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Wissen

NETZ NATUR: Wildschweine gehen viral

Wildschweine lassen niemanden kalt – weder durch ihren herben Charme, noch durch die Ängste oder den Ärger, die sie verursachen. Und nicht zuletzt als Träger von Viren.

Produktionsland und -jahr:
Datum:
Verfügbar
weltweit
Verfügbar bis:
bis 10.05.2022

Wildschweine lassen niemanden kalt – weder durch ihren herben Charme, noch durch die Ängste oder den Ärger, die sie verursachen. Und nicht zuletzt als Träger von Viren.

Schweine und Viren sind ein Spiegel der Gesellschaft und werden so zum Lehrstück. Sie werfen Gedanken und Fragen auf, die helfen, sie besser zu verstehen und zu lernen, mit ihnen umzugehen – mit den Launen der Natur, die die Menschen immer wieder fordert.

Der "Ach, wie niedlich!"-Effekt ist garantiert, wenn winzige Frischlinge ihre Schweine-Näschen aus dem großen warmen Schilfnest an die kühle Luft strecken. Keine Frage – Wildschweine wecken Emotionen: Entzücken bei Zoobesuchenden vor einer munteren Schar gestreifter Frischlinge. Bei Jägern, die den Abschuss von Wildschweinen als besondere Herausforderung empfinden. Bei den Bauern, deren Maisfelder und Wiesen immer wieder von Wildschweinrotten auf ihre Art "abgeerntet" und umgepflügt werden.

Wildschweine sind in der Landwirtschaft auch deshalb gefürchtet, weil sie verschiedene Krankheitserreger verbreiten und auf Hausschweine übertragen können. Beispielsweise die gefürchtete Afrikanische Schweinepest, ein Virus, das im September 2020 von Wildschweinen aus Polen nach Deutschland eingeschleppt wurde.

Auch in der Schweiz wappnet man sich, weil man damit rechnet, dass diese gefürchteten Viren dort wilde Schweine befallen und so zur Gefahr für heimische Schweinezuchten werden könnten. Doch wie gelangte dieses Virus, das ursprünglich aus Warzenschweinen in Afrika stammt, auf Schweine in Europa und auf andere Kontinente? Weshalb sind die wilden und domestizierten Grunzer für verschiedene Viren so empfänglich – etwa für Grippeviren, die regelmäßig auch Menschen befallen? Welche Rolle spielen Viren in der Natur? Und wie gehen die Menschen damit um?

"Netz Natur" schaut mitten in der aktuellen Corona-Pandemie hinter die Kulissen täglicher Schlagzeilen und zeigt erstaunliche Zusammenhänge: Etwa, dass Menschen Gen-Teile von Viren ganz normal im Erbgut tragen, weil diese Viren einst die Evolution bestimmter Organe und Lebensprozesse mitgestaltet hatten.

Der Blick aufs Ganze zeigt: Viren gab es wohl bereits vor der ersten, lebenden Zelle vor mehr als drei Milliarden Jahren. Und allein das schon sagt etwas darüber aus, welch ungeheuer wichtige Rolle sie für die Natur und die Entwicklung des Lebens insgesamt haben: Viren, diese mysteriösen, mikroskopischen Partikel aus Fetten, Eiweißen und Erbmaterial mit genetischen Informationen, die nicht einmal als Lebewesen gelten, können uns bedrohen und unser gewohntes Leben tüchtig durcheinanderbringen.

Der "Ach, wie niedlich!"-Effekt ist garantiert, wenn winzige Frischlinge ihre Schweine-Näschen aus dem großen warmen Schilfnest an die kühle Luft strecken. Keine Frage – Wildschweine wecken Emotionen: Entzücken bei Zoobesuchenden vor einer munteren Schar gestreifter Frischlinge. Bei Jägern, die den Abschuss von Wildschweinen als besondere Herausforderung empfinden. Bei den Bauern, deren Maisfelder und Wiesen immer wieder von Wildschweinrotten auf ihre Art "abgeerntet" und umgepflügt werden.

Wildschweine sind in der Landwirtschaft auch deshalb gefürchtet, weil sie verschiedene Krankheitserreger verbreiten und auf Hausschweine übertragen können. Beispielsweise die gefürchtete Afrikanische Schweinepest, ein Virus, das im September 2020 von Wildschweinen aus Polen nach Deutschland eingeschleppt wurde.

Auch in der Schweiz wappnet man sich, weil man damit rechnet, dass diese gefürchteten Viren dort wilde Schweine befallen und so zur Gefahr für heimische Schweinezuchten werden könnten. Doch wie gelangte dieses Virus, das ursprünglich aus Warzenschweinen in Afrika stammt, auf Schweine in Europa und auf andere Kontinente? Weshalb sind die wilden und domestizierten Grunzer für verschiedene Viren so empfänglich – etwa für Grippeviren, die regelmäßig auch Menschen befallen? Welche Rolle spielen Viren in der Natur? Und wie gehen die Menschen damit um?

"Netz Natur" schaut mitten in der aktuellen Corona-Pandemie hinter die Kulissen täglicher Schlagzeilen und zeigt erstaunliche Zusammenhänge: Etwa, dass Menschen Gen-Teile von Viren ganz normal im Erbgut tragen, weil diese Viren einst die Evolution bestimmter Organe und Lebensprozesse mitgestaltet hatten.

Der Blick aufs Ganze zeigt: Viren gab es wohl bereits vor der ersten, lebenden Zelle vor mehr als drei Milliarden Jahren. Und allein das schon sagt etwas darüber aus, welch ungeheuer wichtige Rolle sie für die Natur und die Entwicklung des Lebens insgesamt haben: Viren, diese mysteriösen, mikroskopischen Partikel aus Fetten, Eiweißen und Erbmaterial mit genetischen Informationen, die nicht einmal als Lebewesen gelten, können uns bedrohen und unser gewohntes Leben tüchtig durcheinanderbringen.

Stab

  • Moderation - Andreas Moser

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