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Wissen

Politische Stagnation - über einen unhaltbaren Zustand

Professor Dr. Wolfgang Streeck fokussiert die Wechselbeziehungen von Wirtschaft und Politik. Er war unter anderem bis 2014 Direktor des Max-Planck-Instituts für Gesellschaftsforschung.

Produktionsland und -jahr:
Datum:
Verfügbar
weltweit
Verfügbar bis:
bis 06.06.2022

In zahlreichen Ländern des früheren "Westens" ist das Resultat ein politisch-kultureller Grabenkrieg, der von politischer Stagnation begleitet wird. Wie genau stellt sich diese, insbesondere in Europa und Deutschland, dar?

In den drei Jahrzehnten nach 1945 schien ein von den USA international koordinierter sozialdemokratischer Keynesianismus die Spannungen zwischen internationalem Kapitalismus und nationaler Demokratie beigelegt zu haben.

Spätestens in den 1980er-Jahren kehrte jedoch der Neoliberalismus als Versuch zurück, nationale Politik im Zuge der "Globalisierung" von wirtschaftlicher Einflussnahme auszuschließen.

Seit der Krise 2008 lässt sich weltweit eine Inanspruchnahme nationaler demokratischer Institutionen durch neue, als "populistisch" bezeichnete politische Kräfte beobachten, meist von rechts, aber auch von links, die sich der wirtschaftlichen Neutralisierung des Nationalstaats zugunsten selbstregierender unbegrenzter Märkte widersetzen.

Professor Dr. Wolfgang Streeck war bis 2014 Direktor des Max-Planck-Instituts für Gesellschaftsforschung und Professor für Soziologie an der Universität Köln. Sein Fokus liegt vor allem auf den Wechselbeziehungen von Wirtschaft und Politik.

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