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November 2017
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Dienstag, 5. Januar
Programmwoche 01/2016
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6:00
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

Aga-Kröten - Die Eroberung Australiens

Film von Mark Lewis

Ganzen Text anzeigen1935 wurden 102 Aga-Kröten zur Bekämpfung des Zuckerrohrkäfers nach Australien eingeführt. Im Laufe der Jahrzehnte sind sie landesweit zu einer Plage geworden.

Ohne natürliche Feinde verdrängen die Kröten inzwischen viele einheimische Arten. Doch die ...

Text zuklappen1935 wurden 102 Aga-Kröten zur Bekämpfung des Zuckerrohrkäfers nach Australien eingeführt. Im Laufe der Jahrzehnte sind sie landesweit zu einer Plage geworden.

Ohne natürliche Feinde verdrängen die Kröten inzwischen viele einheimische Arten. Doch die Bevölkerung setzt sich teils mit martialischen, teils mit skurrilen Mitteln gegen die Übermacht zur Wehr.


6:45
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

Grüne Ameisen - Freund oder Feind?


Ganzen Text anzeigen"Erst beißen – dann fragen", lautet die Überlebensstrategie der Grünen Ameise, die trotz oder gerade wegen ihrer Aggressivität derzeit nicht nur in Australien viele neue Freunde gewinnt.

So wird sie nicht nur dort, sondern auch in Südostasien und Teilen Afrikas ...

Text zuklappen"Erst beißen – dann fragen", lautet die Überlebensstrategie der Grünen Ameise, die trotz oder gerade wegen ihrer Aggressivität derzeit nicht nur in Australien viele neue Freunde gewinnt.

So wird sie nicht nur dort, sondern auch in Südostasien und Teilen Afrikas vermehrt zur ökologischen Schädlingsbekämpfung eingesetzt. Darüber hinaus liefern ihre Larven der traditionellen Küche Thailands Proteine, und sie selbst schmeckt köstlich nach Limette.


7:30
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

Alpenpanorama


"Alpenpanorama" zeigt über zahlreiche Web- und Panoramakameras täglich Livebilder aus ausgewählten Urlaubsorten.

Die Sendung informiert auch über Temperatur- und Wetterbedingungen vor Ort.


(ORF/3sat)


9:00
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)Videotext Untertitel

ZIB


Die Kurzausgaben der österreichischen Nachrichtensendung "Zeit im Bild" (ZIB) liefern neben klassischen Nachrichten Informationen über Entwicklungen auf den Finanzmärkten und Expertenanalysen.

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(ORF)


9:05

Schätze der Welt - Erbe der Menschheit - Spezial (1/2)

Kanada und die USA

Amerika von Nord nach Süd

Ganzen Text anzeigenDie zweiteilige Spezial-Dokumentation aus der Reihe "Schätze der Welt - Erbe der Menschheit" stellt den Kontinent Amerika vor. Der erste Teil handelt von Kanada und den USA.

Im Jahre 1603, als französische Seefahrer unter der Leitung von Samuel de Champlain am ...
(ARD/SWR)

Text zuklappenDie zweiteilige Spezial-Dokumentation aus der Reihe "Schätze der Welt - Erbe der Menschheit" stellt den Kontinent Amerika vor. Der erste Teil handelt von Kanada und den USA.

Im Jahre 1603, als französische Seefahrer unter der Leitung von Samuel de Champlain am Mündungstrichter des St. Lorenz-Stromes an Land gingen, stand dort nur eine Siedlung der Irokesen am Ufer unter der hochragenden Felsklippe.

Ursprünglich wollte de Champlain lediglich eine kleine Handelsniederlassung errichten - 80 Jahre später stand auf dem Handelsplatz die Barockkirche "Notre Dame de Victoires", die älteste Steinkirche Nordamerikas. Immer mehr Siedler kamen aus Frankreich, und bald war eine Stadt entstanden. Quebec wurde zum Kronland Frankreichs unter dem Sonnenkönig, das Land der Indianer hieß Neufrankreich.

Vor der Kulisse der Rocky Mountains dehnt sich die Hochebene der Great Plains. Weideland so weit das Auge reicht. Hier finden sich auch einige der ältesten Jagdplätze in Nordamerika, darunter Head-Smashed-In Buffalo Jump. Schon vor rund 6.000 Jahren jagten die Blackfeet Indianer hier Bisons.

Der Yosemite Park in der Sierra Nevada ist ein Naturerlebnis für alle Jahreszeiten. Im Winter bleiben die Berge oft lange hinter dichten Wolken verborgen. Im Frühjahr, wenn der Schnee in den Bergen der Sierra Nevada geschmolzen ist, lassen Bäche und Flüsse das Eiswasser in unzähligen Kaskaden und Wasserfällen zu Tal stürzen. Die großen Wasserfälle haben den Park berühmt gemacht. "The fallen Monarch" - der gefallene König und seine Wurzeln gehört zum Pflichtprogramm im Yosemite. Der entwurzelte Baumriese ist einer der über 2.700 Jahre alten "Giant Sequoias" und liegt am Eingang der "Mariposa Grove" einem Waldstück mit den ältesten und größten Bäumen dieser Erde. Vielleicht ist der Herbst die schönste Jahreszeit für den Yosemite Park. Dann kehrt die Ruhe zurück und das Licht präsentiert eine unbeschreibliche Vielseitigkeit an Farben und Stimmungen.

Nahe der Stelle die in Amerika "Four Corner", genannt wird - hier treffen die vier Staaten Utah, Colorado, Arizona und New Mexico zusammen - findet sich ein magischer Platz der amerikanischen Ureinwohner: Mesa Verde. Fast 900 Jahre war dieser Ort vergessen. Erst 1888 entdeckten zwei Cowboys Mesa Verde wieder. Es war eine riesige Siedlung, insgesamt fast 4000 Gebäude - ein unheimlich reiches Vermächtnis das etwa auf das Jahr 1000 zurückgeht. Der heutige Blick über die Felsensiedlungen von Mesa Verde bietet nur ein unvollkommenes Bild. Ein Rätsel bleibt, warum haben die Anasazi ihre Heimat verlassen? Wahrscheinlich war es eine lang anhaltende Trockenheit und der ausgelaugte Boden, der nach langer Bewirtschaftung nicht mehr genug zum Leben hergab - hier auf dem amerikanischen Dach der Welt.

Taos Pueblo, im Tal des Rio Grande, ist das wahrscheinlich älteste Dorf der USA. Ab dem Jahr 1000 nach Christus siedelten hier die Nachfahren der Anasazi. Aus einem Bericht der spanischen Eroberer: "Die Häuser stehen ganz eng zusammen und haben vier oder fünf Stockwerke. Es ist das am dichtesten besiedelte Dorf des ganzen Landes." Seit diesem Bericht hat sich Taos Pueblo nur wenig verändert.

1.800 Meter tief, 30 Kilometer breit, 446 Kilometern lang, das ist in nüchternen Zahlen der Grand Canyon, die letzte Station dieser Reise zu einigen der schönsten Naturschätzen Nordamerikas. Es gibt auf dieser Erde Schluchten die sind tiefer als der Grand Canyon es gibt welche die sind enger - so grandios, so Ehrfurcht gebietend, so faszinierend wie er und so berühmt das ist wohl keine. Das "geheimnisvolle Sinnbild aller Landschaften", so beschrieb Simone de Beauvoir den Grand Canyon. Und als Theodore Roosevelt 1903 diese Stelle besuchte beschwor er alle Anwesenden schon damals "Bewahrt ihn für eure Kinder, für eure Enkel, für alle die nach euch kommen."

Wenn es so etwas wie den Geburtsort der Vereinigten Staaten von Amerika gibt, dann ist er in der Hauptstadt des US Bundesstaates Pennsylvania zu finden. Dort wurde am 4. Juli 1776 die legendäre "Declaration of Independence" verabschiedet, die zur Gründung einer der mächtigsten Nationen dieser Erde führen sollte. Der vielbeschworenen "Klang der Freiheit" war in Philadelphia gleich im doppelten Sinne zu hören. In der Resolution: "Das alle Menschen gleich geschaffen sind", und in den Schlägen einer Turmglocke, welche die symbolträchtigen Inschrift "Proclaim Liberty" trug. Das Gebäude, in dem sich die historische Abstimmung abspielte, ist dabei immer so einfach und puritanisch gewesen, wie seine Bauherren selbst.

Die Seen von Kissimee sind der Ursprung einer einzigartigen Urlandschaft - den Everglades. Ende des 19. Jahrhunderts zeigten Immobilienspekulanten Interesse an der Landschaft. Sie ließen einen exotischen Baum aus Australien einführen, der vier Mal so viel Wasser brauchte. Der Melaleuca-Baum entzog den Sümpfen das Wasser und trocknete sie aus. So entstand Bauland und Anbaufläche für Zuckerrohr und Apfelsinenplantagen. Der Wasserkreislauf wurde jäh unterbrochen. In den heißen Sommermonaten jagen Brände über den ausgetrockneten Boden. Dagegen setzen die Farmer riesige Bewässerungsanlagen ein, die den Everglades noch mehr Wasser entziehen. Vermischt mit Phosphor und Pestiziden gelingt das Wasser ungefiltert in den längst angeschlagenen Wasserkreislauf. Das Paradies von einst ist fast verschwunden. 90 Prozent der Wattvögel kommen nicht mehr. Zudem sind die Everglades bedroht durch Tourismus und die Städte Miami und Orlando, die wie ein Keil in die Everglades gebaut wurden und ständig weiter wachsen.


(ARD/SWR)


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10:50

Schätze der Welt - Erbe der Menschheit - Spezial (2/2)

Die Karibik und Mittelamerika

Amerika von Nord nach Süd

Ganzen Text anzeigenDer zweite Teil der Spezialsendung "Schätze der Welt - Erbe der Menschheit" unternimmt eine Reise in die Karibik und nach Mittelamerika, immer auf der Suche nach Weltkulturerbestätten.

Guadalajara, circa 500 Kilometer westlich von Mexico City gelegen, ist die ...
(ARD/SWR)

Text zuklappenDer zweite Teil der Spezialsendung "Schätze der Welt - Erbe der Menschheit" unternimmt eine Reise in die Karibik und nach Mittelamerika, immer auf der Suche nach Weltkulturerbestätten.

Guadalajara, circa 500 Kilometer westlich von Mexico City gelegen, ist die Hauptstadt des Bundesstaates Jalisco. Mit rund 1,7 Millionen Einwohnern ist die "Perle des Westens" Mexikos zweitgrößte Stadt.

Ein imposanter Bau begrenzt im Osten die historische Altstadt von Guadalajara: Das Hospicio Cabañas, 1987 von der UNESCO zum Weltkulturerbe ernannt. Das Hospiz wurde Ende des 17. Jahrhunderts von dem Architekten Manuel Tolsá entworfen. Benannt wurde es nach seinem Gründer, dem Bischof Juan Ruíz de Cabañas y Crespo. Das "Haus der Barmherzigkeit" wurde als Armen- Waisen und Krankenhaus sowie als Schule konzipiert. Der nahezu symmetrische Gebäudekomplex hat eine Gesamtfläche von 23.478 Quadratmeter und umfasst 23 Innenhöfe und zwei Kirchen. 1938 und 1939 schuf der Mexikanische Künstler José Clemente Orozco in den Innenräumen verschiedene Wandgemälde, die als der Höhepunkt seines Schaffens gelten.

2006 hat die UNESCO die Agavenlandschaft und die Produktionsstätten in und um den Ort Tequila in Mexiko zum Weltkulturerbe ernannt. Die meisten der 35.000 Einwohner leben in irgendeiner Form von ihrem Schnaps. Es ist ein beschaulicher, unspektakulärer Ort. Mexiko aus dem Bilderbuch. Seit 1795 wird Tequila hergestellt. Damals erteilte der spanische König eine Lizenz zur Herstellung des Mezcal - Weins, wie der Tequila früher genannt wurde.

Als die Spanier im 16. Jahrhundert auf ihren Eroberungszügen durch Amerika die Regenwälder von Peten im heutigen Guatemala durchquerten, stießen sie auf gespenstische Kulissen. Riesige Pyramiden, weitläufige Plätze, gewaltige Paläste, meisterlich gebaut und fein verziert, alles überwuchert von tropischer Vegetation - sie standen vor den Toren Tikals, der ehemaligen Metropole der sagenumwobenen Maya, einer Stadt, die in ihrer Blüte bis zu 80.000 Menschen beherbergte. Im 8. Jahrhundert nach Christus wurde Tikal jedoch von der Bevölkerung innerhalb kurzer Zeit verlassen. Was war passiert? Aus dem Rätsel wurde bald ein Mythos, der bis heute die Maya als ein friedliches Volk darstellt, das in enger Verbundenheit mit der Natur gelebt haben soll. Doch die Geschichte der Maya in Tikal war eine andere, wie neue wissenschaftliche Forschungsarbeiten belegen. Es ging um Macht, um Selbstverherrlichung und um Vergöttlichung einer herrschenden Elite, die rücksichtslos ihren Lebensraum ausbeutete. Das Resultat war ein ökologischer Supergau, aber auch eine der bedeutendsten Hochkulturen des Altertums.

In der Blütezeit lebten in Copán etwa 24.000 Menschen. Ohne Zweifel steht sie an erster Stelle aller Mayastädte, was die Vielzahl der Skulpturen, Altäre und Stelen anbelangt. Auf den meisten dieser Stelen ist der 13. Mayaherrscher abgebildet, der als "König der Künste" in die Geschichte eingegangen ist. Nach seinem Tod baute sein Nachfolger eine riesige Treppe. Auf ihr wurde in unzähligen Glyphen die Geschichte Copáns erzählt. Es ist die größte zusammenhängende Maya-Inschrift, die man bisher gefunden hat.
Der Film taucht ein in die mysteriöse Welt der Mayas. Er führt zu ihren treppenförmigen Monumenten und den unterirdischen Tempelgängen.

Knapp 200 Kilometer südwestlich von Havanna, in der Provinz Pinar del Rio, liegt das "Valle de Vinales". Für viele die schönste Landschaft Cubas, auf jeden Fall die eigentümlichste. Das Valle de Vinales ist Bauernland. Neben Mais, Bohnen und den kartoffel-ähnlichen Malangas wird hier vor allem Tabak angebaut. Es soll der beste Tabak der Welt sein, der hier wächst. Im Gegensatz zu anderen tropischen Pflanzen benötigt Tabak eine fast grenzenlose Zuwendung. Ein kubanisches Sprichwort sagt, "Tabak kannst du nicht einfach pflanzen, den musst du heiraten". Seit dem 18. Jahrhundert werden Zigarren in Fabriken hergestellt. Dabei wird den Arbeiterinnen und Arbeitern vorgelesen. Vormittags aus der Tageszeitung und nachmittags aus Romanen. Marken wie "Montecristo" oder "Romeo und Julia" haben ihren Namen aus dieser Tradition. Eine echte Havanna ist reine Handarbeit von der Aussaat bis zur Auslieferung sind fast 100 Arbeitsgänge notwendig.

Santiago de Cuba, die zweitgrößte Stadt Kubas, steht immer ein klein wenig im Schatten Havannas. Zu Unrecht, denn Santiago de Cuba ist eine bedeutende Industrie- und Hafenstadt. Die Santiagueros sind temperamentvoller, auf den Straßen ist es fröhlicher als im fernen Havanna. In keinem anderen Ort Kubas sind dessen indianische, afrikanische und europäische Wurzeln so spürbar. "Wiege der Revolution", nennt sich Santiago de Cuba voller Stolz. Nahezu alle Freiheitsbewegungen in Kuba hatten ihren Ursprung in und um diese Stadt. Zum Weltkulturerbe ernannte die UNESCO "El Morro" wie das Castillo San Pedro de la Roca kurz und bündig genannt wird. Der spanische König Philipp II., für den die Kolonien eine enorme Bedeutung hatten, befahl 1590 den Bau. Das "El Morro" gilt als herausragendes Beispiel spanischer Militärarchitektur. Militärisch wurde sie im 19. Jahrhundert bedeutungslos. Nur einmal noch erlebte die Festung als steinerner Zeuge ein Kapitel Weltgeschichte. Im zweiten Unabhängigkeitskrieg stellte sich die USA auf die Seite Kubas. Die entscheidende Seeschlacht gegen Spanien fand vor El Morro statt. Am 10. Dezember 1898 wurde Kuba in die Unabhängigkeit entlassen. Seitdem herrscht Frieden im Meer vor dem "Castillo de San Pedro de la Roca".

Die Geschichte Panamas ist auch eine Kriminalgeschichte, die vor 500 Jahren begann und noch immer nicht zu Ende ist, denn in Panama kamen und kommen Täter gewöhnlich unbehelligt davon. Nur die Art der meist recht lohnenden, wenn auch nicht immer legalen Geschäfte hat sich über die Jahrhunderte gewandelt: Vom Raub des Inkagoldes in Peru über den Handel mit Sklaven aus Afrika zu Drogenschmuggel und Geldwäsche in jüngerer Zeit. Und wie das Geschäft, so ist auch die Geschichte Panamas - von gelegentlichen Rückschlägen abgesehen - eine Erfolgsgeschichte: Gründung 1517 des heute Alt Panama genannten ersten Stützpunkts zur Eroberung und Beraubung Südamerikas, Bau einer neuen Stadt, der heutigen Altstadt Panamas im 17. Jahrhundert, Bau des Kanals und des Neuen Panama im 20. Jahrhundert. Alt Panama und die Altstadt, Panamá Viejo und Casco Viejo, sind zusammen mit dem historischen Salón Bolívar nicht nur Weltkulturerbe, sondern Teile einer aufstrebenden Wirtschaftsmetropole an der Schnittstelle zwischen Nord- und Südamerika, zwischen Atlantik und Pazifik - in hervorragender Geschäftslage also.


Als holländische Idylle liegt Willemstad in der Karibik. Die Hauptstadt von Curacao ist das Werk jüdischer Siedler. Sie waren vor der Inquisition aus Spanien erst nach Amsterdam geflohen und hatten dann auf Curacao eine neue Heimat gefunden. Vor 350 Jahren. Die holländische Krone nutzte die Insel derweil als Stützpunkt für den Sklavenhandel und ein bisschen Seeräuberei. Auch das ist lange her. Geblieben sind die Nachfahren der Sklaven, die sich auf Curacao jetzt autonom verwalten. Holländer und Juden lenken nur noch die Wirtschaft. Denn: Lohnende Geschäfte gibt es so fern vom Mutterland auch nach dem Verbot der Sklaverei noch. Das in leuchtenden Farben herausgeputzte "Klein Amsterdam" ist ein beliebtes Ziel für Kreuzfahrttouristen - und für nicht versteuertes Geld.


(ARD/SWR)


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12:35

Südseeträume

Mit der Starflyer durch die polynesische Inselwelt

Film von Martin Brinkmann

Ganzen Text anzeigenSeit Anfang 2008 kreuzt die "Starflyer" in den Gewässern von Französisch-Polynesien in der Südsee. Der Film begleitet das Segelschiff auf seiner Reise durch die polynesische Inselwelt.

Die Reise umfasst Besuche der Inseln Tahiti, Huahine, Raiatea, Tahaa, Bora Bora ...
(ARD/SR)

Text zuklappenSeit Anfang 2008 kreuzt die "Starflyer" in den Gewässern von Französisch-Polynesien in der Südsee. Der Film begleitet das Segelschiff auf seiner Reise durch die polynesische Inselwelt.

Die Reise umfasst Besuche der Inseln Tahiti, Huahine, Raiatea, Tahaa, Bora Bora und Moorea. Im Januar ist dort Hochsommer, doch durch die Nähe zum Äquator ist die durch Paul Gauguin bekannt gewordene Region das ganze Jahr hindurch sonnenverwöhnt.

Das Schiff aus der Flotte der Star-Clippers-Reederei ist eine 115 Meter lange Barkentine, ein echter Segler mit quer stehenden Rahsegeln am Fockmast im Stil der schnellen Clipperschiffe von vor gut hundert Jahren.


(ARD/SR)


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13:00
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)Videotext Untertitel

ZIB


Die Kurzausgaben der österreichischen Nachrichtensendung "Zeit im Bild" (ZIB) liefern neben klassischen Nachrichten Informationen über Entwicklungen auf den Finanzmärkten und Expertenanalysen.

Ein Laufband informiert über die aktuellen Börsenkurse.


(ORF)


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13:16
VPS 13:15

Reisen in ferne Welten: Japan

Asiens wilder Osten

Film von Carsten Heider

Ganzen Text anzeigenWer die japanische Hauptstadt bereist, den mag das Gefühl beschleichen, europäische Großstädte seien kleine, beschauliche und vergleichsweise schmutzige Dörfer.

Knapp 35 Millionen Menschen leben im Großraum Tokio, der größten Metropolregion der Welt. Der Film ...
(ARD/SR)

Text zuklappenWer die japanische Hauptstadt bereist, den mag das Gefühl beschleichen, europäische Großstädte seien kleine, beschauliche und vergleichsweise schmutzige Dörfer.

Knapp 35 Millionen Menschen leben im Großraum Tokio, der größten Metropolregion der Welt. Der Film besucht Japans widersprüchliches Zentrum, im dem sich gnadenlose Effektivität und gemütliche Langsamkeit, enge Gassen und breite Verkehrsschneisen abwechseln.

Außerdem erkunden wir das weniger bekannte Japan. Wir finden heraus, warum Diabetiker am Ende der - aus japanischer Sicht - zivilisierten Welt Ohrenschützer tragen sollten und warum in der Präfektur Kumamoto ein einzelner Japaner beim Wasserlassen viel Aufsehen erregt. Wir schwimmen mit Delphinen, besuchen das UNESCO-Welterbe Historisches Kyoto und lassen uns von einem der aktivsten Vulkane der Welt in die Flucht schlagen.


(ARD/SR)


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14:01
VPS 14:00

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

Reisen in ferne Welten: Kanadas Arktis

Expedition in die Nordwestpassage

Film von Karl Teuschl

Ganzen Text anzeigenGerade einmal 150 Schiffe haben die legendäre Nordwestpassage durch die kanadische Arktis befahren. Bis vor kurzem noch war der arktische Archipel im hohen Norden Kanadas unerschlossen.

Die globale Erwärmung hat jedoch über die letzten 20 Jahre das Packeis ...
(ARD/SR)

Text zuklappenGerade einmal 150 Schiffe haben die legendäre Nordwestpassage durch die kanadische Arktis befahren. Bis vor kurzem noch war der arktische Archipel im hohen Norden Kanadas unerschlossen.

Die globale Erwärmung hat jedoch über die letzten 20 Jahre das Packeis zurückweichen lassen. Heute ist die Nordwestpassage jedes Jahr im Spätsommer für mehrere Wochen eisfrei und sogar einige Expeditionskreuzfahrtschiffe unternehmen die abenteuerreiche Fahrt.

Für die kommerzielle Frachterschifffahrt ist diese Route nach Asien zwar deutlich kürzer - aber noch immer viel zu unberechenbar und zu gefährlich.
Entdecker wie Henry Hudson oder Sir John Franklin machten sich in den vergangenen Jahrhunderten immer wieder auf die Suche nach dem Seeweg über den Norden Kanadas nach Asien. Vergeblich. Erst der Norweger Roald Amundsen schaffte schließlich die erste Durchquerung der Nordwestpassage im Jahr 1906. Drei Jahre brauchte er für die Fahrt, zweimal musste er im Eis überwintern.

Auf einem modernen Expeditionsschiff folgt das Kamerateam von Grönland aus den Routen der frühen Entdecker nach Baffin Island und weiter in die Nordwestpassage. Hinter der Reling tauchen gewaltige Eisberge auf, Eisbären, Vogelfelsen mit Millionen von Lummen und anderen Seevögeln. Wir besuchen kleine Inuit-Orte und baumlose Inseln mit urweltlich anmutenden Moschusochsen, machen Stopp an historischen, längst verlassenen Posten der kanadischen "Mounties" auf einsamen Eilanden und stehen an den Gräbern von Franklins Männern. Die glücklose Reise der verschollenen Franklin-Expedition von 1845 rührt bis heute das Interesse der Welt, denn nach fast 170-jähriger Suche wurde im Sommer 2014 eines der Schiffswracks entdeckt. Ein spannendes Ereignis, das uns ein Unterwasser-Archäologe in Wort und Bild miterleben lässt.


(ARD/SR)


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14:46
VPS 14:45

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

Reisen in ferne Welten: Oman

Oase des Orients

Film von Ute Werner

Ganzen Text anzeigenDie Rundreise durch den Oman führt durch eine grandiose Landschaft: Von der Region Maskat in die Berge des Djabal Akhdar und durch die Sayq-Hochebene bis zur Oasenstadt Nizwa.

Der Oman ist ein moderner, weltoffener Staat, der sich trotz der Modernisierung viel von ...
(ARD/SR)

Text zuklappenDie Rundreise durch den Oman führt durch eine grandiose Landschaft: Von der Region Maskat in die Berge des Djabal Akhdar und durch die Sayq-Hochebene bis zur Oasenstadt Nizwa.

Der Oman ist ein moderner, weltoffener Staat, der sich trotz der Modernisierung viel von seinem orientalischen Flair bewahrt hat. Er gilt als sicheres Reiseziel und nimmt innerhalb der islamischen Religionskonflikte eine neutrale Position ein.

Oman, das Land im Südosten der Arabischen Halbinsel, hat sich in den vergangenen 45 Jahren von einem mittelalterlichen zu einem modernen Staat entwickelt - dank des aufgeklärten Sultans Qaboos und sprudelnder Erdöleinnahmen. Die Omanis fühlen sich dennoch ihren Traditionen verpflichtet. Die Modernisierung des Landes geschah vorsichtig, es gab keinen harten Schnitt zwischen gestern und heute. So hat das Land viel von seinem orientalischen Flair bewahrt. In der Hauptstadtregion, die rund um die benachbarten alten Hafenstädte Maskat und Matrah gewachsen ist, haben die Omanis bewusst auf den Bau von spektakulären Hochhäusern wie in Dubai verzichtet und sich an traditionell geprägter Bauweise orientiert. Im Suq von Matrah oder in den alten Oasenstädten fühlt man sich wie im Morgenland vergangener Zeiten.

Die vorherrschende Religion ist die ibaditische Lehre. Die Ibaditen bilden eine religiöse Sondergemeinschaft des Islam, der die Bevölkerungsmehrheit im Land angehört. Sie sind weder Sunniten noch Schiiten. Innerhalb der islamischen Religionskonflikte kann der Oman daher neutral sein.

So kann man Oman auch ganz individuell entdecken - zum Beispiel in einem Geländewagen. Auch das Team des Saarländischen Rundfunks war in einem solchen Auto unterwegs. Die Rundreise führte durch eine grandiose und vielfältige Landschaft. Nach einem Streifzug durch die Hauptstadtregion Maskat ging es in die Berge des Djabal Akhdar. Sie sind Teil des Hajar-Gebirgszugs mit seinen bis zu 3.000 Meter hohen Gipfeln. In der Sayq-Hochebene betreiben die Oasenbauern wie eh und je Landwirtschaft - mit Hilfe des Bewässerungssystems Falaj. In der Oasenstadt Nizwa mit ihrem wehrhaften Fort findet noch immer jeden Freitag der traditionelle Viehmarkt der Beduinen statt. Weiter führte die Reise in den Osten des Omans. Entlang der Küste am Arabischen Meer Richtung Maskat kommt man als Reisender der Natur sehr nahe - die Eindrücke sind unvergesslich: Savanne, Steilküste, Wadis, Strände, Dünen, die in den gelben Sand der Wahiba-Wüste übergehen, Übernachtungen im Zelt. In Sur, einer alten Seefahrerstadt, werden noch heute die traditionellen Daus gebaut - in luxuriöser Version für wohlhabende Freizeitkapitäne. Die Reise endet in den Bergen - der Gebirgszug Hajar führt bis an die Küste heran, von Djabal Bani Djabr hat man einen weiten Blick über das Meer.


(ARD/SR)


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15:30
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

Reisen in ferne Welten: Costa Rica

Mittelamerikas grüne Schatzkammer

Film von Peter M. Kruchten

Ganzen Text anzeigenCosta Rica zwischen Karibischem Meer und Pazifik auf der mittelamerikanischen Landbrücke gelegen, vereinigt auf einer Fläche kleiner als Bayern eine enorme Pflanzen- und Tiervielfalt.

Ein Viertel des Landes wurde unter Schutz gestellt, der Ökotourismus boomt. Der ...
(ARD/SR)

Text zuklappenCosta Rica zwischen Karibischem Meer und Pazifik auf der mittelamerikanischen Landbrücke gelegen, vereinigt auf einer Fläche kleiner als Bayern eine enorme Pflanzen- und Tiervielfalt.

Ein Viertel des Landes wurde unter Schutz gestellt, der Ökotourismus boomt. Der Film besucht Menschen, die es sich zur Lebensaufgabe gemacht haben, dieses Paradies zu erhalten beziehungsweise "paradiesische" Zustände wiederherzustellen.

Denn Raubbau und Monokulturen - Hauptexportgüter sind Früchte wie Ananas und Bananen - haben das Gesicht des Landes längst verändert. Die multinationalen Konzerne und Nachfolger der United Fruit Company wollen und können auf den massiven Einsatz von Chemie nicht verzichten.

Dass es auch anders geht, zeigen Projekte, die im Film vorgestellt werden. Auf der Insel Chira haben sich die Frauen dem Erhalt der ökologisch wichtigen Mangrovensümpfe verschrieben. In Monte Alto werden ehemalige Viehweiden wieder aufgeforstet. Durch den Nebelwald von Monte Verde führen Schüler der örtlichen Berufsschule und wecken neues Bewusstsein für den schonenden Umgang mit der Natur.

Der Film zeigt außerdem beispielhaft und unter Einbezug von Protagonisten landschaftliche Höhepunkte und Besonderheiten des Landes von Vulkanrücken über Nebelwälder, Regenwälder bis hin zu den Stränden und vorgelagerten Inseln. Costa Rica gilt zu Recht als Naturparadies; aber es muss ständig gegen kommerzielle Interessen verteidigt werden.


(ARD/SR)


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16:15
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

Reisen in ferne Welten: Neuseeland

Sehnsuchtsziel im Südpazifik

Film von Burkhard Vorländer

Ganzen Text anzeigenNeuseeland - Sehnsuchtsziel vieler Europäer und Trauminseln am "schönsten Ende der Welt": Das Image des Kiwi-Staats ist grün, sauber, heil. Ein Klischee, dass sich bewahrheitet.

In Sichtweite des Auckland Towers liegt das erste landschaftliche Juwel des Landes: die ...
(ARD/SR)

Text zuklappenNeuseeland - Sehnsuchtsziel vieler Europäer und Trauminseln am "schönsten Ende der Welt": Das Image des Kiwi-Staats ist grün, sauber, heil. Ein Klischee, dass sich bewahrheitet.

In Sichtweite des Auckland Towers liegt das erste landschaftliche Juwel des Landes: die Insel Rangitoto mit ihren Stränden und Höhlen. Der Abel Tasman Nationalpark auf der Südinsel ist einer der ältesten des Landes und vor allem bei Wanderern und Kajakfahrern beliebt.

In Southern Alps, im Mackenzie International Dark Sky Reserve in Aoraki, dem weltweit größten geschützten Himmelsgebiet, boomt der Astro-Tourismus, denn nur an wenigen Orten der Welt lassen sich so viele Sterne beobachten: 50 Millionen.


(ARD/SR)


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17:00
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

Reisen in ferne Welten: Kapstadt

Südafrikas Metropole der Gegensätze

Film von Stephan Düfel

Ganzen Text anzeigenKapstadt ist ein beliebtes Reiseziel für Europäer, gerade im Winter. Dort beginnt dann der Frühling. Wie hat sich die Stadt nach über 20 Jahren Ende der Apartheid entwickelt?

Leben Schwarze, Farbige und Weiße heute eher mit- oder nebeneinander? Kapstadt eignet ...
(ARD/SR)

Text zuklappenKapstadt ist ein beliebtes Reiseziel für Europäer, gerade im Winter. Dort beginnt dann der Frühling. Wie hat sich die Stadt nach über 20 Jahren Ende der Apartheid entwickelt?

Leben Schwarze, Farbige und Weiße heute eher mit- oder nebeneinander? Kapstadt eignet sich besonders gut, um die Entwicklung Südafrikas zu hinterfragen, denn die Kapregion galt immer als die Riviera Afrikas und Kapstadt als die weißeste Stadt Südafrikas.

Die Weißen sind und waren in Kapstadt immer eine Minderheit. Die größte Bevölkerungsgruppe bilden die sogenannten Schwarzen und Farbigen. Sie wohnen in den Townships, den riesigen Ghettos am Rand von Kapstadt. Die Menschen leben in kleinen Blechhütten ohne fließendes Wasser und Toiletten. Trotz Armut, hoher Arbeitslosigkeit und Kriminalität gibt es in den Townships ein reges soziales Leben. In Kulturzentren bekommen Jugendliche eine Ausbildung. Die Frauen treffen sich beim Friseur in einem alten Blechcontainer, und beim sonntäglichen Gottesdienst ziehen die Bewohner ihre schönsten Kleider an.

Kapstadt hat viele unterschiedliche Gesichter. Kaum ein Stadtteil gleicht dem anderen. In dem Viertel District Six wohnten bis Ende der 1960er Jahre Menschen aller Hautfarben zusammen, doch der Regierung hat das nicht gepasst und District Six kurzerhand abgerissen. Noch heute ist das ehemalige Viertel eine große Brache. Ein Museum erinnert an die Geschichte des Stadtteils.

Woodstock, noch vor Jahren eher bekannt für Autowerkstätten und einen regen Drogenhandel, hat sich zu einem Treffpunkt der hippen Kapstädter entwickelt. In dem Viertel Bo-Kaap, viel fotografiert dank seiner bunt angemalten Häuser, leben vor allem Moslems aus Malaysia oder Indien in einfachen Verhältnissen. Eine Frau aus der Nachbarschaft lädt Touristen in ihr Haus ein, um mit ihnen gemeinsam zu kochen. In Camps Bay, dem wohlhabendsten Viertel des afrikanischen Kontinents, lebt noch immer das reiche weiße Kapstadt. Doch die Zeiten ändern sich, wenn auch langsam. So waren die Weinanbaugebiete rund um Kapstadt früher eine Domäne der Weißen, heute trifft man hier auch auf schwarze Winzer.

Die meisten Touristen kommen vor allem wegen der Natur nach Kapstadt. Hohe Berge und weiße Strände liegen in der Kapregion nah beieinander. Und man kann wild lebende Tiere beobachten - Pinguine teilen sich die Strände mit den Menschen, und Wale schwimmen oft ganz nah an der Küste.


(ARD/SR)


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17:45
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

Reisen in ferne Welten: Französisch Kanada

Von Montreal zur Atlantikküste

Film von Julia Leiendecker

Ganzen Text anzeigenQuébec - die größte Provinz Kanadas - ist gleichzeitig die sprachliche und kulturelle Bastion Frankreichs auf dem Kontinent. Die Menschen hier sind stolz auf ihre Wurzeln.

Das merkt man an der Küche, den historischen Zentren und am überall präsenten Quebecer ...
(ARD/SR)

Text zuklappenQuébec - die größte Provinz Kanadas - ist gleichzeitig die sprachliche und kulturelle Bastion Frankreichs auf dem Kontinent. Die Menschen hier sind stolz auf ihre Wurzeln.

Das merkt man an der Küche, den historischen Zentren und am überall präsenten Quebecer Französisch. Wie die ersten Entdecker reist der Film entlang dem St. Lorenz Strom - allerdings genau in entgegen gesetzter Richtung - von Montréal an die Atlantikküste.

In der Millionenstadt Montréal, dem kosmopolitischen Zentrum von Québec, ist auch der berühmte "Cirque du Soleil" zuhause. Direkt daneben lernen Zirkusschüler aus der ganzen Welt in der renommierten "école nationale du cirque". Julius Bitterling aus Deutschland ist bereits seit zwei Jahren hier - mit ihm gemeinsam erkundet der Film das pulsierende Montréal.

Entlang des St. Lorenz Strom geht es weiter Richtung Québec City, in die Hauptstadt der Provinz. In einem alten Augustinerkloster kann man ganz besondere Kochkunst erleben. Hier lässt sich Chefkoch Christophe Perny von alten Rezepten aus der Klosterküche inspirieren und interpretiert diese völlig neu. Kurz hinter der Stadt stürzen die "Montmorency Falls" über 80 Meter in die Tiefe, der Auftakt zu weiteren Naturschauspielen.

Bei Tadoussac, wo der Saguenay Fluss in den St. Lorenz Strom mündet, ist ein beliebtes Revier von Buckel-, Finn- und Blauwalen. Der Film begleitet die Walforscherin Chantal St. Hilaire auf einer ihrer Touren.

Die Reise endet auf der Halbinsel Gaspésie im Nordosten. Die Gegend ist dünn besiedelt, die Klippen umtost von der Brandung des Atlantiks. Die Kraft und Weite der Natur beherrscht die Szenerie, wie so oft auf dieser Reise durch Französisch Kanada.


(ARD/SR)


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18:29
VPS 18:30

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

Die Herz-Docs (2/5)

Geschichten aus der Freiburger Uniklinik

Film von Reinhild Dettmer-Finke

Ganzen Text anzeigenNach Leons OP treten Komplikationen auf, er muss nochmal operiert werden. Francesco und Sigrid verdanken ihr Leben einem Kunstherz aus Plastik und Titan.

Tagsüber wird es mit Akkus versorgt, nachts müssen sie es an die Steckdose anschließen. Das Kunstherz hat ihr ...
(ARD/SWR)

Text zuklappenNach Leons OP treten Komplikationen auf, er muss nochmal operiert werden. Francesco und Sigrid verdanken ihr Leben einem Kunstherz aus Plastik und Titan.

Tagsüber wird es mit Akkus versorgt, nachts müssen sie es an die Steckdose anschließen. Das Kunstherz hat ihr Leben gerettet, doch jetzt brauchen sie dringend ein Spenderherz. Zweiter Teil der Reihe über die Universität-Herzzentren Freiburg und Bad Krozingen.

Prof. Dr. Brigitte Stiller hat die Nacht auf der Intensivstation verbracht. Es sah so gut aus gestern nach Leons OP. Der Blutfluss war einwandfrei durch den weißen Schlauch, seine neue Herzprothese. Dann gibt es Komplikationen. Leon muss ein zweites Mal operiert werden. Für seine Mutter Jessica und seine Großmutter wieder ein langer Tag voller Warten und Bangen. Sie spüren, dass es ernst ist und zünden in der Klinikkapelle Kerzen an. Die Chefin der Kinderklinik, Prof. Brigitte Stiller, hofft, dass Leon nach der zweiten Operation so rosig aussehen wird wie andere Kinder.

Ein anderer ihrer jungen Patienten ist Florian Rittemanns. Er ist schon zwölf Jahre alt und lebt seit neun Jahren mit diesem Gore-Tex-Schlauch in der Brust, der die fehlende Herzhälfte ersetzen soll. Er hat schon viele schwierige Operationen überlebt und will Leon und seiner Mutter Mut machen.

Francesco Lorusso (51) und Sigrid Otto (66) verdanken ihr Leben einem Kunstherz aus Plastik und Titan. Beide waren jahrelang herzkrank. Nach einem lebensbedrohlichen Herzstillstand und wochenlangem Koma sind sie aufgewacht mit einer Pumpe in der Brust und einem Kabel aus dem Bauch. Darüber wird ihr Kunstherz mit Strom versorgt. Tagsüber aus mitgeführten Akkus in einer Umhängetasche. Nachts müssen sie an die Steckdose.

Das Kunstherz hat zwar ihr Leben gerettet, aber jetzt werden sie täglich schlapper, können keine Treppen mehr steigen und hoffen auf ein Spenderherz. Aber Spenderorgane sind knapp. Prof. Friedhelm Beyersdorf, Chef der Klinik für Herz- und Gefäßchirurgie des Universitäts-Herzzentrums und sein Team wollen versuchen, beide auf die Hochdringlichkeitsliste zu bekommen. Sigrid Otto träumt davon, angstfrei mit ihren Enkeln zu spielen und Francesco Lorusso möchte wieder arbeiten können. Schließlich ist er erst 51 Jahre alt.


(ARD/SWR)


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19:00
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)Videotext Untertitel

heute

anschl. 3sat-Wetter

Die Nachrichtensendung des ZDF.

Aktuelle, informative Beiträge und Live-Schaltgespräche zu den Topthemen des Tages aus Politik, Wirtschaft, Justiz, Wissenschaft und Sport liefert die ZDF-Nachrichtensendung.


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19:22
VPS 19:20

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

Rock the Classic (2/6)

LaBrassBanda

mit Wigald Boning

Ganzen Text anzeigenBayerischer Brass-Punk trifft auf Mozart. Zudem ist ein Laienchor im Spiel, und Moderator Wigald Boning versucht sich nach 30 Jahren wieder als Sänger. Kann das gut gehen?

Jung-Dirigent Johannes Gierl muss den Überblick bewahren, wenn die bayerischen Brass-Punker von ...

Text zuklappenBayerischer Brass-Punk trifft auf Mozart. Zudem ist ein Laienchor im Spiel, und Moderator Wigald Boning versucht sich nach 30 Jahren wieder als Sänger. Kann das gut gehen?

Jung-Dirigent Johannes Gierl muss den Überblick bewahren, wenn die bayerischen Brass-Punker von LaBrassBanda sich an Mozarts letzter Komposition "Dies Irae" versuchen und Moderator Wigald Boning auch noch mitsingen will.

Das "Dies Irae" stammt aus Mozarts Requiem, einem seiner bekanntesten Werke. Bis weit ins 19. Jahrhundert hinein galt es als DAS Requiem schlechthin. Im "Dies Irae" – der Tag des Zorns – zündet das Salzburger Komponisten-Genie ein musikalisches Feuerwerk mit Pauken und Trompeten. Power-Mozart – wie gemacht für die Bayerische Power-Band LaBrassBanda.

LaBrassBanda sind live eine Wucht. Die Blasmusikkappelle aus dem bayerischen Chiemgau experimentiert mit Punk-, Rock-, Jazz- und Funk-Elementen und gibt vor allem immer eins: Vollgas. 2007 gegründet, erlangte die Band ein Jahr später größere Bekanntheit durch ihre Tour von Bayern nach Wien zum Endspiel der Fußball-Europameisterschaft. Diese Tour absolvieren sie mit Mopeds und einem Traktor mit Anhänger - unterwegs überall Platzkonzerte.

Für Mozart haben sie eine ganz andere Bühne: den Marmorsaal von Schloss Mirabel in Salzburg. LaBrassBandas "Tag des Zorns" lässt Lüster und Leuchter erbeben.


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20:00
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)Videotext Untertitel

Tagesschau


ARD-Nachrichten aus dem In- und Ausland auf den Punkt gebracht.

Die "Tagesschau" bietet die wichtigsten Nachrichten des Tages und zusätzliche Informationen in Text, Bild, Audio und Video sowie umfassende Berichte und Hintergründe zu aktuellen Themen und Entwicklungen.


(ARD)


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20:15
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)Mit AudiodeskriptionDolby-Digital 5.1 AudioVideotext Untertitel

Bloch: Der Fremde

Fernsehfilm, Deutschland 2012

Darsteller:
BlochDieter Pfaff
ClaraUlrike Krumbiegel
TommiJonathan Dümcke
Lorenz HallerVadim Glowna
Jenni HallerLisa Maria Potthoff
Margarete HallerEleonore Weisgerber
u.a.
Buch: Jörg Tensing
Regie: Elmar Fischer
Länge: 89 Minuten

Ganzen Text anzeigenJenni Haller bittet Maximilian Bloch um Hilfe. Ihr Vater Lorenz ist nach einem Schlaganfall körperlich fast wieder hergestellt - aber seine Persönlichkeit hat sich radikal verändert.

Privat wirkt er entspannt, hat sich in eine jüngere Frau verliebt und scheint sich ...
(ARD/SWR/WDR)

Text zuklappenJenni Haller bittet Maximilian Bloch um Hilfe. Ihr Vater Lorenz ist nach einem Schlaganfall körperlich fast wieder hergestellt - aber seine Persönlichkeit hat sich radikal verändert.

Privat wirkt er entspannt, hat sich in eine jüngere Frau verliebt und scheint sich an sein früheres Leben kaum noch erinnern zu können. Als Chef des Familienunternehmens aber trifft er merkwürdige Entscheidungen und weigert sich, mit Jenni darüber zu reden.

Da Lorenz sich keineswegs für therapiebedürftig hält und mit seiner neuen Persönlichkeit sehr glücklich wirkt, zögert Bloch. Er hat den Eindruck, dass Jennis Sorgen mehr der Firma als ihrem Vater gelten. Aber als die junge Geschäftsfrau versucht, den Vater entmündigen zu lassen, sucht Lorenz selbst Hilfe bei Bloch. Der entscheidet, Lorenz und Jenni gemeinsam zu therapieren. Denn er erkennt, dass das Verhältnis der beiden schon vor dem Schlaganfall grundlegend gestört war und Lorenz' jetziges Verhalten vor allem eine radikale Reaktion auf seine jahrelange Lebenslüge ist.


(ARD/SWR/WDR)


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21:45

Alte Leier, neue Lieder

Sardinien und seine Hirten

Film von Peter M. Kruchten

Ganzen Text anzeigenAbseits der Sandstrände und Badebuchten der Costa Smeralda, an den Karsthängen des Supramonte, in den kleinen Dörfern der Baronia und der Barbaggia liegt noch echtes, unverfälschtes Sardinien.

Wer die Insel wirklich kennenlernen will, muss mit den Menschen ...
(ARD/SR)

Text zuklappenAbseits der Sandstrände und Badebuchten der Costa Smeralda, an den Karsthängen des Supramonte, in den kleinen Dörfern der Baronia und der Barbaggia liegt noch echtes, unverfälschtes Sardinien.

Wer die Insel wirklich kennenlernen will, muss mit den Menschen sprechen, die ihre Identität bewahren, indem sie alte Traditionen pflegen. Das Filmteam besucht die Tenores von Bitti, deren polyphone Gesänge auf die uralte sardische Hirtenkultur verweisen.

Musikalische Tradition und Moderne vereinen die acht Mitglieder der Folk-Gruppe "Janas", die bei den Proben zu einem Konzert über alte und neue Lieder sprechen. Auch der Maskenschnitzer in Mamoiada führt den Ursprung seiner Mamuthones genannten Holzmasken auf alte Bräuche der Hirten zurück.

Sardinien und seine Kultur waren jahrtausendelang vom Viehnomadentum geprägt. Und heute? In einem Tal in der Nähe von Urzulei trifft das Filmteam Sebastiano Cabras, einen "modernen Hirten". Nachdem Sebastiano seine Arbeit im Telekommunikationsbereich verloren hat, hält er Ziegen, Schafe und Schweine, baut Gemüse an und macht Wein. Einer von vielen tausend Teilzeit-Hirten, die notgedrungen zu einer traditionellen Lebensweise zurückgekehrt sind. Wie gesagt: Die Sarden waren immer auch Hirten.


(ARD/SR)


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22:00
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)Videotext Untertitel

ZIB 2


Das tägliche Nachrichtenmagazin des ORF-Fernsehens.

Von Montag bis Freitag liefert "ZIB 2" einen Überblick über die Ereignisse des Tages und bietet dabei vor allem vertiefende Hintergrundinformationen.


(ORF)


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22:28
VPS 22:25

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)Dolby-Digital Audio

Zeit des Erwachens

(Awakenings)

Spielfilm, USA 1990

Darsteller:
Leonard LoweRobert de Niro
Dr. Malcolm SayerRobin Williams
Eleanor CostelloJulie Kavner
Mrs. LoweRuth Nelson
Dr. KaufmanJohn Heard
PaulaPenelope Ann Miller
u.a.
Regie: Penny Marshall
Länge: 115 Minuten

Ganzen Text anzeigenDer Film nach dem autobiografischen Sachbuch des Arztes Oliver Sacks nimmt einen spektakulären medizinischen Fall als Ausgangspunkt für ein bewegendes menschliches Drama.

Robert De Niro wurde für seine Leistung vom New Yorker Filmkritikerverband mit dem ...
(ARD)

Text zuklappenDer Film nach dem autobiografischen Sachbuch des Arztes Oliver Sacks nimmt einen spektakulären medizinischen Fall als Ausgangspunkt für ein bewegendes menschliches Drama.

Robert De Niro wurde für seine Leistung vom New Yorker Filmkritikerverband mit dem Darstellerpreis geehrt und erhielt eine Oscar-Nominierung. Weitere Oscar-Nominierungen bekam der Film für das Drehbuch von Steven Zaillian und in der Kategorie Bester Film.

New York, 1969. Der Arzt Dr. Malcolm Sayer arbeitet in einem Hospital in der Bronx, wo er sich mit Hingabe und Idealismus um seine Patienten kümmert. Ganz besonders liegt ihm eine Gruppe von Männern und Frauen am Herzen, die aufgrund einer Gehirnentzündung an einer schweren Form von Schlafkrankheit leiden. Manche von ihnen befinden sich bereits seit Jahrzehnten in einer Art Wachkomazustand, aus dem es keine Rückkehr ins Bewusstsein zu geben scheint - die Krankheit gilt als unheilbar. Dann aber kommt Sayer auf die simple, aber geniale Idee, das neue Parkinson-Medikament L-Dopa bei seinen Patienten anzuwenden - handelt es sich doch auch bei Parkinson um eine neurologische Erkrankung mit ähnlichen Symptomen.

Der erste Test mit dem Patienten Leonard führt zu einem überraschenden Ergebnis: Nach 30 Jahren "erwacht" der Mann und reagiert bewusst auf seine Umwelt. Angesichts diesen sensationellen Erfolgs überzeugt Sayer die Geldgeber des Hospitals, auch den anderen Patienten eine L-Dopa-Therapie zu ermöglichen.

Unterdessen kommt Leonard, der einst als Kind in den katatonischen Zustand fiel und sich nun in einem erwachsenen Körper wiederfindet, mit der ungewohnten Situation immer besser zurecht. Zugleich beginnt er, gegen die Krankenhausregeln zu rebellieren: Nach 30 verlorenen Jahren will er sein neu gewonnenes Leben ohne Restriktionen auskosten. Er freundet sich mit Paula an, der Tochter eines Mitpatienten, und entwickelt zu der jungen Frau die erste Liebe seines Lebens. Allerdings stellt sich bald heraus, dass der Behandlungserfolg mit L-Dopa nicht von Dauer ist. Leonard zeigt als erster Patient dramatische Rückfallerscheinungen wie Muskelspasmen und massive Sprachstörungen. Mit aller Kraft und voll hilflosem Zorn kämpft er vergeblich dagegen an, wieder in den alten Zustand zu verfallen. Für Dr. Sayer stellt sich dadurch auch die moralisch-ethische Frage, ob man jemanden ins Leben zurückholen darf, obwohl dieses Glück tragisch enden wird.


(ARD)


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0:23
VPS 00:20

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)Mit AudiodeskriptionVideotext Untertitel

37 Grad: Hilfe, wohin mit unserem Kind?

Der Kraftakt zwischen Familie und Beruf

Film von Meike Materne

Ganzen Text anzeigenViele junge Familien wünschen sich beides: Kinder und Beruf. Doch in der Realität mangelt es immer noch an qualifizierten Betreuungsmöglichkeiten. Der Alltag wird zum Kraftakt.

Kerstin, Yvonne und Tosca wollen nach der Elternzeit wieder arbeiten. Sie brauchen also ...

Text zuklappenViele junge Familien wünschen sich beides: Kinder und Beruf. Doch in der Realität mangelt es immer noch an qualifizierten Betreuungsmöglichkeiten. Der Alltag wird zum Kraftakt.

Kerstin, Yvonne und Tosca wollen nach der Elternzeit wieder arbeiten. Sie brauchen also dringend eine Kinderbetreuung. Der Rechtsanspruch auf einen Kita-Platz ist sehr ungleich erfüllt. Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie: ein nervenaufreibender Balanceakt.

Immer mehr junge Familien wollen Kinder und Beruf vereinbaren. Dabei sind es oft die Frauen, die nach der Elternzeit zurück in den Beruf wollen oder müssen. Weil ein Einkommen allein nicht mehr ausreicht, sie nicht umsonst in Ausbildung und Studium investiert haben oder den Anschluss verlieren könnten. Mit dem Wunsch beginnt ein nervenaufreibender Prozess: die Suche nach geeigneter, qualifizierter Kinderbetreuung.

Zwar gibt es den Rechtsanspruch auf einen Kita-Platz für unter Dreijährige, zwei Jahre später hinkt er der gestiegenen Nachfrage noch hinterher. Zurzeit werden zwar 660.750 Kinder unter drei Jahren in Kitas oder anderen öffentlich geförderten Kindertagespflegen betreut. Doch der Bedarf ist damit lange nicht - gerade in ländlichen Gebieten - gedeckt. Ist die Suche dennoch erfolgreich, geht das Jonglieren erst richtig los: zwischen den Anforderungen im Beruf, unterschiedlichen Öffnungszeiten, langen Anfahrtswegen und dem schlechten Gewissen den Kindern gegenüber.

"37 Grad" begleitet drei Familien beim Versuch, Kinder und Berufstätigkeit unter einen Hut zu bringen. Das Jonglieren zwischen Arbeit, Kita-Platz am Vormittag und Nachmittagsbetreuung bei Tagesmüttern oder Großeltern machen den Alltag für sie zu einem organisatorischen und emotionalen Kraftakt.

Kerstin, 32, und Adam, 39, sind Stress gewohnt. In den letzten vier Jahren mussten sie dreimal umziehen, denn Adam ist Berufssoldat. Nun steht wieder ein Umzug an. Diesmal von Rodgau bei Frankfurt nach Bergisch Gladbach in NRW. Kerstin hatte gerade für ihre vierjährige Tochter Sophie einen Kita-Halbtagsplatz ergattert, nun geht die komplizierte Suche von vorne los. Dutzende Kindergärten hat sie bereits angeschrieben, bei einigen steht sie wenigstens auf der Warteliste - Hoffnung gibt es allerdings kaum. Dabei braucht sie auch für ihren fast zweijährigen Sohn Jasper einen Kita-Platz, denn die Elternzeit ist bald zu Ende. Die studierte Architektin will so schnell wie möglich wieder arbeiten. Doch ohne Kita-Platz braucht sie sich gar nicht erst zu bewerben - und ohne Arbeit findet sie keinen Ganztageskitaplatz. Wird sie ihren Rechtsanspruch sogar einklagen?

"Wir sind doch keine Rabeneltern, nur weil auch ich wieder arbeiten gehen möchte". Die 27-jährige Tosca ist sauer, immerhin ist sie für ihre beiden Kinder fast vier Jahre zu Hause geblieben. Tosca ist Gesellin für Maler- und Tapezierarbeiten, nun will sie unbedingt wieder in ihrem Beruf arbeiten. Mit zwei Kindern war sie für das Arbeitsamt schwer vermittelbar, man bot ihr eine Halbtagsstelle als Putzfrau an. Durch Zufall hat sie sich bei einem Bauunternehmen beworben. Sie empfindet es als Riesenglück, dass der junge Chef sie genommen hat, trotz der beiden Kinder. Tochter Tamara ist fünf Jahre alt und Torsten vier. Ihr Mann pendelt zum Arbeiten in die Schweiz, Tosca hat für die Kinder nur einen Halbtagesplatz bekommen, deshalb braucht sie für den Nachmittag eine Tagesmutter. Doch die wiederum ist kilometerweit vom Arbeitsplatz und der Kita entfernt. Nun absolviert Tosca täglich ein unglaubliches Fahrpensum zwischen Beruf auf der Baustelle, Kita und Tagesmutter. Wie lange kann sie diesen Stress durchhalten?

Yvonne ist mit 35 Jahren zum ersten Mal Mutter geworden und unglaublich glücklich. Tochter Anna ist jetzt 14 Monate und wurde von ihrem Vater Christian während der Elternzeit betreut. In dieser Zeit konnte Yvonne weiter in ihrem Traumberuf als Lehrerin arbeiten. Seit dem Frühjahr allerdings ist die Arbeitsteilung der Familie auf den Kopf gestellt. Christian übernahm einen neuen Job mit neuer Verantwortung. Kein Problem, dachten sich die modernen Eheleute, für Tochter Anna würden sie in Wangen im Allgäu schon einen Kitaplatz finden. Ein großer Irrtum, wie sich herausstellte. Nach vielen Telefonaten können sie zumindest ab September mit der Betreuung bei einer Tagesmutter rechnen. Bis dahin aber ist die ganze Familie gefragt. Während Yvonne vor ihrer Klasse steht, springen ihre Eltern bei der Betreuung für Anna ein. Yvonnes Vater hat seinen Jahresurlaub genommen und die Mutter, als selbständige Geschäftsfrau, eine zusätzliche Arbeitskraft eingestellt. Eine Lösung auf Zeit, denn schon jetzt hat Yvonne ein schlechtes Gewissen.


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0:53
VPS 21:50

Nachrichtenmagazin von Schweizer Radio und Fernsehen:

10 vor 10

"10vor10" ist eine Informationssendung von Schweizer Radio und Fernsehen (SRF).

Vertiefende Berichte, Reportagen, Porträts und Live-Gespräche informieren über die wichtigsten Themen des Tages aus der Schweiz und der Welt.


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1:20
VPS 01:15

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)Mit AudiodeskriptionDolby-Digital 5.1 AudioVideotext Untertitel

Bloch: Der Fremde

Fernsehfilm, Deutschland 2012

Darsteller:
BlochDieter Pfaff
ClaraUlrike Krumbiegel
TommiJonathan Dümcke
Lorenz HallerVadim Glowna
Jenni HallerLisa Maria Potthoff
Margarete HallerEleonore Weisgerber
u.a.
Buch: Jörg Tensing
Regie: Elmar Fischer
Länge: 89 Minuten

Ganzen Text anzeigenJenni Haller bittet Maximilian Bloch um Hilfe. Ihr Vater Lorenz ist nach einem Schlaganfall körperlich fast wieder hergestellt - aber seine Persönlichkeit hat sich radikal verändert.

Privat wirkt er entspannt, hat sich in eine jüngere Frau verliebt und scheint sich ...
(ARD/SWR/WDR)

Text zuklappenJenni Haller bittet Maximilian Bloch um Hilfe. Ihr Vater Lorenz ist nach einem Schlaganfall körperlich fast wieder hergestellt - aber seine Persönlichkeit hat sich radikal verändert.

Privat wirkt er entspannt, hat sich in eine jüngere Frau verliebt und scheint sich an sein früheres Leben kaum noch erinnern zu können. Als Chef des Familienunternehmens aber trifft er merkwürdige Entscheidungen und weigert sich, mit Jenni darüber zu reden.

Da Lorenz sich keineswegs für therapiebedürftig hält und mit seiner neuen Persönlichkeit sehr glücklich wirkt, zögert Bloch. Er hat den Eindruck, dass Jennis Sorgen mehr der Firma als ihrem Vater gelten. Aber als die junge Geschäftsfrau versucht, den Vater entmündigen zu lassen, sucht Lorenz selbst Hilfe bei Bloch. Der entscheidet, Lorenz und Jenni gemeinsam zu therapieren. Denn er erkennt, dass das Verhältnis der beiden schon vor dem Schlaganfall grundlegend gestört war und Lorenz' jetziges Verhalten vor allem eine radikale Reaktion auf seine jahrelange Lebenslüge ist.


(ARD/SWR/WDR)


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2:49
VPS 02:45

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)Dolby-Digital Audio

Zeit des Erwachens

(Awakenings)

Spielfilm, USA 1990

Darsteller:
Leonard LoweRobert de Niro
Dr. Malcolm SayerRobin Williams
Eleanor CostelloJulie Kavner
Mrs. LoweRuth Nelson
Dr. KaufmanJohn Heard
PaulaPenelope Ann Miller
u.a.
Regie: Penny Marshall
Länge: 115 Minuten

Ganzen Text anzeigenDer Film nach dem autobiografischen Sachbuch des Arztes Oliver Sacks nimmt einen spektakulären medizinischen Fall als Ausgangspunkt für ein bewegendes menschliches Drama.

Robert De Niro wurde für seine Leistung vom New Yorker Filmkritikerverband mit dem ...
(ARD)

Text zuklappenDer Film nach dem autobiografischen Sachbuch des Arztes Oliver Sacks nimmt einen spektakulären medizinischen Fall als Ausgangspunkt für ein bewegendes menschliches Drama.

Robert De Niro wurde für seine Leistung vom New Yorker Filmkritikerverband mit dem Darstellerpreis geehrt und erhielt eine Oscar-Nominierung. Weitere Oscar-Nominierungen bekam der Film für das Drehbuch von Steven Zaillian und in der Kategorie Bester Film.

New York, 1969. Der Arzt Dr. Malcolm Sayer arbeitet in einem Hospital in der Bronx, wo er sich mit Hingabe und Idealismus um seine Patienten kümmert. Ganz besonders liegt ihm eine Gruppe von Männern und Frauen am Herzen, die aufgrund einer Gehirnentzündung an einer schweren Form von Schlafkrankheit leiden. Manche von ihnen befinden sich bereits seit Jahrzehnten in einer Art Wachkomazustand, aus dem es keine Rückkehr ins Bewusstsein zu geben scheint - die Krankheit gilt als unheilbar. Dann aber kommt Sayer auf die simple, aber geniale Idee, das neue Parkinson-Medikament L-Dopa bei seinen Patienten anzuwenden - handelt es sich doch auch bei Parkinson um eine neurologische Erkrankung mit ähnlichen Symptomen.

Der erste Test mit dem Patienten Leonard führt zu einem überraschenden Ergebnis: Nach 30 Jahren "erwacht" der Mann und reagiert bewusst auf seine Umwelt. Angesichts diesen sensationellen Erfolgs überzeugt Sayer die Geldgeber des Hospitals, auch den anderen Patienten eine L-Dopa-Therapie zu ermöglichen.

Unterdessen kommt Leonard, der einst als Kind in den katatonischen Zustand fiel und sich nun in einem erwachsenen Körper wiederfindet, mit der ungewohnten Situation immer besser zurecht. Zugleich beginnt er, gegen die Krankenhausregeln zu rebellieren: Nach 30 verlorenen Jahren will er sein neu gewonnenes Leben ohne Restriktionen auskosten. Er freundet sich mit Paula an, der Tochter eines Mitpatienten, und entwickelt zu der jungen Frau die erste Liebe seines Lebens. Allerdings stellt sich bald heraus, dass der Behandlungserfolg mit L-Dopa nicht von Dauer ist. Leonard zeigt als erster Patient dramatische Rückfallerscheinungen wie Muskelspasmen und massive Sprachstörungen. Mit aller Kraft und voll hilflosem Zorn kämpft er vergeblich dagegen an, wieder in den alten Zustand zu verfallen. Für Dr. Sayer stellt sich dadurch auch die moralisch-ethische Frage, ob man jemanden ins Leben zurückholen darf, obwohl dieses Glück tragisch enden wird.


(ARD)


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4:44
VPS 04:40

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)Videotext Untertitel

Traumstädte: Rom

Film von Ute Brucker

Ganzen Text anzeigenDer Bischof von Rom, Papst Franziskus, verlässt den Vatikan gerne, um Menschen zu treffen. "Dass er nachts rausgeht und Bettler trifft, das sind Hirngespinste", widerspricht Georg Gänswein.

Er ist Kurienerzbischof und Präfekt des päpstlichen Haushaltes, dieses ...
(ARD/SWR)

Text zuklappenDer Bischof von Rom, Papst Franziskus, verlässt den Vatikan gerne, um Menschen zu treffen. "Dass er nachts rausgeht und Bettler trifft, das sind Hirngespinste", widerspricht Georg Gänswein.

Er ist Kurienerzbischof und Präfekt des päpstlichen Haushaltes, dieses Gerücht sei eine Anekdote. Doch es stimmt, der Papst legt auch in Rom Wert auf Begegnungen. "Immer mit Personen, die krank sind, mit Personen, denen es schlecht geht und auch mit Flüchtlingen."

Ute Brucker konnte mit Georg Gänswein in der prachtvollen Sala St. Ambrogio im Vatikan über seinen geteilten Tagesablauf sprechen, über sein Leben mit dem ehemaligen Papst Benedikt und seine Arbeit für Papst Franziskus.

Die "ewige Stadt", diesen Ehrentitel trägt Rom schon seit der Antike. Jahrhundertelang war sie so etwas wie das deutsche Unterbewusstsein: im Heiligen Römischen Reich deutscher Nation, im Klassizismus, in der Italiensehnsucht, sogar in der Toskana-Fraktion. Und keine andere Stadt ist so fest in unserem Bildgedächtnis verankert wie Rom seit den ersten Geschichts-und Lateinstunden; später hat das Kino Rom neben New York zur Welthauptstadt der Déjà-Vus gemacht: Audrey Hepburn auf der Vespa am Kolosseum, Anita Ekberg und Marcello Mastroianni im Trevi-Brunnen, die Magnani hinterm Obststand.

Auch Ute Brucker macht Rom-Sightseeing auf einer Vespa und landet auf ihrer Tour in der edlen Café-Bar Tazza d'Oro, in einer alten Nudelfabrik mit jungen Lampendesignern, beim klassischen Herrenschneider und mitten in einem typisch römischen Alltag. Die Spuren der großen Vergangenheit findet sie in der Unterwelt Roms, wo fleißige Archäologen die Schätze retten; die Spuren der Gegenwart bei den Straßenkehrern in der Nacht und bei einer Bürgerorganisation, die überall in der Stadt gegen Missstände kämpft. Auch das Kolosseum kann nur erhalten werden, weil sich ein Privatmann darum kümmert: Diego de la Valle, Chef der berühmten Schuhfirma Tod's, wurde zum Mäzen, weil er seit seiner Kindheit zutiefst beeindruckt ist. "Schon als Kind kam ich mit der Schule hierher in dieses riesige, grandiose, wunderschöne Ding", erzählt er." Wenn man selbst größer wird, scheinen die Dinge ja oft kleiner zu werden - aber das Kolosseum ist für mich immer gleich geblieben."


(ARD/SWR)


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5:44
VPS 05:40

Alte Leier, neue Lieder

Sardinien und seine Hirten

Film von Peter M. Kruchten

Ganzen Text anzeigenAbseits der Sandstrände und Badebuchten der Costa Smeralda, an den Karsthängen des Supramonte, in den kleinen Dörfern der Baronia und der Barbaggia liegt noch echtes, unverfälschtes Sardinien.

Wer die Insel wirklich kennenlernen will, muss mit den Menschen ...
(ARD/SR)

Text zuklappenAbseits der Sandstrände und Badebuchten der Costa Smeralda, an den Karsthängen des Supramonte, in den kleinen Dörfern der Baronia und der Barbaggia liegt noch echtes, unverfälschtes Sardinien.

Wer die Insel wirklich kennenlernen will, muss mit den Menschen sprechen, die ihre Identität bewahren, indem sie alte Traditionen pflegen. Das Filmteam besucht die Tenores von Bitti, deren polyphone Gesänge auf die uralte sardische Hirtenkultur verweisen.

Musikalische Tradition und Moderne vereinen die acht Mitglieder der Folk-Gruppe "Janas", die bei den Proben zu einem Konzert über alte und neue Lieder sprechen. Auch der Maskenschnitzer in Mamoiada führt den Ursprung seiner Mamuthones genannten Holzmasken auf alte Bräuche der Hirten zurück.

Sardinien und seine Kultur waren jahrtausendelang vom Viehnomadentum geprägt. Und heute? In einem Tal in der Nähe von Urzulei trifft das Filmteam Sebastiano Cabras, einen "modernen Hirten". Nachdem Sebastiano seine Arbeit im Telekommunikationsbereich verloren hat, hält er Ziegen, Schafe und Schweine, baut Gemüse an und macht Wein. Einer von vielen tausend Teilzeit-Hirten, die notgedrungen zu einer traditionellen Lebensweise zurückgekehrt sind. Wie gesagt: Die Sarden waren immer auch Hirten.


(ARD/SR)