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Oktober 2018
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Montag, 26. Februar
Programmwoche 09/2018
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6:20
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

Kulturzeit

Das 3sat-Kulturmagazin von ZDF, ORF, SRF und ARD

Moderation: Vivian Perkovic

Ganzen Text anzeigenHessischer Friedenspreis 2018
Frühere UN-Chefanklägerin Carla Del Ponte geehrt

"Kulturzeit" auf der Berlinale
Gespräch mit Daniel Kothenschulte, Filmkritiker

Ágnes Heller über Orbans Wahlkampf
Orbans Politik basiert auf ...

Text zuklappenHessischer Friedenspreis 2018
Frühere UN-Chefanklägerin Carla Del Ponte geehrt

"Kulturzeit" auf der Berlinale
Gespräch mit Daniel Kothenschulte, Filmkritiker

Ágnes Heller über Orbans Wahlkampf
Orbans Politik basiert auf Feindbildern

Theater: Jedermann-Adaption
Von Ferdinand Schmalz am Wiener Burgtheater

Amtsantritt von Andris Nelsons
Neuer Gewandhauskapellmeister in Leipzig


7:00
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

nano

Die Welt von morgen

Moderation: Yve Fehring

Ganzen Text anzeigenGesund abnehmen
Die Idee: Alles essen, aber nur zu bestimmten Zeiten

Frostfest
Viele Gemüsearten kommen mit bis zu minus 11 Grad zurecht

Stressiger Wechsel
Wann aufs Gymnasium: Nach der 5. oder nach der 6. Klasse?

Missstände ...

Text zuklappenGesund abnehmen
Die Idee: Alles essen, aber nur zu bestimmten Zeiten

Frostfest
Viele Gemüsearten kommen mit bis zu minus 11 Grad zurecht

Stressiger Wechsel
Wann aufs Gymnasium: Nach der 5. oder nach der 6. Klasse?

Missstände aufgedeckt
Drei Tierschützer waren wegen Einbruchs in einen Stall angeklagt


7:30
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

Alpenpanorama


"Alpenpanorama" zeigt über zahlreiche Web- und Panoramakameras täglich Livebilder aus ausgewählten Urlaubsorten.

Die Sendung informiert auch über Temperatur- und Wetterbedingungen vor Ort.


(ORF/3sat)


9:00
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)Videotext Untertitel

ZIB


Die Kurzausgaben der österreichischen Nachrichtensendung "Zeit im Bild" (ZIB) liefern neben klassischen Nachrichten Informationen über Entwicklungen auf den Finanzmärkten und Expertenanalysen.

Ein Laufband informiert über die aktuellen Börsenkurse.


(ORF)


9:10
VPS 09:05

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

Kulturzeit

Das 3sat-Kulturmagazin von ZDF, ORF, SRF und ARD

Moderation: Vivian Perkovic

Ganzen Text anzeigenHessischer Friedenspreis 2018
Frühere UN-Chefanklägerin Carla Del Ponte geehrt

"Kulturzeit" auf der Berlinale
Gespräch mit Daniel Kothenschulte, Filmkritiker

Ágnes Heller über Orbans Wahlkampf
Orbans Politik basiert auf ...

Text zuklappenHessischer Friedenspreis 2018
Frühere UN-Chefanklägerin Carla Del Ponte geehrt

"Kulturzeit" auf der Berlinale
Gespräch mit Daniel Kothenschulte, Filmkritiker

Ágnes Heller über Orbans Wahlkampf
Orbans Politik basiert auf Feindbildern

Theater: Jedermann-Adaption
Von Ferdinand Schmalz am Wiener Burgtheater

Amtsantritt von Andris Nelsons
Neuer Gewandhauskapellmeister in Leipzig


9:50
VPS 09:45

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

nano

Die Welt von morgen

Moderation: Yve Fehring

Ganzen Text anzeigenGesund abnehmen
Die Idee: Alles essen, aber nur zu bestimmten Zeiten

Frostfest
Viele Gemüsearten kommen mit bis zu minus 11 Grad zurecht

Stressiger Wechsel
Wann aufs Gymnasium: Nach der 5. oder nach der 6. Klasse?

Missstände ...

Text zuklappenGesund abnehmen
Die Idee: Alles essen, aber nur zu bestimmten Zeiten

Frostfest
Viele Gemüsearten kommen mit bis zu minus 11 Grad zurecht

Stressiger Wechsel
Wann aufs Gymnasium: Nach der 5. oder nach der 6. Klasse?

Missstände aufgedeckt
Drei Tierschützer waren wegen Einbruchs in einen Stall angeklagt


10:15
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)Videotext Untertitel

Riverboat

Die MDR-Talkshow

Moderation: Kim Fisher, Susan Link

Ganzen Text anzeigenAlexander Klaws
Sänger, Schauspieler und Moderator

Willemijn Verkaik
Sängerin und Schauspielerin

Thomas Heinze
Schauspieler

Dunja Rajter
Sängerin und Schauspielerin

Wolf-Dieter Storl
Kulturanthropologe, Ethnobotaniker ...
(ARD/MDR)

Text zuklappenAlexander Klaws
Sänger, Schauspieler und Moderator

Willemijn Verkaik
Sängerin und Schauspielerin

Thomas Heinze
Schauspieler

Dunja Rajter
Sängerin und Schauspielerin

Wolf-Dieter Storl
Kulturanthropologe, Ethnobotaniker und Buchautor

Dagmar Gelbke
Schauspielerin und Sängerin, Kabarettistin

Johann Lafer
Koch, Fernsehkoch und Autor

Gunda Niemann-Stirnemann
Rekordweltmeisterin im Eisschnelllauf


(ARD/MDR)


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12:17
VPS 12:15

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)Videotext Untertitel

sonntags

Fass mich an! - Warum Berührung wichtig ist

Moderation: Andrea Ballschuh

Ganzen Text anzeigenBerühren ist für den Menschen so wichtig wie atmen, essen und schlafen. Nicht nur für Kinder, auch für Erwachsene ist der Körperkontakt überlebenswichtig.

Berührungen beugen bei Stress vor, können das Schmerzempfinden herabsetzen und machen uns schlicht ...

Text zuklappenBerühren ist für den Menschen so wichtig wie atmen, essen und schlafen. Nicht nur für Kinder, auch für Erwachsene ist der Körperkontakt überlebenswichtig.

Berührungen beugen bei Stress vor, können das Schmerzempfinden herabsetzen und machen uns schlicht glücklich. Besonders ältere Menschen und Behinderte vermissen Berührungen. Allerdings gibt es auch unangemessene Berührungen, wie mit der "#Metoo"-Debatte deutlich wird.


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12:44
VPS 12:45

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

Schätze der Welt - Erbe der Menschheit

Wrangel Island, Russland

Treibhaus der Arktis

Film von Thomas Martin

Ganzen Text anzeigenVerborgen hinter ganzjährigen Blizzards und einer monatelangen Polarnacht liegt Wrangel Island nur wenige Seemeilen vor der arktischen Packeisgrenze.

Es ist das letzte unberührte Naturparadies nordwestlich der Beringstraße. Das Eiland gilt als völlig unberührtes ...
(ARD/SWR)

Text zuklappenVerborgen hinter ganzjährigen Blizzards und einer monatelangen Polarnacht liegt Wrangel Island nur wenige Seemeilen vor der arktischen Packeisgrenze.

Es ist das letzte unberührte Naturparadies nordwestlich der Beringstraße. Das Eiland gilt als völlig unberührtes Biotop für Polarbären, dort bekommen sie ihre Jungen und haben keine natürlichen Feinde.

2004 erklärt die UNESCO das Gebiet um die Wrangel-Insel zum nördlichsten Weltnaturerbe. Doch die Zeiten, in denen der Polarbär lediglich mit den Herausforderungen seines Ökosystems konfrontiert war, sind längst vorüber. Der mächtigste Räuber des Nordens hat den Kampf um Lebensraum - und damit womöglich um seine Existenz - schon längst verloren. Allein in den vergangenen zehn Jahren hat sich die Packeisgrenze in den Sommermonaten um über 100 Kilometer nach Norden verschoben, das Eis kehrt jedes Jahr später zurück. Die Klimaerwärmung entzieht so dem "König der Arktis" die Nahrungsplattform. Das Eis schmilzt den Bären buchstäblich unter den Tatzen weg.

Bei Wintertemperaturen bis unter 40 Grad Celsius leben mehr als 1000 Polarbären, Moschusochsen und Rentiere neben Walrosskolonien, Robbenfamilien, Polarfüchsen, Wölfen und unzähligen kleineren endemischen Tier- und Pflanzenarten auf einer 7608 Quadratkilometer großen "Arche Noah" der letzten Eiszeit. Zahlreiche Fossilien-Funde belegen, dass auf der Wrangel-Insel noch bis vor knapp 3500 Jahren das Mammut in der arktischen Tundra graste und in der Abgeschiedenheit der Tschuktschensee 6000 Jahre länger überlebte als im restlichen Eurasien.


(ARD/SWR)


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13:00
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)Videotext Untertitel

ZIB


Die Kurzausgaben der österreichischen Nachrichtensendung "Zeit im Bild" (ZIB) liefern neben klassischen Nachrichten Informationen über Entwicklungen auf den Finanzmärkten und Expertenanalysen.

Ein Laufband informiert über die aktuellen Börsenkurse.


(ORF)


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13:19
VPS 13:20

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)Videotext Untertitel

Zauberwelt Venezuela

Film von Wieland Lippoldmüller

(aus der ARD-Reihe "natur exclusiv")

Ganzen Text anzeigenVenezuela hat viel zu bieten: schneebedeckte Gebirgszüge, heiße Sümpfe, undurchdringlichen Dschungel und beeindruckende Tafelberge. Abertausende bunte Tierarten bevölkern diese Idylle.

Das Anden-Hochgebirge im Westen Venezuelas zählt zu den schönsten Bergregionen ...
(ARD/BR)

Text zuklappenVenezuela hat viel zu bieten: schneebedeckte Gebirgszüge, heiße Sümpfe, undurchdringlichen Dschungel und beeindruckende Tafelberge. Abertausende bunte Tierarten bevölkern diese Idylle.

Das Anden-Hochgebirge im Westen Venezuelas zählt zu den schönsten Bergregionen Südamerikas. In einer Höhe von über 4000 Metern mit Schneefeldern und ständigen Nachtfrösten können nur noch wenige Tiere existieren - zum Beispiel der Chivíto, eine Kolibri-Art.

Auch der Kondor zieht hier seine Kreise und zeigt dem Filmteam den Weg zu einem besonders heißen und feuchten Lebensraum am Fuße der Anden: den Llanos-Sümpfen. Dieses Vogelparadies inmitten eines Meeres aus Wasserhyazinthen ist der Lebensraum des Chiguire, des Wasserschweins, des roten Brüllaffen, des Brillenkaimans und der Anaconda, der größten Schlange Südamerikas. Die sumpfigen Ebenen, die Llanos, sind nicht menschenleer. Rinderhirten - sie heißen Llaneros - und Fischer dürfen auch die Schutzgebiete extensiv bewirtschaften.

Die Llanos-Sümpfe werden im Osten Venezuelas vom Guyana-Hochland begrenzt, einem undurchdringlichen Dschungel, aus dem die imposanten Tafelberge, die Tepuis, emporragen. Flugaufnahmen vermitteln eindrucksvoll die bizarre Schönheit der gewaltigen Sandsteinblöcke aus der Urzeit. Das umliegende Regenwaldgebiet wartet mit sensationellen Naturschönheiten auf: Zum Beispiel mit dem Salto Angel, dem längsten Wasserfall der Erde mit einem Kilometer Länge. Oder mit der Quebrada de Jaspe, einer Schlucht in einem Flussbett aus purem Jaspis-Halbedelstein. Diese Zauberwelt bevölkern die leuchtend roten Felsenhähne, die schwefelgelben Pfeilgiftfrösche, die blauen Tangare und die flinken Kapuzineraffen.


(ARD/BR)


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14:04
VPS 14:05

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)Videotext Untertitel

Mythos Amazonas (1/3)

Grüne Hölle oder Paradies?

Film von Christian Baumeister

Ganzen Text anzeigenLange galt der größte Regenwald der Erde als "Grüne Hölle", heute ist der Amazonas ein Wunderwerk der Natur. Wie wich die Angst der Bewunderung? Wie leben Indianer und Tiere mit der Natur?

Ein grüner Ozean aus Bäumen, feucht und düster, unzugänglich und ...
(ARD/NDR)

Text zuklappenLange galt der größte Regenwald der Erde als "Grüne Hölle", heute ist der Amazonas ein Wunderwerk der Natur. Wie wich die Angst der Bewunderung? Wie leben Indianer und Tiere mit der Natur?

Ein grüner Ozean aus Bäumen, feucht und düster, unzugänglich und bedrohlich, eine Welt voller Gefahren, mit giftigen Tieren und Pflanzen - so erschien den Europäern einst der Amazonas. Der Brite Alfred Russel Wallace brachte ihnen die paradiesische Seite Amazoniens näher.

Er war einer der frühen Naturforscher des 19. Jahrhunderts. Viele Jahre kämpfte sich Wallace durch den undurchdringlichen Wald, um so viele Arten wie möglich zu entdecken. Parallel zu Charles Darwin entwickelte er eine Theorie zur Entstehung der Arten. Er ahnte eine Verbindung zu den Herausforderungen, vor die der Regenwald seine Bewohner stellt, doch erklären, was das Gebiet am Amazonas so einzigartig macht, konnte er nicht.

Unter dem üppigen Blätterdach regiert der Mangel: Häufige Regenfälle waschen Nährstoffe aus dem Boden. Was eine Pflanze in ihren Blättern gespeichert hat, verteidigt sie mit Giften, Dornen und Bitterstoffen vor hungrigen Mäulern. Mit raffinierten Strategien umgehen viele Regenwaldbewohner diesen Schutz. Farbenprächtige Aras etwa neutralisieren Pflanzengifte, indem sie mineralhaltige Erde fressen. Der Flachlandtapir dagegen ignoriert ungenießbare Gewächse. Seine feine Spürnase warnt ihn rechtzeitig. Blattschneiderameisen gehen das Problem anders an: Sie zerkauen giftige Blattstücke und nutzen sie als Nährboden für ihren unterirdischen "Pilzgarten".

Im Sommer überflutet das Schmelzwasser aus den Anden das Amazonasbecken und verwandelt das Reich des Jaguars in das Hoheitsgebiet des Schwarzen Kaimans. Viele Waldgebiete stehen dann wochenlang unter Wasser. Die beste Zeit für die Seekuh, ihre Jungen zur Welt zu bringen.

Bis heute gibt es in unzugänglichen Regionen des Amazonas Indianerstämme, die von und mit der Natur leben. Die Matis sind einer davon. Christian Baumeister begleitet sie und filmt, wie sie mit Blasrohren im undurchdringlichen Regenwald meisterhaft auf die Jagd gehen.


(ARD/NDR)


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14:48
VPS 14:50

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)Videotext Untertitel

Mythos Amazonas (2/3)

Triumph des Lebens

Film von Christian Baumeister

Ganzen Text anzeigenDer Amazonas-Regenwald ist einer der reichsten Lebensräume der Erde. Hier existieren mehr Tier- und Pflanzenarten als irgendwo sonst an Land. Wie funktioniert das Zusammenspiel der Arten?

Amazonien ist mehr als eine bunte Ansammlung exotischer Arten - es ist ein ...
(ARD/NDR)

Text zuklappenDer Amazonas-Regenwald ist einer der reichsten Lebensräume der Erde. Hier existieren mehr Tier- und Pflanzenarten als irgendwo sonst an Land. Wie funktioniert das Zusammenspiel der Arten?

Amazonien ist mehr als eine bunte Ansammlung exotischer Arten - es ist ein Netzwerk aus komplexen Beziehungen, Symbiosen und Wechselwirkungen. Kommunikation funktioniert in dem grünen Universum oft über Farben. Sie locken Partner an oder schrecken Feinde ab.

Während Felsenhähne mit leuchtend rotem Gefieder Weibchen auf sich aufmerksam machen, signalisieren Pfeilgiftfrösche mit grellen Farben, wie ungenießbar sie sind. Im Kronendach mächtiger Urwaldriesen locken farbenprächtige Blüten winzig kleine Kolibris an. Die Form der Blütenkelche entspricht exakt der des Kolibrischnabels - so bleibt der Nektar und damit auch die Pollenverbreitung dem kleinen Vogel vorbehalten. Besonders raffiniert ist es, sich seinen Feind zum Freund zu machen. Ein kleiner Frosch etwa wagt sich in den Bau einer Vogelspinne und hält ihn von Ameisen und Parasiten frei. Im Gegenzug wird er von der Spinne geduldet und lebt in einem sicheren Domizil.

Das Wissen über den größten Regenwald der Erde und seine Bewohner wird immer detaillierter. Seit Tausenden von Jahren leben die Kayapó-Indianer mit und von dem Regenwald. Filmemacher Christian Baumeister begleitet die Kayapó bei ihren aufwändigen Vorbereitungen für das große Bo-Fest.


(ARD/NDR)


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15:32
VPS 15:35

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)Videotext Untertitel

Mythos Amazonas (3/3)

Alarm im Regenwald

Film von Christian Baumeister

Ganzen Text anzeigenDer Amazonas-Regenwald ist immer mehr von der Gier nach wetterbeständigen Tropenhölzern, Ölvorkommen oder Gold gefährdet. Es herrscht ein Kampf um die Rettung des Naturwunderwerks.

Riesige Flächen werden Tag für Tag gerodet und abgefackelt, aber nur zwei Prozent ...
(ARD/NDR)

Text zuklappenDer Amazonas-Regenwald ist immer mehr von der Gier nach wetterbeständigen Tropenhölzern, Ölvorkommen oder Gold gefährdet. Es herrscht ein Kampf um die Rettung des Naturwunderwerks.

Riesige Flächen werden Tag für Tag gerodet und abgefackelt, aber nur zwei Prozent der gefällten Bäume werden weiterverarbeitet. Die abgeholzten Flächen dienen meist als Weide, doch der Boden ist nahezu unfruchtbar und die Viehhaltung keineswegs gewinnbringend.

Auf der Suche nach Gold bewegen Arbeiter tonnenweise Schlamm und Kies. Quecksilber soll das Edelmetall aus dem Erdreich lösen. Es vergiftet die Arbeiter und die Flüsse. Eine ernste Gefahr für die Unterwasserwelt Amazoniens, in der die Seekuh Amazonas-Manati sowie Tausende Fischarten leben.

Doch es gibt auch Hoffnung: Seit 2005 bekämpft die brasilianische Regierung den Holzeinschlag auf breiter Front. In Helikoptern suchen Ranger aus der Luft nach illegalen Sägewerken. Vielerorts erforschen Biologen die Tierwelt. Nur wenn sie die Lebensweise von Aras, Jaguaren und Harpyien genau kennen, können sie sinnvoll deren Schutz vorantreiben. Aras und Jaguare nutzen riesige Areale des Regenwalds. Stellt man diese unter Schutz, kommt das auch den unzähligen anderen Arten zugute, die diesen Lebensraum teilen.

Mensch und Regenwald müssen nicht im Widerspruch zueinander stehen. Das beweisen immer mehr Projekte zur nachhaltigen Nutzung, wie etwa im Fall der Paranuss. In Brasilien, Peru und Bolivien stellt ihr Export einen wichtigen Wirtschaftsfaktor dar. Der Baum wächst nur im intakten Wald, nicht in Plantagen. Auch der Pirarucú (Arapaima), der größte Süßwasserfisch der Erde, wird von den einheimischen Fischern weiter gefangen, allerdings nach strengen Fangquoten, die sie selbst kontrollieren. Naturschutz mit und nicht gegen den Menschen ist die einzig realistische Perspektive für die Zukunft des Regenwaldes. Nur so werden auch die letzten Naturvölker am Amazonas, ihre Traditionen und ihr Wissen, erhalten bleiben.

Tierfilmer Christian Baumeister berichtet von seinen Erfahrungen während der Dreharbeiten und seiner ganz persönlichen Sichtweise - von Ehrfurcht und Respekt vor dem hochkomplexen, lebenden Wunderwerk aus unzähligen Arten und der Hoffnung, dass der letzte große Regenwald der Erde doch noch gerettet werden kann.


(ARD/NDR)


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16:18
VPS 16:15

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)Videotext Untertitel

Der Edelstein-Express

Mit dem Zug durch Brasilien

Film von Petra Spamer-Riether

Ganzen Text anzeigenDie Fahrt mit dem brasilianischen "Edelstein-Express" führt von Belo Horizonte bis zur quirligen Hafenstadt Vitoria, in der es traumhafte Badestrände gibt.

Auf der 13-stündigen Fahrt rattert der Zug im gemütlichen Tempo durch faszinierende Landschaften: vorbei an ...
(ARD/NDR)

Text zuklappenDie Fahrt mit dem brasilianischen "Edelstein-Express" führt von Belo Horizonte bis zur quirligen Hafenstadt Vitoria, in der es traumhafte Badestrände gibt.

Auf der 13-stündigen Fahrt rattert der Zug im gemütlichen Tempo durch faszinierende Landschaften: vorbei an der größten offenen Tagebaumine Brasiliens, weiter zu üppigen Urwäldern am Rio Doce, dem süßen Fluss, dann nach Pancas zu den Pommerndeutschen.

Dort gibt es ungewöhnlich aussehende Berge - die sogenannten Zuckerhüte.

Glitzernde, kostbare Edelsteine, Glücksritter auf der Suche nach dem großen Fund, Frauen, die Smaragde waschen, eine rassige Sambakönigin, vor 100 Jahren ausgewanderte Pommern und Ouro Preto, die ehemalige Stadt des schwarzen Goldes und heute UNESCO-Weltkulturerbe - all das begegnet dem Film-Team bei seiner Reise durch Brasilien.


(ARD/NDR)


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17:02
VPS 17:00

Chiles wilder Süden (1/2)

Die Fjorde der Siedler

Film von Catherina Mareile Gilles

Ganzen Text anzeigenLandschaften von unvergleichlicher Schönheit und Ursprünglichkeit erwarten Reisende in Chiles wildem Süden, dem untersten Zipfel des Landes - südlicher findet man nur noch das arktische Eis.

Viele, die einmal hierher kamen, blieben. Seit der Portugiese Hernando ...
(ARD/HR)

Text zuklappenLandschaften von unvergleichlicher Schönheit und Ursprünglichkeit erwarten Reisende in Chiles wildem Süden, dem untersten Zipfel des Landes - südlicher findet man nur noch das arktische Eis.

Viele, die einmal hierher kamen, blieben. Seit der Portugiese Hernando Magellan 1520 als erster Europäer die Meerenge durchsegelte, die nach ihm benannt werden sollte, zieht es Abenteurer und Handelsleute in die windumtoste Region.

Der südlichsten Metropole an der Magellanstraße, Punta Arenas, verhalfen sie mit Schafzucht zu Ruhm und Reichtum. Die Inschriften auf den schneeweißen Gräbern und Mausoleen des prächtigen Friedhofs der Stadt zeugen von kroatischen, französischen, deutschen und anderen europäischen Einwanderern.

Dem Pioniergeist dieser Siedler folgt der Film auf der Reise in die entlegensten Gebiete Patagoniens, von denen viele wie damals nur auf dem Wasserweg zu erreichen sind. Inmitten einer zerklüfteten Inselwelt und den gewaltigen Eismassen einer der größten Kontinentaleisflächen der Welt führt ein einziger Landweg in Chiles Süden: die Carretera Austral. Sie verläuft quer durch den gemäßigten Regenwald mit seinen gewaltigen Farnen und den riesigen Blättern der Nalca-Pflanze. Dazwischen, mitten im dichtesten Urwald, den die Siedler gegen alle natürlichen Widerstände urbar machten, findet sich eine Handvoll spitzgiebeliger Holzhäuser in typisch deutscher Bauweise. Sie sind Zeugnisse einer der jüngeren Pioniertaten in Chiles wildem Süden, der Gründung des Dorfes "Puyuhuapi": 1935 erklärten vier Sudetendeutsche den abgelegenen Fjord zu ihrer Heimat.

Die einzigartige Tier- und Pflanzenwelt lockt bis heute Siedler an - fasziniert von einer Landschaft zwischen schneebedeckten Gipfeln und inselreichen Fjorden. Die Natur ist nicht nur in Form von verheerenden Erdbeben und Vulkanausbrüchen allgegenwärtig. Das Film-Team kann Buckelwale, die in der Magellanstraße Krill und Fisch in rauen Mengen fangen, Kondore, Kormorane und Seelöwen beobachten und entdeckt eine einmalig artenreiche Unterwasserwelt. Ihr haben sich Vertreter der jüngsten Generation von Einwanderern verschrieben: europäische Meeresbiologen, die alles daran setzen, die unvergleichliche Vielfalt der Natur in Chiles wildem Süden zu erhalten.


(ARD/HR)


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17:46
VPS 17:45

Chiles wilder Süden (2/2)

Die Vulkane der Mapuche

Film von Diana Seiler

Ganzen Text anzeigenChile ist das Land der Vulkane. 2000 gibt es hier - aufgereiht wie an einer Perlenkette. Einer davon ist der Vulkan Villarrica, in dem es wieder zu brodeln beginnt.

Chiles Ureinwohner, die Mapuche, suchen auch heute noch mit Hilfe uralter Rituale die Geister in den ...
(ARD/HR)

Text zuklappenChile ist das Land der Vulkane. 2000 gibt es hier - aufgereiht wie an einer Perlenkette. Einer davon ist der Vulkan Villarrica, in dem es wieder zu brodeln beginnt.

Chiles Ureinwohner, die Mapuche, suchen auch heute noch mit Hilfe uralter Rituale die Geister in den Vulkanen zu beschwören. Diana Seiler ist es gelungen, die scheuen Ureinwohner in ihrem alltäglichen Leben und bei ihren Ritualen zu begleiten.

Der Film zeigt, dass die Lava im Vulkan Villarrica wieder begonnen hat aufzusteigen. Am Fuße des brodelnden Berges liegt noch friedlich der Nationalpark Villarrica. Ganz besondere Bäume gibt es hier: die Araukarien. Die Chilenen sind so stolz auf diese Koniferen, dass sie sogar die gesamte Region danach benannt haben: Araukanien. Hier sind auch viele Vögel zu Hause wie Taguas, Avutardas und Hualas.

Wenn der Villarica ausbrechen sollte, wären diese einzigartige Natur und auch die Menschen, die am Villarrica-See leben, gefährdet. Der Aufstieg auf den Vulkan zeigt die Spuren der letzten Ausbrüche. Sie lassen erahnen, welche Gewalten hier herrschen können.


(ARD/HR)


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18:30
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

nano

Die Welt von morgen

Moderation: Ingolf Baur

Ganzen Text anzeigenErst die Affen, dann die Menschen
Die Angst vor einer Gelbfieber-Epidemie wächst

So klingt Emanzipation
Der Abstand zwischen Männer- und Frauentonlage hat sich halbiert

Die Zeit zurückdrehen
Durch ein "Wurmloch" in die Vergangenheit reisen - ist ...

Text zuklappenErst die Affen, dann die Menschen
Die Angst vor einer Gelbfieber-Epidemie wächst

So klingt Emanzipation
Der Abstand zwischen Männer- und Frauentonlage hat sich halbiert

Die Zeit zurückdrehen
Durch ein "Wurmloch" in die Vergangenheit reisen - ist das möglich?


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19:00
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)Videotext Untertitel

heute

anschl. 3sat-Wetter

Merkel wirbt für Koalitionsvertrag
CDU-Parteitag soll GroKo absegnen

Diskussion über Gratis-Nahverkehr
Modellstädte sollen testen

Bibbern von Kiel bis München
Arktische Luft lässt Deutsche frieren


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19:20
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

Kulturzeit

Das 3sat-Kulturmagazin von ZDF, ORF, SRF und ARD

Moderation: Cécile Schortmann

Bären-Gewinner 2018


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20:00
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)Videotext Untertitel

Tagesschau


ARD-Nachrichten aus dem In- und Ausland auf den Punkt gebracht.

Die "Tagesschau" bietet die wichtigsten Nachrichten des Tages und zusätzliche Informationen in Text, Bild, Audio und Video sowie umfassende Berichte und Hintergründe zu aktuellen Themen und Entwicklungen.


(ARD)


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20:15
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

Mein anderes Russland (1/4)

Ein Amateur am höchsten Berg Europas

Film von Lisa Röösli

Erstausstrahlung

Ganzen Text anzeigenDer Elbrus ist hoch, kalt und unberechenbar. Jedes Jahr fordert der 5642 Meter hohe Vulkan seine Opfer. Ein bergunerfahrener Politkorrespondent stellt sich der Herausforderung.

Nach zehn Jahren als Russland-Korrespondent kehrt Christof Franzen zurück in die Schweiz. ...

Text zuklappenDer Elbrus ist hoch, kalt und unberechenbar. Jedes Jahr fordert der 5642 Meter hohe Vulkan seine Opfer. Ein bergunerfahrener Politkorrespondent stellt sich der Herausforderung.

Nach zehn Jahren als Russland-Korrespondent kehrt Christof Franzen zurück in die Schweiz. Als Abschluss will er noch einmal ganz neue Herausforderungen anpacken - sein ganz persönliches Russland-Abenteuer.

Christof Franzen ist als Korrespondent viel in Russland herumgekommen. Immer wieder blieb sein Blick am Elbrus hängen, der auf der legendären Liste der "seven summits" steht, den höchsten Gipfeln jedes Kontinents. Einmal im Leben wollte er auf dem Dach Europas und Russlands stehen. Und warum nicht jetzt, als Abschluss seiner Tätigkeit in Russland?

Doch Christof Franzen ist kein Bergsteiger. Obwohl in den Walliser Bergen aufgewachsen, hat er noch nie einen Fuß auf 4000 Meter gesetzt. Doch nun will er es wissen. Alexey Shustrov, ein russischer Bergführer, führt den Journalisten ins ABC des Bergsteigens ein und klärt ihn über die Gefahren auf. So harmlos der erloschene Vulkan aussieht, so gefährlich kann er sein. Wetterumschläge kommen rasch, Menschen verirren sich, fallen in Gletscherspalten oder erfrieren.

Und die politische Lage im Gebiet ist labil. Die Nähe zu Georgien und die Lage mitten im Kaukasus schaffen ein konfliktgeladenes Umfeld. Auch das spürt man. In den Tälern rund um den Elbrus trifft Christof Franzen während der Akklimatisierung russische Bergsteiger-Legenden, erfährt von den goldenen Zeiten des Sowjet-Tourismus und von Wunderheilungen durch das Wasser des Berges. Hier ist schon der Weg zum Berg ein wahres Abenteuer.

Und auch am Berg ist einiges los. Aus der ganzen Welt pilgern Menschen an den Elbrus. Was hier oben vor sich geht, hat sich Christof Franzen in seinen kühnsten Träumen nicht vorstellen können. Doch je näher der Gipfel rückt, desto mehr zweifelt er, ob das, was er sich in den Kopf gesetzt hatte, wirklich eine gute Idee war. Ob er es trotzdem bis zum Gipfel schafft?


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21:07
VPS 21:05

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

Mein anderes Russland (2/4)

Sinnsuche am Baikal

Film von Corinne Eisenring

Erstausstrahlung

Ganzen Text anzeigenChristof Franzen reist an den Baikalsee, einen der größten Seen der Welt. Dort soll es Kraftorte und besondere Energien geben. Wird sie der Politjournalist spüren?

Für Christof Franzen ist die Reise zum Baikalsee eine besondere Herausforderung. Beruflich war er ...

Text zuklappenChristof Franzen reist an den Baikalsee, einen der größten Seen der Welt. Dort soll es Kraftorte und besondere Energien geben. Wird sie der Politjournalist spüren?

Für Christof Franzen ist die Reise zum Baikalsee eine besondere Herausforderung. Beruflich war er schon mehrmals dort, und immer wieder haben ihm Einheimische gesagt, er solle die Insel Olchon besuchen. Sie sei wunderschön und ein Ort mit spiritueller Kraft.

Für Christof Franzen ist dies ein heikles Unterfangen, denn spirituelle Themen sind nicht sein Spezialgebiet. Die Krimkrise oder die Schachzüge Putins sind ihm begreiflicher als die Eingebungen eines Schamanen. Zudem sind Glaubensthemen für ihn etwas Privates, spirituelle Experimente vor der Kamera möchte er auf keinen Fall.

Trotzdem reist er an den Baikalsee und stellt sich der Herausforderung. Hier findet man nicht nur Orthodoxe, sondern auch Buddhisten und vor allem Schamanen: Sie alle können nach dem Ende der Sowjetunion ihren Glauben wieder frei praktizieren. Der Baikal gilt als spirituelles Mekka. Vielleicht ziehen tiefgründige Gewässer - denn der Baikal ist der tiefste See der Welt - ja wirklich tiefgründige Menschen an?

Ob mithilfe von Weihrauch, unter farbigen Wimpeln oder auf einem Stand-Up-Paddle, Sinn wird hier auf verschiedene Weisen gesucht - und vielleicht auch gefunden. Ob auch Christof Franzen etwas von der Energie spürt, und ob er die Schamanen-Jurte auch von innen sieht, ein Abenteuer von ganz eigener Natur ist es auf alle Fälle.

Nach zehn Jahren als Russland-Korrespondent kehrt Christof Franzen zurück in die Schweiz. Als Abschluss will er noch einmal ganz neue Herausforderungen anpacken - sein ganz persönliches Russland-Abenteuer.

Redaktionshinweis: Die Folgen drei und vier der vierteiligen Reihe "Mein anderes Russland" zeigt 3sat am Mittwoch, 28. Februar, ab 20.15 Uhr.


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22:00
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)Videotext Untertitel

ZIB 2


Das tägliche Nachrichtenmagazin des ORF-Fernsehens.

Von Montag bis Freitag liefert "ZIB 2" einen Überblick über die Ereignisse des Tages und bietet dabei vor allem vertiefende Hintergrundinformationen.


(ORF)


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22:26
VPS 22:25

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

Dokumentarfilmzeit

Grozny Blues

Absurde Normalität nach den Kriegen

Dokumentarfilm von Nicola Bellucci, Schweiz 2016

Länge: 104 Minuten

Ganzen Text anzeigenGrosny, Hauptstadt der kriegsversehrten Republik Tschetschenien, ist eine geteilte Stadt, geprägt von Repression, archaischen Traditionen, zunehmender Islamisierung. Wie lebt es sich dort?

Dokumentarfilmer Nicola Bellucci erzählt vom Alltag einzelner Menschen in ...

Text zuklappenGrosny, Hauptstadt der kriegsversehrten Republik Tschetschenien, ist eine geteilte Stadt, geprägt von Repression, archaischen Traditionen, zunehmender Islamisierung. Wie lebt es sich dort?

Dokumentarfilmer Nicola Bellucci erzählt vom Alltag einzelner Menschen in Grozny. Im Mittelpunkt stehen vier Freundinnen, die unter schwierigen Bedingungen für Menschenrechte kämpfen, eine Gruppe junger Musiker sowie der Besitzer des letzten Blues-Clubs.

Die unerschrockenen Frauen dokumentieren schon seit Jahrzehnten mit Kameras die Geschehnisse in und um Grozny. Sie wissen, was es bedeutet, als unabhängige engagierte Frauen in einer islamischen Gesellschaft zu leben. Sie erzählen von ihren Ängsten und Träumen, von Liebesgeschichten, Zwangsheiraten und den alltäglichen Auswirkungen der staatlichen Repression.

Die Folgen der beiden letzten Kriege sind unübersehbar. Die Menschen sind traumatisiert. Sie leben in einer gespaltenen Gesellschaft, in einem Niemandsland, zwischen Krieg und Frieden, Repression und Freiheit, Moderne und archaischen Sitten. Der letzte Blues-Club, der noch regelmäßig Bands mit westlich orientierter Musik beherbergt, steht vor dem Aus. Der Club-Betreiber, eine junge Sängerin und die Musiker leiden wie viele andere unter der religiösen und staatlichen Knebelung.

Geschickt rekonstruiert Nicola Bellucci Vergangenheit und Gegenwart dieser traumatisierten Region, indem er abwechselnd Archiv-Videomaterial, Manifestationen des gegenwärtigen Neofaschismus und den Alltag der Menschen zeigt. Bellucci ruft so die Verwüstungen durch die Kriege wieder ins Gedächtnis und lässt die neu erbauten Bürotürme und monumentalen Repräsentationsbauten wie Grabsteine wirken. Wenn keine bessere Zukunft für Grozny in Sicht ist, dann sollte zumindest jeder über die Ereignisse Bescheid wissen, die dazu geführt haben.


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37 Grad: Das dunkle Geheimnis

Missbrauch in der Familie

Film von Mechthild Gaßner

Ganzen Text anzeigenIn Deutschland erfährt jedes siebte Kind sexuelle Gewalt. Besonders häufig stammt der Täter aus der eigenen Familie oder dem familiären Umfeld. Der Hort des Vertrauens wird zur Gefahr.

Bei Urte war es der Großvater, bei Johanna der Vater, bei Anne die eigene ...

Text zuklappenIn Deutschland erfährt jedes siebte Kind sexuelle Gewalt. Besonders häufig stammt der Täter aus der eigenen Familie oder dem familiären Umfeld. Der Hort des Vertrauens wird zur Gefahr.

Bei Urte war es der Großvater, bei Johanna der Vater, bei Anne die eigene Mutter. Sie verboten den Kindern, darüber zu sprechen, und gaben ihnen das Gefühl, dass sie selbst schuld daran sind, warum dieses Unaussprechliche immer wieder mit ihnen gemacht wurde.

Die Menschen, die die Kinder liebten, zwangen sie zu Dingen, für die die Kinder nicht einmal Worte hatten. Urte, Johanna und Anne konnten ihre Kindheit nur überleben, indem sie die schrecklichen Erlebnisse aus dem Bewusstsein verdrängten, abspalteten. Doch die erlittene Ohnmacht und Pein lässt sich nicht für immer wegschließen. Irgendwann später bricht das Verdrängte hervor.

Es hat sie jahrelange Schwerstarbeit gekostet, sich ihrem Leid und ihrem Schmerz zu stellen. Sie haben es geschafft, das Schweigen zu brechen, das ihnen die Täter auferlegt hatten. Mit Hilfe von Therapien konnten sie anfangen, ihre Kindheit zu betrauern - eine Kindheit, die es für sie nie gab. Für die "37°"-Sendung hatten sie den Mut, ihre Geschichte zu erzählen.

Anne, Urte und Johanna leben heute ein gutes Leben, auch wenn das, was sie in der Kindheit erlitten haben, immer schmerzvoller Teil ihres Lebens bleiben wird. Doch sie haben gelernt, damit zu leben, so wie Anne sagt: "Ich habe jetzt gelernt, den Rucksack so zu packen, dass ich ihn tragen kann!"


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HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

Nachrichtenmagazin von Schweizer Radio und Fernsehen:

10 vor 10

"10vor10" ist eine Informationssendung von Schweizer Radio und Fernsehen (SRF).

Vertiefende Berichte, Reportagen, Porträts und Live-Gespräche informieren über die wichtigsten Themen des Tages aus der Schweiz und der Welt.


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Willkommen Österreich

Late Night Satire Talkshow mit Stermann & Grissemann

Ganzen Text anzeigenIn einer neuen Ausgabe begrüßen Stermann & Grissemann die Popikone Nena und und den Neuzugang des ORF-Serienhits "Vorstadtweiber", Thomas Stipsits.

Ihr 40-jähriges Bühnenjubiläum zelebriert Nena 2018 mit ihrer Tournee "NENA – nichts versäumt". Der Tourname ...
(ORF)

Text zuklappenIn einer neuen Ausgabe begrüßen Stermann & Grissemann die Popikone Nena und und den Neuzugang des ORF-Serienhits "Vorstadtweiber", Thomas Stipsits.

Ihr 40-jähriges Bühnenjubiläum zelebriert Nena 2018 mit ihrer Tournee "NENA – nichts versäumt". Der Tourname könnte auch das Motto der Sängerin sein, die in den 1980er-Jahren mit dem
Antikriegslied "99 Luftballons" ihren Durchbruch feierte.

Danach startete sie eine musikalische Ausnahmekarriere. Sehr familiär geht es nach so langer Zeit laut Nena auch in der Band zu, zu der sie mittlerweile drei Familienmitglieder zählt. Wie sie die Zeit im Tourbus gestalten wird, und wie es war, 2016 erstmals in den USA aufzutreten, wollen Stermann & Grissemann von Nena erfahren.

Kurz nach der Premiere seines aktuellen Soloprogramms "Stinatzer Delikatessen" ist Thomas Stipsits bei "Willkommen Österreich" zu Gast. Abseits der Bühne ist der Kabarettist und Schauspieler in der neuen Staffel der "Vorstadtweiber" zu sehen, wo er als Scheidungsanwalt mit seinen eigenen Interessen für Chaos sorgt.
Als Kriminalassistent Manfred Schimpf löst er im Austro-"Tatort" gemeinsam mit seinen Kollegen Verbrechen. Aber auch auf der Kinoleinwand konnte man im Herbst im Film "Baumschlager" den vollen Körpereinsatz von Thomas Stipsits in seiner ersten Hauptrolle erleben. Bei Stermann & Grissemann kann man sich zum Abschluss der Sendung auch von seinem musikalischen Talent beeindrucken lassen.


(ORF)


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2:03
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Mit Wölfen unter einer Decke (1/3)

Ernstbrunn - Montana und zurück

Film von Barbara Fally-Puskás

(aus der ORF-Reihe "Universum")

Ganzen Text anzeigenWas unterscheidet den Haushund vom Wolf, wenn beide unter denselben Bedingungen aufwachsen? Welche Fähigkeiten gingen im Zuge der Domestikation verloren, und welche wurden dazugewonnen?

In der dreiteiligen Reihe suchen Regisseurin Barbara Fally-Puskás und ihr ...
(ORF)

Text zuklappenWas unterscheidet den Haushund vom Wolf, wenn beide unter denselben Bedingungen aufwachsen? Welche Fähigkeiten gingen im Zuge der Domestikation verloren, und welche wurden dazugewonnen?

In der dreiteiligen Reihe suchen Regisseurin Barbara Fally-Puskás und ihr Filmteam gemeinsam mit den Mitarbeitern des Wolf Science Center in Ernstbrunn nach Antworten auf all diese Fragen. Im ersten Teil holen sie vier Welpen aus Montana, USA, nach Österreich.

Im niederösterreichischen Weinviertel heulen seit gut eineinhalb Jahren Wölfe. Nicht in freier Wildbahn, sondern wohlbehütet in den Gehegen des Wolf Science Center (WSC). Vier einjährige Timberwölfe sind im Mai 2009 in die Schlossgärten von Ernstbrunn eingezogen. Nachdem das Quartett für wissenschaftliches Arbeiten zu klein ist, entschließen sich die Wolfsforscher, weitere Jungtiere nach Ernstbrunn zu holen - diesmal jedoch nicht aus dem Tierpark Herberstein, sondern aus den USA, der Heimat der Timberwölfe.

Regisseurin Barbara Fally-Puskás will von Anfang an dabei sein. Gemeinsam mit Bea Belenyi und Helene Möslinger, zwei Mitarbeiterinnen des WSC, und Kameramann Ferdinand Cibulka reist Fally-Puskás nach Montana, um dort 14 Tage alte Welpen abzuholen. Da keine amerikanische Fluglinie derart junge Wölfe transportieren darf, geht die Reise im Dienste der Wolfsforschung per Auto quer durch die USA von Montana nach New York: 4500 Kilometer mit vier winzigen Wolfswelpen im Gepäck.

Rückblickend gesteht Fally-Puskás: "Es war erstaunlich, wie sich von der ersten Minute mit den Welpen bis zum Eintreffen in Ernstbrunn nahezu alles ausschließlich um deren Nahrungsaufnahme und das Geschäft danach drehte. Trinken die Kleinen genug? Wollen sie mehr? Vertragen sie die Nahrung? Haben sie Durchfall?" Und nicht immer scheint alles zum Besten. Die Kleinen verkraften die Umstellung nur schwer, ein Zwischenstopp mit Tierarztbesuch im Wolfspark von Indiana ist notwendig. Für die letzte Etappe von New York nach Wien dürfen die Kleinen an Bord einer österreichischen Fluglinie. Und ob Passagiere oder Flugpersonal - alle schließen die süßen Welpen sofort in ihr Herz. Schließlich kommen die vier kleinen Welpen - Tatonga, Nanuk, Yukon und Geronimo - und ihre Begleiter gesund und wohlbehalten in Wien an.

Doch wozu der ganze Aufwand? Kurt Kotrschal, Leiter der Konrad-Lorenz-Forschungsstation in Grünau und Professor an der Universität Wien, sowie die Kognitionsbiologen Friederike Range und Zsofia Viranyi haben sich vor einigen Jahren in Wien zusammengefunden. Kotrschal: "Da waren dann drei beisammen, die verrückt genug sind, so ein Projekt aus dem Nichts zu starten!" Die drei Leiter des WSC beschlossen in Kooperation mit der Universität Wien und der Konrad-Lorenz-Forschungsstelle in Grünau, die geistigen Fähigkeiten des Wolfes zu erforschen und herauszufinden, was den Hund nun tatsächlich von seinem Urahnen, dem Wolf, unterscheidet.

Wölfe sind wie der Mensch von Kooperationen abhängig. Wie viel sie zur Kooperation bewusst beitragen oder im Laufe ihres Lebens erlernen können, ist eine spannende Frage, die es von den Forschern zu klären gilt. Deshalb ziehen Kurt Kotrschal, Friederike Range und Zsofia Viranyi nun erstmals in der Canidenforschung ein Rudel Wölfe mit der Hand auf. Bisher hat man nur Erfahrungen mit Einzelaufzuchten gemacht. Die Wölfe im WSC dürfen Wolf im Rudel bleiben und bauen dennoch eine innige Beziehung zu ihren menschlichen Partnern auf.


(ORF)


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2:47
VPS 02:45

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Mit Wölfen unter einer Decke (2/3)

Sechs Welpen und ein Todesfall

Film von Barbara Fally-Puskás

(aus der ORF-Reihe "Universum")

Ganzen Text anzeigenAuch wenn sie noch mit ihren Betreuern schmusen und miteinander balgen: Die vier amerikanischen Welpen und ihre zwei neuen Artgenossen aus der Schweiz entwickeln sich zu frechen Halbstarken.

Aber von Anfang an wird auch trainiert und getestet. Immer spielerisch, immer ...
(ORF)

Text zuklappenAuch wenn sie noch mit ihren Betreuern schmusen und miteinander balgen: Die vier amerikanischen Welpen und ihre zwei neuen Artgenossen aus der Schweiz entwickeln sich zu frechen Halbstarken.

Aber von Anfang an wird auch trainiert und getestet. Immer spielerisch, immer mit viel Lob - und vor allem mit Leckerlis. "Ohne Leckerli geht bei Wölfen gar nichts", weiß Wolfsforscherin Bea Belenyi aus Erfahrung. Das ist bei Hunden anders.

"Ein Hund arbeitet auch ohne Belohnungshappen, ein Wolf muss zumindest wissen, dass ich etwas dabei habe", sagt Bea Belenyi.

Die Einzigen, die die kleinen Racker in die Schranken weisen, sind die privaten Haushunde von Zsofia Viranyi, Friederike Range, Kurt Kotrschal und Bea Belenyi. Diese Hunde sind bei der Aufzucht der Welpen ständige Begleiter. Sie werden von den Welpen geliebt und als ranghöher akzeptiert. Die Hunde disziplinieren die kleinen Wölfe, wenn ihr Spiel zu grob wird, wenn sie zu fest zubeißen oder sich nicht entsprechend unterwerfen.

Während sich die Kleinen gut entwickeln, muss das Team des WSC bei den älteren Wölfen einen Rückschlag hinnehmen. Taya, die von Geburt an kranke Wölfin, stirbt eines Nachts plötzlich. Kurz darauf sorgt auch Tatonga für Aufregung. Sie hat sich im Gehege schwer verletzt und muss eine Woche in der Tierklinik verbringen. Zurück kommt eine kleine Wölfin mit einer großen Narbe auf der Stirn, die nun nicht mehr aus der Flasche trinken mag, aber Fremden gegenüber viel zutraulicher ist als ihre Altersgenossen. Während sich alle anderen jedes Mal aufs Neue an das Kamerateam gewöhnen müssen, kommt Tatonga zur Begrüßung angelaufen.

Kaum sind die kleinen Wölfe dem Ärgsten entwachsen, ziehen die nächsten Säuglinge in Ernstbrunn ein. Diesmal sind es vier Hundewelpen, die genauso aufgezogen werden wie die Wölfe. Wieder warten auf die drei Leiter des WSC, Zsofia Viranyi, Friederike Range und Kurt Kotrschal, sowie auf die Trainerin Bea Belenyi lange schlaflose Nächte auf einer Matratze, die sie mit den kleinen Quälgeistern verbringen. Auch die Hunde wollen alle zwei Stunden ein Fläschchen haben. Die Hundewelpen dienen den Wissenschaftlern als Vergleichsgruppe. Nur dadurch, dass sie so aufwachsen wie die Wölfe, lassen sich tragbare Vergleiche anstellen.

Im Alter von sechs Monaten bekommen die jungen Wölfe erstmals Besuch von ihren ein Jahr älteren Artgenossen. Alt und Jung sind offensichtlich begeistert. Aragorn tollt mit den Kleinen herum und würgt sogar halbverdaute Nahrung als Futter für sie hervor. Wie aber werden Aragorn, Kaspar und Shima reagieren, wenn sie ihr Revier dauerhaft mit den sechs Halbstarken teilen müssen?

Was unterscheidet den Wolf vom Haushund? Welche Fähigkeiten gingen auf dem Weg der Domestikation verloren, welche wurden dazugewonnen? Das sind die großen Fragen, die das WSC-Team beschäftigen. Wie reagieren die Wölfe auf neue Dinge? Wie die Hunde? Lassen sich Hunde ein Stück Fleisch einfach wegnehmen? Die Wölfe wohl eher kaum. Ab welchem Alter verstehen Hunde menschliche Zeigegesten? Wann die Wölfe? Warum folgen Wölfe der Blickrichtung des Menschen, während Hunde unverwandt weiter das Gesicht anstarren?


(ORF)


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3:31
VPS 03:30

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Mit Wölfen unter einer Decke (3/3)

Im Rudel geht es rund

Film von Barbara Fally-Puskás

(aus der ORF-Reihe "Universum")

Ganzen Text anzeigenEs wird spannend: Endlich wird das Rudel zusammengeführt. Die vier Welpen aus Amerika und die zwei Welpen aus der Schweiz kommen zu den drei eineinhalbjährigen Wölfen.

Der Zaun zwischen den beiden Gehegen wird geöffnet. Die Menschen sind deutlich aufgeregter als ...
(ORF)

Text zuklappenEs wird spannend: Endlich wird das Rudel zusammengeführt. Die vier Welpen aus Amerika und die zwei Welpen aus der Schweiz kommen zu den drei eineinhalbjährigen Wölfen.

Der Zaun zwischen den beiden Gehegen wird geöffnet. Die Menschen sind deutlich aufgeregter als die Tiere. Niemand weiß, was passiert. Bisher waren die älteren drei nur bei den Kleinen zu Besuch. Nun aber müssen sie auch ihr angestammtes Revier teilen.

Das Tor wird geöffnet. Sofort laufen die Kleinen zu den Großen. Die Begrüßung ist kurz, aber herzlich. Dann erforschen die Halbwüchsigen den neuen Teil des Geheges. Die Alten kümmert das wenig. Nur den Unterstand dürfen die Neulinge nicht betreten.

Im Gehege stehen eine Menge Obstbäume und die Früchte sind reif. Man sollte meinen, das interessiere Wölfe herzlich wenig. Weit gefehlt: Für eine reife Birne lernen Wölfe sogar klettern. Bis zu 70 Prozent ihres Nahrungsbedarfs decken die Tiere im Herbst mit frischem Obst ab. Während anfangs alles sehr harmonisch ablief, zeigen sich nun die ersten Unstimmigkeiten im Rudel. Shima wird das erste Mal läufig. Die Kleinen gewinnen an Selbstbewusstsein und beginnen, zuerst Shima zu mobben - ein paar Wochen später ist Aragorn an der Reihe. Immer wieder müssen Zsofia Viranyi, Friederike Range und Kurt Kotrschal einschreiten und einige der Wölfe separieren. Es werden verschiedene Konstellationen ausprobiert. Ob die neun Wölfe je wieder als Rudel zusammenfinden, ist offen.

Erstaunlich ist die Entwicklung der Altwölfe. Zsofia Viranyi: "Die werden zunehmend entspannter. Vor einem Jahr noch waren sie Fremden gegenüber sehr vorsichtig und distanziert." Mittlerweile kann auch das Kamerateam das Gehege betreten und sofort filmen. Früher war jedes Mal eine lange Eingewöhnungsphase notwendig.

Im Schlosspark von Ernstbrunn befindet sich ein idyllischer Tierpark, der Tiere in ihrer natürlichen Umgebung zeigt. Da auch der Wolf hier einst heimisch war, bot sich Hausherr Prinz Heinrich XIV. von Reuss als Gastgeber für das Wolf Science Center an. Bis jetzt waren Wölfe und Wissenschaftler vor der Haustür in den ehemaligen hängenden Gärten einquartiert. Doch Umbauten stehen an - die Tiere sollen weitläufige Gehege im Wildpark und ihre Betreuer ein gut ausgestattetes Forschungszentrum bekommen. Der Test-Raum soll mit verspiegelten Scheiben ausgestattet werden, dann können auch Besucher beim täglichen Training und vor allem bei den Tests zuschauen.

Bis es soweit ist, sind die Wolfsforscher vor allem damit beschäftigt, erste Testergebnisse auszuwerten und passende Rudel-Zusammenstellungen zu finden. Kotrschal: "Wir haben ein paar Rüden, die gerne mobben, und wir haben Weibchen, die sich nicht vertragen." Dass Shima und Yukon nicht miteinander können, steht fest, dass Kaspar auf jeden Fall ein Rudel führt, ebenfalls. Also bleiben die drei Altwölfe Kaspar, Aragorn und Shima beisammen. Doch wer von den Jungen passt dazu? Und wer wird beim zweiten Rudel das Kommando übernehmen?

Der Umzug in die neuen Gehege findet in Etappen statt. Zuerst die Hunde, die ebenfalls Sommer wie Winter als Rudel in einem Gehege leben werden, dann das Kaspar-Rudel und dann das - wie könnte es auch anders sein - Nanuk-Rudel. Nanuk war seinen Artgenossen gegenüber von Anfang an äußerst durchsetzungsstark. Menschen gegenüber allerdings immer sehr freundlich, ja geradezu zuvorkommend. Die neuen Territorien werden von den Wölfen im Sturm erobert. Freudig laufen sie das gesamte Areal ab und erkunden die Höhlen, Hügel und Teiche. Doch nach etwa einer halben Stunde kommen sie zu Zsofia, Friederike und Kurt und holen sich ein paar Streicheleinheiten ab. Wer hätte das gedacht? Das WSC-Team kann es nun kaum erwarten, mit den vielen Vorhaben, die erst in der neuen Anlage möglich sind, zu beginnen.

Was unterscheidet den Wolf vom Haushund? Welche Fähigkeiten gingen auf dem Weg der Domestikation verloren, welche wurden dazugewonnen? Das sind die großen Fragen, die das WSC-Team beschäftigen. Wie reagieren die Wölfe auf neue Dinge? Wie die Hunde? Lassen sich Hunde ein Stück Fleisch einfach wegnehmen? Die Wölfe wohl eher kaum. Ab welchem Alter verstehen Hunde menschliche Zeigegesten? Wann die Wölfe? Warum folgen Wölfe der Blickrichtung des Menschen, während Hunde unverwandt weiter das Gesicht anstarren?


(ORF)


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4:20
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

Aphrodites geplünderte Insel

Zypern - Steinbruch der Geschichte

Film von Gustav W. Trampitsch

(aus der ORF/3sat-Reihe "Helden, Kult und Küche")

Ganzen Text anzeigenVon der Antike bis in die Gegenwart erstreckt sich ein unerschöpflicher Vorrat an Sagen, Mythen und Geschichten. Die Sendung berichtet über Kunstraub und Kulturbarbarei auf Zypern.

Phönizier, Römer, Kreuzritter, Venezianer, Türken, einzelne Abenteurer oder ...
(ORF/3sat)

Text zuklappenVon der Antike bis in die Gegenwart erstreckt sich ein unerschöpflicher Vorrat an Sagen, Mythen und Geschichten. Die Sendung berichtet über Kunstraub und Kulturbarbarei auf Zypern.

Phönizier, Römer, Kreuzritter, Venezianer, Türken, einzelne Abenteurer oder international vernetzte Kunstraub-Banden: Zu allen Zeiten bedienten sich Eroberer und Abenteurer an den Kunstschätzen, die alte Kulturen im Mittelmeerraum geschaffen haben.

Sie alle plünderten den Steinbruch der Geschichte und recycelten Kunst und Kultbauten zum eigenen Nutzen. Besonders am Beispiel von Zypern, der "Insel der Aphrodite", zeigt sich Kulturbarbarei durch die Zeiten.


(ORF/3sat)


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5:04
VPS 05:00

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

Der Atem des Pan

Von der Sinnlichkeit der einfachen Speisen

Film von Gustav W. Trampitsch

Ganzen Text anzeigenVon der Antike bis in die Gegenwart verbinden sich Mythen und Geschichten mit der Küche einer Kultur. Die Dokumentation erzählt von Lebensmitteln zwischen Opfergaben und Aphrodisiakum.

Ob "Pa amb tomàquet", das berühmte katalanische Tomatenbrot, handgemachte ...
(ORF/3sat)

Text zuklappenVon der Antike bis in die Gegenwart verbinden sich Mythen und Geschichten mit der Küche einer Kultur. Die Dokumentation erzählt von Lebensmitteln zwischen Opfergaben und Aphrodisiakum.

Ob "Pa amb tomàquet", das berühmte katalanische Tomatenbrot, handgemachte Hartweizen-Fusilli aus Kampanien oder griechisches Osterlamm - das alles gilt bei Kennern geradezu als kulinarisches Paradies oder als Sinnlichkeit der einfachen Küche.


(ORF/3sat)


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5:49
VPS 05:45

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)Videotext Untertitel

Mustangs - Lebende Legenden

Film von Erich Pröll

Ganzen Text anzeigenZur amerikanischen Legende gehören Mustangs. Die wilden Pferde stehen für "the spirit of wild west", ein Symbol für Freiheit, Schnelligkeit, Mut und Ausdauer.

Ursprünglich haben Europäer die Tiere vor rund 500 Jahren in die Vereinigten Staaten gebracht. Erst kamen ...
(ORF)

Text zuklappenZur amerikanischen Legende gehören Mustangs. Die wilden Pferde stehen für "the spirit of wild west", ein Symbol für Freiheit, Schnelligkeit, Mut und Ausdauer.

Ursprünglich haben Europäer die Tiere vor rund 500 Jahren in die Vereinigten Staaten gebracht. Erst kamen sie im Gefolge von Columbus und den Konquistadoren, später mit den europäischen Einwanderern. Viele sind entlaufen und haben sich zu Herden weitervermehrt.

Diese haben sich auf dem ganzen amerikanischen Kontinent rasch ausgebreitet. Noch heute gibt es wilde Mustangs. Einige Tausend der alljährlich beim "round up" gefangenen Jungmustangs werden gezähmt, ausgebildet und auf den Ranches als Cowboy-Pferde geschätzt. Kein frisch eingefangener Mustang hat bisher die USA verlassen. Doch dem Naturfilmer Erich Pröll ist es nach jahrelangen Bemühungen gelungen, drei Mustangs zu erwerben, die er als erster nach Europa bringen darf, nachdem er sie ein Jahr lang in den USA trainieren muss.


(ORF)