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"NETZ NATUR: Was Dachse heimlich alles treiben" - Der Nase nach: Schon ganz kleine Jungdachse erkunden ihre Umgebung mit der Nase.

Wissen

NETZ NATUR: Was Dachse heimlich alles treiben

Der Dachs ist ein gewichtiger Brocken: bis zu 17 Kilogramm schwer und fast einen Meter lang. Und doch ist er wohl das heimlichste Wildtier Europas, denn er wird kaum je gesehen.

Produktionsland und -jahr:
Datum:
Sendetermin
04.07.2021
04:05 - 04:55 Uhr

Der Dachs ist ein gewichtiger Brocken: bis zu 17 Kilogramm schwer und fast einen Meter lang. Und doch ist er wohl das heimlichste Wildtier Europas, denn er wird kaum je gesehen.

Sein Leben ist den meisten Menschen weitgehend unbekannt. "NETZ NATUR" ändert das: Die Naturreportage zeigt ein völlig neues Bild der Dachse, der größten Marderart der Schweiz, und geht auch der bewegten Geschichte dieser Tiere auf den Grund.

Von den erstaunlich präzisen Beschreibungen und Zeichnungen alter Chronisten bis zur Beinahe-Ausrottung der Dachse im Kampf gegen die Tollwut in den frühen 1970er-Jahren hinterfragt der Film auch die Behauptungen, dass Dachse gefährliche Krankheiten übertragen sollen. So entsteht ein erstaunliches Porträt über eine wenig bekannte Tierart.

Dachse werden oft auf der Straße überfahren, wenn sie auf ihren nächtlichen Streifzügen auf Wiesen, Feldern und in den Wäldern unterwegs sind. Die toten Tiere verraten alles über ihre Anatomie. Auch ihre Baue, die ausgedehnte Tunnel- und Höhlensysteme umfassen können und oft während Generationen von einem Clan bewohnt werden, sind recht gut erforscht und zeigen eines: Dachse sind unglaublich grabtüchtig und verbringen mehr Zeit unter dem Boden als an der Erdoberfläche. Doch gerade bei dem, was Dachse so alles treiben, wenn sie nachts unterwegs sind, wird das Wissen spärlich.

Zwei Schweizer Tierfilmer, Feix Labhardt und Jost Schneider, haben sich den Dachsen für "NETZ NATUR" auf unterschiedliche Weise angenähert: Felix Labhardt hat sich zunutze gemacht, dass im Sommer die Nächte kurz sind - zu kurz für die Dachse, um sich ausreichend zu ernähren. Im letzten Licht der Dämmerung hat er während Jahren einen Dachs-Clan vor seinem Bau beobachtet und gefilmt. Jost Schneider hingegen nutzte bei einer anderen Dachsfamilie die Technologie von unbemannten Videofallen, die automatisch bei Bewegung auslösen, und hat so viele Szenen aus dem Leben der Dachse aufgezeichnet.

Das umfangreiche Videomaterial bringt erstaunliche Einzelheiten ans Licht: Dachse sind unglaublich verspielt, aber auch ab und zu griesgrämig. Wie bei allen Lebewesen gibt es unterschiedliche Charaktere - die Männchen etwa sind fürsorglich und zärtlich, sie können aber auch grobe Machos sein, die nichts anbrennen lassen. Die jungen Dachse spielen unermüdlich und oft ohne Grenzen: Immer wieder lassen sie laut hören, wenn etwas weh tut.

Geduld und unbemannte Kameras brachten auch zutage, wie sehr Dachse mit ihren Nachbarn, den Füchsen, im Konflikt stehen: Überraschende Videoszenen belegen das konfliktgeladene Verhältnis der beiden ungleichen Arten. So lassen sich Füchse gern von den Dachsen bequeme und sichere Höhlen graben - und schmeißen die Schwerarbeiter dann gewalttätig raus. Doch diese wissen sich auf kreative Art zu wehren.

Von den erstaunlich präzisen Beschreibungen und Zeichnungen alter Chronisten bis zur Beinahe-Ausrottung der Dachse im Kampf gegen die Tollwut in den frühen 1970er-Jahren hinterfragt der Film auch die Behauptungen, dass Dachse gefährliche Krankheiten übertragen sollen. So entsteht ein erstaunliches Porträt über eine wenig bekannte Tierart.

Dachse werden oft auf der Straße überfahren, wenn sie auf ihren nächtlichen Streifzügen auf Wiesen, Feldern und in den Wäldern unterwegs sind. Die toten Tiere verraten alles über ihre Anatomie. Auch ihre Baue, die ausgedehnte Tunnel- und Höhlensysteme umfassen können und oft während Generationen von einem Clan bewohnt werden, sind recht gut erforscht und zeigen eines: Dachse sind unglaublich grabtüchtig und verbringen mehr Zeit unter dem Boden als an der Erdoberfläche. Doch gerade bei dem, was Dachse so alles treiben, wenn sie nachts unterwegs sind, wird das Wissen spärlich.

Zwei Schweizer Tierfilmer, Feix Labhardt und Jost Schneider, haben sich den Dachsen für "NETZ NATUR" auf unterschiedliche Weise angenähert: Felix Labhardt hat sich zunutze gemacht, dass im Sommer die Nächte kurz sind - zu kurz für die Dachse, um sich ausreichend zu ernähren. Im letzten Licht der Dämmerung hat er während Jahren einen Dachs-Clan vor seinem Bau beobachtet und gefilmt. Jost Schneider hingegen nutzte bei einer anderen Dachsfamilie die Technologie von unbemannten Videofallen, die automatisch bei Bewegung auslösen, und hat so viele Szenen aus dem Leben der Dachse aufgezeichnet.

Das umfangreiche Videomaterial bringt erstaunliche Einzelheiten ans Licht: Dachse sind unglaublich verspielt, aber auch ab und zu griesgrämig. Wie bei allen Lebewesen gibt es unterschiedliche Charaktere - die Männchen etwa sind fürsorglich und zärtlich, sie können aber auch grobe Machos sein, die nichts anbrennen lassen. Die jungen Dachse spielen unermüdlich und oft ohne Grenzen: Immer wieder lassen sie laut hören, wenn etwas weh tut.

Geduld und unbemannte Kameras brachten auch zutage, wie sehr Dachse mit ihren Nachbarn, den Füchsen, im Konflikt stehen: Überraschende Videoszenen belegen das konfliktgeladene Verhältnis der beiden ungleichen Arten. So lassen sich Füchse gern von den Dachsen bequeme und sichere Höhlen graben - und schmeißen die Schwerarbeiter dann gewalttätig raus. Doch diese wissen sich auf kreative Art zu wehren.

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