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Samstag, 17. Februar
Programmwoche 08/2018
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6:17
VPS 06:15

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)
Samstag 17. Februar

La Bohème im Hochhaus

Puccinis Oper als Live-Aufzeichnung aus Bern

Darsteller:
MimiMaya Boog
RodolfoSaimir Pirgu
MusettaEva Liebau
MarcelloRobin Adams
u.a.
Chor: Stadttheater Bern, Kinderchor Musikschule Köniz
Orchester: Berner Symphonieorchester
Musikalische Leitung: Srboljub Dinic
Inszenierung: Anja Horst

Ganzen Text anzeigen"La Bohème im Hochhaus" transportiert die Handlung von Giacomo Puccinis Oper vom Beginn des 19. Jahrhunderts in unsere Zeit, in ein Hochhaus im Berner Gäbelbachquartier.

Nach monatelangen Vorbereitungen ging am 29. September 2009 das mediale Opernereignis des ...

Text zuklappen"La Bohème im Hochhaus" transportiert die Handlung von Giacomo Puccinis Oper vom Beginn des 19. Jahrhunderts in unsere Zeit, in ein Hochhaus im Berner Gäbelbachquartier.

Nach monatelangen Vorbereitungen ging am 29. September 2009 das mediale Opernereignis des Schweizer Fernsehens live über die Bühne. Für die Titelrollen von "La Bohème im Hochhaus" verpflichtete das Schweizer Fernsehen international renommierte Sängerinnen und Sänger.

Die ursprüngliche Geschichte der Oper "La Bohème" spielt zu Beginn des 19. Jahrhunderts in Paris. "La Bohème im Hochhaus" transportiert sie in unsere Zeit, in ein Hochhaus im Gäbelbachquartier in Bern-Bethlehem und in das nahe Einkaufszentrum Westside, entworfen vom Star-Architekten Daniel Libeskind.

"La Bohème" rückte als eine der ersten Opern das private Schicksal ihrer Hauptfiguren ins Zentrum der Handlung. Das Schweizer Fernsehen inszeniert sie in der Intimität heutiger Lebensräume: In einem sozial durchmischten Wohnblock mit 290 Wohnungen. Die Quartierbewohner erhielten Informationen aus erster Hand über das Projekt.

Einige unter ihnen stellten ihre Wohnung für Dreharbeiten zur Verfügung, andere wollten als Statisten mitwirken. Der Einbezug der Bewohner war den Fernsehleuten ein großes Anliegen: "Uns geht es darum, den Menschen eine der schönsten Opern nach Hause zu bringen", sagte Redaktionsleiter Thomas Beck. "In diesem Fall ist dies wörtlich zu verstehen."

Mit dem Berner Symphonieorchester unter der Leitung des Chefdirigenten Srboljub Dinic spielt eines der renommiertesten Orchester der Schweiz. Für die Titelrollen konnten Sängerinnen und Sänger verpflichten werden, die sowohl stimmlich als auch schauspielerisch überzeugen. "Das ist entscheidend. Schließlich sind bei unserer 'Bohème' die Kameras hautnah dran", erklärte Thomas Beck.

Maya Boog, Publikumsliebling am Theater Basel, verkörperte Mimi, ihren Liebhaber Rodolfo gab Saimir Pirgu, der schon bald zu den Top-Tenören der Gegenwart gehören dürfte. Eva Liebau vom Opernhaus Zürich übernahm die Rolle der Musetta. Marcello wurde von Robin Adams verkörpert.

"La Bohème im Hochhaus" war bereits das dritte Opernereignis des Schweizer Fernsehens und erhielt dieses Jahr eine goldene Rose in der Sparte "Live Event Show" am Festival Rose d'Or. "Die Zauberflöte auf 2 Kanälen" erhielt 2008 eine Goldene Rose, "La Traviata im Hauptbahnhof" wurde 2009 gleich mit zwei Tschechischen Kristallen ausgezeichnet.

Redaktionshinweis: Das Beste aus drei Ländern auf einem Sender zu zeigen, das ist die Grundidee von 3sat. Am Thementag "Schweiz - ausgezeiCHnet" zeigt 3sat ausschließlich Schweizer TV-Programme, die Preise erhalten haben. Die Auszeichnungen reichen vom Oscar bis zum Grand Prix von Cannes, vom Golden Globe bis zum CIVIS Medienpreis für Integration.


8:45
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)
Samstag 17. Februar

Der Meisterfälscher

Wolfgang Beltracchi porträtiert Harald Schmidt

Film von Pino Aschwanden

Ganzen Text anzeigenMeisterfälscher Wolgang Beltracchi porträtiert in der fünfteiligen Dokumentationsreihe Prominente im Stil alter und moderner Meister. Diesmal sitzt ihm Harald Schmidt Modell.

Der Entertainer lässt sich im Stil des deutschen Nachexpressionisten Otto Dix malen. Dix ...

Text zuklappenMeisterfälscher Wolgang Beltracchi porträtiert in der fünfteiligen Dokumentationsreihe Prominente im Stil alter und moderner Meister. Diesmal sitzt ihm Harald Schmidt Modell.

Der Entertainer lässt sich im Stil des deutschen Nachexpressionisten Otto Dix malen. Dix war bekannt dafür, dass er seine Protagonisten gern überspitzt, ja kühn karikierend darstellte - wodurch das Typische des Menschen überraschend zur Geltung kommt.

Schmidt ist während der Malsitzung bester Laune, geizt nicht mit spitzen Bemerkungen, sprüht vor Pointen, beweist Schlagfertigkeit - und Beltracchi demonstriert außerordentliches Können, indem er die stiltypischen Elemente und die altmeisterliche Kunst eines Otto Dix geschickt ins Schmidt'sche Porträt einbringt. Wie wird Schmidt reagieren, wenn er das fertige, ihn zur Kenntlichkeit überzeichnete Bild, zum ersten Mal sieht? Eine Begegnung der höchst vergnüglichen und denkwürdigen Art.

35 Jahre lang, bis zur Verhaftung 2010, hat Wolfgang Beltracchi sein außergewöhnliches Talent eingesetzt, um Bilder im Stil anderer zu malen. 100 namhafte Maler will er gefälscht haben. Bis er selbst aufflog - wegen eines falschen Pigments.

Die Reihe "Der Meisterfälscher" wurde von der European Broadcasting Union (EBU) zum besten neuen TV-Format 2015 gewählt.


9:15
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)
Samstag 17. Februar

Der Meisterfälscher

Wolfgang Beltracchi porträtiert Gloria von Thurn und Taxis

Film von Pino Aschwanden

Ganzen Text anzeigenDiesmal will Wolfgang Beltracchi Fürstin Gloria von Thurn und Taxis im Stil von Lucas Cranach dem Älteren porträtieren.

Beltracchi besucht die Fürstin im Ballsaal des Schlosses, wo sie ihm für die Vorstudie Modell sitzt. Zwischen den beiden entspinnt sich schnell ...

Text zuklappenDiesmal will Wolfgang Beltracchi Fürstin Gloria von Thurn und Taxis im Stil von Lucas Cranach dem Älteren porträtieren.

Beltracchi besucht die Fürstin im Ballsaal des Schlosses, wo sie ihm für die Vorstudie Modell sitzt. Zwischen den beiden entspinnt sich schnell eine höchst vergnügliche und ungewöhnliche Unterhaltung.

Bei der Übergabe des vor Vergoldung leuchtenden Bildes hält Fürstin Gloria eine Überraschung bereit. Fürstin Gloria von Thurn und Taxis ist eine der schillerndsten Persönlichkeiten des deutschen Hochadels. Heute ist die dereinst schrille Punkprinzessin eine erfahrene Unternehmerin.

Gloria von Thurn und Taxis stammt aus einem alten, aber verarmten Adelshaus. Mit 20 Jahren heiratet sie den reichen 54-jährigen Fürsten Johannes von Thurn und Taxis. Die Mutter von drei Kindern steht dem Schloss St. Emmeram in Regensburg erfolgreich vor.

Die Reihe "Der Meisterfälscher" wurde von der European Broadcasting Union (EBU) zum besten neuen TV-Format 2015 gewählt.


9:46
VPS 09:45

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)
Samstag 17. Februar

Der Meisterfälscher

Wolfgang Beltracchi porträtiert Daniel Kehlmann

Film von Pino Aschwanden

Ganzen Text anzeigenDaniel Kehlmann gehört zu den erfolgreichsten deutschen Autoren der Gegenwart. Wolfgang Beltracchi porträtiert Daniel Kehlmann im Stil des italienischen Malers Giorgio De Chirico.

Das Thema Fälschen und Täuschen irrlichtert immer wieder fintenreich durch Kehlmanns ...

Text zuklappenDaniel Kehlmann gehört zu den erfolgreichsten deutschen Autoren der Gegenwart. Wolfgang Beltracchi porträtiert Daniel Kehlmann im Stil des italienischen Malers Giorgio De Chirico.

Das Thema Fälschen und Täuschen irrlichtert immer wieder fintenreich durch Kehlmanns Werk, wie auch in seinem letzten Buch "F". Zwei Tage lang sitzt Kehlmann dem Meisterfälscher Model. Dabei entsteht ein spektakuläres Doppelporträt des Bestsellerautors.

In Stil und Motivik lehnt sich das Porträt an den italienischen Maler an. Seine eigenartigen, magisch-realistischen Bilder mit ihren geheimnisvollen, rätselhaften Versatzstücken regen - wie Kehlmanns Romane auch - zu ungewöhnlichen Gedankengängen an.

Die Reihe "Der Meisterfälscher" wurde von der European Broadcasting Union (EBU) zum besten neuen TV-Format 2015 gewählt.


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10:16
VPS 10:15

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)
Samstag 17. Februar

Der Meisterfälscher

Wolfgang Beltracchi porträtiert Christoph Waltz

Film von Pino Aschwanden

Ganzen Text anzeigenChristoph Waltz ist ein Charakterdarsteller von seltenem Rang, seine Wandlungsfähigkeit hat Filmregisseur Quentin Tarantino fürs internationale Kino entdeckt, ihm verdankt er seine Oscars.

Christoph Waltz sitzt dem Meisterfälscher Beltracchi zwei lange Tage Modell. ...

Text zuklappenChristoph Waltz ist ein Charakterdarsteller von seltenem Rang, seine Wandlungsfähigkeit hat Filmregisseur Quentin Tarantino fürs internationale Kino entdeckt, ihm verdankt er seine Oscars.

Christoph Waltz sitzt dem Meisterfälscher Beltracchi zwei lange Tage Modell. Sie unterhalten sich über Gott und die Welt, derweil entsteht ein überraschendes Porträt nach Max Beckmann (1884 - 1950).

Beckmann gehört zu den bedeutendsten Malern des 20. Jahrhunderts. Viele seiner in leuchtenden Farben gehaltenen Gemälde zeigen kräftig konturierte Porträts und Figurengruppen, darunter Künstler, Schauspieler, Maskierte. Beltracchis Nachempfindung lässt Waltz auf seine Art reagieren.

Die Reihe "Der Meisterfälscher" wurde von der European Broadcasting Union (EBU) zum besten neuen TV-Format 2015 gewählt.


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10:47
VPS 10:45

Samstag 17. Februar

NETZ NATUR

Wer ist der Wolf?

Die Naturreportage aus der Schweiz

Moderation: Andreas Moser

Ganzen Text anzeigenIn der Schweiz gibt es wilde Wölfe. Es kommt vor, dass sie Haustiere angreifen. Die Frage, wie man mit diesem Problem umgeht, erregt die Schweizer Gemüter.

Die einen wollen die Wölfe schützen, die anderen schießen sie ab. Der Film aus der Reihe "NETZ NATUR" geht ...

Text zuklappenIn der Schweiz gibt es wilde Wölfe. Es kommt vor, dass sie Haustiere angreifen. Die Frage, wie man mit diesem Problem umgeht, erregt die Schweizer Gemüter.

Die einen wollen die Wölfe schützen, die anderen schießen sie ab. Der Film aus der Reihe "NETZ NATUR" geht den Hintergründen des Konflikts nach und stößt dabei auf verblüffende Erkenntnisse.

Der Wolf wird zum emotionalen Dauerbrenner - jeden Sommer erwirkt der Schweizer Kanton Wallis eine Abschussbewilligung für einen der international geschützten Wölfe, die aus Italien in die Südwestschweiz einwandern. Die vollstreckten Abschüsse provozieren einerseits entrüstete Reaktionen und anderseits viel Applaus, vor allem in den Bergregionen, wo man die Einwanderung der Wölfe mit Sorge beobachtet.

"NETZ NATUR" leuchtet die Hintergründe zwischen Werwolf und Wolfsromantik aus: Wie sind Wölfe wirklich? Steht eine Invasion von Wölfen bevor, die die Alpen unsicher machen - nach den neusten Ereignissen sogar eine Gefahr für Rinder? Wenn man den Politikern glaubt, die die Aufhebung des geltenden Schutzes des Wolfes und zum Teil sogar ein Abschussrecht für die Kantone fordern, ist der Wolf für die Schweiz nicht tolerierbar.

Im Alpenbogen, der sich vom Mittelmeer über Italien und Frankreich bis zum Genfersee erstreckt, leben zurzeit etwa 70 Wölfe in 15 bis 17 Familien auf italienischem Gebiet und 140 bis 160 Wölfe in 19 bekannten Familien in Frankreich. In beiden Ländern zirkulieren neben den etablierten Familien verschiedene Einzeltiere.

In der Schweiz waren innerhalb des letzten Jahres elf einzelne Wölfe genetisch nachgewiesen, von denen einer am 3. August 2010 getötet wurde - das siebte offiziell in der Schweiz behördlich erlegte Tier. Eine Familienbildung wurde bisher nicht bestätigt; das wird unter anderem auf die zahlreichen behördlichen und möglicherweise auch auf verschiedene illegale Abschüsse zurückgeführt.

"NETZ NATUR" betrachtet aber nicht nur die tierische Seite der Wölfe, sondern auch die Menschen: Woher kommt diese jahrhundertealte, fanatische Feindschaft gegen ein Tier? Und auf der anderen Seite: Wo wurzelt die übersteigerte Romantik und Faszination, die den Wölfen genauso wenig gerecht wird wie das Feindbild? Bei diesen Fragen stoßen die Filmemacher auf viel Psychologie - und auf die verblüffende Kenntnis, dass uns Wölfe ähnlicher sind, als uns lieb ist.

Die "NETZ NATUR"-Dokumentation "Wer ist der Wolf?" erhielt den Preis der Akademien der Wissenschaften der Schweiz.


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11:39
VPS 11:40

Im Schatten des Glücks

Dokumentarfilm von Hanspeter Bäni, Schweiz 2012

Länge: 91 Minuten

Ganzen Text anzeigenVier Jahre lang begleitete Autor Hanspeter Bäni die Bauernfamilie Epp im Maderanertal. Entstanden ist ein Film über den Überlebenskampf in den abgelegenen Gebieten der Zentralschweiz.

Ein Heimatfilm jenseits aller Stereotypen einer heilen Bergwelt, denn alle ...

Text zuklappenVier Jahre lang begleitete Autor Hanspeter Bäni die Bauernfamilie Epp im Maderanertal. Entstanden ist ein Film über den Überlebenskampf in den abgelegenen Gebieten der Zentralschweiz.

Ein Heimatfilm jenseits aller Stereotypen einer heilen Bergwelt, denn alle Probleme der Neuzeit sind längst auch dort angekommen. Die menschlichen Dramen, die sich abspielen, könnten ohne weiteres einem Gotthelfschen Roman entnommen sein.

Die Vorboten des Unheils kündeten sich beim Bauern Sepp Epp vor vier Jahren durch starke Schmerzen in den Beinen an. Noch ahnte der Bergbauer aus dem Urner Maderanertal nicht, dass sich ein Drama mit schwerwiegenden Konsequenzen anbahnte. Betroffen davon ist auch seine siebenköpfige Familie, die in den letzten Jahren ohnehin vom Schicksal schwer geprüft wurde: Vor zwei Jahren wurde die Exfrau des Bauern und Mutter der Kinder wegen Mordes verurteilt. Im Winter des gleichen Jahres donnerte eine Schneelawine auf den Weiler Acherli und richtete rund um den Hof kostspielige Schäden an.

Immer im Sommer droht Steinschlaggefahr. Einmal wurde die Nachbarin der Familie von einem Stein getroffen und verlor dabei ihr Leben. Auch Schlammlawinen, die die Wege unpassierbar machen, sind in den Sommermonaten keine Seltenheit. Gleichzeitig versiegen langsam die Wasserquellen aus unerklärlichen Gründen auf dem Land der Bergbauernfamilie. Seit Generationen schon leben und arbeiten die Epps in einem engen Talabschnitt des Maderanertales zwischen furchterregenden Felsen. Die Wiesen sind steil und können nur von Hand mit der Sense gemäht werden. Wen wundert‘s, dass keines der Epp-Kinder sich wirklich vorstellen kann, den Bauernbetrieb zu übernehmen.

Mindestens bis zu seinem Ruhestand möchte Sepp Epp das Acherli weiterhin bewirtschaften. Doch auch dieser Wunsch ist mehr als ungewiss, denn sein Arzt stellt dem 60-jährigen Bergbauern eine traurige Diagnose.

Der Dokumentarfilm von Hanspeter Bäni erhielt 2012 den Medienpreis des Schweizerischen Bauernverbandes.


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13:10
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)
Samstag 17. Februar

Der Preis des Erfolges

Begegnungen am Jungfraujoch

Film von Urs Sloksnath

Ganzen Text anzeigenÜber eine Million Gäste waren es im letzten Jahr, bis zu 5000 Leute täglich. Das Jungfraujoch boomt trotz Tourismus-Krise wie nie zuvor und beschert den Jungfraubahnen Millionengewinne.

Im Spannungsfeld zwischen Wachstum und Bewahrung, zwischen Umsatz und Idylle ...

Text zuklappenÜber eine Million Gäste waren es im letzten Jahr, bis zu 5000 Leute täglich. Das Jungfraujoch boomt trotz Tourismus-Krise wie nie zuvor und beschert den Jungfraubahnen Millionengewinne.

Im Spannungsfeld zwischen Wachstum und Bewahrung, zwischen Umsatz und Idylle macht sich der Dokumentarfilmer Urs Sloksnath auf den Weg zum "Top of Europe". Er trifft Menschen, die den Erfolg möglich machen, und andere, die dabei auf der Strecke bleiben.

Urs Kessler, CEO der Jungfraubahnen, Vollblutmanager und Visionär, kämpft ohne Rast und Ruh für das Jungfraujoch und die ganze Jungfrauregion. Für ihn ist Mittelmaß nicht gut genug. Er will besser sein als alle anderen. Dabei setzt er voll auf den asiatischen Markt. Doch er schafft sich damit nicht nur Freunde.

Andreas Wyss ist Leiter Technischer Unterhalt auf dem Jungfraujoch, Hausmeister und dienstältester Mitarbeiter. Zwischen Touristenströmen und Naturgewalten hält er die hochalpine Wunderwelt in Schuss und spannt aus dem Hintergrund die Fäden. Ein großes Problem beschäftigt ihn zur Zeit: Im Sommer bringt die Atemluft der Tausenden von Touristinnen und Touristen den Eispalast langsam zum Schmelzen.

Otto Kaufmann ist seit 40 Jahren Zugbegleiter bei den Jungfraubahnen und im Sommer Käser auf der Alp. Er hat grundsätzlich Mühe mit der touristischen Entwicklung. Als auch noch klar wurde, dass die neue Eiger-Express-Seilbahn direkt über sein Wohnhaus führen soll, wurde sein oberster Chef, Urs Kessler, zu seinem größten Feind.

Auch das als Rettung des Berner Oberlandes gepriesene Ausbauprojekt V-Bahn mit dem umstrittenen Eiger-Express hat viele politische Hürden überstanden und hofft nun auf die baldige Baubewilligung des Bundes.

Die Dokumentation "Der Preis des Erfolges" von Urs Sloksnath erhielt von der Berner Stiftung für Radio und Fernsehen den Fernsehpreis 2017.


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14:00
Samstag 17. Februar

Der schnellste Mann am Berg

Ueli Steck auf der Suche nach seinem Limit

Film von Jacqueline Schwerzmann

Ganzen Text anzeigenDer Eiger, das Matterhorn und der französische Berg Grandes Jorasses zählen zu den klassischen Nordwand-Routen der Alpen. Ueli Steck (1976 - 2017) stellt an allen Wänden Speed-Rekorde auf.

Die Eigernordwand klettert er als erster Mensch frei, das heißt ohne ...

Text zuklappenDer Eiger, das Matterhorn und der französische Berg Grandes Jorasses zählen zu den klassischen Nordwand-Routen der Alpen. Ueli Steck (1976 - 2017) stellt an allen Wänden Speed-Rekorde auf.

Die Eigernordwand klettert er als erster Mensch frei, das heißt ohne Benutzung von Haken - und sogar ohne Seil. Stecks Traum ist der Himalaya: Er möchte dort eine schwierige Achttausender-Wand bezwingen. Steck stand bereits auf drei Achttausendern.

Zwei Versuche, die äußerst gefährliche Annapurna-Südwand hochzukommen, scheiterten. Ueli Steck definiert sich stark über seine Leistung. Immer wieder sucht er die Grenze des Machbaren in einem Bereich, wo es um Leben und Tod geht.

Doch Steck spürt den Erfolgsdruck im Nacken. Er sucht die Hilfe des Sportpsychologen Jörg Wetzel. Dieser lehrt ihn, das Leistungs-Ich in Grenzen zu halten. Als Ueli Stecks Frau im Sommer 2010 während einer Bergtour verunglückt, wird dem Bergsteiger bewusst, wie wertvoll das Leben ist.

Der Extrembergsteiger Ueli Steck ist am 30. April im Alter von nur 40 Jahren auf einer Bergtour im Himalaja tödlich verunglückt.

Der Dokumentarfilm "Der schnellste Mann am Berg" hat 2011 beim Bergfilmfestival in Les Diablerets in der Kategorie Extremsport den 1. Preis gewonnen.


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14:51
VPS 14:50

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)Mit AudiodeskriptionVideotext Untertitel
Samstag 17. Februar

Gotthard (1/2)

Fernsehfilm, Schweiz 2016

Darsteller:
Max BühlMaxim Mehmet
Anna TreschMiriam Stein
Tommaso LazzaroniPasquale Aleardi
Louis FavreCarlos Leal
LinaMarie Bäumer
KnechtJoachim Król
BachmannMax Simonischek
Anton TreschChristoph Gaugler
WagnerRoeland Wiesnekker
RiedingerCornelius Obonya
u.a.
nach einer Idee von: Niklaus Hilber, Patrick Tönz
Buch: Stefan Dähnert
Regie: Urs Egger

Ganzen Text anzeigenFrühjahr 1873: Täglich kommen neue Menschen aus ganz Europa in das kleine Bergdorf Göschenen. Sie suchen Arbeit auf der größten Baustelle der Neuzeit: dem Eisenbahntunnel durch den Gotthard.

Unter den Begeisterten sind Max, der angehende Ingenieur aus Deutschland, ...

Text zuklappenFrühjahr 1873: Täglich kommen neue Menschen aus ganz Europa in das kleine Bergdorf Göschenen. Sie suchen Arbeit auf der größten Baustelle der Neuzeit: dem Eisenbahntunnel durch den Gotthard.

Unter den Begeisterten sind Max, der angehende Ingenieur aus Deutschland, und Tommaso, der stolze Mineur aus dem Piemont. Die beiden jungen Männer streiten sich um das letzte Logierbett auf dem Hof der Fuhrmannstochter Anna.

Schließlich teilen sie es sich aus finanziellen Gründen. Nicht nur die knochenharte Arbeit schweißt Max und Tommaso zusammen, sondern auch ihre Freundschaft mit der zupackenden Anna.

Während der charismatische Unternehmer und Visionär Louis Favre gegenüber dem Schweizer Bundesrat wie auch den europäischen Investoren behauptet, die Bauarbeiten liefen nach Plan, kommt es im Tunnel immer wieder zu Rückschlägen. Der harte Granit zerstört die Bohrer, weiche Gesteinspartien lassen Teile des Stollens einstürzen. Die ersten Toten sind zu beklagen. Als sich der wütende Tommaso gegen die schlechte Behandlung durch das Unternehmen Louis Favres wehrt, wird er entlassen.

Ohne Arbeit droht Tommaso die Abschiebung. Max hingegen kommt seinem Traum, ein großer Ingenieur zu werden, näher: Favre schickt ihn in die Zentrale nach Luzern, wo er seine Ideen umsetzen soll. Anna, von Max' Abschied verletzt, macht Tommaso einen Heiratsantrag: So könnte er in Göschenen bleiben, und sie hätte den "Geschlechtervormund", den sie als Frau braucht, um ein Logierhaus zu bauen und ein Gewerbe zu führen.

Der Fernsehfilm "Gotthard" unter Regie von Urs Egger wurde 2017 im Rahmen der Verleihung des 43. Prix Walo in der Kategorie TV-Produktion ausgezeichnet.


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16:20
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)Mit AudiodeskriptionVideotext Untertitel
Samstag 17. Februar

Gotthard (2/2)

Fernsehfilm, Schweiz 2016

Darsteller:
Max BühlMaxim Mehmet
Anna TreschMiriam Stein
Tommaso LazzaroniPasquale Aleardi
Louis FavreCarlos Leal
LinaMarie Bäumer
KnechtJoachim Król
BachmannMax Simonischek
Anton TreschChristoph Gaugler
WagnerRoeland Wiesnekker
RiedingerCornelius Obonya
u.a.
nach einer Idee von: Niklaus Hilber, Patrick Tönz
Buch: Stefan Dähnert
Regie: Urs Egger

Ganzen Text anzeigenDrei Jahre sind vergangen, und der Tunnelbau am Gotthard kommt nur schleppend voran. Zu langsam für die Investoren, die Favre den Geldhahn zudrehen. Max kehrt nach Göschenen zurück.

Im Gepäck hat er "Favre-Franken". Die müssen von den Arbeitern und dem Gewerbe ...

Text zuklappenDrei Jahre sind vergangen, und der Tunnelbau am Gotthard kommt nur schleppend voran. Zu langsam für die Investoren, die Favre den Geldhahn zudrehen. Max kehrt nach Göschenen zurück.

Im Gepäck hat er "Favre-Franken". Die müssen von den Arbeitern und dem Gewerbe gutgeheißen werden, sonst ist der Tunnelbau am Ende. Es ist eine Reise mit gemischten Gefühlen. Wie wird es sein, Anna und Tommaso nach so vielen Jahren wieder zu begegnen?

Max gelingt es zwar, die Leute vom neuen Zahlungsmittel zu überzeugen, aber die Zustände, die er an der Baustelle vorfindet, sind verheerend. Es werden immer mehr Tote aus dem Tunnel getragen. Die Luft tief im Berg ist vom Dampf der Lokomotiven so verschmutzt, dass das Atmen für die Arbeiter fast unmöglich geworden ist. Die Missstände werden von einer Widerstandsgruppe mit Flugblättern bekämpft. Max entdeckt, dass Tommaso, der mittlerweile mit Anna eine kleine Tochter hat, der Kopf der Rebellen ist.

Das Band, das Anna, Tommaso und Max zusammengehalten hat, droht zu reißen, als Tommaso von Max Unterstützung für seinen Kampf fordert und Anna und Max ihre Gefühle zueinander wieder entdecken.

Es kommt zum Streik, bei dem sich Max und Tommaso als Gegner gegenüberstehen. Trotz aller Schlichtungsversuche durch Max wird der Aufruhr blutig beendet. Tommaso überlebt, aber es bleibt ihm nur die Flucht. Anna wirft Max vor, die bewaffnete Bürgerwehr geholt zu haben und für die Toten verantwortlich zu sein. Sie will nichts mehr mit ihm zu tun haben.

Als Favre auch noch stirbt und Max entdeckt, dass sich im Dorf wegen der katastrophalen hygienischen Bedingungen eine Seuche ausbreitet, muss er sich entscheiden: Ist er bereit, über alle Missstände hinwegzusehen, nur damit der Tunnel fertig wird?


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17:53
VPS 17:50

Der schmerzvolle Abschied

Wie der Schweiz das Bankgeheimnis abhanden kam

Film von Hansjürg Zumstein

Ganzen Text anzeigenJahrzehntelang verteidigte die Schweiz das Bankgeheimnis resolut gegen ausländische Angriffe - wohlwissend, dass Tausende von Ausländern dies nur nutzten, um Steuerzahlungen zu vermeiden.

Die Schweizer Haltung Anfragen ausländischer Steuerbehörden gegenüber blieb ...

Text zuklappenJahrzehntelang verteidigte die Schweiz das Bankgeheimnis resolut gegen ausländische Angriffe - wohlwissend, dass Tausende von Ausländern dies nur nutzten, um Steuerzahlungen zu vermeiden.

Die Schweizer Haltung Anfragen ausländischer Steuerbehörden gegenüber blieb stets die gleiche: Bei Steuerhinterziehung gibt es keine Auskunft, das Bankgeheimnis geht vor. Nach dem Ausbruch der Wirtschaftskrise im Jahr 2007 kam die Schweiz jedoch unter Druck.

Innerhalb weniger Monate geschah, was vorher kaum jemand für möglich hielt: Bei Steuerhinterziehung müssen Schweizer Banken jetzt Auskunft geben. Das fiskalische Bankgeheimnis ist Geschichte.

Im Dokumentarfilm "Der schmerzvolle Abschied" von Hansjürg Zumstein erzählen prominente Akteure, "wie der Schweiz das Bankgeheimnis abhanden kam", darunter der deutsche Bankier Oswald Grübel, der ehemalige Staatssekretär Michael Ambühl im Eidgenössischen Finanzdepartement, der Schweizer Alt-Bundesrat Pascal Couchepin und der Schweizer Nationalrat Christoph Blocher.

Neben diesen Interview-Ausschnitten nutzt der Autor auch das umfangreiche Videoarchiv des Schweizer Fernsehens. Unzählige Stunden von Videomaterial wurden ausgewertet: Von "Wochenschauen" - beispielsweise über die Verhandlungen des Sonderdiplomaten Walter Stucki kurz nach dem Zweiten Weltkrieg - bis hin zu aktuellen Medienkonferenzen.

Zudem werden einzelne Schlüsselereignisse mit Schauspielern nachgestellt: Die dokumentarische Ebene wird durch eine Reenactment-Ebene ergänzt, die ebenfalls auf sorgfältiger Recherche und ausführlichem Studium von Originaldokumenten
beruht.

Die Dokumentation "Der schmerzvolle Abschied" hat den Medienpreis des Schweizerischen Anwaltsverbandes (SAV) 2015 in der Kategorie der audiovisuellen Medien gewonnen.


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18:43
VPS 18:40

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)
Samstag 17. Februar

Neuland

Dokumentarfilm von Anna Thommen, Schweiz 2013

Länge: 93 Minuten

Ganzen Text anzeigenDer 19-jährige Ehsanullah ist aus Afghanistan geflüchtet und kam mit dem Schlauchboot über das Meer und zu Fuß über die Berge in die Schweiz.

Die albanischen Geschwister Nazljie und Ismail wiederum verließen ihr Land nach dem Tod ihrer Mutter und wurden bei ...

Text zuklappenDer 19-jährige Ehsanullah ist aus Afghanistan geflüchtet und kam mit dem Schlauchboot über das Meer und zu Fuß über die Berge in die Schweiz.

Die albanischen Geschwister Nazljie und Ismail wiederum verließen ihr Land nach dem Tod ihrer Mutter und wurden bei Verwandten aufgenommen. Sie alle hoffen, ihre harte Vergangenheit hinter sich zu lassen und in der Schweiz ihre Träume leben zu können.

Darüber macht sich Herr Zingg keine Illusionen und wird gleichwohl nicht müde, den Migrantinnen und Migranten den Glauben an sich selbst und eine bessere Zukunft zu lehren. Aber je näher das Ende der zweijährigen Ausbildung rückt, desto drängender wird die Frage, ob es denn überhaupt einen Platz für sie gibt im neuen Land.

Beobachtend und einfühlsam zeigt "Neuland" die Realität der jungen Menschen in der für sie so fremden Kultur und wirft ein ungewohntes Schlaglicht auf die globalisierte, kriegerische Welt der Gegenwart. Dafür gab es beim "Zurich Film Festival 2013" ein "Goldenes Auge" für den "Besten deutschsprachigen Dokumentarfilm". Bei den 49. Solothurner Filmtagen 2014 gewann "Neuland" den Publikumspreis. Außerdem erhielt der Film 2016 den renommierten CIVIS Medienpreis.


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20:16
VPS 20:15

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)
Samstag 17. Februar

Zwiespalt

Fernsehfilm, Schweiz 2017

Darsteller:
RomanMartin Rapold
LindaIsabelle Barth
FlorianHans-Caspar Gattiker
BeatriceLale Yavas
SantosMartin Hug
SerainaLuna Wedler
u.a.
Buch: Natascha Beller
Regie: Barbara Kulcsar
Länge: 89 Minuten

Ganzen Text anzeigenDer Forensische Psychiater Roman Mettler stimmt zu, dass ein Gewalttäter in den Hafturlaub entlassen wird. Kurz darauf wird eine junge Frau ermordet. Mettler muss um seine Existenz kämpfen.

Als klar wird, dass Roman Mettler das Gutachten für den Hafturlaub verfasst ...

Text zuklappenDer Forensische Psychiater Roman Mettler stimmt zu, dass ein Gewalttäter in den Hafturlaub entlassen wird. Kurz darauf wird eine junge Frau ermordet. Mettler muss um seine Existenz kämpfen.

Als klar wird, dass Roman Mettler das Gutachten für den Hafturlaub verfasst hatte, ist der Aufschrei von Medien, Politik und Gesellschaft groß. In den dramatischen Fall hineingezogen wird auch Romans Jugendfreundin Linda Berger, eine Polizistin.

Die alleinerziehende Mutter schiebt bei ihrer Arbeit auch abgewiesene Asylbewerber per Flugzeug in ihre Herkunftsländer ab. Von ihrer Tochter, einem Teenager, wird sie dafür moralisch verurteilt. Als eine Rückführung am Flughafen eskaliert, sitzen Linda und Roman plötzlich im selben Boot und fragen sich, was um alles in der Welt sie da eigentlich tun.

Der Fernsehfilm "Zwiespalt" wurde 2017 beim FernsehfilmFestival Baden-Baden mit dem Fernsehfilmpreis der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste ausgezeichnet.


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21:45
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

Lina

Spielfilm, Schweiz 2016

Darsteller:
Lina Trachsler, jungRabea Egg
Lina Trachsler, erwachsenElisabeth Niederer
Julian WittekFlurin Giger
DanielFabian Krüger
ValerieLuna Wedler
u.a.
Regie: Michael Schaerer
Länge: 90 Minuten

Ganzen Text anzeigenEin Dorf im Zürcher Oberland, späte 1960er-Jahre: Lina ist 17, lebenshungrig und unangepasst. Sie träumt von einem Leben mit Julian, ihrer großen Liebe. Doch der Traum platzt.

Die Beziehung zu dem aus gutem Hause stammenden Julian missfällt nicht nur den Eltern ...

Text zuklappenEin Dorf im Zürcher Oberland, späte 1960er-Jahre: Lina ist 17, lebenshungrig und unangepasst. Sie träumt von einem Leben mit Julian, ihrer großen Liebe. Doch der Traum platzt.

Die Beziehung zu dem aus gutem Hause stammenden Julian missfällt nicht nur den Eltern der beiden Jugendlichen, sondern auch dem Behördenmitglied Fruttiger. Linas Vater ist Gelegenheitstrinker und immer wieder ohne feste Arbeit. Auch Lina ist ihm suspekt.

Nach einem Reitausflug mit Julian wird Lina auf dem Heimweg von Walter bedrängt, dem Sohn des Gemeindepräsidenten. Dieser hat schon lange ein Auge auf Lina geworfen. Als Walters Vater durch Linas Schreien geweckt wird, kehrt Walter die Situation um und bezichtigt nun Lina. Sie wird vor die Fürsorgebehörde zitiert und erhält eine Verwarnung.

Ein heimlicher Ausflug mit Julian nach Zürich und ungerechtfertigte Vorwürfe des Ladenbesitzers, es fehle oft Geld in der Kasse, bringen das Fass zum Überlaufen: Lina wird zur "Nacherziehung" in ein Heim eingewiesen. Doch Julian hilft Lina zu verschwinden. Übermütig und siegessicher verstecken sie sich in einer Kommune in Zürich. In dieser Nacht schlafen sie zum ersten Mal miteinander und beschließen, ihren Traum wahr zu machen und nach Südfrankreich zu reisen.

Tags darauf fangen Polizisten und Julians Vater das Paar ab. Julian wird zum Studium in die USA abgeschoben, Lina kommt - nach einer psychiatrischen Abklärung, bei der ihr eine schwere Störung der Verhaltensweise attestiert wird - in die Frauenvollzugsanstalt Hindelbank.

Eingesperrt mit Schwerverbrecherinnen und anderen "administrativ Versorgten" durchlebt Lina Demütigung, Zwangsarbeit und ein Anstaltsregime, an dem sie zu zerbrechen droht, vor allem als sie bemerkt, dass sie mit Julians Kind schwanger ist. Für eine Abtreibung ist es zu spät, und die Anstaltsleitung, die Fürsorgebehörde und auch Linas Mutter drängen sie dazu, das Kind zur Adoption freizugeben. Am Ende ihrer seelischen Kräfte willigt Lina ein. Das Kind wird ihr nach der Geburt gleich weggenommen. Einige Monate später wird sie aus dem Gefängnis entlassen.

Erst 40 Jahre später wird Lina von ihrem Sohn Daniel auf dem kleinen Pferdegestüt im Jura, wo sie nach ihrer Entlassung untergekommen ist, aufgesucht. Zum ersten Mal kann sie von ihren Erlebnissen, aber auch von ihren Träumen und Hoffnungen von damals erzählen.

Bei den 51. Solothurner Filmtagen 2016 gewann der Spielfilm "Lina" von Michael Schaerer den Publikumspreis.


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23:15
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)
Samstag 17. Februar

Giovanni Segantini - Magie des Lichts

Film von Christian Labhart

Ganzen Text anzeigenMaler, Aussteiger, Sans Papiers, Genie: Das alles war Giovanni Segantini. - Ein Filmessay von Christian Labhart, mit autobiografischen Texten von Segantini selbst, gelesen von Bruno Ganz.

Auch mit Auszügen aus dem Roman "Das Schönste, was ich sah" von Asta Scheib ...

Text zuklappenMaler, Aussteiger, Sans Papiers, Genie: Das alles war Giovanni Segantini. - Ein Filmessay von Christian Labhart, mit autobiografischen Texten von Segantini selbst, gelesen von Bruno Ganz.

Auch mit Auszügen aus dem Roman "Das Schönste, was ich sah" von Asta Scheib nimmt der Film Anteil an Segantinis zahlreichen inneren Krisen, an seinem von finanziellen Nöten geprägtem Alltag und an seinem widersprüchlichen Verhältnis zur Mutterliebe und Erotik.

Der Filmessay öffnet den Blick auf Segantinis dramatische Kindheit und Jugend, und nicht zuletzt auch auf seinen verzweifelten Kampf gegen den Tod: Der Maler verstarb 1899 mit nur 41 Jahren im Schweizer Engadin unter dramatischen Umständen in einer Alphütte auf 2700 Metern Höhe.

Der Schauspieler Bruno Ganz liest die Texte, die Musik stammt von Paul Giger, und Pio Corradi zeichnet für die mit besonders hochauflösenden Kameras aufgenommenen Bilder, die eine farbgetreue Wiedergabe von Segantinis monumentalen Werken - meist unter freiem Himmel geschaffen - ermöglichen.

Der Dokumentarfilm "Giovanni Segantini - Magie des Lichts" erhielt 2016 in Montreal beim Festival International du Film sur l'Art den Prix de la Meilleure Biographie sowie beim Zürcher Filmpreis in der Kategorie Dokumentarfilm die Erfolgsprämie "Succès Zürich".


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0:38
VPS 00:35

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)schwarz-weiss monochromFormat 4:3

Marie-Louise

Spielfilm, Schweiz 1946

Darsteller:
Marie-Louise FleuryJosiane Hegg
Direktor RüeggHeinrich Gretler
Hedi RüeggAnne-Marie Blanc
Anna RüeggMargrit Winter
Lehrer BänningerArmin Schweizer
u.a.
Regie: Leopold Lindtberg
Länge: 100 Minuten

Ganzen Text anzeigenZusammen mit 300 Kindern aus Frankreich darf Marie-Louise im Kriegsjahr 1943 für drei Monate in die Schweiz reisen. Pflegeeltern nehmen die schwachen Kinder in Empfang. Nur Marie-Louise nicht.

Kurzentschlossen nimmt die Rotkreuzhelferin Hedi Rüegg das verängstigte ...

Text zuklappenZusammen mit 300 Kindern aus Frankreich darf Marie-Louise im Kriegsjahr 1943 für drei Monate in die Schweiz reisen. Pflegeeltern nehmen die schwachen Kinder in Empfang. Nur Marie-Louise nicht.

Kurzentschlossen nimmt die Rotkreuzhelferin Hedi Rüegg das verängstigte Kind nach Hause, wohl wissend, dass ihr Vater das nicht gern sehen wird. Doch Marie-Louise gewinnt schnell die Sympathie des bärbeißigen Fabrikdirektors.

Vorbeifliegende Schweizer Abwehrjäger erschrecken in der Folge das Mädchen so sehr, dass es im Spital behandelt werden muss. Das rüttelt die Gemeinschaft des Städtchens auf. Die Fabrikarbeiter machen Überstunden, um einer weiteren Gruppe von französischen Kindern Ferien in einem Bergheim zu ermöglichen. Und Direktor Rüegg, inzwischen ganz vernarrt in "seine" Marie-Louise, will auf keinen Fall, dass sie nach Hause zurückkehren muss. Doch vorerst sieht alles danach aus, als sei das Gesetz stärker als die Regung eines guten Herzens.

Der Spielfilm "Marie-Louise" bekam 1946 für das Drehbuch von Richard Schweizer als erster nicht-englischsprachiger Film einen Oscar.


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2:17
VPS 02:15

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)schwarz-weiss monochromTonsignal in monoFormat 4:3

Die letzte Chance

Spielfilm, Schweiz 1945

Darsteller:
Major Telford, BriteEwart G. Morrison
Leutnant John Halliday, BriteJohn Hoy
Sgt. James R. Braddocks,Ray Reagan
AmerikanerLuisa Rossi
ToninaRomano Calò
Priester
u.a.
Regie: Leopold Lindtberg
Länge: 107 Minuten

Ganzen Text anzeigenNorditalien, 1943: Zwei Kriegsgefangene entkommen den Nazis und versuchen, sich zur Schweiz durchzuschlagen. Als sie auf eine Gruppe jüdischer Flüchtlinge stoßen, beschließen sie, zu helfen.

Amerikanische und britische Truppen rücken vor. Badoglio regiert anstelle ...

Text zuklappenNorditalien, 1943: Zwei Kriegsgefangene entkommen den Nazis und versuchen, sich zur Schweiz durchzuschlagen. Als sie auf eine Gruppe jüdischer Flüchtlinge stoßen, beschließen sie, zu helfen.

Amerikanische und britische Truppen rücken vor. Badoglio regiert anstelle des abgesetzten Mussolini. In Norditalien kommandieren die Deutschen. Aus einem Gefangenentransport fliehen der britische Leutnant Halliday und der amerikanische Sergeant Braddock.

Als das Radio vom Waffenstillstand zwischen Badoglio und den Alliierten berichtet, keimt Hoffnung auf. Doch die Deutschen starten einen Gegenschlag. Ein Priester und Partisan versteckt die beiden Flüchtlinge und bringt sie mit einem Schicksalsgenossen zusammen, dem englischen Major Telford. Die drei machen sich zur Grenze auf. Die 20 weiteren Flüchtlinge, die das örtliche Gasthaus beherbergt - Juden aus aller Welt, die auf Asyl in der neutralen Schweiz hoffen -, nehmen sie mit.

"Die letzte Chance" entstand 1944/1945. Regisseur Leopold Lindtberg besetzte die Rollen weitgehend mit Laien, die ein entsprechendes Schicksal erlebt hatten. Sein Film wurde zum Welterfolg. 1946 errang er den Grand Prix und den Internationalen Friedenspreis in Cannes sowie den Preis der New Yorker Kritik, 1947 erhielt er den begehrten Golden Globe.


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4:04
VPS 04:00

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)
Samstag 17. Februar

Der Meisterfälscher

Wolfgang Beltracchi porträtiert Harald Schmidt

Film von Pino Aschwanden

Ganzen Text anzeigenMeisterfälscher Wolgang Beltracchi porträtiert in der fünfteiligen Dokumentationsreihe Prominente im Stil alter und moderner Meister. Diesmal sitzt ihm Harald Schmidt Modell.

Der Entertainer lässt sich im Stil des deutschen Nachexpressionisten Otto Dix malen. Dix ...

Text zuklappenMeisterfälscher Wolgang Beltracchi porträtiert in der fünfteiligen Dokumentationsreihe Prominente im Stil alter und moderner Meister. Diesmal sitzt ihm Harald Schmidt Modell.

Der Entertainer lässt sich im Stil des deutschen Nachexpressionisten Otto Dix malen. Dix war bekannt dafür, dass er seine Protagonisten gern überspitzt, ja kühn karikierend darstellte - wodurch das Typische des Menschen überraschend zur Geltung kommt.

Schmidt ist während der Malsitzung bester Laune, geizt nicht mit spitzen Bemerkungen, sprüht vor Pointen, beweist Schlagfertigkeit - und Beltracchi demonstriert außerordentliches Können, indem er die stiltypischen Elemente und die altmeisterliche Kunst eines Otto Dix geschickt ins Schmidt'sche Porträt einbringt. Wie wird Schmidt reagieren, wenn er das fertige, ihn zur Kenntlichkeit überzeichnete Bild, zum ersten Mal sieht? Eine Begegnung der höchst vergnüglichen und denkwürdigen Art.

35 Jahre lang, bis zur Verhaftung 2010, hat Wolfgang Beltracchi sein außergewöhnliches Talent eingesetzt, um Bilder im Stil anderer zu malen. 100 namhafte Maler will er gefälscht haben. Bis er selbst aufflog - wegen eines falschen Pigments.

Die Reihe "Der Meisterfälscher" wurde von der European Broadcasting Union (EBU) zum besten neuen TV-Format 2015 gewählt.


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4:34
VPS 04:30

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)
Samstag 17. Februar

Der Meisterfälscher

Wolfgang Beltracchi porträtiert Gloria von Thurn und Taxis

Film von Pino Aschwanden

Ganzen Text anzeigenDiesmal will Wolfgang Beltracchi Fürstin Gloria von Thurn und Taxis im Stil von Lucas Cranach dem Älteren porträtieren.

Beltracchi besucht die Fürstin im Ballsaal des Schlosses, wo sie ihm für die Vorstudie Modell sitzt. Zwischen den beiden entspinnt sich schnell ...

Text zuklappenDiesmal will Wolfgang Beltracchi Fürstin Gloria von Thurn und Taxis im Stil von Lucas Cranach dem Älteren porträtieren.

Beltracchi besucht die Fürstin im Ballsaal des Schlosses, wo sie ihm für die Vorstudie Modell sitzt. Zwischen den beiden entspinnt sich schnell eine höchst vergnügliche und ungewöhnliche Unterhaltung.

Bei der Übergabe des vor Vergoldung leuchtenden Bildes hält Fürstin Gloria eine Überraschung bereit. Fürstin Gloria von Thurn und Taxis ist eine der schillerndsten Persönlichkeiten des deutschen Hochadels. Heute ist die dereinst schrille Punkprinzessin eine erfahrene Unternehmerin.

Gloria von Thurn und Taxis stammt aus einem alten, aber verarmten Adelshaus. Mit 20 Jahren heiratet sie den reichen 54-jährigen Fürsten Johannes von Thurn und Taxis. Die Mutter von drei Kindern steht dem Schloss St. Emmeram in Regensburg erfolgreich vor.

Die Reihe "Der Meisterfälscher" wurde von der European Broadcasting Union (EBU) zum besten neuen TV-Format 2015 gewählt.


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5:04
VPS 05:00

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)
Samstag 17. Februar

Der Meisterfälscher

Wolfgang Beltracchi porträtiert Daniel Kehlmann

Film von Pino Aschwanden

Ganzen Text anzeigenDaniel Kehlmann gehört zu den erfolgreichsten deutschen Autoren der Gegenwart. Wolfgang Beltracchi porträtiert Daniel Kehlmann im Stil des italienischen Malers Giorgio De Chirico.

Das Thema Fälschen und Täuschen irrlichtert immer wieder fintenreich durch Kehlmanns ...

Text zuklappenDaniel Kehlmann gehört zu den erfolgreichsten deutschen Autoren der Gegenwart. Wolfgang Beltracchi porträtiert Daniel Kehlmann im Stil des italienischen Malers Giorgio De Chirico.

Das Thema Fälschen und Täuschen irrlichtert immer wieder fintenreich durch Kehlmanns Werk, wie auch in seinem letzten Buch "F". Zwei Tage lang sitzt Kehlmann dem Meisterfälscher Model. Dabei entsteht ein spektakuläres Doppelporträt des Bestsellerautors.

In Stil und Motivik lehnt sich das Porträt an den italienischen Maler an. Seine eigenartigen, magisch-realistischen Bilder mit ihren geheimnisvollen, rätselhaften Versatzstücken regen - wie Kehlmanns Romane auch - zu ungewöhnlichen Gedankengängen an.


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5:34
VPS 05:30

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)
Samstag 17. Februar

Der Meisterfälscher

Wolfgang Beltracchi porträtiert Christoph Waltz

Film von Pino Aschwanden

Ganzen Text anzeigenChristoph Waltz ist ein Charakterdarsteller von seltenem Rang, seine Wandlungsfähigkeit hat Filmregisseur Quentin Tarantino fürs internationale Kino entdeckt, ihm verdankt er seine Oscars.

Christoph Waltz sitzt dem Meisterfälscher Beltracchi zwei lange Tage Modell. ...

Text zuklappenChristoph Waltz ist ein Charakterdarsteller von seltenem Rang, seine Wandlungsfähigkeit hat Filmregisseur Quentin Tarantino fürs internationale Kino entdeckt, ihm verdankt er seine Oscars.

Christoph Waltz sitzt dem Meisterfälscher Beltracchi zwei lange Tage Modell. Sie unterhalten sich über Gott und die Welt, derweil entsteht ein überraschendes Porträt nach Max Beckmann (1884 - 1950).

Beckmann gehört zu den bedeutendsten Malern des 20. Jahrhunderts. Viele seiner in leuchtenden Farben gehaltenen Gemälde zeigen kräftig konturierte Porträts und Figurengruppen, darunter Künstler, Schauspieler, Maskierte. Beltracchis Nachempfindung lässt Waltz auf seine Art reagieren.

Die Reihe "Der Meisterfälscher" wurde von der European Broadcasting Union (EBU) zum besten neuen TV-Format 2015 gewählt.