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November 2017
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Sonntag, 16. Juli
Programmwoche 29/2017
Zurückliegenden oder folgenden Tag anzeigen
5:40

Der Charme Andalusiens

Film von Natalie Steger

Ganzen Text anzeigenAndalusien – eine Region Spaniens, in der Traditionen noch gelebt werden. Hier ist alles vereint: andalusische Küche, Kultur, Glanz und Glamour.

Andalusien gibt sich selbstbewusst. Tanz und Musik sind ein fester Bestandteil der Kultur. Flamenco-Schulen haben großen ...

Text zuklappenAndalusien – eine Region Spaniens, in der Traditionen noch gelebt werden. Hier ist alles vereint: andalusische Küche, Kultur, Glanz und Glamour.

Andalusien gibt sich selbstbewusst. Tanz und Musik sind ein fester Bestandteil der Kultur. Flamenco-Schulen haben großen Zulauf, und gerade auch junge Leute fühlen sich vom traditionellen Stierkampf angezogen – Torero-Ausbildung inbegriffen.

Die ehemalige Prominenten-Stadt Marbella ist in die Jahre gekommen. Promis kommen kaum mehr, dafür Neureiche – der Massentourismus hat Einzug gehalten. Er ist die Haupteinnahmequelle Andalusiens, eine Region, die auch ihre Schattenseiten hat. Dazu zählt eine hohe Arbeitslosenquote.


6:15
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

makro: Ruhe sanft - und günstig

Das Bestattungsgeschäft im Umbruch

Film von Ralf Bonsels

Ganzen Text anzeigenDas Bestattungsgeschäft ist krisenfest, so hieß es lange. Gestorben werde schließlich immer. Doch längst mangelt es Bestattern, Steinmetzen, Sargbauern - und Friedhöfen sogar an Aufträgen.

Die Menschen werden immer älter, und gesellschaftliche Umbrüche ...

Text zuklappenDas Bestattungsgeschäft ist krisenfest, so hieß es lange. Gestorben werde schließlich immer. Doch längst mangelt es Bestattern, Steinmetzen, Sargbauern - und Friedhöfen sogar an Aufträgen.

Die Menschen werden immer älter, und gesellschaftliche Umbrüche verändern die Bestattungskultur radikal: Seit dem Mittelalter waren christliche Totenbräuche und Beerdigungsrituale in Europa selbstverständlich. Das hat sich gründlich geändert.

Heute haben Discount-Bestatter regen Zulauf. Sie bedienen eine Nachfrage, die meist durch familiäre Zerwürfnisse und schwindende religiöse Bindung entsteht. Die Abschaffung des obligatorischen Sterbegelds hat die Entwicklung noch befeuert. Zugleich gibt es immer häufiger den Wunsch, nicht im Reihengrab auf dem klassischen Friedhof die letzte Ruhe zu finden. Bestattungen im Wald, im heimischen Garten oder gar im Weltall sind gefragt. Auf dem traditionellen Gottesacker entstehen hingegen immer mehr Leerstellen zwischen den Gräbern, die für manche Friedhöfe längst existenzbedrohlich geworden sind.

„makro“ zeigt den Überlebenskampf einer jahrhundertealten Branche.


6:44
VPS 06:45

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

Tele-Akademie

Prof. Dr. Hans-Ludwig Kröber: Empathie-Mangel

Die endlich gefundene Ursache, warum der Mensch

dem Menschen ein Wolf ist

Ganzen Text anzeigenWas soll eigentlich trainiert werden in den Gefängnissen und forensisch-psychiatrischen Kliniken? Über die Somatisierung des Bösen spricht der Psychiater Hans-Ludwig Kröber.

Von Straftätern und speziell von sogenannten "Psychopathen" wird gern behauptet, sie ...
(ARD/SWR)

Text zuklappenWas soll eigentlich trainiert werden in den Gefängnissen und forensisch-psychiatrischen Kliniken? Über die Somatisierung des Bösen spricht der Psychiater Hans-Ludwig Kröber.

Von Straftätern und speziell von sogenannten "Psychopathen" wird gern behauptet, sie hätten einen Empathie-Mangel. Doch wie erklärt sich das enorme psychologische Einfühlungsvermögen so mancher Psychopathen, das sie zum Manipulieren anderer Menschen nutzen?

Und warum werden Autisten mit ihrer Unfähigkeit zur Einfühlung fast nie straffällig?

Professor Dr. Hans-Ludwig Kröber ist Direktor des Instituts für Forensische Psychiatrie der Freien Universität Berlin. Er hat mehrere Bücher zur Frage der Schuldfähigkeit veröffentlicht und an zahlreichen Gutachten prominenter Justizfälle mitgewirkt.


(ARD/SWR)


7:30
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

Alpenpanorama


"Alpenpanorama" zeigt über zahlreiche Web- und Panoramakameras täglich Livebilder aus ausgewählten Urlaubsorten.

Die Sendung informiert auch über Temperatur- und Wetterbedingungen vor Ort.


(ORF/3sat)


9:00
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)Videotext Untertitel

ZIB


Die Kurzausgaben der österreichischen Nachrichtensendung "Zeit im Bild" (ZIB) liefern neben klassischen Nachrichten Informationen über Entwicklungen auf den Finanzmärkten und Expertenanalysen.

Ein Laufband informiert über die aktuellen Börsenkurse.


(ORF)


9:05

100(0) Meisterwerke

Master of Female Half-Lengths: Bildnis einer jungen Frau

Dokumentarserie über berühmte Gemälde der Malerei.

In der Reihe "100(0) Meisterwerke" wird in jeweils zehn Minuten ein Gemälde aus den großen Museen der Welt von Kunsthistorikern vorgestellt und analysiert.


9:16
VPS 09:15

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

Wie Freiheit gelingt. Beate Rössler über Selbstbestimmung

(aus der SRF-Gesprächsreihe "Sternstunde Philosophie")

Ganzen Text anzeigenBarbara Bleisch diskutiert mit der Philosophin Beate Rössler, wie das selbstbestimmte Leben gelingt und weshalb ein autonomes Leben ein besseres Leben ist.

So viel Freiheit wie heute war nie. Und doch fragen wir uns: Lebe ich wirklich das Leben, das ich leben ...

Text zuklappenBarbara Bleisch diskutiert mit der Philosophin Beate Rössler, wie das selbstbestimmte Leben gelingt und weshalb ein autonomes Leben ein besseres Leben ist.

So viel Freiheit wie heute war nie. Und doch fragen wir uns: Lebe ich wirklich das Leben, das ich leben will?

Die westliche Welt ist eine freie Welt: Wir wählen unseren Beruf, wir entscheiden uns für oder gegen Kinder, wir binden und trennen uns nach Belieben, wir sind gläubig, atheistisch oder agnostisch. Alles eine Frage der persönlichen Präferenz. Oder doch nicht?

Ganz so frei sind wir nicht, sagt die Philosophin Beate Rössler. Wir stecken immer auch in Beziehungen und Traditionen, die unsere Freiheit begrenzen. Doch möglicherweise ist das sogar gut so, denn das Leben im Meer der unendlichen Möglichkeiten kann auch eine Überforderung sein. Wann also befreit Freiheit? Und was bedroht sie heute? Ein Gespräch über Lebenspläne, über Ambivalenzen und über die Frage, ob Mönche, Sexarbeiterinnen und Sisyphus selbstbestimmt leben.


10:14
VPS 10:15

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

lesenswert quartett

Denis Scheck im Gespräch mit

Insa Wilke, Ijoma Mangold und Felicitas Hoppe

Ganzen Text anzeigenEs hat bereits Tradition: Jedes Jahr im Frühsommer treffen sich vier anerkannte Literaturexperten, um im "lesenswert quartett" über die ideale Sommerlektüre zu beraten.

Denis Scheck, Insa Wilke, Ijoma Mangold und Felicitas Hoppe beschäftigen sich diesmal mit den ...
(ARD/SWR)

Text zuklappenEs hat bereits Tradition: Jedes Jahr im Frühsommer treffen sich vier anerkannte Literaturexperten, um im "lesenswert quartett" über die ideale Sommerlektüre zu beraten.

Denis Scheck, Insa Wilke, Ijoma Mangold und Felicitas Hoppe beschäftigen sich diesmal mit den Romanen "Die Zeit der Ruhelosen" von Karine Tuil, "Trutz" von Christoph Hein, "Die lachenden Ungeheuer" von Denis Johnson und "Freie Geister" von Ursula K. Le Guin.

Ein Gesellschaftsroman - das hört sich nach Fontane und Balzac an, nach gemütlichen Leseabenden. Aber Karine Tuil füllt diesen Begriff neu: Sie beschreibt die französische Gesellschaft der Gegenwart. Und man kann den Nachrichten fast täglich entnehmen, dass da Geld, Macht und Intrigen eine gehörige Rolle spielen. In "Die Zeit der Ruhelosen" begegnen sich ein ehemaliger Afghanistan-Kämpfer, eine Journalistin, ein reicher Unternehmer und ein Politiker. Der Roman ist rasant geschrieben, beschreibt die inneren wie die äußeren Konflikte seiner Helden und hat in Frankreich für erhebliches Aufsehen gesorgt. Karine Tuil wird manchmal mit Michel Houellebecq verglichen, dessen Erzählungen ebenfalls immer dahin führen, wo es weh tut. Ihr erster Roman "Die Gierigen" wird derzeit verfilmt.

Christoph Hein erzählt in "Trutz" die Geschichte zweier Familien, die sich zwischen Russland und Deutschland abspielt. Waldemar Gejm und Rainer Trutz begegnen sich in Moskau, ihre Kinder im wiedervereinigten Deutschland. Es geht um stalinistische Säuberungen, um faschistische Gräuel, um die ganze Katastrophe jener Zeit und um das seltsam von der Vergangenheit vernebelte Glück danach. Christoph Hein beschreibt mit freundlich einfühlsamer Lakonie, wie sich historische Ereignisse in die Lebensläufe einschreiben. Der Verlag kündigt das Buch stolz als "Jahrhundertroman" an.

In Afrika ist außer der Hitze nichts sicher. Alle spielen ein doppeltes Spiel. Zwei Agenten, die sich belauern, Geheimdienste, eine Uranlieferung, Hotels, die Sicherheit vorgaukeln: Denis Johnson tut in seinem düsteren Sierra-Leone-Roman "Die lachenden Ungeheuer" alles, um dem Leser den Boden unter den Füßen wegzuziehen. Trotzdem, da ist sich die Kritik sicher, ist es mehr als ein Agententhriller - da ist auch noch ein Afrika spürbar, das an das von Joseph Conrad erinnert: "Ich wünschte, ich könnte diese Stille aufzeichnen. Sie ist wie der Grund des Meeres. Ich kann den Mond hören, ich kann die Sterne hören."

Die Erzählung um zwei Planeten, von denen einer den anderen ausplündert, ist ein festes Motiv der Science-Fiction-Literatur und von "Star Wars" bis "Avatar" immer wieder auch im Kino aufgegriffen worden. In "Freie Geister" macht Ursula K. Le Guin eine Diskussion über die richtige Gesellschaftsform daraus: Sie erzählt vom Planeten Urras und seinem Mond Annaras, auf dem sich eine scheinbar ideale und herrschaftslose Gesellschaft entwickelt hat. Und sie fragt, ob die glückliche Anarchie ein stabiler Zustand sein kann. Einer der großen klassischen Science-Fiction-Romane in neuer Übersetzung.


(ARD/SWR)


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11:14
VPS 11:15

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

Festspielsommer

styriarte 2017

La Margarita - Ein barockes Rossballett

Schloss Schielleiten, Stubenberg am See, 2017

Darsteller:
La MusicaJulla von Landsberg
...(Sopran)
HerkulesFlavio Ferri-Benedetti
...(Countertenor)
Kaiser Leopold I.Daniel Johannsen
...(Tenor)
HesperosJochen Kupfer
...(Bariton)
Ausstattung: Lilli Hartmann
Choreografie: Dorottya Borsó
Musik: Johann Heinrich Schmelzer, Antonio Cesti
Orchester: Neue Hofkapelle Graz, Trompetenconsort Innsbruck
Musikalische Leitung: Andreas Lackner, Michael Hell
Inszenierung: Thomas Höft

Ganzen Text anzeigenHöhepunkt der styriarte, dem alljährlichen Sommer-Festival für klassische und alte Musik in Graz und der Steiermark, ist 2017 "La Margarita" auf Schloss Schielleiten.

Die Opernszenen des prachtvollen barocken Rossballetts sind aus Emilio de Cavalieris „La ...
(ORF)

Text zuklappenHöhepunkt der styriarte, dem alljährlichen Sommer-Festival für klassische und alte Musik in Graz und der Steiermark, ist 2017 "La Margarita" auf Schloss Schielleiten.

Die Opernszenen des prachtvollen barocken Rossballetts sind aus Emilio de Cavalieris „La Pellegrina“, Antonio Cestis „Il pomo d’oro“ und „Orontea“, Francesco Cavallis „Serse“ und „Il Giasone“ sowie aus Alessandro Stradellas „San Giovanni Battista“.

Kaiser und Könige sonnten sich im Glanz des Rossballetts. Hier gehen die Hohe Schule der Klassischen Dressur, die Pracht barocker Musik und die Dramatik der Oper eine perfekte Verbindung ein. Diese Kunstform wieder lebendig zu machen, tritt die styriarte mit „La Margarita“ an, einer Geschichte um den sagenhaften Helden Herkules und die verführerischen Goldenen Äpfel der Hesperiden, inspiriert von der historischen Aufführung, die Kaiser Leopold I. im Jahr 1667 zu seiner Hochzeit in Wien ausrichten ließ.

Ganz Österreich konnte das Hochkulturereignis aus der Steiermark, die "ORF Steiermark Klangwolke", am 15. Juli wieder im Radio und Fernsehen mitverfolgen. Die "styriarte"-Aufführung wurde außerdem auch zum Klangereignis im öffentlichen Raum. Public-Viewings auf öffentlichen Plätzen im gesamten österreichischen Bundesland luden zum kostenlosen Live-Kulturgenuss ein.


(ORF)


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13:20
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

Wien: Rund um den Ring



(ORF)


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13:40
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

Mit Volldampf an die k.u.k. Riviera

Film von Björn Kölz und Gernot Stadler

Ganzen Text anzeigenBereits Ende des 19. Jahrhunderts reisten Adel und wohlhabendes Bürgertum an die österreichische Riviera, um ihr Feriendomizil in den mondänen Seebädern der Donaumonarchie aufzuschlagen.

In luxuriösen Eisenbahncoupés strömte das noble Reisepublikum ans Meer und ...
(ORF)

Text zuklappenBereits Ende des 19. Jahrhunderts reisten Adel und wohlhabendes Bürgertum an die österreichische Riviera, um ihr Feriendomizil in den mondänen Seebädern der Donaumonarchie aufzuschlagen.

In luxuriösen Eisenbahncoupés strömte das noble Reisepublikum ans Meer und gab sich in idyllisch gelegenen Seebädern seinen Vergnügungen hin. Der Quarnero, wie die Kroaten ihre Adriaküste heute nennen, galt als Synonym für den Begriff "österreichische Riviera".

Besonders das Seebad Opatija (früher Abbazia) bürgte für Exklusivität und Eleganz. Wer es sich halbwegs leisten konnte, fuhr einmal im Jahr an die Adria. Mit dem einsetzenden Siegeszug der Eisenbahn um die Mitte des 19. Jahrhunderts erhielt das Reisen eine neue Qualität. Die Entfernungen, räumliche und zeitliche Distanzen schrumpften. Natürliche Hindernisse, die bis dahin die Verbindungen erschwert hatten, wurden nun durch kühne bautechnische Lösungen überwunden; der "Fahrplan" wurde zum Garant einer exakt kalkulierbaren Reise. Mit dem fortschreitenden Bahnbau erlebte besonders Abbazia einen beispiellosen Bau- und Tourismusboom und mutierte in Windeseile zu einem der attraktivsten Seebäder Europas.


(ORF)


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14:25
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

Sommerfrische - Reisen wie zu Kaisers Zeiten

Film von Björn Kölz und Gernot Stadler

Ganzen Text anzeigenIn der Habsburg-Monarchie machte man nicht einfach Urlaub, man fuhr zur Sommerfrische. Eine oft wochenlange Erholung auf dem Land, am See oder am Meer war damals keine Seltenheit.

Adelige und wohlhabende Großbürger reisten mit den Annehmlichkeiten der Stadt aufs Land ...
(ORF)

Text zuklappenIn der Habsburg-Monarchie machte man nicht einfach Urlaub, man fuhr zur Sommerfrische. Eine oft wochenlange Erholung auf dem Land, am See oder am Meer war damals keine Seltenheit.

Adelige und wohlhabende Großbürger reisten mit den Annehmlichkeiten der Stadt aufs Land und verbanden die Vorzüge idyllischer Natur mit urbaner Geselligkeit. Das Salzkammergut, der Wörthersee, Triest und Abbazia sind nur einige der damaligen Traumziele.

Das Vielvölkerreich der Habsburger stellte einen kulturell wie gesellschaftlich einzigartigen Kosmos dar. Die nostalgische Verklärung dieser Ära begann noch vor dem Ende des Habsburgerreichs und hält bis heute an, vor allem in Orten, die mit einer der schönsten Errungenschaften der Donaumonarchie verbunden sind - der Sommerfrische. Das vornehmlich adelige und großbürgerliche Sommervergnügen, dessen Wurzeln in der Biedermeierzeit liegen und dem - wenn auch in bescheidenerem Rahmen - bis in die Zwischenkriegszeit gefrönt wurde, wird in dieser Dokumentation in all seinen Facetten gezeigt: von den populärsten Reisezielen vergangener Tage über die spezielle Reisekultur bis zu Transportmitteln und -wegen.

Das "Fin de siècle" wurde zum Höhepunkt der Sommerfrische. Man reiste aufs Land, um dort wie in einem Freiluftsalon eine gesellige Zeit miteinander zu verbringen. Man schwärmte von Triest, von der Riva in Pola und vom milden Klima Abbazias. Damals entdeckte man den Lago di Garda, den Wörthersee und eroberte die Gipfel der Alpen. Das Reisen im alten Österreich war untrennbar mit der verkehrstechnischen Erschließung des Großreichs verbunden.

Das Salzkammergut gilt als Wiege der Sommerfrische. Der Kurbetrieb am Traunsee war zutiefst verbunden mit dem österreichischen Kaiserhaus und der Nähe zu Ischl, wo Kaiser Franz Joseph seine Sommer verbrachte. Bis heute konnten Orte wie Gmunden viel vom Flair vergangener Tage bewahren. Während am Traunsee überwiegend Mitglieder der nationalen und internationalen Aristokratie dominierten, wurde das restliche Salzkammergut bald durch das gehobene Bürgertum erschlossen. Mitte des 19. Jahrhunderts entdeckte man den Attersee, und die ersten Sommervillen der Bourgeoisie entstanden. Fasziniert vom Türkisblau des Wassers, mischten sich Fotografen, Maler, Komponisten und Dichter - von Gustav Mahler bis Gustav Klimt - unter das reiche Großbürgertum. In der 1890 erbauten Villa Langer in Steinbach am Attersee wird die Sommerfrische wiederbelebt, wie sie Adelige, Großbürger und berühmte Künstler genossen haben. Der 1886 gegründete "Union Yacht Club Attersee" zählt zu den ältesten und heute zu den größten Segelclubs Österreichs.

Wenn Komponisten Urlaub machten, suchten sie meist nach Inspiration und Ruhe. Als kreative Refugien dienten ihnen gerne Seebäder, Komponier-Häuschen oder ein abgelegenes Waldhaus. Gerne bedienten sie dabei das Klischee des genialen Eremiten, auch wenn so mancher von ihnen den Freuden des Lebens nicht abgeneigt war. Johannes Brahms war einer jener Komponisten, die ihre produktivsten Zeiten während ihres Urlaubs hatten. Sommerfrische war für ihn niemals nur Amüsement. Einige seiner berühmtesten Werke komponierte er in Pörtschach am Wörthersee. Mit dem Anschluss der Bahnstrecke Wien-Klagenfurt an die "k.u.k. Südbahn" wurde der Aufenthalt am Wörthersee zu einer gut erreichbaren Attraktion und Pörtschach zu einem der edelsten Sommerfrische-Orte in der Donaumonarchie. Die "Johannes-Brahms-Gesellschaft Pörtschach" rief 1993 den "Brahms Musiksommer" ins Leben - mit Konzerten bekannter Interpreten, Festwochen und internationalem Wettbewerb. Das Programm dieser Veranstaltung, das Musikliebhaber aus ganz Europa anzieht, weist jährlich wechselnde Schwerpunkte auf.

Mit dem Entstehen eines neuen Naturgefühls im 18. Jahrhundert wurden die Alpen zum Ausgangspunkt einer neuen Naturbewegung. Die bisher nur Angst erweckenden Berge wurden zu einer Art irdischem Paradies stilisiert. Auch hier fokussierte sich die Aufmerksamkeit rasch auf das Salzkammergut. Es war in der Nähe von Gößl, wo der bis heute als "Steirischer Prinz" hoch verehrte Erzherzog Johann beim Klettern im Toten Gebirge das Ausseerland entdeckte. Johann, der "Grüne Rebell aus dem Hause Habsburg", lebte seine Philosophie vom Bewahren und Erneuern. Der volksnahe Erzherzog vertrat das Motto "zurück zur Natur" lange bevor es zum Modetrend verkam. Mit den gesellschaftlichen Umbrüchen am Beginn des 20. Jahrhunderts wurde das Bergsteigen schließlich zur Massenbewegung.

Es gibt sie noch, die Orte und Landschaften, wo trotz zeitgemäßer Technik versucht wird, das Flair vergangener Tage zu erhalten. Dieses Flair gilt es zu erspüren und zu ergründen, um den Mythos der Sommerfrische erfahrbar zu machen.


(ORF)


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15:18
VPS 15:15

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)Videotext Untertitel

Tobias Moretti

Geliebter Johann, Geliebte Anna

(Anna und der Prinz)

Fernsehfilm, Österreich 2009

Darsteller:
Erzherzog JohannTobias Moretti
Mutter PlochlPetra Morzé
Anna PlochlAnna Maria Mühe
Vater PlochlPeter Simonischek
ZahlbrucknerMax von Thun
u.a.
Drehbuch: Knut Boeser, Julian Roman Pölsler
Regie: Julian Roman Pölsler
Länge: 98 Minuten

Ganzen Text anzeigenIhre Liebesgeschichte wurde zur Legende: Erzherzog Johann, der Bruder von Kaiser Franz, und Anna Plochl, das lebenslustige Mädchen aus dem Volk.

Als der Kaiser die bereits erteilte Heiratserlaubnis für ungültig erklärt, holt Johann seine "Hausfrau" auf seine ...
(ORF)

Text zuklappenIhre Liebesgeschichte wurde zur Legende: Erzherzog Johann, der Bruder von Kaiser Franz, und Anna Plochl, das lebenslustige Mädchen aus dem Volk.

Als der Kaiser die bereits erteilte Heiratserlaubnis für ungültig erklärt, holt Johann seine "Hausfrau" auf seine Ländereien und in sein Unternehmen, um der ganzen Welt vor Augen zu führen, wie ungerecht und unbarmherzig der Kaiser ist.

Gleichzeitig engagiert er sich politisch für sein Land, die Steiermark. Es sind die damit verbundenen langen Trennungen, die dem Liebespaar fast zum Verhängnis werden. Erst als Johann seinem kaiserlichen Bruder ein Ultimatum stellt und Fürst von Metternich die Zeichen der Zeit für die Heirat mit einer Bürgerlichen für günstig erachtet, dürfen sich Anna und Johann heimlich, zu nächtlicher Stunde, das Jawort geben.


(ORF)


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16:56
VPS 16:55

Videotext Untertitel

Tobias Moretti

Krambambuli

Spielfilm, Österreich 1998

Darsteller:
Wolf PachlerTobias Moretti
Georg WalchGabriel Barylli
JohannaChristine Neubauer
MarthaNina Franoszek
ChristinaAnne-Marie Bubke
u.a.
Literarische Vorlage: Marie von Ebner-Eschenbach
Regie: Xaver Schwarzenberger
Länge: 93 Minuten

Ganzen Text anzeigenDer neue Oberförster Georg Walch will den Wilderern das Handwerk legen. Im Glauben, das Tier werde zu ihm zurückkehren, überlässt ihm der Wilderer Wolf Pachler seinen Jagdhund Krambambuli.

Der Spielfilm "Krambambuli" basiert auf der gleichnamigen Novelle von Marie ...
(ORF)

Text zuklappenDer neue Oberförster Georg Walch will den Wilderern das Handwerk legen. Im Glauben, das Tier werde zu ihm zurückkehren, überlässt ihm der Wilderer Wolf Pachler seinen Jagdhund Krambambuli.

Der Spielfilm "Krambambuli" basiert auf der gleichnamigen Novelle von Marie von Ebner-Eschenbach, die Drehbuchvorlage lieferte Felix Mitterer. Die Hauptrollen spielen Tobias Moretti, Gabriel Barylli und Christine Neubauer.


(ORF)


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18:29
VPS 18:30

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

Theater: Ein Fest!

Theater der Welt Hamburg

Moderation: Eric Mayer

Erstausstrahlung

Ganzen Text anzeigenHamburg wurde 2017 zum farbenfrohen Theaterhafen: Vom 25. Mai bis zum 11. Juni öffnete das Festival "Theater der Welt" dort seine Schleusen für Kunst aus allen Teilen der Welt.

Nur alle drei Jahre findet das internationale Theaterfestival statt, immer an einem ...

Text zuklappenHamburg wurde 2017 zum farbenfrohen Theaterhafen: Vom 25. Mai bis zum 11. Juni öffnete das Festival "Theater der Welt" dort seine Schleusen für Kunst aus allen Teilen der Welt.

Nur alle drei Jahre findet das internationale Theaterfestival statt, immer an einem anderen Ort. Ausrichter waren diesmal das Thalia Theater und die Kulturfabrik Kampnagel. Moderator Eric Mayer stürzte sich in das vielfältige Programm aus 330 Veranstaltungen.

Er traf Künstlerinnen und Künstler von allen fünf Kontinenten, aus Brasilien, Australien, Südafrika, Deutschland, Burkina Faso und den USA.

Die einstige No-Budget Stückentwicklung "Underground Railroad Game" avancierte am Off-Broadway zu einem ausverkauften Dauererfolg. Radikal-komödiantisch fühlen darin zwei Performer der amerikanischen Gesellschaft auf den Zahn.

Die australische Kompanie Chunky Move zeigte in der Nähe der Speicherstadt ihre magische Tanzperformance "An Act of Now". Gefangen in einem Glashaus bewegten sich die Tänzer, während das Publikum außen stand und die Musik nur über Kopfhörer wahrnahm.

Der Kakoaspeicher in der Hafencity wurde zu einem der Highlights des Festivals. Mag der Himmel über Hamburg manchmal auch grau sein, das Programm von "Theater der Welt" strahlt und zeigt die Hansestadt von ihrer buntesten Seite!

Redaktionshinweis: Eric Mayer besucht für "Theater: Ein Fest!" weitere europäische Festivals: Am Sonntag, 13. August, ab 18.30 Uhr geht's zur "Sommerszene Salzburg".


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19:00
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)Videotext Untertitel

Venedig, bedrohte Schönheit

Film von Bernhard von Dadelsen

Ganzen Text anzeigenVenedig im Frühjahr: Riesige Kreuzfahrtschiffe schieben sich am Markusplatz vorbei, 100 000 Tagesgäste fluten die Inselstadt. Die Einwohner macht das wütend.

"No grandi navi!", "Keine Kreuzfahrtriesen!", rufen sie und organisieren sich in Bürgerinitiativen. Denn ...

Text zuklappenVenedig im Frühjahr: Riesige Kreuzfahrtschiffe schieben sich am Markusplatz vorbei, 100 000 Tagesgäste fluten die Inselstadt. Die Einwohner macht das wütend.

"No grandi navi!", "Keine Kreuzfahrtriesen!", rufen sie und organisieren sich in Bürgerinitiativen. Denn die Bugwellen der Schiffe erschüttern Venedigs Fundamente mehr als jedes Hochwasser. Schon droht der Entzug des Titels "UNESCO-Weltkulturerbe".

Tommaso Cacciari, ein junger Unternehmer auf der kleinen Insel Giudecca, ist sich sicher: "Die Schiffe kriegen wir hier weg. Denn wir wollen hier leben!" Dann zeigt er Beispiele für die katastrophalen Folgen: Durch den Ponte della Paglia vor dem Dogenpalast läuft ein tiefer Riss: Die Fundamente rutschen weg.

Die Selfie-Sticks recken sich in die Höhe, die Besucher fragen: "Wo sind wir - in Verona, Padua oder Florenz?" Die Fremdenbetreuerin Gaia Vianelli erzählt schmunzelnd, wie kürzlich Amerikaner auf dem Markusplatz spontan ein Football-Turnier abgehalten haben: "Für manche ist Venedig wie ein Spielplatz, der morgens öffnet und abends zumacht."

Doch schon ein paar Meter abseits der Rennbahn zwischen Accademia-Brücke und Dogenpalast beginnt das Venedig für die Entdecker. Der Film spürt dem Inselgeheimnis nach, geht mit Venezianern frühmorgens auf Bootstour. Dann strahlt Venedig golden wie seit 1000 Jahren. Und wenn der Abend anbricht und die Gäste wie auf einen Schlag verschwinden, verlockt das Venedig der alten Familien, der Handwerker, Künstler und Liebhaber. Sie alle streiten heftig über die Frage: "Wie retten wir unsere Stadt?"


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19:14
VPS 19:10

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

Bäume zwischen Burnout und Beziehungsstress

Film von Natalie Derbort

(aus der Reihe "NZZ Format")

Ganzen Text anzeigenDer Baum ist ein unterschätztes Lebewesen. Förster Peter Wohlleben weiß: Bäume kommunizieren miteinander. Der Film gibt einen unüblichen Einblick in den Wald und seine menschlichen Züge.

Bäume schließen Freundschaften und erziehen ihre Nachkommen. Um zu ...

Text zuklappenDer Baum ist ein unterschätztes Lebewesen. Förster Peter Wohlleben weiß: Bäume kommunizieren miteinander. Der Film gibt einen unüblichen Einblick in den Wald und seine menschlichen Züge.

Bäume schließen Freundschaften und erziehen ihre Nachkommen. Um zu überleben, warnen sie sich gegenseitig vor Gefahren. Stadtbäume sind besonders vielen Stressfaktoren ausgesetzt, denn ihre Feinde sind Abgase, Asphalt und Trockenheit.

Das Max-Planck-Institut für chemische Ökologie in Jena hat die ausgeklügelten Verteidigungsmechanismen von Bäumen erforscht.

Mittlerweile erkennt die Naturwissenschaft auch deren heilende Wirkung an: Als weltweit erste Klinik simuliert die Berliner Charité auf ihrer Intensivstation einen Blätterwald.


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19:44
VPS 19:40

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

Schätze der Welt - Erbe der Menschheit

Cinque Terre, Italien

Heimat zwischen Fels und Meer

Film von Patricia Möckel

Ganzen Text anzeigenDie fünf Dörfer der Cinque Terre, einer der wildesten und unzugänglichsten Teile der ligurischen Riviera, waren jahrhundertelang nur zu Fuß oder über das
Meer zu erreichen.

Um dem steilen Küstenstreifen Land abzugewinnen, bauten die Bewohner Weinterrassen, ...
(ARD/SWR)

Text zuklappenDie fünf Dörfer der Cinque Terre, einer der wildesten und unzugänglichsten Teile der ligurischen Riviera, waren jahrhundertelang nur zu Fuß oder über das
Meer zu erreichen.

Um dem steilen Küstenstreifen Land abzugewinnen, bauten die Bewohner Weinterrassen, die sie mit Trockenmauern abstützten, die aneinandergereiht rund 11 000 Kilometer lang sind - länger als die Chinesische Mauer. Ein Film über die Cinque Terre und ihre Geschichte.

Riomaggiore, Manarola, Corniglia, Vernazza und Monterosso haben sich durch ihre Abgeschiedenheit ihre Schönheit bewahrt. Die Bewohner der Orte waren immer schon Winzer. Seit langer Zeit prägten die Trockenmauern die Landschaft der Cinque Terre, nun zerfallen sie, und die Weinterrassen werden langsam von der Natur zurückerobert.


(ARD/SWR)


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20:00
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)Videotext Untertitel

Tagesschau


ARD-Nachrichten aus dem In- und Ausland auf den Punkt gebracht.

Die "Tagesschau" bietet die wichtigsten Nachrichten des Tages und zusätzliche Informationen in Text, Bild, Audio und Video sowie umfassende Berichte und Hintergründe zu aktuellen Themen und Entwicklungen.


(ARD)


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20:15
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

Torsten Sträter: Als ich in meinem Alter war

Mainzer unterhaus, Februar 2016

Regie: Peter Schönhofer

Ganzen Text anzeigenEin Mann, eine Mütze und tausend gute Ideen: Torsten Sträter ist der König der satirischen Kurzgeschichte. Im Mainzer unterhaus erzählt er seine neuesten Geschichten.

In seinem Buch "Als ich in meinem alter war" geht es nicht nur um Altersfragen – es geht vor ...

Text zuklappenEin Mann, eine Mütze und tausend gute Ideen: Torsten Sträter ist der König der satirischen Kurzgeschichte. Im Mainzer unterhaus erzählt er seine neuesten Geschichten.

In seinem Buch "Als ich in meinem alter war" geht es nicht nur um Altersfragen – es geht vor allem darum, wie schön das Leben sein kann, wenn man es nicht allzu ernst nimmt.

Wer so cool ist, der muss auch im Hochsommer eine Wollmütze tragen: Torsten Sträter, der "Oldcomer" unter den Slam-Mastern. Erst jenseits der 40 fühlte er sich zum Poeten-Dasein berufen und räumt seither einen Preis nach dem anderen ab.

Im Mainzer unterhaus präsentiert er 45 Minuten lang Auszüge aus "Als ich in meinem Alter war" und surft mit gewohnt lakonischem Humor durch den Irrsinn des Alltags.

Oder, wie Torsten Sträter selbst über sich schreibt: "45 Minuten Torsten Sträter, das heißt: seltsame Geschichten, willkürliche Übergänge, unpassende Pointen - ein toller Spaß für Groß und ... nun: Groß. Alles unter dem Deckmantel von Kleinkunst und Kultur. Schlimm. Aber mit den besten Absichten. Und ja, ich schreibe meine Pressetexte selbst. Wenn ich's nicht mache, steht da sonst was von Kabarettpreisen, Erfolg und so. Lieber tiefstapeln. Ich freu mich. Torsten."


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21:00
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

Hagen Rether: LIEBE (Update 2016)

3sat-Zelt Mainz, September 2016

Regie: Volker Weicker

Ganzen Text anzeigenHagen Rether ist kein Entertainer auf der Jagd nach Pointen, sein Kabarett ist kein Ablasshandel. Er appelliert an die Verantwortung des Einzelnen, die Welt dort zu verändern, wo man es kann.

Hinter seinen bitteren Wahrheiten steckt immer der Wunsch nach einer ...

Text zuklappenHagen Rether ist kein Entertainer auf der Jagd nach Pointen, sein Kabarett ist kein Ablasshandel. Er appelliert an die Verantwortung des Einzelnen, die Welt dort zu verändern, wo man es kann.

Hinter seinen bitteren Wahrheiten steckt immer der Wunsch nach einer gerechteren Welt, die leise Hoffnung auf Veränderung, die Sehnsucht nach dem Kern der Menschlichkeit: eben "LIEBE".

Nach einer längeren Fernsehpause war Hagen Rether 2015 wieder einmal zu Gast beim "3satfestival". Am Ende der Aufzeichnung musste er feststellen: 45 Minuten reichen bei Weitem nicht aus, um all seine Gedanken zur Weltlage mitzuteilen. So kehrte er 2016 zurück ins Zelt auf dem Lerchenberg – schließlich ist die Welt in der Zwischenzeit nicht einfacher, sicherer oder gar besser geworden.

Hagen Rether stellt sich der Gegenwart in all ihrer Komplexität. Mit scheinbar naiven Fragen, klugen Einwänden und mutigen Antworten bringt er ein wenig gedankliches Licht in eine recht finstere Welt: ein undurchsichtiges Geflecht aus politischen und wirtschaftlichen Abhängigkeiten, ein kapitalistisches System, das sich füttert mit Spekulationen auf Kriege und Katastrophen, das mit Grundnahrungsmitteln zockt und dabei vorgibt, dem Wohle der Menschheit zu dienen.

Es ist eine ungerechte Welt, die Hagen Rether mit sanfter Stimme gnadenlos beschreibt: Er lässt Strippenzieher und Marionetten, Strohmänner und Sündenböcke aufziehen, enttarnt absichtsvolle Ablenkungsmanöver und ent-täuscht, um Erkenntnis zu wecken.

Als Hagen Rether vor rund 20 Jahren auf die Bühne ging, spielte er Klavierabende mit kurzen Moderationen. Nach und nach wuchs das Bedürfnis zu erzählen; die absurden Ungerechtigkeiten der kapitalistischen Gesellschaft brennen ihm sichtbar auf der Seele. Ein Zyniker sei ein enttäuschter Idealist, sagt man. Für Hagen Rether scheint diese Beschreibung perfekt zu passen.

"LIEBE" heißt sein ständig aktualisiertes Programm seit vielen Jahren – im Programm findet man sie nur versteckt: als Sehnsucht, als Möglichkeit zur Umkehr noch am Abgrund. Unübersehbar noch immer die Menschenliebe des Künstlers, der allzu gern von einer besseren Welt träumen würde, aber kaum noch dran glauben mag.


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21:45
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)Mit AudiodeskriptionVideotext Untertitel

Krimisommer

Der Bulle und das Landei: Ich sehe was,

was du nicht siehst und das ist ... tot

Fernsehfilm, Deutschland 2013

Darsteller:
KillmerUwe Ochsenknecht
KatiDiana Ampft
Oma BieverUlrike Bliefert
RalfAndreas Birkner
RitaRebecca Madita Hundt
u.a.
Buch: Uwe Kossmann, Markus Hoffmann
Regie: Josh Broecker
Länge: 89 Minuten

Ganzen Text anzeigenLange ist es friedlich in Monreal. Doch dann stecken Katie und Killmer mitten in einem turbulenten Fall, in dem sie gegeneinander, nebeneinander und manchmal auch miteinander ermitteln.

Das Polizeirevier soll wegen mangelnder Aufträge, sprich Verbrechen, geschlossen ...
(ARD/SWR)

Text zuklappenLange ist es friedlich in Monreal. Doch dann stecken Katie und Killmer mitten in einem turbulenten Fall, in dem sie gegeneinander, nebeneinander und manchmal auch miteinander ermitteln.

Das Polizeirevier soll wegen mangelnder Aufträge, sprich Verbrechen, geschlossen werden. Doch die Idylle trügt. Im Ort "tobt" ein Bürgermeisterwahlkampf, als Katie im Polizeifunk von einer herrenlosen Leiche im Nachbarrevier hört. Bald überschlagen sich die Ereignisse.

Eine Leiche verschwindet und eine andere taucht unvermittelt auf. Bauer Maulbach, ein Kandidat für das Bürgermeisteramt, ist offenbar ermordet worden. Unter dringenden Tatverdacht steht Oma Biever. Ausgerechnet Katies Tante hatte offenbar Gründe genug, den ungeliebten Maulbach für immer loszuwerden. Katie will das allerdings partout nicht zur Kenntnis nehmen. Oder weiß sie ohnehin viel mehr?

Killmer jedenfalls muss bald alles dafür tun, um zu verhindern, dass seine Kollegin ein Beweismittel nach dem anderen heimlich verschwinden lässt.


(ARD/SWR)


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23:14
VPS 23:10

Tonsignal in monoFormat 4:3Videotext Untertitel

Polizeiruf 110: Es ist nicht immer Sonnenschein

Fernsehfilm, DDR 1983

Darsteller:
Hauptmann FuchsPeter Borgelt
Leutnant ArndtSigrid Göhler
Oberleutnant HübnerJürgen Frohriep
Oberleutnant ZimmermannLutz Riemann
Abschnittsbevollmächtigter (ABV)Wilfried Pucher
u.a.
Buch: Manfred Mosblech
Regie: Manfred Mosblech
Länge: 81 Minuten

Ganzen Text anzeigenFetzer, Ali und Ghandi, drei Jugendliche aus Ost-Berlin, beschließen aus Langweile, in einem Park einen alten Mann zu erschrecken. Eine Idee mit bösen Folgen.

Als sie den Mann mit ihren Motorrädern umkreisen, wird aus dem gefährlichen Spiel plötzlich tödlicher ...
(ARD/MDR)

Text zuklappenFetzer, Ali und Ghandi, drei Jugendliche aus Ost-Berlin, beschließen aus Langweile, in einem Park einen alten Mann zu erschrecken. Eine Idee mit bösen Folgen.

Als sie den Mann mit ihren Motorrädern umkreisen, wird aus dem gefährlichen Spiel plötzlich tödlicher Ernst: Nachdem Fetzer ihn angefahren hat, bricht der Mann zusammen und bleibt reglos liegen. Erschrocken flüchten die Drei. Ihr Opfer bleibt bewusstlos zurück.

Zeugenaussagen liefern der Kriminalpolizei nur einen einzigen Anhaltspunkt, um den Jugendlichen auf die Spur zu kommen: den Spitznamen Ghandi.

In ganz Ost-Berlin beginnt die Kriminalpolizei nach den drei Motorradfahrern zu fahnden, die sich in Sicherheit wähnen und schon ihre nächste "Aktion" besprechen. Aber diesmal ist ihnen die Polizei schon dicht auf den Fersen.


(ARD/MDR)


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0:35
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)Dolby-Digital 5.1 AudioVideotext Untertitel

Gefangen zwischen Licht und Schatten - Half Light

Spielfilm, Großbritannien/Deutschland 2006

Darsteller:
Rachel CarlsonDemi Moore
Angus McCullochHans Matheson
Finlay MurrayJames Cosmo
BrianHenry Ian Cusick
Sharon WintonKate Isitt
u.a.
Regie: Craig Rosenberg
Länge: 104 Minuten

Ganzen Text anzeigenDie Schriftstellerin Rachel Carlson führt mit ihrem Mann, dem Lektor Brian, und ihrem kleinen Sohn Thomas ein harmonisches Familienleben - bis dieses eine tragische Wende nimmt.

Thomas stirbt bei einem Unfall, woraufhin Rachel, von Schuldgefühlen geplagt, in ...
(ARD)

Text zuklappenDie Schriftstellerin Rachel Carlson führt mit ihrem Mann, dem Lektor Brian, und ihrem kleinen Sohn Thomas ein harmonisches Familienleben - bis dieses eine tragische Wende nimmt.

Thomas stirbt bei einem Unfall, woraufhin Rachel, von Schuldgefühlen geplagt, in Depressionen verfällt. An Schreiben ist kaum mehr zu denken, und auch ihre Ehe mit Brian, der nicht Thomas' leiblicher Vater war, steckt seit dem Tod des Kindes in einer schweren Krise.

Um etwas Abstand zu gewinnen, zieht Rachel (Demi Moore) sich in ein abgelegenes Dorf an der schottischen Küste zurück. In dieser eigentümlich rauen Landschaft lernt sie den sympathischen Leuchtturmwärter Angus (Hans Matheson) kennen. Er wird ihr enger Vertrauter. Durch Angus scheint sie die Vergangenheit endlich überwinden zu können, und nach anfänglichem Zögern lässt sie sich auf eine Liebschaft mit ihm ein. Doch das Glück ist nicht vollkommen, weil Rachel vom Geist ihres toten Sohnes verfolgt wird, der ihr geheimnisvolle Botschaften hinterlässt. Einbildung oder Realität?

Niemand will Rachel Glauben schenken. Schließlich erfährt sie, dass Angus bereits vor Jahren umgekommen sein soll, nachdem er seine Frau und deren Liebhaber ermordet hat. Allmählich beginnt Rachel, an ihrem Verstand zu zweifeln. Mit der Ankunft ihrer besten Freundin Sharon (Kate Isitt), die sie in ihrer Not um Hilfe bittet, droht die Situation vollends zu eskalieren. Erst als es schon fast zu spät ist, erkennt Rachel die ganze, grausame Wahrheit.

In einem erzählerischen Tonfall, der manche Kritiker an die Werke Alfred Hitchcocks erinnerte, inszenierte Regisseur Craig Rosenberg "Gefangen zwischen Licht und Schatten - Half Light" als klassischen Mysterythriller. Durch immer neue Wendungen hält er den Zuschauer bis zum Schluss im Unklaren, ob die Hauptfigur dem Wahnsinn nahe ist, oder ob jemand ein grausames Spiel mit ihr treibt. Auf geschickte Weise nutzt der Film dabei die mystische Stimmung des ländlichen Schottland, um eine surreal anmutende Atmosphäre ständiger Ungewissheit zu erzeugen. Ungewöhnlich erscheint auf den ersten Blick die Besetzung - zu Unrecht: Demi Moore, die mit Filmen wie "Bobby" oder "Mr. Brooks" einen verblüffenden Wandel vom Glamour-Star zur Charakterdarstellerin vollzogen hat, gibt als seelisch labile Schriftstellerin eine beeindruckende Vorstellung. Die männliche Hauptrolle spielt Henry Ian Cusick.


(ARD)


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2:18
VPS 02:15

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)Dolby-Digital Audio

Klassik am Odeonsplatz 2017

Odeonsplatz, München

Mit Martin Grubinger (Schlagzeug)
Programm:
- Tan Dun: Percussion Concerto: The Tears of Nature, 1. Satz
- Bruno Hartl: Konzert für Schlagzeug und Orchester,
2. und 3. Satz
- Carl Michael Ziehrer: "Hereinspaziert!", Walzer op. 518
(aus der Operette "Der Schatzmeister")
- Antonin Dvorák: (Honeck/Ille): "Rusalka-Fantasie", Suite
aus der Oper Rusalka
- Dmitri Schostakowitsch: Suite für Varieté-Orchester
- Leroy Anderson: The Typewriter
- Richard Strauss: Rosenkavalier Suite (Auszüge)

Orchester: Symphonieorchester des, Bayerischen Rundfunks

Musikalische Leitung: Manfred Honeck

Ganzen Text anzeigenAnstelle des erkrankten Starpianisten Lang Lang wird der weltbekannte Perkussionist Martin Grubinger beim sommerlichen Münchner Klassikevent "Klassik am Odeonsplatz" auftreten.

Im zweiten Teil ist das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks unter der Leitung von ...
(ARD/BR)

Text zuklappenAnstelle des erkrankten Starpianisten Lang Lang wird der weltbekannte Perkussionist Martin Grubinger beim sommerlichen Münchner Klassikevent "Klassik am Odeonsplatz" auftreten.

Im zweiten Teil ist das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks unter der Leitung von Manfred Honeck mit Werken von Ziehrer, Dvořák und Schostakowitsch zu hören.

Der gebürtige Salzburger Martin Grubinger sorgte schon 2013 bei "Klassik am Odeonsplatz" für Begeisterungsstürme. Dieses Jahr wird er Auszüge aus zwei seiner "Paradekonzerte" spielen: "The Tears of Nature" von Tan Dun und dem Konzert für Schlagzeug und Orchester des Wiener Komponisten Bruno Hartl. Das Werk des in New York lebenden Chinesen Tan Dun wurde 2012 von Martin Grubinger uraufgeführt - mit dem Komponisten am Dirigentenpult. Bruno Hartl, im Hauptberuf Solo-Pauker bei den Wiener Philharmonikern, schrieb sein Konzert im Jahr 2000 für den damals 17-jährigen Martin Grubinger.

Manfred Honeck feiert sein Debüt auf dem Odeonsplatz und tritt dabei nicht nur als Dirigent des BR-Symphonieorchesters, sondern auch als Arrangeur in Erscheinung. Aus Höhepunkten von Antonín Dvoráks beliebter Oper "Rusalka" hat er eine eigene Orchestersuite zusammengestellt, die "Rusalka-Fantasie".
Außerdem wird das Symphonieorchester die "Suite für Varieté-Orchester" von Dmitri Schostakowitsch und einen Walzer von Carl Michael Ziehrer spielen.


(ARD/BR)


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4:44
VPS 03:55

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)Videotext Untertitel

Die Ostsee: Verkauftes Paradies?

Film von Caroline Rollinger

Ganzen Text anzeigenDie Ostsee wird auch gern als "Badewanne der Nation" bezeichnet. Sie ist das beliebteste inländische Urlaubsziel der Deutschen, die Gästezahlen steigen.

Kurze Anreise, wunderschöne Natur, ein Paradies für Urlauber, könnte man meinen. Doch wie geht die Region mit ...
(ARD/NDR)

Text zuklappenDie Ostsee wird auch gern als "Badewanne der Nation" bezeichnet. Sie ist das beliebteste inländische Urlaubsziel der Deutschen, die Gästezahlen steigen.

Kurze Anreise, wunderschöne Natur, ein Paradies für Urlauber, könnte man meinen. Doch wie geht die Region mit den vielen Touristen um? Welche Konzepte gibt es? In welche Richtung entwickelt sich die Ostseeküste? Haben die Politiker die richtigen Ideen?

In den Orten entlang der Küste entsteht viel Neues, darunter aber auch Beton-Bettenburgen wie in den 1970er-Jahren und Ferienhaussiedlungen in Landschaftsschutzgebieten. Freie Flächen sind rar und begehrtes Bauland. Die Politiker fördern Hotelbauten, doch an der Subventionspolitik gibt es immer mehr Kritik.


(ARD/NDR)


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5:29
VPS 04:40

Kolumbien

Von Bogotá nach Cartagena

Film von Karl-Heinz Walter

Ganzen Text anzeigenBogotá ist eine jener Metropolen Südamerikas, die aus allen Nähten platzen. Die Hauptstadt Kolumbiens kämpft zwar mit ungebremstem Zustrom von Menschen, doch das Bildungsangebot ist groß.

Die Stadt ist Ausgangspunkt und Ziel der filmischen Rundreise durch ein ...
(ARD/SR)

Text zuklappenBogotá ist eine jener Metropolen Südamerikas, die aus allen Nähten platzen. Die Hauptstadt Kolumbiens kämpft zwar mit ungebremstem Zustrom von Menschen, doch das Bildungsangebot ist groß.

Die Stadt ist Ausgangspunkt und Ziel der filmischen Rundreise durch ein Land, das sich aus dem Trauma der Bürgerkriege, der Gewalt und des Terrors zu befreien sucht und in das seit Kurzem erst die Reiseveranstalter wieder zurückgekehrt sind.

Die drei kolumbianischen Departements Caldas, Quindio und Risarda bilden das "Kaffeedreieck" in der Anden-Region westlich von Bogotá. Hier wächst nicht nur Kaffee, sondern überhaupt eine üppig grüne Natur in den unterschiedlichen Klimazonen zwischen 900 und mehr als 3000 Metern Höhe.

Medellín ist die Stadt des ewigen Frühlings. Die zweitwichtigste Stadt des Landes bemüht sich mit modernen Bibliotheken, Parkanlagen, Verkehrsinfrastruktur und kulturellen Angeboten erfolgreich, den schlechten Ruf loszuwerden, der ihr seit den 1980er-Jahren bis zum Anfang dieses Jahrtausends anlastete.

In der Sierra Nevada de Santa Marta, einst berüchtigt für Drogenanbau, Guerillas und Paramilitärs, Terrorismus und Geiselnahme, sucht Micky Weber auf seiner Hazienda "La Victoria" sozial engagiert ganz neue Wege der Kaffeeproduktion.

Cartagena de Indias schließlich gehört zu den schönsten Städten Amerikas mit einer nahezu komplett erhaltenen Altstadt aus der spanischen Kolonialzeit. Sie ist seit 1984 UNESCO-Weltkulturerbe.


(ARD/SR)