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Wissen

Medien, Macht und Manipulation

Google, Instagram, Amazon oder Airbnb bestimmen Leben und Alltag. Gert Scobel diskutiert mit Gästen auf den Medientagen Mitteldeutschland in Leipzig über "Medien, Macht und Manipulation".

Produktionsland und -jahr:
Deutschland 2019
Datum:
Verfügbar
weltweit
Verfügbar bis:
bis 23.05.2024

Die digitalen Medien: anfangs die Verheißung einer transparenten Wissensgesellschaft, heute Bedrohung für die Demokratie? Mit der Digitalisierung aller Lebensbereiche verbinden wir vermehrt die Befürchtung, dauerüberwacht, manipuliert und desinformiert zu werden.

Digitale Medien wälzen die Gesellschaft, die politischen und wirtschaftlichen Systeme und die Öffentlichkeit um, und sie verändern auch die Individuen, ihr Verhalten, ihre Wünsche und ihre Beziehungen.

Wie umgehen, mit diesem unkontrollierbaren, epochalen Technologieumbruch? Das Schlagwort für diese radikale Umwälzung stammt aus der Kommunikationsforschung und der Wirtschaft: "Disruption". Welche besondere und einzigartige Qualität zeichnet die digitalen Medien aus, sodass von einer disruptiven Technologie gesprochen werden könnte? Wie sind die Disruptionen, etwa durch Medienplattformen wie Google und Facebook, zu bewerten?

Auch Gutenbergs Buchdruck war eine disruptive Technik. Er brachte die Kirche massiv in Bedrängnis. Für den Klerus war das Buch als Massenmedium eine Bedrohung der Machtverhältnisse, ein Kontrollverlust über die Informationshoheit.

Heute machen sich Populisten in Europa und auf der ganzen Welt die sozialen Medien zunutze und erlangen dank ihrer Hilfe in atemberaubendem Tempo politische Macht. Alte Mächte in Wirtschaft und Politik weichen neuen Mächten, alte mediale Öffentlichkeit hat längst einer Vielzahl von digitalen Öffentlichkeiten Platz gemacht.

Welche Chancen bieten die "neuen Medien" – immer noch? Und mit welchen neuen Gefahren der Manipulation müssen wir in Zukunft rechnen?

Gäste bei Gert Scobel

Portraitfoto Ingrid Brodnig
Quelle: I. Pertramer/Brandstaetter Verlag

Ingrid Brodnig ist Politologin, Journalistin und Expertin für digitale Medien. Ihr Buch „Lügen im Netz. Wie Fake News, Populisten und unkontrollierte Technik uns manipulieren” veranschaulicht, wie durch die Ökonomie und Macht der neuen Medien die öffentliche Meinung gesteuert wird. Ingrid Brodnig ist digitale Botschafterin der österreichischen Bundesregierung in der EU.

Portraitfoto Dirk Baecker
Quelle: Uni Witten/Herdecke

Dirk Baecker ist Soziologe und Inhaber des Lehrstuhls für Kulturtheorie und Management an der Universität Witten/Herdecke. In seinem Buchessay „4.0 oder Die Lücke, die der Rechner lässt“, analysiert er die digitale Transformation der Gesellschaft.

Prortraitfoto Martin Emmer
Quelle: Jan Kopankiewicz

Martin Emmer ist Kommunikationswissenschaftler und Professor für Publizistik an der FU Berlin. Er ist Gründungsdirektor des Weizenbaum-Instituts, das interdisziplinär zum Wandel der Gesellschaft durch Digitalisierung forscht - ein vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördertes Projekt.

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