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Polarwelten - Samstag, 21. Februar
Programmwoche 09/2009
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6:00
Stereo-Ton16:9 Format

Russlands Helden der Kälte - Fahrt ans Ende der Welt

(1/2)

Film von Britta Hilpert

Heiße Quellen und Kältepol

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Sergej Malichyn ist stolz auf seinen Wagen: So einen chromblitzenden, knallblauen Riesen hat sonst keiner in dieser Gegend. Hingebungsvoll putzt er die Scheiben, die Auspuffrohre, die Stoßstange. Alles muss glänzen, bevor Malichyn sich wieder auf den Weg macht in ...

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Sergej Malichyn ist stolz auf seinen Wagen: So einen chromblitzenden, knallblauen Riesen hat sonst keiner in dieser Gegend. Hingebungsvoll putzt er die Scheiben, die Auspuffrohre, die Stoßstange. Alles muss glänzen, bevor Malichyn sich wieder auf den Weg macht in Richtung Norden, denn er weiß: Ihm schauen auf den nächsten 2.000 Kilometern alle hinterher. Sergej Malichyn fährt einen amerikanischen Truck durch Russlands "wilden Osten", und das auf Straßen, von denen es viele nur im Winter gibt, denn sie nutzen entweder einen zugefrorenen Flusslauf oder es sind Schotterstraßen, die in den wärmeren Monaten im Matsch versinken. Neun Mal so groß wie Deutschland ist die Provinz Jakutien, aber sie hat gerade einmal 500 Kilometer Asphalt. Es ist Russlands Provinz der Superlative: die größte, die am dünnsten besiedelte, die kälteste, die reichste. Gold, Diamanten, Kohle lagern dort im gefrorenen Boden, sowie Öl und Gas in noch unerforschten Mengen. Aber die Schätze sind schwer zugänglich.
Russland-Korrespondentin Britta Hilpert begleitet Sergej Malichyn im ersten Teil ihrer Reportage "Russlands Helden der Kälte - Fahrt ans Ende der Welt" auf den "leichteren" Abschnitt der Tour gen Norden bis in die Gegend bei Oimyakon, Russlands kältester bewohnter Ort. Sie fährt über rutschige Schotterpisten mit hoher Schlaglochfrequenz, überquert mehrere Flüsse auf unsicherem Eis und einen Gebirgszug mit atemberaubenden Aussichten und Abhängen.

In der Arktis und der Antarktis zeigen sich die Folgen des Klimawandels extremer als andernorts: Die Temperaturen steigen rasant, und die Gletscher schmelzen schneller als zuvor. Der Lebensraum von Eisbären und Pinguinen ist bedroht. Doch die Erwärmung eröffnet auch neue Perspektiven, denn der Zugriff auf Bodenschätze wird leichter. 3sat nimmt am Thementag "Polarwelten" Kurs Richtung Nord- und Südpol.
Den zweiten Teil von "Russlands Helden der Kälte - Fahrt ans Ende der Welt" zeigt 3sat im Anschluss um 6.45 Uhr.


6:45
Stereo-Ton16:9 Format

Russlands Helden der Kälte - Fahrt ans Ende der Welt

(2/2)

Film von Britta Hilpert

Brummipannen und Rentierfest

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"Russkij Extrim" nennen sie die Tour bis nach Pakhodsk am Polarmeer. Shenia Gutorow beliefert die Siedlungen im russischen Nirgendwo mit Lebensmitteln. Nur bei extremen Minusgraden kommt er überhaupt durch, denn nur dann sind die Sümpfe und Flüsse gefroren und die ...

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"Russkij Extrim" nennen sie die Tour bis nach Pakhodsk am Polarmeer. Shenia Gutorow beliefert die Siedlungen im russischen Nirgendwo mit Lebensmitteln. Nur bei extremen Minusgraden kommt er überhaupt durch, denn nur dann sind die Sümpfe und Flüsse gefroren und die Feldwege fest. Und doch braucht es einen "Ural", eine Kreuzung aus Gelände- und Lastwagen, um die Route bis nach Pakhodsk am Polarmeer überhaupt zu schaffen. Die Winterstraße ist gefährlich, aber sie ist der einzige Weg, der diese Dörfer am Ende der Welt an die Zivilisation bindet. Es ist Shenia Gutorows letzte Tour in diesem Jahr - und damit kommt zu allen Schwierigkeiten noch der Wettlauf mit der Zeit. Der Klimawandel verkürzt seit ein paar Jahren die Befahrbarkeit der Winterstraße. Dass es immer wärmer wird, mögen die Menschen gerade in Russlands kältester Region gar nicht, denn die Kälte hilft ihnen, zu überleben. Nur wenn Sümpfe und Flüsse zugefroren sind und der Frost die Feldwege hart macht, gelangen Lebensmittel auch zu den Menschen in den hintersten Winkeln des russischen Reichs. Der Zeitdruck treibt manche Fahrer zum Äußersten. Sie sind Lebenskünstler der besonderen Art: geniale Mechaniker, fatalistisch gegenüber dem Unvermeidlichen und scheinbar kälteunempfindlich.
Britta Hilpert und ihr Filmteam sind die Strecke nach Pakhodsk gefahren. Für einen Abschnitt von 250 Kilometern brauchten sie sechs Tage - Dreharbeiten und Pannenstopps inklusive. Dabei hatte das Team noch Glück: Das Wetter spielte fast immer mit.


7:30
Stereo-Ton16:9 FormatVideotext Untertitel

Das Abenteuer der Eisbärenkinder

Film von Thomas Behrend

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Die Arktis ist eine der lebensfeindlichsten Regionen der Erde. Im Winter peitschen Stürme mit mehr als 100 Stundenkilometern über das Land, und die Temperaturen fallen auf minus 60 Grad Celsius. Inmitten dieser unwirtlichen Welt liegt die Kinderstube von Eisbären, ...
(ARD/NDR)

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Die Arktis ist eine der lebensfeindlichsten Regionen der Erde. Im Winter peitschen Stürme mit mehr als 100 Stundenkilometern über das Land, und die Temperaturen fallen auf minus 60 Grad Celsius. Inmitten dieser unwirtlichen Welt liegt die Kinderstube von Eisbären, Ringelrobben, Walrossen und Belugawalen. Tief versteckt in ihrer Schneehöhle wartet eine Eisbärin auf das Ende des Winters. Mehr als fünf Monate hat die Bärin ihre Höhle nicht verlassen und dort Drillinge geboren, eine Seltenheit. Bald werden die Jungen zum ersten Mal die weiße Welt außerhalb der Höhle erblicken. Den jungen Eisbären bleiben nur wenige Sommermonate, um das Überleben in der Arktis zu lernen. Sobald das Wetter es zulässt, macht sich die Familie auf den weiten Weg in ihre Jagdgebiete hoch oben im Norden. Auch Walross- und Ringelrobbenbabys müssen sich gegen die raue Natur behaupten. Ihr ärgster Feind ist der Eisbär. Oft genug haben sie Glück, denn nur jeder zehnte Angriff eines Eisbären auf eine Robbe ist erfolgreich. Vom Misserfolg der Eisbären profitiert auch der Eishai. Jede tote Robbe, die ins Wasser hinabgleitet, lockt den Aasfresser über viele Kilometer an.
Der Film "Das Abenteuer der Eisbärenkinder" zeigt die Schönheit des weißen Kontinents. Seltene Aufnahmen zeigen das Leben der kleinen Eisbärendrillinge und einer neugeborenen Ringelrobbe. Neueste Kameratechnologien ermöglichen Einsichten in eine Unterwasserwelt, die kaum jemand zuvor gesehen hat: die Welt des urtümlichen Eishais und der Belugawale.
(ARD/NDR)


8:15
Stereo-Ton

Jäger im Eis

Walfang bei den Inuit

Film von John Larose und Ian Kerr

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Grönlandwale gehören zu den größten und ältesten Säugetieren der Erde. Das haben amerikanische Forscher erst kürzlich herausgefunden. Die Tiere können mehr als 200 Jahre alt werden. Die Ureinwohner von Alaska jagen noch immer 40 Grönlandwale pro Jahr, denn ohne ...
(ARD/NDR)

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Grönlandwale gehören zu den größten und ältesten Säugetieren der Erde. Das haben amerikanische Forscher erst kürzlich herausgefunden. Die Tiere können mehr als 200 Jahre alt werden. Die Ureinwohner von Alaska jagen noch immer 40 Grönlandwale pro Jahr, denn ohne die Waljagd ist ihr Leben unvorstellbar. Im Körper eines frisch erlegten Wals entdeckten die Jäger eine Harpunenspitze aus Stein. Dieser Fund wurde zu einer wissenschaftlichen Sensation, denn solche Waffen wurden vor der Ankunft der Europäer verwendet, also bis vor rund 300 Jahren.
Das Filmteam begleitet alaskische Inuit auf einer Waljagd. Dramatische Bilder zeigen, wie die Jäger dem riesigen Tier mit altertümlichen Harpunen, in Kanus aus Fellen und Knochen zu Leibe rücken. Auch in Kanada machen Biologen und Inuit Jagd auf Grönlandwale. Allerdings nur, um die Tiere mit Peilsendern auszurüsten. Über Grönlandwale ist wenig bekannt, weil es weltweit nur noch rund 9.000 Tiere gibt und diese in der unzugänglichen Arktis leben. Mit den Sendern sollen die Wanderrouten der Wale erforscht werden. Aber die Tiere aufzuspüren und ihnen mit einer Harpune einen Sender zu verpassen, ist äußerst schwierig, auch wenn die Jäger dort - im Gegensatz zu Alaska - mit modernster Technik ausgerüstet sind.
(ARD/NDR)


9:00
Stereo-Ton16:9 Format

Volkszählung in der Antarktis

Film von Anna Schmidt und Dirk Schneider

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Die Ökosysteme der Pole sind das Fieberthermometer der Erde. Werden die Pole warm, stimmt etwas nicht im Organismus der Welt. Sechs Grad mehr werden auf der antarktischen Halbinsel seit Mitte des 20. Jahrhunderts durchschnittlich gemessen - das hat Folgen für den ...
(ARD/MDR)

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Die Ökosysteme der Pole sind das Fieberthermometer der Erde. Werden die Pole warm, stimmt etwas nicht im Organismus der Welt. Sechs Grad mehr werden auf der antarktischen Halbinsel seit Mitte des 20. Jahrhunderts durchschnittlich gemessen - das hat Folgen für den Lebensraum Antarktis. Im Dezember 2007 brach der Jenaer Ornithologe und Antarktis-Experte Hans-Ulrich Peter zu seiner 20. Antarktis-Expedition auf. Mit einer internationalen Forscher- und Studentengruppe aus Jena, Luxemburg, Argentinien und Russland reiste er zur russischen Forschungsstation Bellingshausen auf King George Island. Dort fertigte das Team Studien zur Population von Pinguinen, Robben, Raubmöwen und der Antarktischen Schmiele, eine Art blühende Graspflanze, an. Das Team beobachtete, zählte und kartierte Tiere und Pflanzen. Die Forschungsergebnisse zeigen: Es gibt weniger Pinguine. Trafen sich in den 1970er Jahren noch etwa 40.000 Brutpaare in der Nähe der amerikanischen Station Palmer, sind es jetzt nur noch 14.000. Dagegen breitet sich die Antarktische Schmiele stark aus. Die Rand-Antarktis wird definitiv grüner, die Gletscher ziehen sich zurück. Hinzu kommen immer mehr Touristen. Gab es 1980 in der Gegend keine Besucher, so wurden 2006 bereits 30.000 gezählt. Sie landen an den wenigen eisfreien Stellen - in Regionen, die für die Antarktis-Vögel als Brutstätten lebensnotwendig sind.
Der Film hat die Forschungsgruppe bei der "Volkszählung" in der Antarktis begleitet.
(ARD/MDR)


9:30
Stereo-Ton16:9 FormatVideotext Untertitel

Grizzly - Giganten

Film von Andreas Kieling

(aus der ZDF-Reihe "Wunderbare Welt")

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Die Grizzly-Bären Alaskas gelten als die mächtigsten Landraubtiere der Erde. Obwohl ihr Bestand gesichert ist, nahm die Zahl der extrem großen Tiere rapide ab. Solche Bären wurden zuletzt in den 1930er Jahren erlegt. Trotzdem halten sich noch Gerüchte um einige ...

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Die Grizzly-Bären Alaskas gelten als die mächtigsten Landraubtiere der Erde. Obwohl ihr Bestand gesichert ist, nahm die Zahl der extrem großen Tiere rapide ab. Solche Bären wurden zuletzt in den 1930er Jahren erlegt. Trotzdem halten sich noch Gerüchte um einige Riesenbären in abgelegenen Landstrichen. 1997 gab es endlich einen klaren Nachweis: Goldsucher fanden ein Bärenskelett von unglaublicher Größe. Das Tier muss aufgerichtet etwa 4,50 Meter gemessen haben und dürfte an die 1.300 Kilo schwer gewesen sein. Die Untersuchung des Schädels ergab, dass das Tier vor rund 20 Jahren starb. Die Maße der Knochen sprengten alle Rekorde.
Um das Geheimnis der mächtigen Tiere zu lösen, begibt sich Tierfilmer Andreas Kieling auf eine beschwerliche Expedition. Dabei erfährt er die Hintergründe des ungewöhnlichen Wachstums einiger Bären und stellt fest, dass gerade die Riesen unter den Bären besonders friedlich sind.


10:15
16:9 Format

Ein Sohn der Taiga

Dokumentarfilm von Andreas Voigt, Deutschland 2006

(aus der 3sat-Reihe "Fremde Kinder")

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German lebt mit Vater, Mutter und sechs Geschwistern in einem Holzhaus im tiefsten Sibirien, weit über 1.000 Kilometer nordwestlich von Nowosibirsk. Seine Tage verbringt der Junge mit Beerenpflücken, Holzhacken, Wasserholen und Jagen - in Begleitung des Vaters. In ...

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German lebt mit Vater, Mutter und sechs Geschwistern in einem Holzhaus im tiefsten Sibirien, weit über 1.000 Kilometer nordwestlich von Nowosibirsk. Seine Tage verbringt der Junge mit Beerenpflücken, Holzhacken, Wasserholen und Jagen - in Begleitung des Vaters. In früheren Zeiten hätte er weder Schulbildung noch Schreibkenntnisse besessen, doch schon die Regierung der Sowjetunion sorgte dafür, dass die Ureinwohner der sibirischen Flussregion Ob, das Volk der Chanten, das Schulinternat in der nächsten Stadt Nowoagansk besuchen. Und so pendelt German zwischen Welten und Zeiten, zwischen Computerspielen und den Ritualen der Ahnen. Gleichzeitig beginnen sich die weiten Ebenen zwischen Taiga und Tundra zu verändern, denn die Suche nach Erdöl hinterlässt immer mehr Spuren in den einst verwunschenen Wäldern.
Der Grimme-Preisträger Andreas Voigt arbeitete nach einem Physikstudium im polnischen Krakau als Dramaturg bei den DEFA-Studios in Berlin und studierte Regie an der Hochschule für Film- und Fernsehen in Babelsberg. Für 3sat drehte Voigt bereits eine ganze Reihe von "Fremde Kinder"-Dokumentarfilmen, darunter "David@NewYork" (2001) und "Der Musikant aus der Tatra" (2003).


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10:45
Stereo-Ton16:9 Format

Muschelsuche im arktischen Eis

Film von Alix François Meier

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Seit 1.000 Jahren leben die Inuit inmitten der atemberaubenden Eislandschaft der kanadischen Arktis. Durch den weltweiten Temperaturanstieg gehen die Eismassen zurück. Robben und Walrosse, von denen sich die Inuit auch heute noch hauptsächlich ernähren, verlassen die ...

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Seit 1.000 Jahren leben die Inuit inmitten der atemberaubenden Eislandschaft der kanadischen Arktis. Durch den weltweiten Temperaturanstieg gehen die Eismassen zurück. Robben und Walrosse, von denen sich die Inuit auch heute noch hauptsächlich ernähren, verlassen die Region und ziehen in den kälteren Norden. Eine Delikatesse, die die Inuit besonders schätzen, sind Miesmuscheln. Bei Ebbe schlagen die Dorfbewohner ein Loch in das meterdicke Packeis und steigen in eine höhlenartige Unterwelt hinab, wo die Muscheln am Meeresgrund verborgen sind.
Der Film stellt das Leben im ewigen Eis vor.


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11:30
Stereo-Ton16:9 Format

Kulinarische Spurensuche: Grönland

Film von Ralf Bonsels

Erstausstrahlung

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Rohes Robbenfleisch und Walhaut mit Speck gehören zur traditionellen Mahlzeit der Grönländer. Doch die Küche der arktischen Insel ist im Wandel, denn im Süden Grönlands wachsen aufgrund der Erderwärmung Kartoffeln, Gurken und Rhabarber. Zum Trinken gibt es auf ...

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Rohes Robbenfleisch und Walhaut mit Speck gehören zur traditionellen Mahlzeit der Grönländer. Doch die Küche der arktischen Insel ist im Wandel, denn im Süden Grönlands wachsen aufgrund der Erderwärmung Kartoffeln, Gurken und Rhabarber. Zum Trinken gibt es auf Grönland selbstgebrautes Bier - aus 2.000 Jahre altem Gletscherwasser.
Ralf Bonsels begibt sich auf kulinarische Spurensuche in Grönland.


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11:45
Stereo-Ton16:9 FormatVideotext Untertitel

Spitzbergen - Die arktische Wüste

Film von Dietmar Schumann

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Der Deutsche Andreas Umbreit lebt seit 19 Jahren auf Spitzbergen. Er gilt als "Ureinwohner" auf dem von Norwegen verwalteten Archipel in der Arktis und arbeitet als Reiseleiter, Trecking-Spezialist und Buchautor. Umbreit kennt die besten Wege: an den spitzen und ...

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Der Deutsche Andreas Umbreit lebt seit 19 Jahren auf Spitzbergen. Er gilt als "Ureinwohner" auf dem von Norwegen verwalteten Archipel in der Arktis und arbeitet als Reiseleiter, Trecking-Spezialist und Buchautor. Umbreit kennt die besten Wege: an den spitzen und schneebedeckten Höhen vorbei, die dem Archipel ihren Namen gegeben haben, über das Eis des Larsbreen-Gletschers, durch den Schneesturm zur Wanderhütte im Adventtal. Umbreit hat auch die besten Waffen. Denn ohne Waffen darf man die Siedlungen auf Spitzbergen, so die Anweisung des Gouverneurs, nicht verlassen. Eine Schutzmaßnahme gegen die "Könige der Arktis", die Eisbären.
Einen leibhaftigen "Ursus maritimus" hat das Team um Dieter Schumann auf seiner Tour durch Spitzbergen zwar nicht gesehen, dafür aber eine Menge interessanter Menschen kennengelernt. Darunter junge deutsche und norwegische Wissenschaftler in Ny Alesund, dem letzten Dorf vor dem Nordpol, die Trapper, Jäger und Fallensteller Tina Dahl und Marcos Porcires sowie die Kohlekumpel in Barentsburg.


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12:30
Stereo-Ton16:9 Format

Beruf Abenteurer

Thomas Ulrich zwischen Polareis und Familie

Film von Helen Stehli Pfister

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Bergführer Thomas Ulrich, Abenteuerfotograf und -filmer aus Interlaken, geht oft an seine Grenzen. In Patagonien überquerte er das Inlandeis, für verschiedene Dokumentarfilme drehte er am Eiger und am Mount Everest. Immer wieder hat der Berner Oberländer Ideen für ...

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Bergführer Thomas Ulrich, Abenteuerfotograf und -filmer aus Interlaken, geht oft an seine Grenzen. In Patagonien überquerte er das Inlandeis, für verschiedene Dokumentarfilme drehte er am Eiger und am Mount Everest. Immer wieder hat der Berner Oberländer Ideen für solche Projekte. 2006 wollte er als Erster allein das arktische Eis von Russland über den Nordpol nach Kanada überqueren. Es hätte ein Weltrekord werden sollen, endete aber nach wenigen Kilometern auf einer Eisscholle. Thomas Ulrich verlor in einem arktischen Sturm einen Teil seiner Ausrüstung und kam nicht mehr weiter. Ein russischer Helikopter musste ihn retten. Zurück in Interlaken war es für den dreifachen Familienvater nicht einfach, mit seinem Scheitern fertigzuwerden. Schon bald aber brauchte der Extremsportler eine neue Herausforderung und seine Firma ein neues Projekt. Zusammen mit dem norwegischen Arktisexperten Borge Ousland entwickelte er die Idee zu einer historisch inspirierten Expedition: Die beiden wollten vom Nordpol aus die arktische Eiswüste durchqueren und auf den Spuren des legendären Polarforschers Fridtjof Nansen bis in den Süden der Inselgruppe Franz-Josef-Land vordringen. Am 1. Mai 2007 starteten sie am Nordpol. Die beiden Männer haben ihre Expedition auf Nansens Spuren gefilmt und fotografiert.
Der packende Film von Helen Stehli Pfister zeigt Thomas Ulrich und Borge Ousland auf ihrer mehrmonatigen Durchquerung der arktischen Eiswüste, ein Trip voller Höhen und Tiefen. Sie fragt auch, weshalb Thomas Ulrich den Beruf des Abenteurers gewählt hat, und weshalb es ihn immer wieder in die Einsamkeit mit all ihren Gefahren und Risiken zieht.


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13:30
Stereo-Ton16:9 Format

Auf dem Polarkreis unterwegs (1/2)

Von Point Hope zum Bärensee

Film von Klaus Scherer

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In einem Geisterdorf in Alaskas äußerstem Nordwesten beginnt eine Abenteuertour des Reporters Klaus Scherer entlang des Polarkreises. Er zieht unter anderem mit den letzten Nomaden der Arktis durch traumhafte Landschaften und überfliegt Gebirge, deren Gipfeln nie jemand ...
(ARD/NDR)

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In einem Geisterdorf in Alaskas äußerstem Nordwesten beginnt eine Abenteuertour des Reporters Klaus Scherer entlang des Polarkreises. Er zieht unter anderem mit den letzten Nomaden der Arktis durch traumhafte Landschaften und überfliegt Gebirge, deren Gipfeln nie jemand einen Namen gab.
Die erste Folge führt Klaus Scherer tief ins arktische Kanada. Dabei reist er auch vom Frühling in der Tundra in die ersten Schneestürme an der Polarmeerküste. Mit den Inuit, die seit Jahrtausenden im Einklang mit dem so unwirtlichen Eismeer leben, feiert Scherer das Walfangfest. Mit Gwich'in-Indianern ist er am Porcupine-Fluss. Er trifft den einsamsten Grenzwächter Amerikas und einen verschlossenen Hüter der eiszeitlichen Kleinvulkane, die die Ureinwohner "Pingos" nennen. Per Post-Cessna und Trapperboot, Yukon-Jeep und Vierradmoped, Hundegespann und Helikopter reist Klaus Scherer am Polarkreis entlang.

Den zweiten Teil von "Auf dem Polarkreis unterwegs" zeigt 3sat im Anschluss, um 14.15 Uhr.

(ARD/NDR)


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14:15
Stereo-Ton16:9 Format

Auf dem Polarkreis unterwegs (2/2)

Vom Bärensee nach Tasiilaq

Film von Klaus Scherer

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In einem Geisterdorf in Alaskas äußerstem Nordwesten beginnt eine Abenteuertour des Reporters Klaus Scherer entlang des Polarkreises. Er zieht unter anderem mit den letzten Nomaden der Arktis durch traumhafte Landschaften und überfliegt Gebirge, deren Gipfeln nie jemand ...
(ARD/NDR)

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In einem Geisterdorf in Alaskas äußerstem Nordwesten beginnt eine Abenteuertour des Reporters Klaus Scherer entlang des Polarkreises. Er zieht unter anderem mit den letzten Nomaden der Arktis durch traumhafte Landschaften und überfliegt Gebirge, deren Gipfeln nie jemand einen Namen gab.
Zottelige Moschusochsen in der Tundra, Eisbären auf Küstenfelsen, wilde Gräber verschollener Entdecker: Im zweiten Teil seiner Abenteuerreise durch die Arktis reist der Reporter und Grimme-Preisträger Klaus Scherer durch den Norden Kanadas und über die Baffin-Insel bis zur Ostküste von Grönland. Dabei trifft er einen passionierten Ochsen-Zähler und einen lange verleugneten Enkel des Seefahrers Roald Amundsen. Er besucht Kinder in der Schule, die dort wieder lernen, wie man ein Rentierfell bearbeitet, und Inuit-Familien, deren Alltag sich wie im Zeitraffer verändert. Auf dem Hundeschlitten überquert er Pässe, an der Seite von Hubschrauberpiloten Buchten. Auf Folgen des Klimawandels machen die Arktisbewohner aufmerksam: Eine Inuit-Aktivistin nennt die bedrohte Arktis ein Barometer für das Schicksal der gesamten Erde. So fehlten den Eisbären inzwischen drei jagdreiche Wochen auf dem Packeis, denn es gefriert später und schmilzt schneller als früher. Die Schlussetappe beendet Scherer im grönländischen Tasiilaq, wo die Gletscher des Inlandeises auf die Gebirge der Küste treffen und Eislochfischer die Fjorde bevölkern.
(ARD/NDR)


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15:00
Stereo-Ton

Die Eisfalle - Die arktische Odyssee der Tegetthoff

Film von Helmut Voitl und Elisabeth Guggenberger

(aus der ORF-Reihe "Universum")

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Die Geschichte der letzten großen Landentdeckung - Franz-Josef-Land - auf unserem Planeten ist auch die Geschichte des zu seiner Zeit modernsten Expeditionsschiffs: der "Admiral Tegetthoff". Fast drei Jahre lang, von 1872 bis 1874, lebte die Mannschaft unter dem Kommando ...
(ORF)

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Die Geschichte der letzten großen Landentdeckung - Franz-Josef-Land - auf unserem Planeten ist auch die Geschichte des zu seiner Zeit modernsten Expeditionsschiffs: der "Admiral Tegetthoff". Fast drei Jahre lang, von 1872 bis 1874, lebte die Mannschaft unter dem Kommando von Kapitän Carl Weyprecht und Expeditionsleiter Julius von Payer auf dem Schiff. Ziel der Österreichisch-Ungarischen Nordpolarexpedition war es, genauere Kenntnis über das nördliche Eismeer zu gewinnen. Doch die "Tegetthoff" wurde vom Eis eingeschlossen und driftete nach Norden, weiter als je zuvor ein Mensch gekommen war. Die Entscheidung des Kapitäns, das vom Eis gefangene Schiff zu verlassen und zu Fuß den Marsch über das Packeis zurück nach Sibirien anzutreten, führte zu einer der spektakulärsten Mannschaftsleistungen der internationalen Polargeschichte. Über drei Monate waren die Männer unterwegs, bis sie vor der sibirischen Küste von russischen Fischern gerettet wurden.
Helmut Voitl und Elisabeth Guggenberger ist es gelungen, die abenteuerliche Fahrt der "Admiral Tegetthoff" durch das Eismeer filmisch zu rekonstruieren.
(ORF)


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16:30
VPS 16:29

Stereo-Ton

Die Nacht der Schamanen

Filml von Michael Satzinger und Johannes Steger

(aus der ORF-Reihe "Kreuz & Quer")
(Erstsendung: 26.11.2002)


(ORF)


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17:15
Stereo-Ton16:9 Format

neues spezial: Surfen im Eis - Grönlands digitaler Aufbruch

Reportage von Michael Grotenhoff

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Grönland rüstet für die digitale Hochgeschwindigkeitskommunikation: Bis Ende 2007 wurde jeder Ort der Insel mit mehr als 70 Einwohnern mit Handy-Empfang ausgestattet und an DSL-Leitungen angebunden. Insgesamt 46 Städte und Dörfer. Wegen der extremen ...

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Grönland rüstet für die digitale Hochgeschwindigkeitskommunikation: Bis Ende 2007 wurde jeder Ort der Insel mit mehr als 70 Einwohnern mit Handy-Empfang ausgestattet und an DSL-Leitungen angebunden. Insgesamt 46 Städte und Dörfer. Wegen der extremen Witterungsbedingungen ist der Handy-Empfang für die Einwohner der Insel oft überlebenswichtig. Doch Kabel können im ewigen Eis schlicht nicht verlegt werden. Deshalb setzte man lange auf Satellitenübertragung und Richtfunkanlagen. Ganz neue Hoffnungen werden in die Installation eines Internet-Unterseekabels gesetzt, das Grönland mit Nordamerika und dem europäischen Festland dauerhaft verbinden soll. Damit will Tele Greenland die Insel auf die nächste Stufe der Kommunikationstechnik heben. Das Kabel soll die teilweise immer noch anfälligen Satelliten- und Richtfunkverbindung ergänzen und eine Highspeed-Internetverbindung für alle Grönländer ermöglichen.
Die "neues spezial"-Dokumentation zeigt, wie sich Grönland in nahezu beispielloser Geschwindigkeit ins moderne Kommunikationszeitalter katapultiert. Das hat auch Auswirkungen auf das soziale Leben der Inuit, der grönländischen Ureinwohner.


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17:45
Stereo-Ton16:9 Format

Geheimnisvolles Polarlicht

Film von Brian Cotter

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So lange es Menschen gibt, haben sie hoch im Norden ein Phänomen am Himmel beobachtet, das ihre Fantasien beflügelte. Das sie ebenso fürchteten wie anbeteten, denn es war ihnen völlig unerklärlich und nicht von dieser Welt: die Aurora Borealis - das Polarlicht. Seit ...
(ARD/NDR)

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So lange es Menschen gibt, haben sie hoch im Norden ein Phänomen am Himmel beobachtet, das ihre Fantasien beflügelte. Das sie ebenso fürchteten wie anbeteten, denn es war ihnen völlig unerklärlich und nicht von dieser Welt: die Aurora Borealis - das Polarlicht. Seit der Erfindung der Kamera gab es zahllose Versuche, sie auf Fotos zu bannen, meist erfolglos. Hochauflösende Hochgeschwindigkeitskameras lassen jetzt in spektakulären Bildern den Zauber des Polarlichts erleben. Aber man kann die größte und faszinierendste Lightshow der Welt nicht nur sehen, sondern sogar hören. Weltweit versuchen Wissenschaftler, sich dem scheinbar unerklärlichen Naturphänomen zu nähern. Dabei geht es nicht nur um das Polarlicht und seine Entstehung, sondern auch um kosmische "Wettervorhersagen". Die Wissenschaftler möchten mehr über das Phänomen Sonne und den Sonnenwind, der das Polarlicht verursacht, erfahren. Sie erforschen, warum Mega-Stromausfälle, Flugzeugunglücke und Satellitenausfälle auf sein Konto gehen.
Brian Cotter reiste von Churchill in Manitoba bis nach Poker Flat in Alaska, von Tromsø in Norwegen bis in die ESA-Zentrale in Deutschland, um in das Geheimnis des magischen Himmelsspektakels einzutauchen und Forschern über die Schulter zu schauen.
(ARD/NDR)


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18:30
Stereo-Ton16:9 Format

nano spezial: Das Internationale Polarjahr

Moderation: Kristina zur Mühlen

Themen:
-Die Station Neumayer III in der Antarktis
Wie sie funktioniert, wer dort forscht
-Der Antarktis-Vertrag
Abkommen macht Antarktis zu einem Ort des
Friedens und der Wissenschaft
-Das Forschungsschiff Polarstern
Seit 1982 erforschen Wissenschaftler die
Polarmeere mit dem Eisbrecher

Erstausstrahlung

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"nano" begleitet in einer Spezialausgabe am 3sat-Thementag "Polarwelten" einen Forscher beim Einzug in die Neumayer III und erklärt die Funktion und den komplizierten Aufbau dieser Forschungsstation in der Antarktis. "nano" ist auch bei einer Expedition des ...

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"nano" begleitet in einer Spezialausgabe am 3sat-Thementag "Polarwelten" einen Forscher beim Einzug in die Neumayer III und erklärt die Funktion und den komplizierten Aufbau dieser Forschungsstation in der Antarktis. "nano" ist auch bei einer Expedition des Forschungsschiffs "Polarstern" dabei und trifft dort eine Lehrerin aus Berlin. Sie nimmt an dieser Reise teil, um daraus Projekte für ihre Schüler zu entwerfen. Außerdem erklärt "nano", was es mit dem Antarktisvertrag auf sich hat.
Kristina zur Mühlen moderiert die Sendung aus dem Alfred-Wegener-Institut in Bremerhaven und trifft dort unter anderem Wissenschaftler, die in die Geheimnisse von Bohrkernen einweihen.


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19:00
Stereo-Ton16:9 FormatVideotext Untertitel

heute

anschl. 3sat-Wetter


Aktuelle, informative Beiträge und Live-Schaltgespräche zu den Topthemen des Tages aus Politik, Wirtschaft, Justiz, Wissenschaft und Sport liefert die ZDF-Nachrichtensendung.


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19:15
Stereo-Ton16:9 FormatVideotext Untertitel

Fahrten ins Ungewisse - Verschollen vor Spitzbergen

Film von Kirsten Hoehne und Frode Mo

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Am Morgen des 5. August 1912 verlässt die "Herzog Ernst" den norwegischen Hafen Tromsø und nimmt Kurs auf Spitzbergen. An Bord: der Polarforscher Herbert Schröder-Stranz und eine 15 Mann starke Crew aus Seeleuten und Wissenschaftlern. Schon seit Jahren träumt der ...

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Am Morgen des 5. August 1912 verlässt die "Herzog Ernst" den norwegischen Hafen Tromsø und nimmt Kurs auf Spitzbergen. An Bord: der Polarforscher Herbert Schröder-Stranz und eine 15 Mann starke Crew aus Seeleuten und Wissenschaftlern. Schon seit Jahren träumt der ehemalige Offizier von der Durchquerung der Nord-Ost-Passage. Jetzt scheint er seinem Ziel ein Stück näher zu sein. Der kleine Stoßtrupp ist unterwegs im Auftrag des Deutschen Kaisers Willhelm II. Doch schon wenige Tage später scheitert das Unternehmen. Die "Herzog Ernst" wird vor Spitzbergen zwischen Kap Platen und dem Nordkap vom Eis eingeschlossen. Am 15. August lässt sich der Deutsche mit drei Kameraden auf einer gewaltigen Scholle absetzen, um mit Hundeschlitten, Kajaks und einigen Vorräten bis nach Cross Bai an der Westküste zu gelangen. Ein Selbstmordkommando, wie sich herausstellen sollte. Die Spur verliert sich irgendwo im Eismeer zwischen 80 Grad 17 Minuten Nord und 24 Grad 10 Minuten Ost. Kurz darauf setzt sich eine zweite Gruppe ab, in der Hoffnung, der weißen Hölle zu entkommen. Doch auch sie kehrt nicht zurück. Drei Rettungskommandos machen sich in den folgenden Monaten auf, nach den Schiffbrüchigen zu fahnden. Nur sieben Teilnehmer der Erkundungsfahrt durch die Arktis können gerettet werden. Doch von Herbert Schröder-Stranz und den anderen Mitgliedern der Expedition fehlt jedes Lebenszeichen.
Im Juli 2007, fast 100 Jahre nach dem Verschwinden der wagemutigen Truppe, folgt der Abenteurer Arved Fuchs den Spuren dieser Expedition. Mit dabei ist der Meteorologe Dr. Dirk Notz des Max-Planck-Instituts Hamburg. Der Film begleitet die beiden bei ihrer Reise. Parallel dazu setzt der Film die tragische Geschichte von Herbert Schröder-Stranz in Szene.


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20:00
Stereo-Ton16:9 FormatVideotext Untertitel

Tagesschau



ARD-Nachrichten aus dem In- und Ausland auf den Punkt gebracht.
(ARD)


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20:15
Stereo-Ton16:9 Format

Die verschwundene Expedition

Dokumentarfilm von Peter Bate, Deutschland 2005

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1845 stach Sir John Franklin mit zwei Schiffen und über 100 Männern in See, um die sagenumwobene Nordwestpassage ausfindig zu machen. Schon im 16. Jahrhundert träumten europäische Seeleute von einem weitgehend eisfreien Seeweg durch die Arktis nach Asien. Die ...

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1845 stach Sir John Franklin mit zwei Schiffen und über 100 Männern in See, um die sagenumwobene Nordwestpassage ausfindig zu machen. Schon im 16. Jahrhundert träumten europäische Seeleute von einem weitgehend eisfreien Seeweg durch die Arktis nach Asien. Die Schiffsroute sollte durch die zahlreichen Inseln im Norden Kanadas führen. Doch John Franklins Expedition verscholl im ewigen Eis. Trotz zahlreicher Suchaktionen und einer ganzen Serie von wissenschaftlichen Expeditionen ist das, was wirklich mit Franklins Arktis-Expedition geschah, noch immer ein Geheimnis. Neun Jahre nachdem die Schiffe England verlassen hatten, erfuhr man, dass alle Männer tot waren - und Kannibalismus im Spiel gewesen sein sollte. Eine nationale Katastrophe verwandelte sich in eine nationale Schande. Die Suche nach John Franklin und seinen Männern wurde zur vielleicht größten Menschenjagd in der Geschichte. Über die Jahre hinweg wurden vielversprechende Beweisstücke entdeckt und analysiert, darunter Leichen, Proviant und weitere Gegenstände. Selbst heute noch machen sich Forscher und Abenteurer auf den Weg, um das Grab John Franklins und die Logbücher der Expedition zu finden. Ohne diese Unterlagen wird das Geheimnis nicht gelöst werden können. Tatsache ist: Die Männer starben unter grausamen Bedingungen an einem der erbarmungslosesten Orte der Erde. Ihr Tod und das Scheitern ihrer Mission beendeten das britische Interesse an der Arktis und änderten damit den Kurs der Geschichte des britischen Imperiums.
Der Dokumentarfilmer Peter Bate hat einige Abenteurer bei der Spurensuche im ewigen Eis beobachtet.


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21:45

Antarktis - Aufbruch ins ewige Eis

Reportage von Carsten Thurau

Erstausstrahlung

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Gletscher, Buchten und Eisberge: Die Antarktis ist ein rauer und beinahe menschenfeindlicher Ort. Dennoch lockt das Gebiet abenteuerlustige Individualtouristen ebenso wie verwöhnte Kreuzfahrturlauber. Der Tourismus in dieser Region erlebt einen regelrechten Boom. ...

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Gletscher, Buchten und Eisberge: Die Antarktis ist ein rauer und beinahe menschenfeindlicher Ort. Dennoch lockt das Gebiet abenteuerlustige Individualtouristen ebenso wie verwöhnte Kreuzfahrturlauber. Der Tourismus in dieser Region erlebt einen regelrechten Boom. Zahlungskräftige Urlauber starten mit dem deutschen Expeditionsschiff "MS Hanseatic" vom südlichsten Punkt Argentiniens aus in die Antarktis. Zur Tour gehören Landgänge zu Pinguinkolonien und in die schönste Bucht der Antarktis, die "Paradise Bay". Auf der Forschungsstation Jubany dagegen wird gearbeitet: Eine 24-jährige Biologie-Studentin aus Jena beispielsweise schreibt dort ihre Diplomarbeit über die Küken der Buntfußsturmschwalbe. Auf einer anderen Forschungsstation, der Esperanza, beginnt für eine Familie aus Buenos Aires der Alltag im Eis: Ein Jahr lang werden Nora und Marcos mit ihren Kindern auf der Antarktisstation leben. Auf dem größten Eisberg der Welt arbeitet der US-amerikanische Wissenschaftler Ted Scambos. Aus diesem Forschungslabor kommen Daten und Satellitenbilder, die mehr Aufschluss geben sollen über den rasant fortschreitenden Klimawandel. Denn in der Antarktis wird die Bedrohung durch die Erderwärmung besonders deutlich.
Auslandskorrespondent Carsten Thurau war in der Arktis unterwegs und traf dort Menschen, die am südlichsten Ende der Erde Urlaub machen, forschen und leben.


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22:15
Stereo-Ton16:9 Format

Arktis - eiskalt und heiß umstritten

Die Folgen des Klimawandels

Film von Ralf Bonsels

Erstausstrahlung

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Die Erderwärmung löst die Arktis aus dem Würgegriff des Eises und eröffnet neue Chancen für die Wirtschaft: Der Klimawandel vereinfacht den Zugriff auf Bodenschätze wie Öl, Gas und Gold. Das neue Interesse am Norden verändert die Polarregion rasant: politisch, ...

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Die Erderwärmung löst die Arktis aus dem Würgegriff des Eises und eröffnet neue Chancen für die Wirtschaft: Der Klimawandel vereinfacht den Zugriff auf Bodenschätze wie Öl, Gas und Gold. Das neue Interesse am Norden verändert die Polarregion rasant: politisch, wirtschaftlich, aber auch kulturell und sozial. In der kanadischen Ostarktis erschließt ein Unternehmen ein riesiges Eisenerzgebiet, das den einheimischen Inuit für mehrere Generationen Arbeit und Wohlstand bringen soll. Lange galt die Förderung in dem unwirtlichen Gebiet als zu teuer und zu aufwendig. Durch die Erderwärmung wird auch die Nordwestpassage in einigen Jahren über mehrere Monate hinweg schiffbar sein, so Prognosen. Der Seeweg von Amerika und Europa nach Asien könnte sich erheblich verkürzen und die Strecke zu einer zentralen Welthandelsroute machen. Amerika und Europa bestreiten jedoch Kanadas alleinige Souveränität über die Passage. Für Grönlands Fischer bedeutet der Klimawandel weniger Fluch als Segen: Die kleine Gemeinde Ilulissat verzeichnet seit einiger Zeit neue Fischarten aus dem Süden. Grönland hofft, durch eine künftige Ölförderung sogar zu einem reichen und unabhängigen Land zu werden. Noch geht es nicht ohne Experten und Know-how aus dem Mutterland Dänemark. Dem wirtschaftlichen Aufbruch in der Arktis stehen jedoch politische Spannungen, soziale Verwerfungen und unabsehbare Umweltschäden gegenüber.
Autor Ralf Bonsels hat sich in Kanada und Grönland ein Bild von dem wirtschaftlichen Wandel gemacht.


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22:45
Stereo-Ton16:9 Format

Aufbruch im Nordmeer (1/3)

Der Traum von der Nordostpassage

Film von Christian Kähler

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Die Handelsroute nach Asien und Amerika ist ein Milliardengeschäft. Längst werden neue eisfähige Frachtschiffe getestet, die ihren Weg allein entlang der sibirischen Küste durch das Packeis der sogenannten Nordostpassage machen sollen. Satellitentechnik soll die ...
(ARD/RBB/WDR)

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Die Handelsroute nach Asien und Amerika ist ein Milliardengeschäft. Längst werden neue eisfähige Frachtschiffe getestet, die ihren Weg allein entlang der sibirischen Küste durch das Packeis der sogenannten Nordostpassage machen sollen. Satellitentechnik soll die günstigsten Routen durch die eisfreien Gebiete weisen und die Schiffe von russischen Eisbrechern unabhängig machen.
Die Dokumentation erkundet die eisige Region und begleitet die Fahrt des russischen Atomeisbrechers "Jamal" zum Nordpol. Die faszinierende Fahrt durch das Eis berührt auch den Franz-Josef-Land-Archipel. Dort lassen sich Vogelkolonien, Eisbären und Robben beobachten. Verlassene Stationen russischer Expeditionen zeugen vom einstigen Ruhm der sowjetischen Polarforschung. Der Film führt auch nach St. Petersburg. Dort arbeiten russische Wissenschaftler und Wirtschaftsexperten an einer Wiederbelebung der arktischen Forschung. Nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion war der Schiffsverkehr auf dem nördlichen Seeweg wegen der hohen Transportkosten praktisch eingestellt worden. Jetzt könnten klimatische Veränderungen die Route wirtschaftlicher werden lassen. In Deutschland erproben deutsche Reeder und Schiffsbauer neue Schiffstypen. Die Dokumentation zeigt, dass der Klimawandel in der Arktis einen bisher unbemerkten Boom ausgelöst hat. Mit ihm sind Hoffnungen und Gefahren für eine der schönsten Regionen unseres Planeten verbunden.

Die weiteren Folgen der dreiteiligen Reihe "Aufbruch im Nordmeer" zeigt 3sat im Anschluss ab 23.30 Uhr.
(ARD/RBB/WDR)


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23:30
Stereo-Ton16:9 Format

Aufbruch im Nordmeer (2/3)

Frischer Fang im Beringmeer

Film von Holger Preusse und Eberhard Rühle

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Das Beringmeer ist eines der fischreichsten Gewässer der Erde. Dort, zwischen Arktis und Nordpazifik, treffen die Großmächte Russland und USA direkt aufeinander. Wo früher lediglich Ureinwohner nach Fischen, Robben und Walrossen jagten, geht heute die kommerzielle ...
(ARD/RBB/WDR)

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Das Beringmeer ist eines der fischreichsten Gewässer der Erde. Dort, zwischen Arktis und Nordpazifik, treffen die Großmächte Russland und USA direkt aufeinander. Wo früher lediglich Ureinwohner nach Fischen, Robben und Walrossen jagten, geht heute die kommerzielle Fischerei auf Fang. Russische, amerikanische und asiatische Fischtrawler machen vor allem Jagd auf den begehrten Seelachs. Wer heute Fischstäbchen, Tiefkühlfilets und Fast-Food-Fisch kauft, erhält fast immer Seelachs. Doch die Zukunft der Seelachsfischerei ist ungewiss. Wissenschaftliche Untersuchungen belegen, dass die Temperaturen im Beringmeer steigen und viel weniger Eis in den Süden gelangt. Als Folge ziehen mehr und mehr Fische weiter nach Norden. Der Schwerpunkt der Seelachsfischerei wird sich daher in russische und internationale Gewässer verlagern. Da dort - anders als im amerikanischen Teil des Beringmeers - die Fangmengen kaum kontrolliert werden und nachhaltiges Fischen noch immer ein Fremdwort ist, droht Überfischung.
Die Dokumentation hat sich auf den Pribilof- und Kommandeurinseln umgesehen, einst Heimat großer Pelzrobben- und Seelöwenpopulationen, und auf der russischen Halbinsel Kamtschatka am Rand des Beringmeers, wo die Menschen vom Fischfang leben. Sie hat Umweltschutzgruppen, lokale Fischer und Polizeiinspektoren begleitet und sich an Bord einer schwimmenden Fischfabrik begeben. In eindrucksvollen Bildern zeigt die Dokumentation den bislang wenig beachteten Zusammenhang zwischen Klimawandel und Überfischung.
(ARD/RBB/WDR)


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0:00
Stereo-Ton16:9 Format

Arctic Circle Race



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0:15
Stereo-Ton16:9 Format

Aufbruch im Nordmeer (3/3)

Der Schatz in der Barentssee

Film von Claus Wischmann

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In der Barentssee befinden sich enorme Gas- und Ölvorkommen. Lange Zeit war ihr Abbau technisch und wirtschaftlich undenkbar. Jetzt hat das erste Gasfeld die Produktion aufgenommen: Snøhvit, auf Deutsch Schneewittchen. 140 Kilometer vor Hammerfest, mitten im Meer, ...
(ARD/WDR/RBB)

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In der Barentssee befinden sich enorme Gas- und Ölvorkommen. Lange Zeit war ihr Abbau technisch und wirtschaftlich undenkbar. Jetzt hat das erste Gasfeld die Produktion aufgenommen: Snøhvit, auf Deutsch Schneewittchen. 140 Kilometer vor Hammerfest, mitten im Meer, fördern vollautomatische Anlagen den Rohstoff zutage, Pipelines transportieren ihn zur modernsten Gasverflüssigungsanlage der Welt. Snøhvit ist der Brückenkopf zur Eroberung der Arktis, der erste Schritt ins Polarmeer. Ove Tobias Gudmestad hat an der Planung dieses gigantischen norwegischen Industrieprojekts mitgearbeitet. Er ist für die Eroberung der arktischen Ressourcen bei einem norwegischen Öl- und Gaskonzern zuständig. Mit Wissenschaftlern und Ingenieuren sucht er nach neuen Technologien, um die Schätze aus den eisigen Fluten zu bergen und weitere Vorkommen zu erschließen. Nicht alle Menschen aber sind vom Boom in der Barentssee so begeistert wie diese Schatzsucher. Nina Jensen von der Umweltorganisation World Wide Fund of Nature (WWF) verfolgt die Aktivitäten der Energiekonzerne seit Jahren mit kritischem Blick. Die Arktis ist eine der letzten weitgehend unberührten Naturlandschaften der Welt. Ölkatastrophen könnten in dieser hochsensiblen Gegend schlimmste Auswirkungen auf die Umwelt haben.
Die Dokumentation begleitet Ove Tobias Gudmestad auf dem Weg Richtung Polarmeer und Nina Jensen vom WWF bei ihrem Einsatz gegen einen unbedachten Raubbau an der Natur. Doch eines ist sicher: Die Welt braucht neue Ressourcen, und die Barentssee hat sie. Der Aufbruch ins Nordmeer hat dort längst begonnen.
(ARD/WDR/RBB)


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1:00
Stereo-Ton16:9 Format

Antarktis - Überwintern im ewigen Eis (1/3)

Aufbruch

Film von Jens Dücker

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Antarktis, Atkabucht, 200 Meter dickes Eis, Temperaturen bis minus 50 Grad, monatelange Polarnacht: In dieser lebensfeindlichen Umgebung überwintert jedes Jahr eine Gruppe von neun Menschen in der Neumayer-Forschungsstation. Die dreiteilige Dokumentation begleitet den ...
(ARD/RB)

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Antarktis, Atkabucht, 200 Meter dickes Eis, Temperaturen bis minus 50 Grad, monatelange Polarnacht: In dieser lebensfeindlichen Umgebung überwintert jedes Jahr eine Gruppe von neun Menschen in der Neumayer-Forschungsstation. Die dreiteilige Dokumentation begleitet den Alltag der "Besatzung" im Winter 2006. Die erste Folge berichtet vom Aufbruch der Gruppe und der ersten Zeit in der Forschungsstation.
Insgesamt 15 Monate wird eine kleine Gruppe von Menschen in der Antarktis in der deutschen Neumayer-Forschungsstation verbringen. Neun Monate davon sind sie völlig von der Umwelt abgeschnitten. Zwar sind sie via Satellit telefonisch erreichbar, und auch die wissenschaftlichen Daten werden regelmäßig nach Deutschland übertragen. Doch egal, was passiert: Kein Transportmittel der Welt schafft es, während des langen polaren Winters zwischen März und Oktober die Station zu erreichen. Im Vorfeld hat das Alfred-Wegener-Institut für Polarforschung seine "Überwinterer" entsprechend vorbereitet. In den österreichischen Alpen wurde trainiert, wie ein Verunglückter aus einer Eisspalte geborgen wird. Auf einem Marine-Übungsgelände musste mit schwerem Atemschutzgerät ein Brand gelöscht werden. In Kursen lernten die Wissenschaftler und Techniker außerdem, ihre fachlichen Aufgaben zu bewältigen. Die beiden Geophysiker Michaela Bock und Tobias Müller-Wrana sowie die Meteorologin Anja Anastou sammeln Daten für die seismologische Überwachung des sechsten Kontinents und für die globale Klimaforschung. Die Ärztin Anja Petzel und die Köchin Corinna Schultz sichern das Wohlergehen der Besatzung. Der Ingenieur Chris Behrendt und der Elektriker Andreas Buhl sorgen dafür, dass die technischen Voraussetzungen für die Forschungsarbeit gewährleistet sind. Die neun "Überwinterer" stehen vor der größten Herausforderung ihres Lebens.

Die weiteren Folgen der dreiteiligen Reihe "Antarktis - Überwintern im ewigen Eis" zeigt 3sat im Anschluss, ab 1.45 Uhr.

(ARD/RB)


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1:45
Stereo-Ton16:9 Format

Antarktis - Überwintern im ewigen Eis (2/3)

Isolation

Film von Jens Dücker

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Antarktis, Atkabucht, 200 Meter dickes Eis, Temperaturen bis minus 50 Grad, monatelange Polarnacht. In dieser lebensfeindlichen Umgebung überwintert jedes Jahr eine Gruppe von neun Menschen in der Neumayer-Forschungsstation. Die dreiteilige Dokumentation begleitet den ...
(ARD/RB)

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Antarktis, Atkabucht, 200 Meter dickes Eis, Temperaturen bis minus 50 Grad, monatelange Polarnacht. In dieser lebensfeindlichen Umgebung überwintert jedes Jahr eine Gruppe von neun Menschen in der Neumayer-Forschungsstation. Die dreiteilige Dokumentation begleitet den Alltag der "Besatzung" im Winter 2006. Die zweite Folge berichtet vom Leben in der Abgeschiedenheit des ewigen Eises.
Die Neumayer-Station besteht aus zwei fast 100 Meter langen, miteinander verbundenen Wellblechröhren, die im Lauf der Jahre immer tiefer im Eis versunken sind. In den Röhren befinden sich Container mit Wohn- und Arbeitsräumen. Während der Sommermonate Dezember und Januar leben dort bis zu 50 Personen. Ende Februar ist es dann soweit: Der letzte Polarflieger hebt ab, neun Menschen sind nun allein in der Antarktisstation. Es gibt kein Zurück mehr. Mit sehr unterschiedlichen Erwartungen geht jeder Einzelne aus der Gruppe in die Zeit der Isolation. Die Beziehung mit dem Lebenspartner zu Hause kommt auf den Prüfstand. Plötzlich ist man sich seiner Stärke nicht mehr sicher. Hält man die Stille aus? Schafft man den Job? Harmoniert man in der Gruppe? Im Alltag der Forschungsstation gibt es während des Winters wenig Abwechslung. Bei schönem Wetter kann man zwar die Kolonie der Kaiserpinguine besuchen, joggen gehen, telefonieren oder meditieren. Doch bei Sturm und Kälte bleibt man in der Station mit den immer gleichen Leuten gefangen. So ist es wochenlang. Unzufriedenheit, Heimweh, Resignation und Anpassungsschwierigkeiten von Einzelnen sind eine schwere Belastung für eine Gruppe von Menschen, die mehr oder weniger zufällig zusammengewürfelt wurden. Es kommt zu Konflikten. Jeder versucht, so gut wie möglich, über die Zeit zu kommen.
(ARD/RB)


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2:30
Stereo-Ton16:9 Format

Antarktis - Überwintern im ewigen Eis (3/3)

Abschied

Film von Jens Dücker

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Antarktis, Atkabucht, 200 Meter dickes Eis, Temperaturen bis minus 50 Grad, monatelange Polarnacht. In dieser lebensfeindlichen Umgebung überwintert jedes Jahr eine Gruppe von neun Menschen in der Neumayer-Forschungsstation. Die dreiteilige Dokumentation begleitet den ...
(ARD/RB)

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Antarktis, Atkabucht, 200 Meter dickes Eis, Temperaturen bis minus 50 Grad, monatelange Polarnacht. In dieser lebensfeindlichen Umgebung überwintert jedes Jahr eine Gruppe von neun Menschen in der Neumayer-Forschungsstation. Die dreiteilige Dokumentation begleitet den Alltag der "Besatzung" im Winter 2006. Die dritte Folge zeigt die letzten Wochen auf der Forschungsstation und den Abschied.
Ein Jahr lang hat die kleine Gruppe von Menschen unter extremen Bedingungen in der deutschen Antarktisstation schon ausgeharrt. Dann kündigt sich das Ende der Isolation an. Die Ablösung soll kommen und mit ihr wieder neue Forscher und Techniker. Es herrschen gemischte Gefühle bei den Überwinterern in der Forschungsstation. Die einen freuen sich auf neue Gesellschaft, die anderen fürchten den Verlust von Ruhe und Einsamkeit, die sie sehr genossen haben - trotz aller Konflikte. Die Gruppe rüstet die Station für das nächste Jahr und führt die Neuen in ihre Arbeit ein. Mit dem Beginn des Sommers ist auch das deutsche Forschungsschiff "Polarstern" in die Antarktis gekommen, mit Containern voll Technik und Proviant an Bord. Doch es hat Probleme, seine Ladung zu löschen. Unter großen Gefahren gelingt es schließlich, den Nachschub für die Forschungsstation zu sichern, denn die Kettenfahrzeuge, mit denen die Container geschleppt werden, müssen über das von Rissen durchzogene Meereis fahren. Eine logistische Meisterleistung. Wie jedes Jahr im Sommer kommt auch ein Bautrupp. Seine Aufgabe: die Container mit den Wohn- und Arbeitsräumen in der unterirdischen Station wieder ins Lot zu bringen. Die Wellblechröhren, die die Station beherbergen, verformen sich nämlich unter dem Druck des Eises. Dass Neumayer II nicht ewig halten wird, war den Konstrukteuren des Alfred-Wegener-Instituts von Anfang an klar. Die unterirdische Station wird 2009 aufgegeben. Neumayer III ist schon geplant. Das Team beginnt während der letzten Tage seines Aufenthalts bereits mit den Vorbereitungen für den Bau der neuen, überirdischen Forschungsstation.
(ARD/RB)


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3:15
Stereo-Ton16:9 Format

Giganten im Packeis

Handelsschiffe auf dem Weg durchs Nordmeer

Film von John A. Kantara

(aus der 3sat-Reihe "hitec")

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Gewaltige Öl- und Erdgasfelder liegen in der russischen Arktis: etwa 20 bis 30 Prozent des Rohstoffvorkommens der Welt. Durch den Klimawandel und die damit immer früher einsetzende Eisschmelze wird die Nordostpassage entlang der sibirischen Küste für den Schiffsverkehr ...

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Gewaltige Öl- und Erdgasfelder liegen in der russischen Arktis: etwa 20 bis 30 Prozent des Rohstoffvorkommens der Welt. Durch den Klimawandel und die damit immer früher einsetzende Eisschmelze wird die Nordostpassage entlang der sibirischen Küste für den Schiffsverkehr interessant. Doch obwohl das Eis der Arktis schmilzt und die Eisdicke abnimmt, werden die Probleme für den Schiffsverkehr vorerst größer. Denn wenn dünnes Eis bricht, türmt der Wind die Eisschollen zu bis zu 20 Meter dicken Eisbarrieren auf. Hier haben normale Schiffe keine Chance durchzukommen. Finnische Ingenieure haben deshalb neue Schiffe entwickelt, die als Tanker, Containerschiff oder Frachter fungieren und gleichzeitig auch Eisbrecher sind: sogenannte Double-Acting-Schiffe. Ein Double-Acting-Schiff kostet zwar fast das Doppelte eines konventionellen Schifftyps, trotzdem würde sich der Einsatz lohnen: Die Transportkosten wären günstiger als der Bau neuer Pipelines. Seit zwei Jahren wird im Aker Arctic Research Centre in Helsinki ein Versorgungsschiff für künftige Ölplattformen in der Arktis entwickelt. Es soll meterdickes Eis durchfahren und treibendes Packeis von Ölplattformen fernhalten. Es ist ein Schiff mit gleich drei Funktionen: Es ist Frachter, Eisbrecher und wendiger Schlepper zugleich.
"hitec"-Autor John A. Kantara berichtet über Entwicklung und Bau der neuen Giganten im Nordmeer.


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3:40
VPS 03:44

Stereo-TonVideotext Untertitel

Unterm Kreuz des Südens

Film von Georg Graffe und Klaus Kafitz

3. Wettlauf zum Südpol


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4:30
Stereo-Ton16:9 Format

Sonnenwende

Film von Bernd Reufels

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Es ist eine der wildesten und lebensfeindlichsten Regionen der Erde: der hohe Norden jenseits des Polarkreises. Das Leben der Menschen unter dem Nordstern Polaris bedeutet einen ständigen Kampf gegen die Naturgewalten. Was hat die Menschen dorthin gebracht, wie leben und ...

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Es ist eine der wildesten und lebensfeindlichsten Regionen der Erde: der hohe Norden jenseits des Polarkreises. Das Leben der Menschen unter dem Nordstern Polaris bedeutet einen ständigen Kampf gegen die Naturgewalten. Was hat die Menschen dorthin gebracht, wie leben und überleben sie - und warum bleiben sie?
Bernd Reufels ist nach Grönland, Finnland und Sibirien aufgebrochen und hat drei Familien in ihrem Alltag begleitet - von der Sommersonnenwende bis zum letzten Sonnenuntergang in der Polarnacht. Sie haben dort ihre Heimat gefunden, wo viele freiwillig nicht leben würden. Wie der grönländische Fischer und Jäger Fritz Johansen, 40. Er lebt in einer der nördlichsten bewohnten Siedlungen der Erde mit seiner Frau und der 18-jährigen Tochter, die bereits selbst ein Baby hat. In den Sommerferien soll sein 15-jähriger Sohn mit ihm zusammen das Jagen lernen - und entscheidet sich gegen den Willen der Eltern, die Schule zu verlassen, um weiter auf dem Meer sein zu können. Der sibirische Pilot Oleg Karlik, 39, wohnt mit seiner Frau Natascha und dem achtjährigen Sohn Sergej nahe dem Kältepol der Erde. Sein Hubschrauber bedeutet für die Menschen der Tundra die einzige Verbindung zur Welt. Am längsten Tag des Jahres begleitet ihn sein kleiner Sohn zu einem tragischen Rettungsflug. Tierärztin Marja Nuorgam lebt im einsamen Norden Finnlands mit ihrem Mann, dem Rentierzüchter Jorma, und ihren drei Kindern. Die zwölfjährige Aili hilft in den Ferien der Mutter, auf der Suche nach einer eigenen Perspektive für die Zukunft: Welche Möglichkeiten bietet ihr der Norden?

In der Dokumentation "Winterlicht" im Anschluss um 5.15 Uhr zeigt 3sat, wie die drei Familien den Winter jenseits des Polarkreises verbringen.


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5:15
Stereo-Ton16:9 Format

Winterlicht

Film von Bernd Reufels

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Es ist eine der wildesten und lebensfeindlichsten Regionen der Erde: der hohe Norden jenseits des Polarkreises. Das Leben der Menschen unter dem Nordstern Polaris bedeutet einen ständigen Kampf gegen die Naturgewalten. Was hat die Menschen dorthin gebracht, wie leben und ...

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Es ist eine der wildesten und lebensfeindlichsten Regionen der Erde: der hohe Norden jenseits des Polarkreises. Das Leben der Menschen unter dem Nordstern Polaris bedeutet einen ständigen Kampf gegen die Naturgewalten. Was hat die Menschen dorthin gebracht, wie leben und überleben sie - und warum bleiben sie?
Der Winter ist in Grönland für die Johansens die Zeit der Hundeschlitten und der großen Jagden, in Finnland muss Tierärztin Marja sich um die Rentiere kümmern, und im nördlichen Sibirien wird Olegs Hubschrauber zur Nabelschnur in der eisigen Tundra. Die Polarnacht ist für alle die härteste Zeit des Jahres. Aber die Menschen des Nordens dramatisieren ihr Schicksal nicht. Sie zeigen stattdessen, wie sie sich in ihrer lebensfeindlichen Heimat eingerichtet haben und den oftmals gefährlichen und dramatischen Entwicklungen standhalten.

Sendeende: 6:00 Uhr