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Wissen

wissen aktuell: Kampf der Müllflut

Wir leben heute in einer Wegwerfgesellschaft und produzieren immer mehr Müll. Einwegprodukte wie Coffee-to-go-Becher sind gefragt, auch sonst wird vieles gern in Plastik verpackt.

Produktionsland und -jahr:
Datum:
Verfügbar
weltweit
Verfügbar bis:
bis 27.05.2022

Denn Plastikverpackungen sind billig, sie sorgen für sicheren Transport, längere Haltbarkeit, mehr Hygiene. Wurden 1950 weltweit circa zwei Millionen Tonnen Plastik pro Jahr produziert, sind es heute bereits 400 Millionen Tonnen.

Schon seit Anfang der 1990er-Jahre versucht man, der zunehmenden Plastikflut durch Mülltrennung und Recycling zu begegnen, um die Umwelt zu schonen und kostbare Rohstoffe einzusparen. Immer wieder gibt es neue Verordnungen, um die Müllverwertung zu verbessern. Doch in der Bevölkerung weiß kaum jemand genau, was in welche Tonne gehört, was recycelt werden kann und was nicht. "Fehlwürfe" hebeln das Trennungssystem in Recyclingbetrieben aus. Und so werden gut 50 Prozent der anfallenden Kunststoffabfälle thermisch verwertet, sprich: einfach verbrannt. Giftige Filterstäube und Verbrennungsschlacken bleiben zurück und müssen deponiert werden. Nur knapp ein Viertel aller Hausmüllabfälle wird tatsächlich recycelt.

Was läuft schief in unserer Müllkreislaufwirtschaft? Wie kann man die Recycling-Quoten verbessern, mehr gut verwertbares, sortenreines Rezyklat herstellen? Neue Ideen sind gefragt.

Plastikabfälle einfach in der Umwelt zu entsorgen, ist keine Lösung. Die Umwelt ist mittlerweile geradezu mit Plastikmüll verseucht. Man findet ihn in allen Ökosystemen rund um den Erdball, von der Arktis bis in die Antarktis. Jährlich überfluten zehn Millionen Tonnen Plastikmüll die Weltmeere. Sie überdauern dort Jahrzehnte, bauen sich nur sehr langsam ab.

Mikroplastik gelangt in die Nahrungsketten und könnte auch für uns Menschen zum Gesundheitsproblem werden. Was passiert mit Mikroplastik in unserem Körper? Können sich Weichmacher ausdünsten, sich lösen und tatsächlich Krebs verursachen? Wir hoch ist das Risiko?

Um Plastik in der Umwelt abzubauen, experimentieren Forscher mittlerweile auch mit Algen und Bakterien. Deren Enzyme sollen das Plastik zersetzen. Andere versuchen, Biokunststoffe zu entwickeln, kompostierbar und umweltschonend. Was bringen Biokunststoffe, und wo könnten sie eingesetzt werden?

Manchen Verbrauchern reichen solche Ansätze nicht. Sie setzen bereits auf Plastikverzicht, wollen Verpackungsmüll vermeiden. "Zero Waste", ein neuer Weg, um sich aus dem Plastik-Würgegriff zu befreien? Wenn jeder seinen persönlichen Plastikverbrauch reduzieren würde, wäre schon viel erreicht.

In der ganzen Debatte um Kunststoffabfälle sollten auch andere Problembereiche nicht aus den Augen verloren werden. Auch Elektronikschrott ist ein großes Problem. Vor allem dessen Entsorgung auf Müllhalden in der "Dritten Welt" gefährden die Gesundheit vieler Menschen. Sorgen bereitet auch die Endlagerung von Giftmüll, insbesondere von Atommüll. Hier fehlen immer noch Lösungen. Dafür entstehen Jahr für Jahr Kosten in Milliardenhöhe durch Zwischenlagerung. Von den Sicherheitsfragen ganz zu schweigen.

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