wasser - eine fatale Fehleinschätzung. Seit Menschen auf der Erde leben, war Eis die dominante Kraft.

Eiszeiten lösten Massensterben aus, und Gletscher gaben den Landschaften, die wir bewohnen, ihre Form. Vermutlich haben die Eismassen sogar mehrfach die Entwicklung unserer Art beeinflusst. Thomas Reiter untersucht einen der größten Gletscher der Welt.

Abgeseilt in einer Gletscherspalte des Vatnajökull im Südosten Islands lernt Thomas Reiter das Eis als eine der außergewöhnlichsten Substanzen der Erde kennen, die ganz verschiedene, zum Teil widersprüchliche Eigenschaften in sich vereint.

Einerseits ist Eis sehr fest. Thomas Reiter und das Film-Team verlassen sich darauf, dass es so viel Festigkeit wie Fels besitzt und beim Abseilen ihr Gewicht problemlos trägt. Andererseits verhält sich das Eis eines Gletschers aber auch wie eine Flüssigkeit. Über längere Zeiträume betrachtet, überwindet es weite Strecken und gleitet ins Tal hinunter. Diese Fließbewegung konnte mithilfe extremer Zeitrafferaufnahmen sichtbar gemacht werden.

Mehrere Monate beobachtete eine Spezialkamera beispielsweise den Argentière-Gletscher in den französischen Alpen. Zusammengedrängt auf wenige Sekunden, ermöglichen die Aufnahmen, dass die Dynamik des Gletschereises für das menschliche Auge sichtbar wird.

Welche gewaltigen Energien tatsächlich im Eis schlummern, kann man an den Landschaften sehen, die einst von Eis bedeckt waren. Joe Houlding ist einer der besten Extrembergsteiger der Welt. Er bezwingt für die Sendung den El Capitan, einen Monolithen im kalifornischen Yosemite-Nationalpark.

Der Fels wurde zum Eldorado der Kletter-Szene, weil die Wände des Giganten fast senkrecht aufragen und erstaunlich glatt geschliffen sind. Es gibt nur sehr wenige Bergsteiger, die dieser Herausforderung gewachsen sind. Ohne den Einfluss des Eises wäre der El Capitan allerdings ein Allerweltshügel geblieben. Während einer der letzten Eiszeiten schliffen die Eismassen eines gigantischen Gletschers den Fels in Form.

Eine ganz besondere Perspektive auf "ihren" Gletscher hat die Glaziologin Miriam Jackson. Ihr Arbeitsplatz liegt mehrmals im Jahr bis zu 200 Meter tief unter den Eismassen des norwegischen Svartisen-Gletschers. In dem Eislabor am Gletscherboden versucht sie herauszufinden, warum das Eis sich überhaupt talwärts bewegt und welche Geschwindigkeiten es erreichen kann. Dabei macht sie eine sensationelle Entdeckung: Auf dem Boden des Gletschers gibt es trotz konstanter Minusgrade Wasser, das nicht gefroren ist.

Ebenfalls einem Gletscher auf den Grund gehen möchte Konrad Steffen. Seit 30 Jahren untersucht der Wissenschaftler den Jacobshavn-Gletscher in Grönland. In den Eisgiganten kann man allerdings kein Eislabor schmelzen. Steffen versucht stattdessen, eine Kamera, die die NASA für die Erkundung fremder Planeten entwickelt hat, auf den Grund des Gletschers hinabzulassen.


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17:46
VPS 17:45
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)Videotext Untertitel

Expedition Erde (5/5)

Leben

mit Thomas Reiter

Ganzen Text anzeigenInnerhalb von viereinhalb Milliarden Jahren verwandelte sich der Planet Erde von einem leblosen Gesteinsbrocken in die bunte Welt, die wir heute kennen.

Diese Entwicklung geschah keineswegs linear, die Geschichte der Erde ist eine Abfolge von Zerstörung und Neuanfang. ...

Text zuklappenInnerhalb von viereinhalb Milliarden Jahren verwandelte sich der Planet Erde von einem leblosen Gesteinsbrocken in die bunte Welt, die wir heute kennen.

Diese Entwicklung geschah keineswegs linear, die Geschichte der Erde ist eine Abfolge von Zerstörung und Neuanfang. Der Film fragt nach der speziellen Rolle der Erde, die durch eine Vielzahl von besonderen Bedingungen Heimat für das Leben werden konnte.

Thomas Reiter hat sich auf die Suche nach Hinweisen gemacht, die die wichtigsten Wendepunkte in der Erdgeschichte illustrieren. Im Dschungel Mexikos wurde er fündig. Dort taucht der Moderator in einer Höhle, die sich als Teil eines weitläufigen Tunnelsystems entpuppt. Erst kürzlich stellten Höhlentaucher fest, dass dieses System aus Durchgängen und überschwemmten Höhlen fast die gesamte Halbinsel Yucatan durchzieht.

Aber erst moderne Geosatellitentechnologie ermöglichte den Wissenschaftlern herauszufinden, welchen Ursprung die geheimnisvollen Höhlen haben. Messungen aus dem All zeigen, dass sich die Höhlen am Rand einer gewaltigen trichterförmigen Struktur gebildet haben. Diesen Krater hatte vor 65 Millionen Jahren der Asteroid geschlagen, der vielleicht den Untergang der Dinosaurier besiegelte.

Am Ende seiner spannenden Reise durch die Geschichte der Erde stößt Thomas Reiter auch auf Spuren, die eine vergleichsweise neue Kraft auf dem Planeten hinterlassen: unsere Spuren. Der Mensch ist zum bedeutenden Faktor für die Erde geworden. Er ist dazu in der Lage, ihre Oberfläche und ihr Klima zu verändern.

Aus dem All konnte Thomas Reiter vor allem auf der Nachtseite der Erde erkennen, wie dominant der Mensch tatsächlich ist. Die Lichtermassen der Städte und Siedlungen verdeutlichen die Ausbreitung des Menschen auf dem Globus. Er ist der nächste entscheidende Faktor in der langen Geschichte der Erde.


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18:30
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

nano

Die Welt von morgen

Moderation: Yve Fehring

Ganzen Text anzeigenSchnell wieder fit
Nach intensiver Belastung braucht der Körper Erholung

Alles #Banane
Frucht und Schale halten einige Überraschungen bereit

Erfolgreich montiert
"Icarus" verfolgt Tierwanderungen von der ISS

Stich ins Gehirn
Patient ...

Text zuklappenSchnell wieder fit
Nach intensiver Belastung braucht der Körper Erholung

Alles #Banane
Frucht und Schale halten einige Überraschungen bereit

Erfolgreich montiert
"Icarus" verfolgt Tierwanderungen von der ISS

Stich ins Gehirn
Patient wachte zu früh aus der Narkose auf


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19:00
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)Videotext Untertitel

heute

anschl. 3sat-Wetter

Illegale Abschiebung von Sami A.
Debatte über Rechtsstaat und Politik

Suche unter der eingestürzten Brücke
Bis zu 20 Opfer werden noch vermutet

Die Königin des Soul ist tot
Aretha Franklin stirbt mit 76 Jahren


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19:20
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

Kulturzeit

Das 3sat-Kulturmagazin von ZDF, ORF, SRF und ARD

Moderation: Vivian Perkovic

Ganzen Text anzeigenWenn Pop-Kultur zum Politikum wird
Beim Pop-Kultur-Festival gibt es 2018 nicht nur Musik, sondern auch Diskussionsrunden. Diesmal u.a. zum Thema "Was bringen Boykotte?". Denn seit 2017 ist das Festival Zielscheibe für die israelkritische Organisation ...

Text zuklappenWenn Pop-Kultur zum Politikum wird
Beim Pop-Kultur-Festival gibt es 2018 nicht nur Musik, sondern auch Diskussionsrunden. Diesmal u.a. zum Thema "Was bringen Boykotte?". Denn seit 2017 ist das Festival Zielscheibe für die israelkritische Organisation BDS.

Gespräch mit Lizzie Doron
"Kulturzeit" spricht mit der israelischen Schriftstellerin über ihre Diskussionsrunde auf dem Berliner Festival "Pop Kultur" 2018, Antisemitismus und das Nationalstaatgesetz.

"Don't worry, weglaufen geht nicht"
Behinderte, Schwule, Bettler waren Zielscheibe seines Spotts: Der US-Cartoonist John Callahan nannte sich selbst gerne "politisch unkorrekt". Gus van Sant hat ihm nun einen Film gewidmet.

Madonna zum 60. Geburtstag
Die Pop-Ikone hängte sich einst mit Dornenkrone ans Kreuz. Vor 60 Jahren wurde sie als Madonna Louise Veronica Ciccone geboren.

Wie Demokratien sterben
Demokratien gehen heutzutage an den Wahlurnen zugrunde. Daniel Ziblatt und Steven Levitsky haben darüber ein eindringliches Buch mit diesem Titel geschrieben.

Dokumentarfilm "Familie Brasch"
Die Braschs waren eine perfekte DDR-Funktionärsfamilie. Der Film enthält Gespräche mit der einzigen Überlebenden, Marion Brasch, und zahlreichen Vertrauten.


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20:00
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)Videotext Untertitel

Tagesschau


ARD-Nachrichten aus dem In- und Ausland auf den Punkt gebracht.

Die "Tagesschau" bietet die wichtigsten Nachrichten des Tages und zusätzliche Informationen in Text, Bild, Audio und Video sowie umfassende Berichte und Hintergründe zu aktuellen Themen und Entwicklungen.


(ARD)


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20:16
VPS 20:15

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

Regeneration im Eiltempo

Film von Christian Bock

Erstausstrahlung

Ganzen Text anzeigenWie werden Profi-Sportler so schnell wieder fit? Und was können Hobby-Sportler davon lernen? Wissenschaftler nehmen Regenerationsmaßnahmen unter die Lupe: Was bringen "Eisbad und Co"?

Was geschieht nach großer Belastung im Körper, wenn die Muskeln schlapp sind, die ...

Text zuklappenWie werden Profi-Sportler so schnell wieder fit? Und was können Hobby-Sportler davon lernen? Wissenschaftler nehmen Regenerationsmaßnahmen unter die Lupe: Was bringen "Eisbad und Co"?

Was geschieht nach großer Belastung im Körper, wenn die Muskeln schlapp sind, die Blutwerte am Boden, und die Gelenke und Faszien schmerzen? Genau das untersucht das groß angelegte und vom Innenministerium geförderte "RegMan"-Projekt mehrerer deutscher Universitäten.

Die Dokumentation begleitet neben dem "RegMan"-Projekt auch andere Ansätze der Regenerationsforschung. So installiert ein Medizintechnik-Unternehmen einen sensorbasierten Trainingsmonitor bei den Handballprofis des MT Melsungen. Das Ziel: Jederzeit die Fitnessdaten und Regenerationsbedürftigkeit abfragen zu können, sogar während des Trainings.

Noch einen Schritt weiter geht Professor Dr. Hanno Felder aus Saarbrücken: Mittels Spannungsmessungen will er eines Tages Muskeln zum Sprechen bringen. Sie sollen melden, wenn die Belastung zu stark wird. Noch gibt sein Apparat nur Rauschen von sich. "Wir hören den Muskel zwar, aber wir sprechen seine Sprache noch nicht", sagt Felder.

Nicht alle Ergebnisse werden die Sportler erfreuen. "Massagen zum Beispiel bringen fast gar nichts", sagt Professor Dr. med. Tim Meyer, der das "RegMan"-Projekt leitet. Jedenfalls nicht für jeden und nicht immer. Die neue Logik der Regenerationslehre: Genau wie beim aufbauenden Training muss bei der Regeneration auf jeden Athleten einzeln geschaut werden.

Redaktionshinweis: In 3sat steht der Donnerstagabend im Zeichen der Wissenschaft: Um jeweils 20.15 Uhr beleuchtet eine Dokumentation relevante Fragen aus Natur- und Geisteswissenschaften, Kultur und Technik. Im Anschluss, um 21.00 Uhr, diskutiert Gert Scobel über ein verwandtes Thema.


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21:00
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

scobel - Der Körper als Arzt

Erstausstrahlung

Ganzen Text anzeigenDer Körper ist ein wahres Meisterwerk. Er ist in der Lage, sich selbst zu reparieren und Heilungsprozesse anzukurbeln. Wie funktionieren Regeneration und Selbstheilung?

Welche neuen Erkenntnisse haben Gesundheitsforscher, Psychologen, Resilienz-Forscher und ...

Text zuklappenDer Körper ist ein wahres Meisterwerk. Er ist in der Lage, sich selbst zu reparieren und Heilungsprozesse anzukurbeln. Wie funktionieren Regeneration und Selbstheilung?

Welche neuen Erkenntnisse haben Gesundheitsforscher, Psychologen, Resilienz-Forscher und Psychoneuroimmunologen für die Prozesse der Selbstheilung? Gert Scobel diskutiert mit der Professorin Karin Meißner, dem Professor Tobias Esch und dem Psychiater Klaus Lieb.

Der Körper kann Wunden schließen und bakterielle Eindringlinge in Schach halten. Er kann mechanische Schädigungen beseitigen, Krebszellen bekämpfen - und viele Krankheiten heilen. Was dabei manchmal aus dem Blick gerät: Selbstheilung ist ein natürlicher, physiologischer Vorgang, ein Anpassungsverhalten des Körpers, keine Magie.

Oft braucht es dazu nur einen einfachen Antrieb: die zuversichtlichen Worte eines Arztes oder eine Pille, die nicht einmal wirksame Arzneistoffe enthalten muss. Die Psyche hat einen fundamentalen Anteil an Selbstheilungsprozessen, eine Erkenntnis, die nicht zuletzt die Placebo-Forschung belegt. Und Stress, beziehungsweise die gestörte Verarbeitung von Stress, ist einer der größten Widersacher dieser Selbstregulation.

Wie funktionieren Regeneration und Selbstheilung, welche zentrale Rolle spielt dabei die sogenannte "Homöostase", ein besonderer Mechanismus der Selbstregulation. Und wodurch können Selbstheilungsprozesse gestört und verhindert werden?

Gesundheitsforschung, Integrative Medizin und "Mind-Body-Medicine" sind die Disziplinen, die diese Prozesse wissenschaftlich zu verstehen und in neue Behandlungsmodelle zu übersetzen versuchen.

Die Gäste der Sendung:

Karin Meißner: Professorin für Integrative Medizin in der Gesundheitsförderung an der Hochschule Coburg und Leiterin der Arbeitsgruppe "Placebo Research" am Institut für Medizinische Psychologie an der Ludwig-Maximilians-Universität München

Tobias Esch: Arzt, Gesundheitsforscher und Professor an der Fakultät für Gesundheit am Institut für integrative Gesundheitsforschung und Gesundheitsförderung an der Universität Witten/Herdecke, das er auch leitet. Im Januar 2018 erschien sein Buch "Der Selbstheilungscode: Neurobiologie von Gesundheit und Zufriedenheit" (Beltz Verlag).

Klaus Lieb: Psychiater, Wissenschaftlicher Geschäftsführer des Deutschen Resilienz-Zentrums und Direktor der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz


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22:00
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)Videotext Untertitel

ZIB 2


Das tägliche Nachrichtenmagazin des ORF-Fernsehens.

Von Montag bis Freitag liefert "ZIB 2" einen Überblick über die Ereignisse des Tages und bietet dabei vor allem vertiefende Hintergrundinformationen.


(ORF)


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22:25
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)Dolby-Digital 5.1 AudioVideotext Untertitel

In der Lüge gefangen

(Stone)

Spielfilm, USA 2010

Darsteller:
Jack MabryRobert De Niro
Gerald Creeson "Stone"Edward Norton
Lucetta CreesonMilla Jovovich
Madylyn MabryFrances Conroy
Jack (jung)Enver Gjokaj
u.a.
Regie: John Curran
Länge: 99 Minuten

Ganzen Text anzeigenJack Mabry übt seinen Job als Bewährungsbeamter seit Jahren aus und hat jede Menge Erfahrung mit Häftlingen, die ihm etwas vormachen wollen. Doch dann wickelt ihn ein Insasse ein.

In Gerald "Stone" Creeson trifft Mabry auf einen Verbrecher, der anders zu sein ...
(ARD)

Text zuklappenJack Mabry übt seinen Job als Bewährungsbeamter seit Jahren aus und hat jede Menge Erfahrung mit Häftlingen, die ihm etwas vormachen wollen. Doch dann wickelt ihn ein Insasse ein.

In Gerald "Stone" Creeson trifft Mabry auf einen Verbrecher, der anders zu sein scheint als die üblichen Knastbrüder. Stone verwickelt Jack in persönliche Gespräche. Das vermeintlich unerschütterliche Weltbild des prinzipientreuen Beamten gerät ins Wanken.

Seit Jahrzehnten verläuft das Leben von Jack Mabry in den immer gleichen Bahnen. Die Ehe des autoritären, tiefgläubigen Mannes ist schon lange in Routine und Gleichgültigkeit erstarrt. In seinem Job als Bewährungsbeamter eines Gefängnisses hat er es mit den immer gleichen Phrasen von Häftlingen zu tun, die ihn von ihrer angeblichen Reumütigkeit überzeugen wollen. Mabry kennt alle Tricks und durchschaut sofort, wenn sein Gegenüber nicht mit offenen Karten spielt. Nun aber, wenige Wochen vor seiner Pensionierung, wird er mit einem Mann konfrontiert, der seine Entscheidungsfähigkeit auf die Probe stellt: Gerald "Stone" Creeson, wegen Brandstiftung verurteilt, wirkt nicht wie die Häftlinge, mit denen er sonst zu tun hat. Stone gibt sich aggressiv und desinteressiert.

Zunächst versucht Mabry, sein übliches Gutachter-Programm durchzuspielen. Immer wieder jedoch gelingt es Stone, dem Beamten persönliche Details zu entlocken und ihn in Gespräche über Schuld und Vergebung zu verwickeln. Zugleich weckt er Mabrys Neugierde als Mann, indem er ihm von seiner bildschönen, sexuell unersättlichen Frau Lucetta erzählt. Diese nimmt kurz darauf Kontakt zu Jack auf. Der ahnt nicht, dass Lucetta im Auftrag ihres Mannes handelt und ihn mit allen Mitteln dazu bringen soll, sich für dessen vorzeitige Entlassung einzusetzen.

Zunächst reagiert Jack kühl und abweisend auf die Avancen. Auf Dauer aber kann er der verführerischen Frau nicht widerstehen. Ohne es zu merken, wird der sonst so prinzipientreue Beamte immer weiter manipuliert. Und Stone kommt seinem Ziel immer näher.

In dem Psychodrama "In der Lüge gefangen" treffen zwei der besten Schauspieler ihrer jeweiligen Generation aufeinander: Der zweifache Oscar-Preisträger Robert De Niro und Edward Norton, der mit eindrucksvollen Leistungen in Filmen wie "American History X" und "25 Stunden" für Furore sorgte. Intelligent konstruiert und von hoher atmosphärischer Dichte, konzentriert sich "In der Lüge gefangen" ganz auf die beiden Hauptfiguren. Regisseur John Curran gibt seinen Stars jede Menge Gelegenheit, zu darstellerischer Hochform aufzulaufen. Vor allem Robert De Niro zeigt nach einer Reihe leichtgewichtiger Filme, zu welch nuancenreichen Charakterisierungen er fähig ist.

Redaktionshinweis: 3sat zeigt "In der Lüge gefangen" zum 75. Geburtstag von Robert De Niro am 17. August. Am Freitag, 17. August, um 22.25 Uhr folgt aus demselben Anlass ein weiterer Spielfilm mit dem zweifachen Oscar-Preisträger: "Die durch die Hölle gehen".


(ARD)


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0:04
VPS 21:50

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

Nachrichtenmagazin von Schweizer Radio und Fernsehen:

10 vor 10

"10 vor 10" ist eine Informationssendung von Schweizer Radio und Fernsehen (SRF).

Vertiefende Berichte, Reportagen, Porträts und Live-Gespräche informieren über die wichtigsten Themen des Tages aus der Schweiz und der Welt.


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0:33
VPS 00:30

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

Herr Trüeb im Ananas-Land

Eine karibische Erfolgsgeschichte

Reportage von Simon Christen

(aus der SRF-Reihe "Reporter")

Ganzen Text anzeigenEmil Trüeb hat das erreicht, wovon viele träumen: Er ist ausgewandert und erfolgreich geworden. Er gehört heute zu den drei größten Ananas-Produzenten der Dominikanischen Republik.

Pro Woche erntet Emil Trüeb zwischen 50 000 und 60 000 Früchte. Zusammen mit 32 ...

Text zuklappenEmil Trüeb hat das erreicht, wovon viele träumen: Er ist ausgewandert und erfolgreich geworden. Er gehört heute zu den drei größten Ananas-Produzenten der Dominikanischen Republik.

Pro Woche erntet Emil Trüeb zwischen 50 000 und 60 000 Früchte. Zusammen mit 32 Arbeitern, die meisten davon Haitianer, bewirtschaftet er 180 Hektar Land. Mit anderen Worten: Er hat es weit gebracht. Er ist heute eine Art "Ananas-König". Dabei hat er klein angefangen.

Die Trüebs waren Gemüsebauern im Zürcher Unterland, wo sie 22 Hektar Land bewirtschafteten. Emil Trüeb wollte den Betrieb vergrößern. Da das nicht möglich war, entschloss er sich Anfang der 1980er-Jahre, in die Dominikanische Republik auszuwandern. Er war damals Mitte 20 und Teil einer Reisegruppe Kaufwilliger. Für 50 Rappen am Tag bekomme man in der Karibik einen Arbeiter und sei bald reich, wurde den Schweizern versprochen. Am Morgen des achten Tages war der "Vertragsabschluss" angesetzt, nachmittags: frei. Trüeb lehnte dankend ab. Er wollte sich zuerst genau informieren, bevor er kaufte. Viele andere waren weniger clever - und verloren alles.


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0:57
VPS 00:55

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)
Donnerstag 16. August

Hessenreporter: 50 Jahre Flower Power auf Burg Herzberg


Ganzen Text anzeigenNoch vor Woodstock gründeten vor 50 Jahren die Mitglieder der hessischen Band The Petards mit dem "Burg-Herzberg-Festival" das hessische Open-Air-Rockmusik-Festival.

Die "Hessenreporter"-Autoren Juliane Meyer und Oliver Schmid wollen die besondere "Herzbergstimmung" ...
(ARD/HR)

Text zuklappenNoch vor Woodstock gründeten vor 50 Jahren die Mitglieder der hessischen Band The Petards mit dem "Burg-Herzberg-Festival" das hessische Open-Air-Rockmusik-Festival.

Die "Hessenreporter"-Autoren Juliane Meyer und Oliver Schmid wollen die besondere "Herzbergstimmung" erfahren und stürzen sich zwischen Jurten und Campingzelten, zwischen Bühnen und Boxen-Türmen in das lange Festival-Wochenende.

Georg Dusenberg war schon 1968 dabei, beim ersten Festival auf Burg Herzberg, und seitdem immer wieder. Inzwischen kommt er mit Frau und Töchtern: "Für uns gibt es keinen Sommer ohne das Burg Herzberg-Festival", da sind sich die Dusenbergs einig.

Seit 1968 trafen sich die jungen "Beatnix" fortan einmal im Jahr auf der Burg Herzberg bei Alsfeld und probten den Widerstand. Sie tanzten, kifften, knutschten und rockten für Frieden und Liebe, "Peace and Love". Sie opponierten so nicht nur gegen die "spießigen" Eltern und das Korsett des "guten Benehmens", sondern auch gegen ein kapitalistisches System, das ihnen ungerecht und einengend erschien - und bis heute erscheint. Die jungen deutschen Musiker - "Krautrocker", wie sie von den Medien abschätzig betitelt wurden - waren inspiriert von englischen Vorbildern wie Genesis, Jethro Tull, Wishbone Ash und vielen anderen.

So entstand der sogenannte deutsche Progressive Rock: Bands wie Orange oder Guru Guru spielten damals wie heute auf dem Festival. Auch in diesem Jubiläums-Jahr rechnen die Veranstalter wieder mit bis zu 15 000 "Hippies" aus Deutschland und Europa. Für ein langes Wochenende treffen sie sich am Fuß der osthessischen Burg, um zusammen "Love & Peace" zu feiern. Patti Smith, die 2017 das Festival-Publikum begeisterte, sagte: "Dies ist das Festival mit der schönsten Stimmung, die ich je erlebt habe."


(ARD/HR)


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1:27
VPS 01:25

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Expedition Erde (1/5)

Vulkane

mit Thomas Reiter

Ganzen Text anzeigenVulkane gelten allgemein als gefährlich und zerstörerisch. Sie bedrohen den Menschen und dessen Habe durch Lavaströme, Ascheregen und giftige Gase.

Die Dokumentation belegt entgegen dieser Vorurteile, dass die Feuer spuckenden Berge während der langen Geschichte ...

Text zuklappenVulkane gelten allgemein als gefährlich und zerstörerisch. Sie bedrohen den Menschen und dessen Habe durch Lavaströme, Ascheregen und giftige Gase.

Die Dokumentation belegt entgegen dieser Vorurteile, dass die Feuer spuckenden Berge während der langen Geschichte der Erde nicht nur für Negativschlagzeilen sorgten. Der deutsche Astronaut Thomas Reiter besucht einige der vulkanisch aktivsten Zonen unseres Planeten.

Er macht deutlich, welche wichtige Rolle Vulkane bei der Entstehung des Lebens spielten. Keine andere Kraft hatte in der Erdgeschichte so großen Anteil an der Gestaltung und Umgestaltung der Welt wie sie.

Die Expedition beginnt in Island. Hier erkundet Thomas Reiter aus der Luft und unter Wasser die Wirkungsweise vulkanischer Aktivität. Die Klippen von Thingvellir sind ein eindrucksvolles Beispiel dafür, wie die Hitze aus dem Erdinneren die Oberfläche verändert. Aus dem Helikopter kann man deutlich sehen, wie der massive Fels auseinandergerissen wurde, aber erst beim Tauchgang in der Silfra-Spalte wird deutlich, welche gigantischen Kräfte hier tatsächlich am Werke sind. Thomas Reiter taucht hier zwischen zwei Kontinentalplatten.

Quer durch Island verläuft die Grenze zwischen der nordamerikanischen und der eurasischen Platte, die in jedem Jahr einige Zentimeter auseinanderdriften. Was sich zunächst wenig spektakulär anhört, hat im Laufe der Jahrmillionen massive Felswände auseinandergesprengt und immer wieder zu Vulkanausbrüchen geführt.

Noch wichtiger für das Leben auf der Erde ist es allerdings, wenn Kontinentalplatten aufeinandergeschoben werden. An solchen Stellen falten die Platten Gebirge auf und erschaffen so ständig neue Landmassen. Käme dieser Prozess irgendwann zum Erliegen, wäre alles Land auf dem Planeten dem Untergang geweiht. Die Erosion würde im Laufe der Zeit jeden Kontinent abtragen, bis die Oberfläche der Erde gleichmäßig mit einer vier Kilometer dicken Wasserschicht bedeckt wäre.

Neueste Forschung belegt außerdem, dass der Vulkanismus die Erde schon mindestens einmal vor einer weltumspannenden Katastrophe gerettet hat. Der Geologe Paul Hoffman fand in Namibia Hinweise auf eine globale Vereisung des Planeten. Sogar am Äquator gab es Gletscher und Eisberge. Der Wissenschaftler geht davon aus, dass der gesamte Globus im Schnitt unter einer Kilometer dicken Eisschicht begraben war. Aus dieser frostigen Umklammerung hätte sich unser Heimatplanet ohne die Aktivität der Vulkane bis heute nicht befreien können. Durch ihren Ausstoß von Kohlendioxid veränderten sie das Klima und tauten den Kühlschrank Erde wieder auf.

Eine Sensation sind die extremen Zeitrafferaufnahmen vom äthiopischen Vulkan Erta Ale. Er gehört zu den wenigen Vulkanen, die kontinuierlich so viel Hitze erzeugen, dass sich ein Lavasee aus flüssigem Gestein im Inneren des Kraters bildet. Nur durch die Zeitrafferaufnahmen ist es möglich, die dynamischen Prozesse in dem außergewöhnlichen See zu verstehen.


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2:10
Dolby-Digital 5.1 AudioVideotext Untertitel

Expedition Erde (2/5)

Ozeane

mit Thomas Reiter

Ganzen Text anzeigenDie Ozeane der Welt sind fast so alt wie die Erde selbst. Aber sie sind viel mehr als ein uraltes Wasserreservoir. Sie formen und verändern den Planeten.

Die Weltmeere sind für das Klima verantwortlich, und in ihren Tiefen soll sogar das Leben entstanden sein. Die ...

Text zuklappenDie Ozeane der Welt sind fast so alt wie die Erde selbst. Aber sie sind viel mehr als ein uraltes Wasserreservoir. Sie formen und verändern den Planeten.

Die Weltmeere sind für das Klima verantwortlich, und in ihren Tiefen soll sogar das Leben entstanden sein. Die Reise von Thomas Reiter beginnt auf dem offenen Ozean.

Hier verfolgt er den Weg der Wellen, die sich weit draußen auf den Meeren bilden, die Energie des Windes einfangen und weitertragen, bis sie schließlich auf Land treffen. Der uralte Kampf zwischen Ozeanen und Kontinenten wird durch Superzeitrafferaufnahmen eindrucksvoll in Szene gesetzt.

Eine weitere uralte Kraft, durch die die Ozeane die Welt beeinflussen, sind die vielfach vernetzten und verzweigten Strömungssysteme. Thomas Reiter erklärt die neueste Forschungsrichtung, die einen kuriosen Ursprung hat: Gummientchen. Die schwimmfesten Tiere waren bei einem Schiffsunglück in den Pazifik gefallen und hatten von dort aus eine unglaubliche Reise um die Erde angetreten.

Sie lenkten die Aufmerksamkeit der Wissenschaftler auf ein weltumfassendes Strömungssystem, das heute als "Globales Förderband" bezeichnet wird. Diese gewaltige Strömung ist für den Wärmeaustausch auf der gesamten Erde von enormer Bedeutung.

Dass die Ozeane genauso wie die Kontinente einem ständigen Wandel unterliegen, zeigt die Forschung von Tim Wright. Der Geologe untersucht Erdspalten in Äthiopien, die erst vor Kurzem entstanden sind. Diese ständig wachsenden Risse in der Oberfläche Ostafrikas interpretiert der Wissenschaftler als erste Prozesse, die zur Bildung eines Meeres führen. "Das ist der einzige Ort der Welt, an dem man die Geburt eines neuen Ozeans beobachten kann", kommentiert Wright den Befund.

Neue Meere entstehen, andere sterben. Ausgerechnet die Tage unseres liebsten Urlaubsmeeres sind gezählt. Das Mittelmeer verliert schon jetzt durch Verdunstung mehr Wasser, als Regen und die großen Flusssysteme wieder auffüllen können. Glücklicherweise wird es einige Millionen Jahre dauern, bis sich dort, wo sich heute Wassermassen ausdehnen, eine Salzwüste bildet.


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2:53
VPS 02:50

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Expedition Erde (3/5)

Atmosphäre

mit Thomas Reiter

Ganzen Text anzeigenMan kann sie weder sehen noch riechen oder schmecken, trotzdem wäre alles Leben auf der Erde ohne sie zum Untergang verurteilt: Die Atmosphäre ist der Schutzschild unseres Heimatplaneten.

Sie hüllt den Globus in eine warme, feuchte Schicht, bewahrt uns vor ...

Text zuklappenMan kann sie weder sehen noch riechen oder schmecken, trotzdem wäre alles Leben auf der Erde ohne sie zum Untergang verurteilt: Die Atmosphäre ist der Schutzschild unseres Heimatplaneten.

Sie hüllt den Globus in eine warme, feuchte Schicht, bewahrt uns vor gefährlichen Strahlen aus dem All und hält den Sauerstoff bereit, den wir zum Leben brauchen.

Thomas Reiter ist in dieser Folge völlig in seinem Element. Er nimmt den Zuschauer mit auf einen Flug im Tornado und berichtet von seinen Erlebnissen im Weltraum. Gemeinsam mit dem Moderator reist das Publikum durch die vier wichtigsten Schichten der Atmosphäre und lernt deren Bedeutung kennen.

In Westaustralien besucht Thomas Reiter die ältesten Lebensformen der Welt: die Stromatolithen. Diese einfachen Einzeller sind für eine Revolution in der Erdgeschichte verantwortlich. Als eine der ersten Arten überhaupt nutzten sie Sonnenlicht als Energiequelle und betrieben Fotosynthese. Als Abfallprodukt ihres Stoffwechsels produzierten sie gigantische Mengen von Sauerstoff, der heute Lebensgrundlage für zahllose Lebewesen ist.

Aber Sauerstoff ist nicht das einzige Gas, das eine überlebenswichtige Funktion für uns erfüllt. Auch Kohlendioxid ist von großer Bedeutung als Teil eines globalen Wärmeregelungssystems. Seine Eigenschaft, als Treibhausgas zu wirken und Sonnenlicht auf die Erde zurückzuspiegeln, wird im Zuge der Klimadiskussion stets als negativ beurteilt. Tatsächlich hat genau diese Eigenschaft die Erde im Laufe ihrer Geschichte mehrfach vor der totalen Vereisung gerettet.

Besondere Highlights dieser Folge sind die ungewöhnlichen Demonstrationen von Troy Hartman. Er ist Skysurfer und stellt eindrucksvoll unter Beweis, dass Luft nicht einfach gasförmig ist, sondern auch Eigenschaften einer Flüssigkeit aufweist. Seine "große Welle" findet er nicht auf dem Meer, sondern am wolkenreichen Himmel im Norden Kaliforniens.

Jim Edds bleibt zwar auf dem Boden, aber seine Forschungsarbeit ist deshalb nicht ungefährlicher: Edds ist Sturmjäger. Mit ihm reist das Team in den Anden geradewegs ins Zentrum einer gigantischen Gewitterfront. Die dabei entstandenen spektakulären Aufnahmen von Blitzen dokumentieren, wie viel Energie während eines Gewitters in der Atmosphäre freigesetzt wird.


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3:37
VPS 03:35

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Expedition Erde (4/5)

Eis

mit Thomas Reiter

Ganzen Text anzeigenFür viele ist Eis nicht mehr als gefrorenes Wasser - eine fatale Fehleinschätzung. Seit Menschen auf der Erde leben, war Eis die dominante Kraft.

Eiszeiten lösten Massensterben aus, und Gletscher gaben den Landschaften, die wir bewohnen, ihre Form. Vermutlich haben ...

Text zuklappenFür viele ist Eis nicht mehr als gefrorenes Wasser - eine fatale Fehleinschätzung. Seit Menschen auf der Erde leben, war Eis die dominante Kraft.

Eiszeiten lösten Massensterben aus, und Gletscher gaben den Landschaften, die wir bewohnen, ihre Form. Vermutlich haben die Eismassen sogar mehrfach die Entwicklung unserer Art beeinflusst. Thomas Reiter untersucht einen der größten Gletscher der Welt.

Abgeseilt in einer Gletscherspalte des Vatnajökull im Südosten Islands lernt Thomas Reiter das Eis als eine der außergewöhnlichsten Substanzen der Erde kennen, die ganz verschiedene, zum Teil widersprüchliche Eigenschaften in sich vereint.

Einerseits ist Eis sehr fest. Thomas Reiter und das Film-Team verlassen sich darauf, dass es so viel Festigkeit wie Fels besitzt und beim Abseilen ihr Gewicht problemlos trägt. Andererseits verhält sich das Eis eines Gletschers aber auch wie eine Flüssigkeit. Über längere Zeiträume betrachtet, überwindet es weite Strecken und gleitet ins Tal hinunter. Diese Fließbewegung konnte mithilfe extremer Zeitrafferaufnahmen sichtbar gemacht werden.

Mehrere Monate beobachtete eine Spezialkamera beispielsweise den Argentière-Gletscher in den französischen Alpen. Zusammengedrängt auf wenige Sekunden, ermöglichen die Aufnahmen, dass die Dynamik des Gletschereises für das menschliche Auge sichtbar wird.

Welche gewaltigen Energien tatsächlich im Eis schlummern, kann man an den Landschaften sehen, die einst von Eis bedeckt waren. Joe Houlding ist einer der besten Extrembergsteiger der Welt. Er bezwingt für die Sendung den El Capitan, einen Monolithen im kalifornischen Yosemite-Nationalpark.

Der Fels wurde zum Eldorado der Kletter-Szene, weil die Wände des Giganten fast senkrecht aufragen und erstaunlich glatt geschliffen sind. Es gibt nur sehr wenige Bergsteiger, die dieser Herausforderung gewachsen sind. Ohne den Einfluss des Eises wäre der El Capitan allerdings ein Allerweltshügel geblieben. Während einer der letzten Eiszeiten schliffen die Eismassen eines gigantischen Gletschers den Fels in Form.

Eine ganz besondere Perspektive auf "ihren" Gletscher hat die Glaziologin Miriam Jackson. Ihr Arbeitsplatz liegt mehrmals im Jahr bis zu 200 Meter tief unter den Eismassen des norwegischen Svartisen-Gletschers. In dem Eislabor am Gletscherboden versucht sie herauszufinden, warum das Eis sich überhaupt talwärts bewegt und welche Geschwindigkeiten es erreichen kann. Dabei macht sie eine sensationelle Entdeckung: Auf dem Boden des Gletschers gibt es trotz konstanter Minusgrade Wasser, das nicht gefroren ist.

Ebenfalls einem Gletscher auf den Grund gehen möchte Konrad Steffen. Seit 30 Jahren untersucht der Wissenschaftler den Jacobshavn-Gletscher in Grönland. In den Eisgiganten kann man allerdings kein Eislabor schmelzen. Steffen versucht stattdessen, eine Kamera, die die NASA für die Erkundung fremder Planeten entwickelt hat, auf den Grund des Gletschers hinabzulassen.


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4:20
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Expedition Erde (5/5)

Leben

mit Thomas Reiter

Ganzen Text anzeigenInnerhalb von viereinhalb Milliarden Jahren verwandelte sich der Planet Erde von einem leblosen Gesteinsbrocken in die bunte Welt, die wir heute kennen.

Diese Entwicklung geschah keineswegs linear, die Geschichte der Erde ist eine Abfolge von Zerstörung und Neuanfang. ...

Text zuklappenInnerhalb von viereinhalb Milliarden Jahren verwandelte sich der Planet Erde von einem leblosen Gesteinsbrocken in die bunte Welt, die wir heute kennen.

Diese Entwicklung geschah keineswegs linear, die Geschichte der Erde ist eine Abfolge von Zerstörung und Neuanfang. Der Film fragt nach der speziellen Rolle der Erde, die durch eine Vielzahl von besonderen Bedingungen Heimat für das Leben werden konnte.

Thomas Reiter hat sich auf die Suche nach Hinweisen gemacht, die die wichtigsten Wendepunkte in der Erdgeschichte illustrieren. Im Dschungel Mexikos wurde er fündig. Dort taucht der Moderator in einer Höhle, die sich als Teil eines weitläufigen Tunnelsystems entpuppt. Erst kürzlich stellten Höhlentaucher fest, dass dieses System aus Durchgängen und überschwemmten Höhlen fast die gesamte Halbinsel Yucatan durchzieht.

Aber erst moderne Geosatellitentechnologie ermöglichte den Wissenschaftlern herauszufinden, welchen Ursprung die geheimnisvollen Höhlen haben. Messungen aus dem All zeigen, dass sich die Höhlen am Rand einer gewaltigen trichterförmigen Struktur gebildet haben. Diesen Krater hatte vor 65 Millionen Jahren der Asteroid geschlagen, der vielleicht den Untergang der Dinosaurier besiegelte.

Am Ende seiner spannenden Reise durch die Geschichte der Erde stößt Thomas Reiter auch auf Spuren, die eine vergleichsweise neue Kraft auf dem Planeten hinterlassen: unsere Spuren. Der Mensch ist zum bedeutenden Faktor für die Erde geworden. Er ist dazu in der Lage, ihre Oberfläche und ihr Klima zu verändern.

Aus dem All konnte Thomas Reiter vor allem auf der Nachtseite der Erde erkennen, wie dominant der Mensch tatsächlich ist. Die Lichtermassen der Städte und Siedlungen verdeutlichen die Ausbreitung des Menschen auf dem Globus. Er ist der nächste entscheidende Faktor in der langen Geschichte der Erde.


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5:05
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Wilder Planet: Erdbeben

Film von Stefan Schneider

(aus der ZDF-Reihe "Terra X")

Ganzen Text anzeigenErdbeben verursachen erhebliche Schäden. Spätestens seit der Reaktorkatastrophe im japanischen Atomkraftwerk Fukushima ist die Erdbebensicherheit weltweit wieder in den Fokus gerückt.

Das "Terra X"-Team begleitet Forscher in die seismisch aktivsten Gebiete der Erde. ...

Text zuklappenErdbeben verursachen erhebliche Schäden. Spätestens seit der Reaktorkatastrophe im japanischen Atomkraftwerk Fukushima ist die Erdbebensicherheit weltweit wieder in den Fokus gerückt.

Das "Terra X"-Team begleitet Forscher in die seismisch aktivsten Gebiete der Erde. Mit den unterschiedlichsten Methoden versuchen die Wissenschaftler herauszufinden, wie ein Beben tatsächlich entsteht. Nur so kann ein effizienter Erdbebenschutz entwickelt werden.

In Chile untersucht beispielsweise der Geophysiker Professor Dr. Stephen Miller von der Universität Bonn mit seinem Team eine Region in den chilenischen Anden. In dieser seismisch hochaktiven Gegend stellen die Wissenschaftler erstaunliche Dinge fest: 2010 hatte ein Erdbeben der Magnitude 8,8 den Seeboden vor der Küste Chiles erschüttert. Der Boden brach auf einer Länge von mehreren hundert Kilometern auf und hätte eigentlich einen gewaltigen Tsunami auslösen müssen. In Panik flüchteten die Bewohner aus der Küstenregion, doch wie durch ein Wunder blieb der Tsunami aus.

Der Grund dafür: Das Beben selbst verhinderte die Katastrophe. Innerhalb weniger Sekunden hob es die Küste um 2,5 Meter und errichtete so einen Schutzwall gegen die Überflutung. Solche überraschenden Beobachtungen machen deutlich, wie wenig vorhersehbar die gewaltigen Kräfte der Erde noch immer sind. Miller sieht vor allem in dem Zusammenwirken von Erdbeben und Vulkanen ein wichtiges Forschungsgebiet.

Dass Erdbeben längst nicht immer im Zusammenhang mit Vulkanen stehen müssen, zeigt das Projekt "USArray". In Michigan, mitten in der nordamerikanischen Prärie, begleitet "Terra X" ein USArray-Team. Die Männer versenken einen hochempfindlichen Seismographen in der Erde, Teil eines Netzwerks von 400 solcher Geräte, die überall in den USA Messungen durchführen. Die Seismographen haben keinen festen Platz, vielmehr wird das Netz nach einer festgelegten Zeit immer weiter von Westen nach Osten bewegt. Auf diese Weise soll mit nie da gewesener Genauigkeit die amerikanische "Unterwelt" erforscht werden.

Vor allem die Frage, warum Erdbeben gelegentlich auch weit entfernt von den tektonisch aktiven Grenzen der Kontinentalplatten ausgelöst werden können, kann nun beantwortet werden. Offenbar tauchen nicht alle Platten, wie bisher angenommen, als Ganzes an einer sogenannten Subduktionszone in den Erdmantel ein, um wieder eingeschmolzen zu werden. Die gewaltige Ozeanplatte, die seit mehr als 100 Millionen Jahren vor der Westküste der USA in die Tiefe sinkt, tut dies beispielsweise ganz und gar nicht in einem Stück. Im Verlauf der USArray-Forschung wurden stattdessen Fragmente nachgewiesen, die in geringer Tiefe unter dem Kontinent bis nach New York reichen. Diese Bruchstücke sind in der Lage, den Kontinent zu destabilisieren und bis hin zur Ostküste Erdbeben auszulösen, weit weg von der eigentlichen Subduktionszone an der Westküste Amerikas.

All diese Forschungen lassen die Möglichkeit sinnvoller Erdbebenvorhersage immer unwahrscheinlicher werden. Allerdings gibt es manchmal überraschende Hilfe. Im Umland der italienischen Stadt L'Aquila erforscht die britische Biologin Rachel Grant seit über vier Jahren das Verhalten von Kröten. Wenige Tage vor dem Beben im Jahr 2009 verschwanden sämtliche Kröten aus dem nahegelegenen See. Zwei Wochen nach dem Beben tauchten sie wieder auf. Grant vermutet, dass sich im Vorfeld des Bebens die chemische Zusammensetzung des Seewassers geändert haben könnte. Vielleicht eröffnen die sensiblen Amphibien ganz neue Möglichkeiten für die Vorhersage von Erdbeben.

In Disaster City in Texas steht nicht die Vorhersage von Erdbeben im Vordergrund, hier übt man vielmehr, was zu tun ist, wenn die Erde bereits gebebt hat. 70 000 Spezialisten aus aller Welt kommen jedes Jahr in die texanische Katastrophenstadt, um hier das ABC des Rettens zu trainieren. Was passiert, wenn bei einem Erdbeben Gebäude über ihren Bewohnern einstürzen? Wo könnten Überlebende verborgen sein, und wie kann man sie bergen? Auf einer Fläche von 30 Fußballfeldern wird der Horror so echt wie nur möglich nachgespielt, damit die Rettungskräfte handlungsfähig sind, wenn es zum Ernstfall kommt.

Über die besondere Bedrohung, die von Atomkraftwerken in Erdbeben gefährdeten Gebieten ausgehen, denkt man seit dem Reaktorunglück von Fukushima fast überall auf der Welt ernsthaft nach. Allerdings gibt es auch Ausnahmen: In Akkuyu, im Süden der Türkei, beginnt ein russisches Konsortium mit dem Bau des ersten türkischen Atomkraftwerks in unmittelbarer Nähe einer der seismisch aktivsten Zonen der Welt. Wissenschaftler gehen davon aus, dass innerhalb der nächsten 100 Jahre ein Beben vergleichbar mit dem in Fukushima zu erwarten ist.


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Newton

Elektromobilität im Praxis-Test

Neues aus der Welt der Wissenschaft

Sendung von Alex Wieser

Moderation: Matthias Euba

Ganzen Text anzeigen"Newton" unternimmt einen Roadtrip der besonderen Art: Moderator Matthias Euba setzt sich hinter das Steuer eines Elektroautos und erkundet fahrend die Welt der emissionslosen PKW.

Der große "Newton"-Praxistest zeigt den Umgang mit dem E-Auto von den ersten ...
(ORF)

Text zuklappen"Newton" unternimmt einen Roadtrip der besonderen Art: Moderator Matthias Euba setzt sich hinter das Steuer eines Elektroautos und erkundet fahrend die Welt der emissionslosen PKW.

Der große "Newton"-Praxistest zeigt den Umgang mit dem E-Auto von den ersten Fahrversuchen bis hin zum Laden an einer öffentlichen Ladestation und bietet darüber hinaus Hintergrundinformationen zu dem weiten Themenfeld der E-Mobilität.


(ORF)