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Sonntag, 17. Dezember
Programmwoche 51/2017
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6:02
VPS 05:30

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)Videotext Untertitel

Südamerikas Traumroute


Ganzen Text anzeigenZDF-Südamerika-Korrespondent Andreas Wunn fährt mit der historischen Schmalspurbahn "La Trochita" durch den argentinischen Teil Patagoniens. Eine Reise durch eine faszinierende Landschaft.

Der Autor trifft Aussteiger, Naturschützer und grillende Gauchos. Sie ...

Text zuklappenZDF-Südamerika-Korrespondent Andreas Wunn fährt mit der historischen Schmalspurbahn "La Trochita" durch den argentinischen Teil Patagoniens. Eine Reise durch eine faszinierende Landschaft.

Der Autor trifft Aussteiger, Naturschützer und grillende Gauchos. Sie erzählen, wie es sich lebt am Ende der Welt. Mythos Patagonien - einer der letzten wilden Orte der Welt. Fernweh, Abenteuer, Einsamkeit, Weite, Schönheit und Ursprünglichkeit.

Es ist eine Reise ans Ende der Welt auf einer historischen Strecke. Die Dampflock schwitzt Öl und Wasser, in ihrem Inneren glühen 1200 Grad Celsius. Draußen reißt der kühle Steppenwind den Dampf in Fetzen und lässt ihn durch das Gras an den Gleisen davonwehen. Die Argentinier gaben der berühmten Schmalspureisenbahn den Namen "La Trochita", "das Spürchen".

Anfang des 20. Jahrhunderts wurde "La Trochita", der Patagonien-Express, gebaut. Die abgelegene Region sollte wirtschaftlich erschlossen werden. Bis 1950 transportierte die Bahn nur Güter, seitdem fahren auch Passagiere auf der Strecke. Mit dem Ausbau des Straßennetzes schwand die Bedeutung des Patagonien-Express. 1979 machte der Reiseschriftsteller Paul Theroux mit seinem Buch "The Old Patagonian-Express" die Bahn weltberühmt. Seitdem ist sie eine Pilgerstätte für argentinische Nostalgiker und Touristen aus aller Welt, obwohl die Bahn heute nur noch auf zwei sehr kleinen Strecken fährt.

Links und rechts der Gleise trifft Andreas Wunn alte und neue Bewohner Patagoniens. Nicht weit vom Bahnhof in El Maiten entfernt, besucht er ein Kondor-Projekt. Der "König der Lüfte", wie sie den Kondor in Patagonien nennen, ist der größte flugfähige Vogel der Welt. Seine Flügelspanne beträgt drei Meter, hunderte Kilometer kann er am Tag zurücklegen. In den vergangenen Jahren hat sich seine Heimat, das südamerikanische Andengebirge, dramatisch verändert. Der Kondor wird aus seinem Lebensraum verdrängt.

In Patagoniens größter Hippie-Kommune, El Bolson, leben Menschen, die in Patagonien auf der Suche nach ihrer Zukunft sind. Sie haben den Alltag und die Wirtschaftskrise in Buenos Aires hinter sich gelassen und zogen nach Patagonien, um ein neues, einfacheres Leben zu beginnen.

Die alten Traditionen der Region am Ende der Welt spürt Andreas Wunn in dem Ort Cholila auf. Jedes Jahr findet dort das nationale Grillfest, die "Fiesta Nacional del Asado" statt. 50 000 Besucher an nur einem Wochenende, 30 000 Kilogramm Fleisch auf einem 250 Meter langen Grill. Musik, Tanz, Rodeo und die Wahl der Grillkönigin. Hier lebt das ursprüngliche Patagonien noch.


6:16
VPS 06:15

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

Eisenbahn-Romantik

Rekordverdächtige Bahnleistungen

Film von Bettina Bansbach

Ganzen Text anzeigenSpektakuläre Höchstleistungen stehen im Mittelpunkt dieser Sendung: Dazu gehört die Transsibirische Eisenbahn ebenso wie die mächtigste Dampflok der Welt, die in den USA steht.

Die "Transsib" ist mit 9288 Kilometern die längste Bahnlinie auf unserem Erdball. Der ...
(ARD/SWR)

Text zuklappenSpektakuläre Höchstleistungen stehen im Mittelpunkt dieser Sendung: Dazu gehört die Transsibirische Eisenbahn ebenso wie die mächtigste Dampflok der Welt, die in den USA steht.

Die "Transsib" ist mit 9288 Kilometern die längste Bahnlinie auf unserem Erdball. Der "Big Boy", die mächtigste Dampflokomotive der Welt, war in den 1940er- und 1950er-Jahren des vergangenen Jahrhunderts in Amerikas Westen unterwegs.

1959 erlosch das Feuer in den Kesseln der mächtigen Maschinen, aber jetzt soll ein "großer Junge" wieder betriebsfähig aufgearbeitet werden. Außerdem ist "Eisenbahn-Romantik" mit dem langsamsten Schnellzug der Welt unterwegs, fährt mit der weltältesten Zahnradbahn und besucht einen Bahnhof, dessen Stationsschild aus 58 Buchstaben besteht. Am Ende der Sendung wird die Luft ziemlich dünn, denn die höchste Bahnlinie der Welt führt hinauf auf über fünftausend Meter Höhe.


(ARD/SWR)


7:45
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

Eisenbahn-Romantik

Höhenrausch - Alpenländische Bahnraritäten

Film von Alexander Schweitzer

Ganzen Text anzeigen"Eisenbahn-Romantik" begibt sich diesmal in luftige Höhen und porträtiert mehrere Gebirgsbahnen in Deutschland, der Schweiz und Österreich.

Im 19. Jahrhundert, der Pionierzeit der Eisenbahn, half die Bahn die Bergwelt zu erschließen. Kritiker jedoch warnten vor der ...
(ARD/SWR)

Text zuklappen"Eisenbahn-Romantik" begibt sich diesmal in luftige Höhen und porträtiert mehrere Gebirgsbahnen in Deutschland, der Schweiz und Österreich.

Im 19. Jahrhundert, der Pionierzeit der Eisenbahn, half die Bahn die Bergwelt zu erschließen. Kritiker jedoch warnten vor der Gefahr eines Höhenrausches. Sie meinten, dass die schnelle Fahrt auf die Gipfel die Menschen verrückt machen würde. Weit gefehlt!

Zu den schönsten Bahnstrecken im Südwesten Deutschlands zählt sicherlich die Dreiseenbahn zwischen Titisee und Seebrugg am Schluchsee. Sie hält auch am höchsten Bahnhof der Deutschen Bahn Feldberg-Bärental auf 967 Metern. Vom nahen Feldberg sieht man bei gutem Wetter die Alpen.

Dort, ganz in der Nähe von Luzern, steigt das Film-Team in die Pilatusbahn. Auf 4,6 Kilometer Länge überwindet sie 1635 Höhenmeter bei einer maximalen Steigung von 48 Prozent. Damit ist die Pilatusbahn die steilste Zahnradbahn der Schweiz - und auch weltweit eine der steilsten.

Auf der anderen Seite des Vierwaldstätter Sees verlaufen die Gleise der Gotthardbahn. Das Kernstück dieser ursprünglich über 200 Kilometer langen Strecke bildet der Gebirgsbahnabschnitt zwischen Erstfeld und Biasca, die mit einem 17 Kilometer langen Scheiteltunnel unter der Spitze des Gotthardmassivs hindurch führt. Tief unten im Gotthardmassiv verläuft die Mitte Dezember 2016 eröffnete neue Gotthardstrecke durch den längsten Eisenbahntunnel der Welt, den 57 Kilometer langen Gotthard-Basistunnel.

Von den Tiefen des Gotthardmassivs klettert das Team nun mit dem Zug auf das Jungfraujoch im Berner Oberland. Die Zahnradbahn führt von der Kleinen Scheidegg durch Eiger und Mönch bis hinauf auf das Jungfraujoch, den mit 3454 Metern höchsten Bahnhof Europas auch "Top of Europe" genannt. Von hier hat man einen herrlichen Blick auf das UNESCO-Welterbe Aletschgletscher.

Ein technisches Welterbe stellt die Albulabahn zwischen Thusis und St. Moritz dar. Diese harmonisch in die Landschaft eingebettete Linie ist ein Paradestück aus der Zeit der Bahnpioniere. 1903 eröffnete die Rhätische Bahn die spektakuläre Strecke, seitdem klettert sie 1000 Höhenmeter dank Viadukten und Kehrtunnel hinauf ganz ohne Zahnrad.

In der Alpenrepublik Österreich steigt die Film-Crew um in die Arlbergbahn. Sie fährt von Bludenz in Vorarlberg durch den Arlbergtunnel vorbei am Ski-Mekka St. Anton und endet in Innsbruck. Hier steigt die Crew abermals um in die Karwendel- oder Mittenwaldbahn nach Garmisch-Partenkirchen. Sie war eine der ersten mit hochgespanntem einphasigem Wechselstrom betriebenen Bahnen. Dadurch hatte sie großen Einfluss auf die Normen des elektrischen Bahnbetriebes in Mitteleuropa.

In Garmisch steigen die Filmemacher ein letztes Mal um in die Bayerische Zugspitzbahn. Sie ist für die Auszeichnung "Historisches Wahrzeichen der Ingenieurbaukunst in Deutschland" nominiert und bringt uns auf den höchsten Berg Deutschlands.


(ARD/SWR)


9:16
VPS 09:15

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)Tonsignal in monoFormat 4:3

Der letzte Postillon vom St. Gotthard

Spielfilm, Schweiz 1941

Darsteller:
Postillon Johannes ZgraggenAdolf Manz
Trini, seine TochterIsabel Mahrer
Toni, sein NeffeAlfred Lucca
Kondukteur Kaspar DaniothRudolf Bernhard
Ursula DörschEllen Widmann
u.a.
Regie: Edmund Heuberger
Länge: 84 Minuten
(Originalfassung mit hochdeutschen Untertiteln)

Ganzen Text anzeigenFilmisches Nostalgiestück aus dem Jahr 1941 über Wilderer, holde Maiden, singende Kutscher und tapfere Mannen, die der Eisenbahn im 19. Jahrhundert durch den Gotthard verhalfen.

"Der letzte Postillon vom St. Gotthard" spielt in den Jahren vor der Eröffnung des ...

Text zuklappenFilmisches Nostalgiestück aus dem Jahr 1941 über Wilderer, holde Maiden, singende Kutscher und tapfere Mannen, die der Eisenbahn im 19. Jahrhundert durch den Gotthard verhalfen.

"Der letzte Postillon vom St. Gotthard" spielt in den Jahren vor der Eröffnung des Gotthardtunnels und schildert anhand von romantischen Verstrickungen den Wandel, den der Bau des Tunnels und die Industrialisierung der Gesellschaft mit sich brachten.

Flüelen 1879. Das Dampfschiff Winkelried überquert den Vierwaldstättersee und bringt Passagiere für die Gotthardpost. Der Kutscher Johannes Zgraggen kann den Tag absehen, an dem er die letzte Postkutsche über den Pass fahren wird, denn der Westschweizer Ingenieur Louis Favre treibt am Gotthard ein ehrgeiziges Projekt voran: Zwischen Göschenen und Airolo entsteht zwischen 1872 und 1882 der längste Eisenbahntunnel der Welt. Doch vorerst müssen die Reisenden noch über den Pass nach Italien gebracht werden. Der Kondukteur Kaspar Danioth versucht, die Damen und Herren möglichst konfliktfrei in der vierspännigen Kutsche zu platzieren. Weil er telegrafisch reserviert hat, bekommt der US-Amerikaner Steffen den schönsten Außenplatz. Das frisch vermählte Berliner Paar muss sich deshalb mit der Kabine begnügen, während es sich die junge Angela und ihre Reisebekanntschaft, der Tunnelingenieur Caminata im Mittelteil bequem machen. Ebenfalls gebucht haben der Bierbrauer Häfeli samt Gemahlin und der zu Reichtum gekommene Müller Torriani. Die Post geht ab, und schon bald hört die muntere Reisegesellschaft nicht nur das Posthorn, sondern auch einen Schuss. Hoch oben im Gebirge geht ein Wilderer seinem ungesetzlichen Handwerk nach. Und tief unten im Berg graben italienische Gastarbeiter am Tunnel, der das Leben am Gotthard nachhaltig verändern wird.

Indem sie vergangene Zeiten historisch-romantisch heraufbeschworen, bewiesen die Produzenten des Spielfilms "Der letzte Postillon vom St. Gotthard" eine glückliche Hand. Die Innenaufnahmen entstanden im neuen Studio Seebach, die Außenaufnahmen an Originalschauplätzen in der Innerschweiz und im Kanton Tessin. Trotz teilweise schwieriger Produktionsbedingungen - große Teile des Gotthardmassivs waren militärisches Sperrgebiet und Aufnahmen deshalb verboten - brachten die Filmemacher eine lockere Mischung aus historischen (Postkutschen, Tunnelbau, Durchstich) und romantischen Elementen (Wilderer, Liebespaare, Familienkrach) zusammen. Allein in Zürich blieb der Film nach der Premiere am 8. November 1941 während elf Wochen in den Kinos.

In einigen Szenen zeigt Regisseur Heuberger, unter welch schwierigen Bedingungen der Bau des Gotthardtunnels vorangetrieben wurde. Zwei historische Daten werden im Film sogar ausführlich gewürdigt: Am 18. Juli 1879 stirbt mitten im Tunnel der leitende Ingenieur Louis Favre an einem Herzinfarkt, und am 29. Februar 1880 erfolgt der lang ersehnte Durchstich am Gotthard. Die Eröffnung der Gotthard-Eisenbahnlinie am 1. Juni 1882 war ein Freudentag für Europa. Für die Kutscher aber, die bisher die Passagiere in ihren mehrspännigen, postgelben Wagen sicher über den Pass befördert hatten, war es der Anfang vom Ende. Der Dichter Friedrich Schneeberger hat diesen Umstand in seinem melancholischen Volkslied "Ich bin vom Gotthard der letzte Postillon..." verewigt. Noch heute gehört die Melodie zu den Evergreens bei Männerchören und Radio-Wunschkonzerten. Und natürlich werden die vom Posthorn begleiteten Strophen auch im Film "Der letzte Postillon vom St. Gotthard" vom Kutscher Zgraggen gesungen, wenn er - hoch oben auf dem Bock - zum letzten Mal den Pass überquert.


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10:39
VPS 10:35

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)Mit AudiodeskriptionVideotext Untertitel

Gotthard (1/2)

Fernsehfilm, Schweiz 2016

Darsteller:
Max BühlMaxim Mehmet
Anna TreschMiriam Stein
Tommaso LazzaroniPasquale Aleardi
Louis FavreCarlos Leal
LinaMarie Bäumer
KnechtJoachim Król
BachmannMax Simonischek
Anton TreschChristoph Gaugler
WagnerRoeland Wiesnekker
RiedingerCornelius Obonya
u.a.
nach einer Idee von: Niklaus Hilber, Patrick Tönz
Buch: Stefan Dähnert
Regie: Urs Egger

Ganzen Text anzeigenFrühjahr 1873: Täglich kommen neue Menschen aus ganz Europa in das kleine Bergdorf Göschenen. Sie suchen Arbeit auf der größten Baustelle der Neuzeit: dem Eisenbahntunnel durch den Gotthard.

Unter den Begeisterten sind Max, der angehende Ingenieur aus Deutschland, ...

Text zuklappenFrühjahr 1873: Täglich kommen neue Menschen aus ganz Europa in das kleine Bergdorf Göschenen. Sie suchen Arbeit auf der größten Baustelle der Neuzeit: dem Eisenbahntunnel durch den Gotthard.

Unter den Begeisterten sind Max, der angehende Ingenieur aus Deutschland, und Tommaso, der stolze Mineur aus dem Piemont. Die beiden jungen Männer streiten sich um das letzte Logierbett auf dem Hof der Fuhrmannstochter Anna.

Schließlich teilen sie es sich aus finanziellen Gründen. Nicht nur die knochenharte Arbeit schweißt Max und Tommaso zusammen, sondern auch ihre Freundschaft mit der zupackenden Anna.

Während der charismatische Unternehmer und Visionär Louis Favre gegenüber dem Schweizer Bundesrat wie auch den europäischen Investoren behauptet, die Bauarbeiten liefen nach Plan, kommt es im Tunnel immer wieder zu Rückschlägen. Der harte Granit zerstört die Bohrer, weiche Gesteinspartien lassen Teile des Stollens einstürzen. Die ersten Toten sind zu beklagen. Als sich der wütende Tommaso gegen die schlechte Behandlung durch das Unternehmen Louis Favres wehrt, wird er entlassen.

Ohne Arbeit droht Tommaso die Abschiebung. Max hingegen kommt seinem Traum, ein großer Ingenieur zu werden, näher: Favre schickt ihn in die Zentrale nach Luzern, wo er seine Ideen umsetzen soll. Anna, von Max' Abschied verletzt, macht Tommaso einen Heiratsantrag: So könnte er in Göschenen bleiben, und sie hätte den "Geschlechtervormund", den sie als Frau braucht, um ein Logierhaus zu bauen und ein Gewerbe zu führen.


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12:08
VPS 12:05

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)Mit AudiodeskriptionVideotext Untertitel

Gotthard (2/2)

Fernsehfilm, Schweiz 2016

Darsteller:
Max BühlMaxim Mehmet
Anna TreschMiriam Stein
Tommaso LazzaroniPasquale Aleardi
Louis FavreCarlos Leal
LinaMarie Bäumer
KnechtJoachim Król
BachmannMax Simonischek
Anton TreschChristoph Gaugler
WagnerRoeland Wiesnekker
RiedingerCornelius Obonya
u.a.
nach einer Idee von: Niklaus Hilber, Patrick Tönz
Buch: Stefan Dähnert
Regie: Urs Egger

Ganzen Text anzeigenDrei Jahre sind vergangen, und der Tunnelbau am Gotthard kommt nur schleppend voran. Zu langsam für die Investoren, die Favre den Geldhahn zudrehen. Max kehrt nach Göschenen zurück.

Im Gepäck hat er "Favre-Franken". Die müssen von den Arbeitern und dem Gewerbe ...

Text zuklappenDrei Jahre sind vergangen, und der Tunnelbau am Gotthard kommt nur schleppend voran. Zu langsam für die Investoren, die Favre den Geldhahn zudrehen. Max kehrt nach Göschenen zurück.

Im Gepäck hat er "Favre-Franken". Die müssen von den Arbeitern und dem Gewerbe gutgeheißen werden, sonst ist der Tunnelbau am Ende. Es ist eine Reise mit gemischten Gefühlen. Wie wird es sein, Anna und Tommaso nach so vielen Jahren wieder zu begegnen?

Max gelingt es zwar, die Leute vom neuen Zahlungsmittel zu überzeugen, aber die Zustände, die er an der Baustelle vorfindet, sind verheerend. Es werden immer mehr Tote aus dem Tunnel getragen. Die Luft tief im Berg ist vom Dampf der Lokomotiven so verschmutzt, dass das Atmen für die Arbeiter fast unmöglich geworden ist. Die Missstände werden von einer Widerstandsgruppe mit Flugblättern bekämpft. Max entdeckt, dass Tommaso, der mittlerweile mit Anna eine kleine Tochter hat, der Kopf der Rebellen ist.

Das Band, das Anna, Tommaso und Max zusammengehalten hat, droht zu reißen, als Tommaso von Max Unterstützung für seinen Kampf fordert und Anna und Max ihre Gefühle zueinander wieder entdecken.

Es kommt zum Streik, bei dem sich Max und Tommaso als Gegner gegenüberstehen. Trotz aller Schlichtungsversuche durch Max wird der Aufruhr blutig beendet. Tommaso überlebt, aber es bleibt ihm nur die Flucht. Anna wirft Max vor, die bewaffnete Bürgerwehr geholt zu haben und für die Toten verantwortlich zu sein. Sie will nichts mehr mit ihm zu tun haben.

Als Favre auch noch stirbt und Max entdeckt, dass sich im Dorf wegen der katastrophalen hygienischen Bedingungen eine Seuche ausbreitet, muss er sich entscheiden: Ist er bereit, über alle Missstände hinwegzusehen, nur damit der Tunnel fertig wird?


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13:40
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

Eisenbahn-Romantik in Europa

Bahnträume zwischen Mittelmeer und Polarkreis

Film von Alexander Schweitzer

Ganzen Text anzeigenBahnträume zwischen Mittelmeer und Polarkreis bietet die Reportage-Reise "Eisenbahn-Romantik in Europa" Eisenbahnfreunden. Ausgangspunkt ist die Insel Korsika.

Die Meterspurbahn der Insel fährt seit 1888 durch eine felsige Landschaft. Der Spitzname des Zugs: "U ...
(ARD/SWR)

Text zuklappenBahnträume zwischen Mittelmeer und Polarkreis bietet die Reportage-Reise "Eisenbahn-Romantik in Europa" Eisenbahnfreunden. Ausgangspunkt ist die Insel Korsika.

Die Meterspurbahn der Insel fährt seit 1888 durch eine felsige Landschaft. Der Spitzname des Zugs: "U Trinichellu", der Zitternde. Atemberaubend ist die Fahrt auf der Linie Genua – La Spezia entlang der italienischen Riviera durchs UNESCO-Welterbe Cinque Terre.

Keine Felsen dagegen hat "Bello" zu überwinden, eine uralte Kastendampflok, die mit ihren Museumswagen in Holland von der Nordsee zum Ijsselmeer zuckelt. Die weiten, unberührten Landschaften Masurens werden ebenso mit der Bahn durchstreift, wie das grüne Herz Schwedens, das augenscheinlich nur aus Wäldern, Flüssen und Seen besteht. Die Reise mit der Inlandsbahn endet in Gällivare, nördlich des Polarkreises, wo im Sommer die Sonne nicht untergeht.


(ARD/SWR)


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15:09
VPS 15:05

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)Videotext Untertitel

Alaska - Mit dem Zug durch die Wildnis

Film von Peter Weinert

Ganzen Text anzeigen"The last frontier", die letzte Wildnis, wird Alaska auch genannt. Und in der Tat beginnt die Wildnis hier unmittelbar hinter dem Stadtrand, wie Peter Weinert auf seiner Reise entdeckt.

Er war mit seinem Film-Team mit dem Zug, einem Wasserflugzeug und einem ...
(ARD/HR)

Text zuklappen"The last frontier", die letzte Wildnis, wird Alaska auch genannt. Und in der Tat beginnt die Wildnis hier unmittelbar hinter dem Stadtrand, wie Peter Weinert auf seiner Reise entdeckt.

Er war mit seinem Film-Team mit dem Zug, einem Wasserflugzeug und einem Aussichtswagen unterwegs und hat beeindruckende Bilder eines Landes eingefangen, in dem die Wildnis immer nur ein paar Schritte entfernt ist.

Wobei auch eine Stadt in Alaska immer eine ganz besondere Atmosphäre hat. Oft spürt man noch die Atmosphäre der Entdecker und Goldgräber, die einst hier lebten. Anchorage, die einzige Großstadt des Landes, ist Ausgangspunkt für die meisten, die den nördlichsten amerikanischen Bundesstaat besuchen. Von hier aus lassen sich mit unterschiedlichen Verkehrsmitteln Ausflüge in die Natur Alaskas unternehmen. Besonders angenehm ist die Reise mit dem Zug: An Bord der "Alaska Railroad" kann man bequem im Aussichtswagen durch die Wildnis fahren.

Eine andere Möglichkeit, das Land kennenzulernen, bieten Wasserflugzeuge beim sogenannten Flightseeing. Sie starten nicht von einer Asphaltpiste aus, sondern vom Lake Hood, dem größten Wasserflughafen Alaskas am Stadtrand von Anchorage. So kommt man auch in die entlegensten Winkel des Landes und kann mit etwas Glück Grizzlybären bei der Futtersuche beobachten.


(ARD/HR)


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15:53
VPS 15:50

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)Videotext Untertitel

Nachtexpress nach Surabaya

Mit dem Zug über Indonesiens Hauptinsel

Film von Robert Hetkämper

Ganzen Text anzeigenSurabaya: Der Name weckt Assoziationen von Abenteuer, Exotik und Verruchtheit. Bertolt Brechts Ballade vom "Surabaya Johnny" inspiriert Robert Hetkämper zu einer Zugreise.

In Jakarta besteigt er den Nachtexpress nach Surabaya: mit der Eisenbahn quer über die ...
(ARD/NDR)

Text zuklappenSurabaya: Der Name weckt Assoziationen von Abenteuer, Exotik und Verruchtheit. Bertolt Brechts Ballade vom "Surabaya Johnny" inspiriert Robert Hetkämper zu einer Zugreise.

In Jakarta besteigt er den Nachtexpress nach Surabaya: mit der Eisenbahn quer über die indonesische Hauptinsel Java. Der Film taucht in eine Welt aus uralten Tempeln buddhistischer und hinduistischer Tradition, Moscheen, rauchenden Vulkanen und grünen Reisterrassen ein.

In der alten Königsstadt führt die Tochter des amtierenden Sultans durch den alten Palast.

Eisenbahnromantik pur findet das Team in Cepu in Zentraljava. Dort fährt bisweilen noch eine alte Dampflok aus deutscher Fabrikation durch den noch vorhandenen Rest des inzwischen abgeholzten Dschungels.

Bei den Ölpiraten von Bojonegoro, wo von Abenteurern mit einfachsten improvisierten Methoden winzige Ölquellen ausgebeutet und zu Benzin verarbeitet werden, erlebt man apokalyptische Szenen wie aus alten "Mad Max"-Filmen. Mit einer Gruppe von Offroad-Enthusiasten geht es zum Vulkan Bromo, einer der spektakulärsten Vulkanlandschaften der Erde.

Links und rechts der Strecke finden Begegnungen mit Menschen aus unterschiedlichen Schichten und Berufen statt, ein Land in tiefgreifendem Wandel. Für Robert Hetkämper ist die Reise auch eine Bestandsaufnahme dieses Wandels. Vor 15 Jahren ist er schon einmal mit dem Zug durch Java gefahren. Manches ist geblieben, vieles hat sich verändert.

Nach der Ankunft in Surabaya macht sich das Team auf die Suche nach der legendären Exotik der Stadt.


(ARD/NDR)


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16:37
VPS 16:35

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)Videotext Untertitel

Im Luxuszug von Bangkok nach Laos

Film von Robert Hetkämper

Ganzen Text anzeigenNur ein Mal im Jahr fährt der berühmte Orient-Express von Bangkok durch den Nordosten Thailands in Richtung Laos. Der Film begleitet die Reise des Luxuszuges.

Robert Hetkämper und sein Team waren ebenfalls dabei, als der Zug erstmals über den Mekong hinüber nach ...
(ARD/NDR)

Text zuklappenNur ein Mal im Jahr fährt der berühmte Orient-Express von Bangkok durch den Nordosten Thailands in Richtung Laos. Der Film begleitet die Reise des Luxuszuges.

Robert Hetkämper und sein Team waren ebenfalls dabei, als der Zug erstmals über den Mekong hinüber nach Laos rollte. Eine unterhaltsame Reportage über das Abenteuer Zugreise im tropischen Teil Asiens, bei der es nicht immer ohne Überraschungen abgeht.

Und ein Stück Eisenbahngeschichte für Südostasien, dessen Länder entschlossen sind, durch den Ausbau ihrer Schienennetze näher zusammenzuwachsen. So hat der überlange Luxuszug mit seinen zwei Speisewagen und einem Bar-Waggon mit massiven Verspätungen zu kämpfen, weil die Lokomotiven der Thailändischen Staatsbahn bisweilen zu schwach für den gigantischen Zug sind. Die Gäste nehmen es gelassen, wenn der Zug im Dschungel stehen bleibt. Es sind ja genug Wein- und Champagnerflaschen an Bord.

Robert Hetkämper und sein Team sind auf viele bunte und informative Geschichten links und rechts des Schienenstranges gestoßen: ein Elefantencamp in der alten thailändischen Königsstadt Ayutthaya, ein Fest mit selbst gebastelten Raketen, Bauten der alten Kultur der Khmer oder ein Konzert mit der eigenständigen Musik des Isaan, dem trockenen Land des nordöstlichen Thailand.

Als Kontrast zum Luxuszug Orient-Express reiste das Team auch mit einer lokalen Bahn und stellt eine kleine Haltestation vor, an der die ursprüngliche Eisenbahnromantik noch ganz lebendig ist. Vor allem durch diese Geschichten entsteht ein Porträt des Isaan und dessen Menschen, die in Thailands Politik eine immer größere Rolle spielen.


(ARD/NDR)


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17:21
VPS 17:20

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)Videotext Untertitel

Im Luxuszug durch Südindien

Film von Jan Schulte-Kellinghaus und Jan Peter Gehrckens

Ganzen Text anzeigenSieben Tage, 1800 Kilometer, eine Reise in einem rollenden Palast: Der kobaltblaue Luxuszug "Deccan Odyssey" erkundet von Mumbai aus die südindischen Staaten Maharashtra und Goa.

21 Waggons, davon elf Schlafwagen, stehen für die betuchten Reisenden bereit. Abseits ...
(ARD/NDR)

Text zuklappenSieben Tage, 1800 Kilometer, eine Reise in einem rollenden Palast: Der kobaltblaue Luxuszug "Deccan Odyssey" erkundet von Mumbai aus die südindischen Staaten Maharashtra und Goa.

21 Waggons, davon elf Schlafwagen, stehen für die betuchten Reisenden bereit. Abseits der touristischen Trampelpfade lernen Sie bei Aufenthalten an verschlafenen Bahnstationen das Hinterland kennen.

Wie die an vielen Stellen fast unberührte Konkanküste mit ihren gewaltigen Forts und endlosen Stränden und das Hippieparadies Goa mit seinem portugiesischen Kolonialerbe. Eine weitere Station ist Kolhapur, die quirlige Maharadja-Stadt mit ihren Tempeln, Tänzen und Traditionen. Die berühmten Höhlentempel von Ellora und Ajanta zählen zum UNESCO-Weltkulturerbe, Nashik die Pilgerstadt am heiligen Fluss Godavari, beeindruckt die Reisenden mit ihrer spirituellen Stimmung. Ausgangspunkt und Endstation dieser Reise ist die pulsierende indische Metropole Mumbai.

Maharadjas und fahrbare Götterstatuen zum Leihen, Tempel, Paläste und ein modernes Indien: In einer Woche durchmisst der "Deccan Odyssey" einen eigenen Kosmos. "Wenn man nach Indien reist, will man entweder nie wieder kommen - oder man kommt nie wieder los vom Subkontinent," sagt eine, die es wissen muss: die Hamburger Autorin Katharina Poggendorf, die seit Jahren in Goa lebt und sich dort sozial engagiert.

Begegnungen mit den Menschen an der legendären Zugstrecke des "Deccan Odyssey" runden die Reisereportage über die Traumtour "Im Luxuszug durch Südindien" ab. Die traditionelle Tänzerin Sweetah etwa ist hauptberuflich Radiomoderatorin, ihr Indien ist im Umbruch und auf dem Weg zu einer sozialeren Gesellschaft.

Dafür setzt sich der Maharadja von Kolhapur seit Jahrzehnten ein. Dass der Herrscher, bei allem Einsatz für sein Volk, den üblichen Zeitvertreib der früheren indischen Maharadjas wie Elefantenkämpfe und Tigerjagd schätzte, muss kein Widerspruch sein, sondern lässt sich als schillernde indische Realität begreifen.


(ARD/NDR)


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18:06
VPS 18:05

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

Mit dem Zug durch den Iran

Film von Alexander Schweitzer

Ganzen Text anzeigenUm den Iran kennenzulernen, bietet sich eine Reise mit dem Zug an. Der Film entdeckt das Land auf der Transiranischen Eisenbahn, der bedeutendsten Schienenverbindung des alten Persien.

Die Strecke verläuft rund 1400 Kilometer vom Persischen Golf über Teheran bis zum ...
(ARD/SWR)

Text zuklappenUm den Iran kennenzulernen, bietet sich eine Reise mit dem Zug an. Der Film entdeckt das Land auf der Transiranischen Eisenbahn, der bedeutendsten Schienenverbindung des alten Persien.

Die Strecke verläuft rund 1400 Kilometer vom Persischen Golf über Teheran bis zum Kaspischen Meer. Die Reise beginnt in Chorramschahr am Schatt el Arab, dem Grenzfluss zwischen Irak und Iran. Vorbei an Ölfeldern erreicht der Zug Schuschtar.

Dort lassen sich die von der UNESCO geadelten Wassermühlen besuchen. Anschließend beginnt der Aufstieg ins Sagrosgebirge. Wegen einer Gebetspause verspätet sich der Zug um 20 Minuten. Im Iran ist der Islam Staatsreligion, und in jedem Bahnhof gibt es Gebetsräume.

Atemberaubende Landschaften ziehen am Zugfenster vorbei - bis zwischen Dorud und Arak auf 2217 Metern Höhe der Scheitelpunkt der Strecke und gleichzeitig der höchste Punkt des iranischen Eisenbahnnetzes erreicht ist. Bei einem kurzen Stopp in Ghom können sich die Reisenden mit Sohan, einer Art Gebäck aus Weizenkeimen, Mehl und Zucker, stärken.

Via Schnellbahntrasse geht es mit Tempo 160 nach Teheran. Im Ballungsraum der Hauptstadt des Irans leben mehr als 15 Millionen Menschen. Die letzte Etappe führt in den Norden des Landes. Im Elbursgebirge kann man erfahren, welche Rolle die Transiranische Eisenbahn im Zweiten Weltkrieg bei Stalins Großoffensive gegen die deutsche Wehrmacht spielte.

In Bandar-e Torkaman am Kaspischen Meer endet das orientalische Schienenabenteuer, das die Reisenden mit überaus gastfreundlichen Menschen zusammengeführt hat, die die Hoffnung hegen, eines Tages ein freieres Leben führen zu dürfen.


(ARD/SWR)


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18:50
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

Auf den Spuren des Orientexpress

Film von Alexander Schweitzer

(aus der ARD-Reihe "Eisenbahn-Romantik")

Ganzen Text anzeigenVor 125 Jahren fuhr erstmals ein Luxuszug von Paris nach Istanbul: der Orientexpress. Heute fährt ein Sonderzug von Deutschland aus auf den teils historischen Linien in die Metropole.

Es ist eine Reise der ganz besonderen Art, denn die gesamten knapp 2500 Kilometer ...
(ARD/SWR)

Text zuklappenVor 125 Jahren fuhr erstmals ein Luxuszug von Paris nach Istanbul: der Orientexpress. Heute fährt ein Sonderzug von Deutschland aus auf den teils historischen Linien in die Metropole.

Es ist eine Reise der ganz besonderen Art, denn die gesamten knapp 2500 Kilometer zum alten Istanbuler Bahnhof Sirkeci werden mit Dampf zurückgelegt. Die Fahrt geht durch acht europäische Länder und ist ein einzigartiges Abenteuer.

Aber auch die Rückfahrt ins Abendland ist eine besondere Herausforderung für die alten Maschinen: Die Reiseroute führt nun durch die Schluchten des Balkans bis nach Serbien. Schon der alte Orientexpress verließ Belgrad in Richtung Ungarn unter Volldampf. Immer mal wieder führen die Gleise am Ufer der Donau entlang. Eine Reise durch diese Gegend Europas mit einem Dampfsonderzug ist gleichzeitig auch eine Begegnung mit der Vergangenheit, als die Bahnlinien noch zur K.-u.-K.-Monarchie gehörten.


(ARD/SWR)


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20:14
VPS 20:15

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)Tonsignal in mono

Mord im Orient-Express

(Murder on the Orient Express)

Spielfilm, USA 1974

Darsteller:
PoirotAlbert Finney
Mrs. HubbardLauren Bacall
BianchiMartin Balsam
GretaIngrid Bergman
GräfinJacqueline Bisset
u.a.
Regie: Sidney Lumet
Länge: 123 Minuten

Ganzen Text anzeigenAuf dem Balkan bleibt der Orient-Express im Schnee stecken. Als die Leiche eines US-Millionärs entdeckt wird, ermittelt Meisterdetektiv Hercule Poirot, der zufällig an Bord des Zuges ist.

Optisch elegante, ironisch getönte Verfilmung eines Romans von Agatha Christie ...

Text zuklappenAuf dem Balkan bleibt der Orient-Express im Schnee stecken. Als die Leiche eines US-Millionärs entdeckt wird, ermittelt Meisterdetektiv Hercule Poirot, der zufällig an Bord des Zuges ist.

Optisch elegante, ironisch getönte Verfilmung eines Romans von Agatha Christie mit Hollywood-Touch und internationaler Star-Besetzung.

Alle Fahrgäste schlafen, während der berühmte Orient-Express auf seiner Fahrt von Istanbul nach Paris durch die Nacht donnert. Nur einer ist wach, als der Zug plötzlich in Jugoslawien anhält, weil Schneeverwehungen die Gleise blockieren: Hercule Poirot, der bekannte Detektiv aus Belgien, kann nicht schlafen. Aus dem benachbarten Schlafwagenabteil hört er seltsame Geräusche. Am nächsten Morgen liegt im Nachbarabteil ein Toter, ermordet durch zahlreiche Messerstiche. Es steht fest, dass der Mörder noch im Zug sein muss, denn der Kurswagen nach Calais ist vom Rest des Zuges getrennt, und im Schnee ist keine Spur zu sehen.

Der Geschäftsführer der Compagnie Internationale des Wagons-Lits, ein alter Freund von Poirot, bittet ihn, bei der Aufklärung des Falls behilflich zu sein, bevor der Zug aus der Schneewehe befreit wird und die jugoslawische Polizei den Fall an sich ziehen kann. Es sind viele wichtige Personen im Zug, denen er eventuelle Ungelegenheiten durch polizeiliche Untersuchungen ersparen möchte, da schließlich auch der erstklassige Ruf seines Unternehmens auf dem Spiel steht.

So wird der Pullman-Wagen zum Ermittlungsbüro für Poirot umfunktioniert, der nicht viel Zeit hat, das schwierige Rätsel um den Mord im Orient-Express zu lösen - einen der bedeutendsten Fälle in seiner aufsehenerregenden Karriere.

Erst 40 Jahre nach Erscheinen der Erstausgabe von "Mord im Orient-Express" gab die Autorin Agatha Christie die Erlaubnis zur Verfilmung ihres Bestsellers. Die Regie übernahm Sidney Lumet, der sich treu an die literarische Vorlage hielt und eine spannende, atmosphärisch dichte Leinwandversion des Stoffes lieferte.


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22:17
VPS 22:15

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)Tonsignal in monoVideotext Untertitel

Nevada Pass

(Breakheart Pass)

Spielfilm, USA 1975

Darsteller:
John DeakinCharles Bronson
Marshal Nathan PearceBen Johnson
Marica ScovilleJill Ireland
Gouverneur Richard FairchildRichard Crenna
Zugbegleiter Frank O'BrienCharles Durning
u.a.
Regie: Tom Gries
Länge: 91 Minuten

Ganzen Text anzeigenIm Winter 1873 soll ein Militärzug Soldaten und Versorgungsgüter nach Fort Humboldt bringen. Doch die Fahrt durch die verschneite Landschaft Nevadas entwickelt sich zu einem Alptraum.

Im Zug befindet sich ein Mörder, der wiederholt zuschlägt. Nach vielen ...
(ARD/BR)

Text zuklappenIm Winter 1873 soll ein Militärzug Soldaten und Versorgungsgüter nach Fort Humboldt bringen. Doch die Fahrt durch die verschneite Landschaft Nevadas entwickelt sich zu einem Alptraum.

Im Zug befindet sich ein Mörder, der wiederholt zuschlägt. Nach vielen dramatischen Zwischenfällen gelingt es einem getarnten Geheimagenten, die Hintergründe der mysteriösen Mordserie aufzudecken. Der Film verspricht eine spannende Kriminalhandlung.

Bei einem kurzen Aufenthalt in Myrtle gesellt sich der stellvertretende US-Marshal Nathan Pearce zu den Soldaten. Er führt einen gewissen John Deakin als Gefangenen mit sich, der angeblich steckbrieflich gesucht wurde. Zu den Passagieren im Zug gehören auch Gouverneur Richard Fairchild sowie die hübsche Marica, die ihren Vater in Fort Humboldt besuchen will.

Schon in Myrtle verschwinden zwei Offiziere spurlos. Bald darauf stürzt der Heizer tödlich ab, als der Zug eine Brücke passiert. Der mysteriöse Tod eines Arztes entpuppt sich als Giftmord. Als sich dann auch noch drei mit Soldaten besetzte Waggons auf unerklärliche Weise vom Zug lösen und einen steilen Abhang hinabstürzen, verbreiten sich Angst und Schrecken unter den Überlebenden. In der folgenden Nacht nimmt Deakin, in Wirklichkeit ein getarnter Geheimagent, im Frachtwagen die Särge unter die Lupe, die für verstorbene Soldaten des Forts mitgeführt werden. Dabei macht er eine spektakuläre Entdeckung. Offensichtlich ist er einer Verschwörung auf der Spur.

Bestsellerautor Alistair MacLean lieferte Regisseur Tom Gries eine Story, die reichlich Action- und Spannungselemente enthält. Emmy-Preisträger Gries (1922 - 1977) trat vor allem mit Western und Abenteuerfilmen wie "100 Gewehre" und "Der Mann ohne Nerven", ebenfalls mit Charles Bronson in der Hauptrolle, hervor.


(ARD/BR)


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23:48
VPS 23:45

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)Videotext Untertitel

Alaska - Mit dem Zug durch die Wildnis

FIlm von Peter Weinert

Ganzen Text anzeigen"The last frontier", die "letzte Wildnis", wird Alaska oft genannt. In der Tat beginnt die Wildnis hier gleich hinter dem Stadtrand. Wobei auch die Städte eine besondere Stimmung haben.

Oft spürt man noch die Aufbruchsstimmung der Entdecker und Goldgräber, die einst ...
(ARD/HR)

Text zuklappen"The last frontier", die "letzte Wildnis", wird Alaska oft genannt. In der Tat beginnt die Wildnis hier gleich hinter dem Stadtrand. Wobei auch die Städte eine besondere Stimmung haben.

Oft spürt man noch die Aufbruchsstimmung der Entdecker und Goldgräber, die einst hier lebten. Anchorage, die einzige Großstadt des Landes, ist Ausgangspunkt für die meisten Besucher des amerikanischen Bundesstaats.

Von hier aus lassen sich mit unterschiedlichen Verkehrsmitteln durchaus komfortable Ausflüge in die faszinierende Natur Alaskas unternehmen. Eine besonders angenehme Reise geht mit dem Zug. An Bord der Alaska Railroad kann man bequem im Aussichtswagen durch die Wildnis fahren.

Eine andere Möglichkeit, das Land kennenzulernen, bieten Wasserflugzeuge beim sogenannten Flightseeing. Sie starten nicht von einer Asphaltpiste aus, sondern vom Lake Hood, dem größten Wasserflughafen Alaskas am Stadtrand von Anchorage. So kommt man auch in die entlegensten Winkel des Landes und kann mit etwas Glück Grizzlybären bei der Futtersuche beobachten.

Filmautor Peter Weinert war mit seinem Team in allen Verkehrsmitteln unterwegs und hat faszinierende Bilder eines Landes eingefangen, in dem die Wildnis immer nur ein paar Schritte entfernt ist.


(ARD/HR)


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0:33
VPS 00:30

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)Tonsignal in mono

Mord im Orient-Express

(Murder on the Orient Express)

Spielfilm, USA 1974

Darsteller:
PoirotAlbert Finney
Mrs. HubbardLauren Bacall
BianchiMartin Balsam
GretaIngrid Bergman
GräfinJacqueline Bisset
u.a.
Regie: Sidney Lumet
Länge: 123 Minuten

Ganzen Text anzeigenAuf dem Balkan bleibt der Orient-Express im Schnee stecken. Als die Leiche eines US-Millionärs entdeckt wird, ermittelt Meisterdetektiv Hercule Poirot, der zufällig an Bord des Zuges ist.

Optisch elegante, ironisch getönte Verfilmung eines Romans von Agatha Christie ...

Text zuklappenAuf dem Balkan bleibt der Orient-Express im Schnee stecken. Als die Leiche eines US-Millionärs entdeckt wird, ermittelt Meisterdetektiv Hercule Poirot, der zufällig an Bord des Zuges ist.

Optisch elegante, ironisch getönte Verfilmung eines Romans von Agatha Christie mit Hollywood-Touch und internationaler Star-Besetzung.

Alle Fahrgäste schlafen, während der berühmte Orient-Express auf seiner Fahrt von Istanbul nach Paris durch die Nacht donnert. Nur einer ist wach, als der Zug plötzlich in Jugoslawien anhält, weil Schneeverwehungen die Gleise blockieren: Hercule Poirot, der bekannte Detektiv aus Belgien, kann nicht schlafen. Aus dem benachbarten Schlafwagenabteil hört er seltsame Geräusche. Am nächsten Morgen liegt im Nachbarabteil ein Toter, ermordet durch zahlreiche Messerstiche. Es steht fest, dass der Mörder noch im Zug sein muss, denn der Kurswagen nach Calais ist vom Rest des Zuges getrennt, und im Schnee ist keine Spur zu sehen.

Der Geschäftsführer der Compagnie Internationale des Wagons-Lits, ein alter Freund von Poirot, bittet ihn, bei der Aufklärung des Falls behilflich zu sein, bevor der Zug aus der Schneewehe befreit wird und die jugoslawische Polizei den Fall an sich ziehen kann. Es sind viele wichtige Personen im Zug, denen er eventuelle Ungelegenheiten durch polizeiliche Untersuchungen ersparen möchte, da schließlich auch der erstklassige Ruf seines Unternehmens auf dem Spiel steht.

So wird der Pullman-Wagen zum Ermittlungsbüro für Poirot umfunktioniert, der nicht viel Zeit hat, das schwierige Rätsel um den Mord im Orient-Express zu lösen - einen der bedeutendsten Fälle in seiner aufsehenerregenden Karriere.

Erst 40 Jahre nach Erscheinen der Erstausgabe von "Mord im Orient-Express" gab die Autorin Agatha Christie die Erlaubnis zur Verfilmung ihres Bestsellers. Die Regie übernahm Sidney Lumet, der sich treu an die literarische Vorlage hielt und eine spannende, atmosphärisch dichte Leinwandversion des Stoffes lieferte.


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2:36
VPS 02:35

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

Auf den Spuren des Orientexpress

Film von Alexander Schweitzer

(aus der ARD-Reihe "Eisenbahn-Romantik")

Ganzen Text anzeigenVor 125 Jahren fuhr erstmals ein Luxuszug von Paris nach Istanbul: der Orientexpress. Heute fährt ein Sonderzug von Deutschland aus auf den teils historischen Linien in die Metropole.

Es ist eine Reise der ganz besonderen Art, denn die gesamten knapp 2500 Kilometer ...
(ARD/SWR)

Text zuklappenVor 125 Jahren fuhr erstmals ein Luxuszug von Paris nach Istanbul: der Orientexpress. Heute fährt ein Sonderzug von Deutschland aus auf den teils historischen Linien in die Metropole.

Es ist eine Reise der ganz besonderen Art, denn die gesamten knapp 2500 Kilometer zum alten Istanbuler Bahnhof Sirkeci werden mit Dampf zurückgelegt. Die Fahrt geht durch acht europäische Länder und ist ein einzigartiges Abenteuer.

Aber auch die Rückfahrt ins Abendland ist eine besondere Herausforderung für die alten Maschinen: Die Reiseroute führt nun durch die Schluchten des Balkans bis nach Serbien. Schon der alte Orientexpress verließ Belgrad in Richtung Ungarn unter Volldampf. Immer mal wieder führen die Gleise am Ufer der Donau entlang. Eine Reise durch diese Gegend Europas mit einem Dampfsonderzug ist gleichzeitig auch eine Begegnung mit der Vergangenheit, als die Bahnlinien noch zur K.-u.-K.-Monarchie gehörten.


(ARD/SWR)


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4:00
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)Tonsignal in monoVideotext Untertitel

Nevada Pass

(Breakheart Pass)

Spielfilm, USA 1975

Darsteller:
John DeakinCharles Bronson
Marshal Nathan PearceBen Johnson
Marica ScovilleJill Ireland
Gouverneur Richard FairchildRichard Crenna
Zugbegleiter Frank O'BrienCharles Durning
u.a.
Regie: Tom Gries
Länge: 91 Minuten

Ganzen Text anzeigenIm Winter 1873 soll ein Militärzug Soldaten und Versorgungsgüter nach Fort Humboldt bringen. Doch die Fahrt durch die verschneite Landschaft Nevadas entwickelt sich zu einem Alptraum.

Im Zug befindet sich ein Mörder, der wiederholt zuschlägt. Nach vielen ...
(ARD/BR)

Text zuklappenIm Winter 1873 soll ein Militärzug Soldaten und Versorgungsgüter nach Fort Humboldt bringen. Doch die Fahrt durch die verschneite Landschaft Nevadas entwickelt sich zu einem Alptraum.

Im Zug befindet sich ein Mörder, der wiederholt zuschlägt. Nach vielen dramatischen Zwischenfällen gelingt es einem getarnten Geheimagenten, die Hintergründe der mysteriösen Mordserie aufzudecken. Der Film verspricht eine spannende Kriminalhandlung.

Bei einem kurzen Aufenthalt in Myrtle gesellt sich der stellvertretende US-Marshal Nathan Pearce zu den Soldaten. Er führt einen gewissen John Deakin als Gefangenen mit sich, der angeblich steckbrieflich gesucht wurde. Zu den Passagieren im Zug gehören auch Gouverneur Richard Fairchild sowie die hübsche Marica, die ihren Vater in Fort Humboldt besuchen will.

Schon in Myrtle verschwinden zwei Offiziere spurlos. Bald darauf stürzt der Heizer tödlich ab, als der Zug eine Brücke passiert. Der mysteriöse Tod eines Arztes entpuppt sich als Giftmord. Als sich dann auch noch drei mit Soldaten besetzte Waggons auf unerklärliche Weise vom Zug lösen und einen steilen Abhang hinabstürzen, verbreiten sich Angst und Schrecken unter den Überlebenden. In der folgenden Nacht nimmt Deakin, in Wirklichkeit ein getarnter Geheimagent, im Frachtwagen die Särge unter die Lupe, die für verstorbene Soldaten des Forts mitgeführt werden. Dabei macht er eine spektakuläre Entdeckung. Offensichtlich ist er einer Verschwörung auf der Spur.

Bestsellerautor Alistair MacLean lieferte Regisseur Tom Gries eine Story, die reichlich Action- und Spannungselemente enthält. Emmy-Preisträger Gries (1922 - 1977) trat vor allem mit Western und Abenteuerfilmen wie "100 Gewehre" und "Der Mann ohne Nerven", ebenfalls mit Charles Bronson in der Hauptrolle, hervor.


(ARD/BR)


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5:32
VPS 05:30

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

Mit dem Zug durch Panama

Film von Susanne Mayer-Hagmann

Ganzen Text anzeigenUm Amerika zu durchqueren, haben die Menschen schon immer die schmalste Stelle des Kontinents in Panama benutzt - zunächst zu Fuß, dann auf Pferden und mit Kutschen. Später mit dem Zug.

Ab 1855 wurden mit Zügen größere Waren von Schiff zu Schiff transportiert. ...
(ARD/SWR)

Text zuklappenUm Amerika zu durchqueren, haben die Menschen schon immer die schmalste Stelle des Kontinents in Panama benutzt - zunächst zu Fuß, dann auf Pferden und mit Kutschen. Später mit dem Zug.

Ab 1855 wurden mit Zügen größere Waren von Schiff zu Schiff transportiert. Dieser erste Schienenweg des Panama-Canal-Railways liegt heute über weite Strecken unter Wasser. Über ihn fahren die großen Schiffe hinweg: auf dem Kanal und im aufgestauten Gatun-See.

Letzterer ist 1,3 Mal so groß wie der Bodensee und versorgt die Kanalschleusen mit Wasser.

Die Panama-Canal-Railway wurde entlang des Isthmus während der Jahre 1850 bis 1855 gebaut – also vor dem Bau des Kanals. Ihre Länge beträgt 47 Meilen, das sind 76 Kilometer. Sie verbindet Colón am Atlantischen Ozean mit Ciudad de Panamá am Pazifik. Beim Bau der Strecke starben schätzungsweise zwischen 6000 und 12 000 Arbeiter unter widrigsten Bedingungen, vorwiegend an Cholera und Malaria.

Für die Entscheidung zum Bau des Kanals in Panama spielte die Existenz der Eisenbahnstrecke eine entscheidende Rolle. Während des Kanalbaus wurde auf der Bahnlinie das größte Frachtvolumen pro Zug in der Welt befördert.

Im 19. Jahrhundert befand sich das Zentrum des Transportes über den Isthmus auf der karibischen Seite Panamas, das damals ein Teil Kolumbiens war. Dort, in Colón, im Gebäude des heutigen Hotels "Washington", residierte die Eisenbahngesellschaft und steuerte den interozeanischen Transport auf der Schiene. Der schnellste und bequemste Weg von San Francisco nach New York führte durch Panama.

Die Bahn war so gefragt und erfolgreich, dass die Aktien der Panama-Railroad eine Zeitlang die teuersten an der New Yorker Börse waren. 1913, ein Jahr bevor der Panama-Kanal in Betrieb genommen wurde, transportierte die Bahn fast drei Millionen Passagiere und mehr als zwei Millionen Tonnen Waren. Ohne die Bahn und deren Transportkapazitäten hätte der Kanal niemals gebaut werden können.

Der Transport von Passagieren - überhaupt erst seit sechs Jahren wieder möglich - ist heute sehr bescheiden: Ein einziger Zug fährt morgens von Panama-Stadt nach Colón und abends wieder zurück. Es ist die schnellste Verbindung zwischen den Ozeanen. 57 Minuten benötigt der Luxuszug der ersten Klasse, um über den Isthmus zu fahren. Auf der stets verstopften Straße benötigen die Reisenden unter Umständen zwei Stunden und mehr. Die Schiffe auf dem Kanal schaffen es - allerdings nach einer tagelangen Wartezeit draußen vor den Zufahrten zum Kanal - in rund acht Stunden.

Genutzt wird der Zug von Reisenden und Kreuzfahrtpassagieren, die sich eine Auszeit vom Schiff nehmen, und von Geschäftsleuten. Kaum ist der Zug losgefahren, werden die Laptops aufgeklappt. Für die Händler aus der Freihandelszone in Colón ist der Zug mit seinen herunter gekühlten Waggons ein idealer Treffpunkt, um mit Einkäufern und Partnern noch Feinabstimmungen zu besprechen, Preise zu vergleichen und Angebote vorzulegen. Durch die großen Fenster können sie dabei das Grün des tropischen Waldes genießen. Immer wieder öffnet sich der dichte Vorhang und gibt den Blick frei auf den Gatún-See, über den die großen Dampfer gleiten. An einigen Stellen gleitet auch der Zug, mitten durch den See, auf einem Damm knapp über die Wasseroberfläche dahin. Für Touristen und Fotografen ist der beste Platz im Zug der Panoramawagen mit gläserner Kuppel.

Eine ganz andere Art von Eisenbahnsystem ist die sogenannte Treidelbahn, eine Schiffsschleppbahn, die die Schiffe durch die Schleusen ziehen und sie gegen die Strömungen in den Schleusenkammern beim Wasserein- und -auslass stabiliseren. Die Loks, auch "Mulis" genannt, wiegen rund 45 Tonnen und funktionieren mit einem Zahnstangensystem des berühmten Schweizer Konstrukteurs Riggenbach. So bewältigen die Lokomotiven, die erst seit 2012 im Einsatz sind, die bis zu 45 Grad steilen Rampen zwischen den Schleusenkammern. Eine faszinierende Arbeitswelt.


(ARD/SWR)