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Mai 2019
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Gründonnerstag - Donnerstag, 18. April
Programmwoche 16/2019
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6:23
VPS 06:20

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

Kulturzeit

Das 3sat-Kulturmagazin von ZDF, ORF, SRF und ARD

Moderation: Vivian Perkovic

Ganzen Text anzeigenPolitische Ikonographie
Politische Ikonographie beschreibt die künstlerische Inszenierung politischer Macht. Doch was geschieht, wenn die Zerbrechlichkeit von Architektur offenbar wird?

Gespräch mit Philipp Blom, Historiker
Im Denkmal ist Geschichte ...

Text zuklappenPolitische Ikonographie
Politische Ikonographie beschreibt die künstlerische Inszenierung politischer Macht. Doch was geschieht, wenn die Zerbrechlichkeit von Architektur offenbar wird?

Gespräch mit Philipp Blom, Historiker
Im Denkmal ist Geschichte festgehalten, je älter das Denkmal, umso mehr Geschichte. Warum brauchen wir so etwas für unsere Identitätsfindung?

Kunst im postdiktatorischen Myanmar
Trotz Repressionen findet in Yangon derzeit die erste Ausstellung zeitgenössischer Kunst aus Südostasien statt.

"Sprechende Kinder"
Greta Thunberg und Malala Yousafzai: zwei junge Aktivistinnen, die den Erwachsenen den Kampf angesagt haben. Wie neu ist das Phänomen?

Buch "African Waters"
Florian Wagners Bilder dokumentieren den Umgang mit der wichtigen Ressource: Wasser.

Oper "Quartett"
Sex ohne Liebe: Kann das auf Dauer gut gehen? Mit dieser Frage beschäftigt sich die Oper "Quartett" in Dortmund.


7:01
VPS 07:00

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

nano

Die Welt von morgen

Moderation: Gregor Steinbrenner

Ganzen Text anzeigenAufholjagd
Chinesische Hersteller sind Vorreiter bei E-Autos

Vom Seeigel lernen
Bionische Bauten werden mit Roboterhilfe gefertigt

Risikofaktor
LPA-Wert ist genetisch bestimmt und verändert sich so gut wie nicht

Recht auf ...

Text zuklappenAufholjagd
Chinesische Hersteller sind Vorreiter bei E-Autos

Vom Seeigel lernen
Bionische Bauten werden mit Roboterhilfe gefertigt

Risikofaktor
LPA-Wert ist genetisch bestimmt und verändert sich so gut wie nicht

Recht auf Aufklärung
Die vermissten Opfer des Bürgerkriegs in Kolumbien wurden an schwer zugänglichen Stellen vergraben


7:30
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

Alpenpanorama


"Alpenpanorama" zeigt über zahlreiche Web- und Panoramakameras täglich Livebilder aus ausgewählten Urlaubsorten.

Die Sendung informiert auch über Temperatur- und Wetterbedingungen vor Ort.


(ORF/3sat)


9:00
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)Videotext Untertitel

ZIB


Die Kurzausgaben der österreichischen Nachrichtensendung "Zeit im Bild" (ZIB) liefern neben klassischen Nachrichten Informationen über Entwicklungen auf den Finanzmärkten und Expertenanalysen.

Ein Laufband informiert über die aktuellen Börsenkurse.


(ORF)


9:07
VPS 09:05

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

Kulturzeit

Das 3sat-Kulturmagazin von ZDF, ORF, SRF und ARD

Moderation: Vivian Perkovic

Ganzen Text anzeigenPolitische Ikonographie
Politische Ikonographie beschreibt die künstlerische Inszenierung politischer Macht. Doch was geschieht, wenn die Zerbrechlichkeit von Architektur offenbar wird?

Gespräch mit Philipp Blom, Historiker
Im Denkmal ist Geschichte ...

Text zuklappenPolitische Ikonographie
Politische Ikonographie beschreibt die künstlerische Inszenierung politischer Macht. Doch was geschieht, wenn die Zerbrechlichkeit von Architektur offenbar wird?

Gespräch mit Philipp Blom, Historiker
Im Denkmal ist Geschichte festgehalten, je älter das Denkmal, umso mehr Geschichte. Warum brauchen wir so etwas für unsere Identitätsfindung?

Kunst im postdiktatorischen Myanmar
Trotz Repressionen findet in Yangon derzeit die erste Ausstellung zeitgenössischer Kunst aus Südostasien statt.

"Sprechende Kinder"
Greta Thunberg und Malala Yousafzai: zwei junge Aktivistinnen, die den Erwachsenen den Kampf angesagt haben. Wie neu ist das Phänomen?

Buch "African Waters"
Florian Wagners Bilder dokumentieren den Umgang mit der wichtigen Ressource: Wasser.

Oper "Quartett"
Sex ohne Liebe: Kann das auf Dauer gut gehen? Mit dieser Frage beschäftigt sich die Oper "Quartett" in Dortmund.


9:46
VPS 09:45

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

nano

Die Welt von morgen

Moderation: Gregor Steinbrenner

Ganzen Text anzeigenAufholjagd
Chinesische Hersteller sind Vorreiter bei E-Autos

Vom Seeigel lernen
Bionische Bauten werden mit Roboterhilfe gefertigt

Risikofaktor
LPA-Wert ist genetisch bestimmt und verändert sich so gut wie nicht

Recht auf ...

Text zuklappenAufholjagd
Chinesische Hersteller sind Vorreiter bei E-Autos

Vom Seeigel lernen
Bionische Bauten werden mit Roboterhilfe gefertigt

Risikofaktor
LPA-Wert ist genetisch bestimmt und verändert sich so gut wie nicht

Recht auf Aufklärung
Die vermissten Opfer des Bürgerkriegs in Kolumbien wurden an schwer zugänglichen Stellen vergraben


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10:18
VPS 10:15

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)Videotext Untertitel

Kölner Treff

Moderation: Susan Link, Micky Beisenherz

Max Giesinger
Musiker

Wolfgang Stumph
Schauspieler

Lisa Feller
Komikerin

Doc Esser
Gesundheitsexperte

Giulia Becker
Autorin

Anne und Nikolaus Schneider
Theologen


(ARD/WDR)


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11:50
VPS 11:45

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

Thema

Moderation: Christoph Feurstein

Gewalt, Drill und Demütigung
Die Ballettakademie der Wiener Staatsoper

Josef Hartmann
Der Mann, der Missbrauch in der Kirche öffentlich machte

Gerettete Kindheit
70 Jahre SOS-Kinderdorf


(ORF)


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12:30
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

ECO

Das Wirtschaftsmagazin

Moderation: Reto Lipp

Ganzen Text anzeigenDie Buchungsplattform Airbnb will nicht einfach Wohnungen vermitteln. Gäste sollen eintauchen in fremde Kulturen und sich im Ausland zu Hause fühlen. Doch nicht alle sind einverstanden.

In vielen Metropolen formiert sich Widerstand. Wie reagieren Schweizer Behörden? ...

Text zuklappenDie Buchungsplattform Airbnb will nicht einfach Wohnungen vermitteln. Gäste sollen eintauchen in fremde Kulturen und sich im Ausland zu Hause fühlen. Doch nicht alle sind einverstanden.

In vielen Metropolen formiert sich Widerstand. Wie reagieren Schweizer Behörden? Und: Wie Sandra Lienhart sich als erste Schweizer Bankchefin behauptet. Das "ECO"-Porträt.


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13:00
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)Videotext Untertitel

ZIB


Die Kurzausgaben der österreichischen Nachrichtensendung "Zeit im Bild" (ZIB) liefern neben klassischen Nachrichten Informationen über Entwicklungen auf den Finanzmärkten und Expertenanalysen.

Ein Laufband informiert über die aktuellen Börsenkurse.


(ORF)


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13:22
VPS 13:20

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)Dolby-Digital 5.1 AudioVideotext Untertitel

Wilder Planet: Stürme

Film von Stefan Schneider

(aus der ZDF-Reihe "Terra X")

Ganzen Text anzeigenZyklone, Taifune, Tornados, Hurrikans - immer häufiger sorgt die ungeheure Zerstörungskraft solcher Luftgiganten für Schlagzeilen. Windforschung wird weltweit immer wichtiger.

Wie funktioniert ein großer Sturm? Welche Bedeutung haben die Windriesen für das ...

Text zuklappenZyklone, Taifune, Tornados, Hurrikans - immer häufiger sorgt die ungeheure Zerstörungskraft solcher Luftgiganten für Schlagzeilen. Windforschung wird weltweit immer wichtiger.

Wie funktioniert ein großer Sturm? Welche Bedeutung haben die Windriesen für das Weltklima? Wird es in Zukunft möglich sein, den Weg großer Stürme besser vorherzusagen und so präziser warnen zu können? Gelingt es gar, die Windgiganten mit neuer Technologie zu zähmen?

Mit einer Breite von über 80 Kilometern und Wandergeschwindigkeiten von 50 Kilometern pro Stunde kann beispielsweise ein einziger Zyklon jede Sekunde mehr als eine Million Kubikmeter Erdatmosphäre durcheinanderbringen. Die Schäden, die die Sturmriesen jährlich verursachen, gehen in die Milliarden. Nach Schätzungen amerikanischer Wissenschaftler sind den großen Stürmen im vergangenen Jahrhundert mehr als eine halbe Million Menschen zum Opfer gefallen.

Eine sichere Vorhersage gibt es längst nicht überall. In Florida jedoch steigen die Hurricane Hunters in ihren kleinen, wendigen Flugzeugen sofort auf, wenn sich ein Riesensturm der Küste nähert. Sie fliegen direkt ins Auge des Hurrikans. Ihre gefährliche Mission ist es, die Windgeschwindigkeiten im Inneren des Giganten zu messen und die Daten an das National Hurricane Center in Miami weiterzugeben. Diese Informationen ermöglichen es, Tropenstürme ab einer Entfernung von 260 Kilometern vor der Küste zu überwachen und Vorhersagen über ihren Verlauf und ihre Stärke zu machen. Die Flüge der Sturmpiloten können Leben retten, denn ihre präzisen Messdaten ermöglichen es den Experten, gezielt Warnungen an die Bevölkerung herauszugeben.

In Chester County in South Carolina interessiert man sich nicht so sehr für Vorwarnsysteme, sondern mehr dafür, die Schäden, die ein Sturm verursachen kann, von vornherein zu minimieren. Hurrikans machen harmlose Gegenstände zu tödlichen Geschossen und reißen einfache Häuser in Stücke. Das "Terra X"-Team besucht den Windtunnel des Business and Home Safety Research Center. Hier prüfen Fachleute verschiedene Häuser auf ihre Widerstandsfähigkeit gegenüber Hurrikanen, Feuersbrünsten und Hagelschlag. Der Tunnel hat einen quadratischen Grundriss von 45 Metern Länge und Breite und ist 19 Meter hoch. Über 100 Ventilatoren mit zwei Metern Durchmesser können Hurrikane der Kategorie 1 bis 3 simulieren, also Windgeschwindigkeiten bis zu 200 Kilometern pro Stunde. Wenn alle Ventilatoren hochfahren, wird so viel Elektrizität benötigt, wie eine Kleinstadt mit 9000 Einwohnern verbraucht. Glühende Asche, Hagelkörner und alle Arten von Fremdkörpern können der Windströmung über Kanäle beigemischt werden. Durch solche Tests erkennen die Ingenieure Schwachstellen an Gebäuden und entwickeln möglichst günstige und unkomplizierte Methoden, um die Häuser sicherer zu machen.

Ob solche Maßnahmen auch in Kalifornien ausreichen werden, ist fraglich. Schon seit Jahrzehnten bereitet sich der Küstenstaat auf ein größeres Erdbeben vor, den Big Bang. Nun glauben einige Wissenschaftler, dass Kalifornien besser beraten wäre, sich vor dem großen Sturm, dem sogenannten Arkstorm, zu schützen. Der Arkstorm ist nach Ansicht der Forscher ein Supersturm von geradezu biblischen Ausmaßen, der alle 100 bis 200 Jahre über Kalifornien hinwegfegt und zu sintflutartigen Regenfällen führt. Der letzte Arkstorm ereignete sich im Winter 1861/62 - was bedeutet, dass der nächste unmittelbar bevorsteht. Experten rechnen mit Schäden durch Überschwemmungen, Erdrutsche und Winde, die die Zerstörungen eines Mega-Erdbebens um ein Vielfaches übersteigen könnten.

Bislang glaubte man, dass Stürme in der Regel über den großen Wasserflächen der Weltmeere entstehen. Erst seit Kurzem halten es Wissenschaftler jedoch auch für möglich, dass die Sahara nicht ganz unbeteiligt an der Entstehung großer Stürme ist. Gewitterfronten über den Sandmeeren der Wüste könnten Windsysteme durcheinanderbringen und den ein oder anderen Ministurm auf den Weg über den Atlantik schicken, wo er Kraft sammelt und zu einem Sturmgiganten heranwächst.

Dass die Sahara noch viele andere Geheimnisse birgt, davon sind die Wissenschaftler des internationalen Forschungsprojekts FENNEC überzeugt. "Terra X" begleitet die Forscher in ihrem Flugzeug, das in weniger als 100 Metern Höhe über die Sandflächen dahinjagt. Die Wissenschaftler sind bei ihren Flügen einem bislang kaum bekannten Phänomen auf der Spur: Riesige, bisher unentdeckte Hitzeblasen wabern offenbar über der Wüste. Nach Meinung der Forscher sind diese Gebilde für Stürme, Sintfluten und Dürren in Afrika verantwortlich.

Normalerweise hätten Satelliten längst Wetterphänomene dieses Ausmaßes entdeckt, aber die dichten Sandschleier über der Sahara vernebeln den Satelliten die Sicht und machen das Sammeln von Daten unmöglich. Genaue Daten sind aber für die Landwirtschaft in Westafrika extrem wichtig. Bisher sind der Beginn der Regenzeit, Regenmenge und -dauer noch nicht voraussagbar. Mit den Ergebnissen des FENNEC-Projekts sollen in Zukunft Modelle entwickelt werden, die die Regenzeit besser vorhersagbar machen und den Bauern das Leben erleichtern.

Auch in Europa wächst die Angst vor zerstörerischen Stürmen. Der Sturm Kyrill im Jahr 2007 fegte von den Britischen Inseln bis nach Russland, ohne an Geschwindigkeit und Zerstörungskraft einzubüßen. Das Wetterphänomen brachte neben extremen Winden auch Gewitter und Tornados nach Europa und hinterließ eine Spur der Verwüstung. Klimamodelle zeigen, dass Stürme in den kommenden Jahrzehnten Europa nicht nur häufiger, sondern auch immer stärker treffen werden.


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14:06
VPS 14:05

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)Videotext Untertitel

Wilder Planet - wenn die Erde verrückt spielt

Film von Stefan Schneider

(aus der ZDF-Reihe "Terra X")

Ganzen Text anzeigenErdbeben, Vulkane und Stürme: Seit Menschengedenken haben diese Naturphänomene unseren Planeten im Griff. Sie zerstören, töten, vernichten. Aber sie spenden auch Leben.

Sie lassen Land und Böden fruchtbar werden. Wir erleben sie gleichzeitig als faszinierende ...

Text zuklappenErdbeben, Vulkane und Stürme: Seit Menschengedenken haben diese Naturphänomene unseren Planeten im Griff. Sie zerstören, töten, vernichten. Aber sie spenden auch Leben.

Sie lassen Land und Böden fruchtbar werden. Wir erleben sie gleichzeitig als faszinierende Naturschauspiele und heimtückische Bedrohung. Was sie am gefährlichsten macht, ist ihre Unberechenbarkeit.

Um die Mechanismen des Planeten besser zu verstehen und so die nächste Naturkatastrophe möglichst rechtzeitig voraussagen zu können, sind Wissenschaftler der unterschiedlichsten Disziplinen ständig an den gefährlichsten Orten der Welt im Einsatz. Statt Erdbeben, Vulkane und Stürme nur als Einzelphänomene zu untersuchen, haben die Forscher vor einiger Zeit angefangen, diese Naturgewalten zunehmend als Ganzes zu betrachten. Dabei sind sie merkwürdigen Zusammenhängen auf die Spur gekommen: Offensichtlich bedingen sich viele Naturphänomene gegenseitig.

In Chile untersucht beispielsweise der Geophysiker Stephen Miller von der Universität Bonn mit seinem Team eine Region in den chilenischen Anden. 2010 hatte ein gewaltiges Erdbeben den Seeboden vor der Küste Chiles erschüttert. Miller installierte Seismografen im Hinterland der Küstenregion, um zu beweisen, was Charles Darwin hier schon einmal vor 175 Jahren beobachtet hat: Erdbeben können Vulkanausbrüche verursachen. Wie genau die beiden Naturgewalten einander beeinflussen, untersuchen Miller und sein Team während einer Expedition zu Chiles aktivsten Feuerbergen.

Die Beziehung von Erdbeben und Vulkanismus ist zwar noch nicht umfassend erforscht, aber zumindest legten viele Beobachtungen einen Zusammenhang nahe. Ganz neu ist jedoch die Entdeckung des Geophysikers Shimon Wdowinski von der Universität Miami, der den Nachweis erbracht hat, dass Stürme Riesenbeben verursachen können.

Ein Beispiel ist der Taifun "Morakot", der im August 2000 über Taiwan wütete. Nur ein halbes Jahr später erschütterte das stärkste Beben seit mehr als 100 Jahren den Südosten des Landes. "Morakot" ließ binnen fünf Tagen knapp viermal so viel Wasser zu Boden prasseln, wie auf gleicher Fläche jährlich in Deutschland fällt. Die Sturzfluten entfesselten zahllose Erdlawinen. Gigantische Mengen Erdreich strömten auf diese Weise vom Festland ins Meer. Von der Last befreit, geriet der Untergrund in Bewegung. Die Erde bebte. Stürme scheinen weltweit durch den Transport großer Mengen von Erde, Sand und Wasser viel stärker auf die Oberfläche der Erde einzuwirken, als bislang angenommen. Sie können nicht nur Erdbeben, sondern auch Vulkanausbrüche auslösen.

Auch die Auswirkung großer Vulkane auf das weltweite Wettergeschehen ist ein wesentlicher Forschungsbereich. Der Vulkan Nyiragongo ist in der vom Bürgerkrieg geschüttelten Republik Kongo für Forscher kaum erreichbar. Dabei halten die Wissenschaftler eine permanente Überwachung des Feuerbergs für dringend notwendig. In 3500 Metern Höhe brodelt in seinem Krater ein 1000 Grad Celsius heißer Lavasee - ein außergewöhnliches Naturschauspiel und zugleich einer der größten natürlichen Umweltverschmutzer der Welt.

Täglich spuckt der Vulkan so viel Schwefeldioxid aus wie alle anderen Vulkane der Erde zusammen. Über die langfristigen Auswirkungen auf das Klima gibt es mittlerweile erste Erkenntnisse. Was jedoch ein Ausbruch des Giganten bedeuten würde, können die Wissenschaftler nur erahnen.


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14:52
VPS 14:50

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

Neuseeland von oben - Ein Paradies auf Erden (1/5)

Fjorde und Regenwälder

Film von Bruce Morrison und Serge Ou

Ganzen Text anzeigenDie Reihe zeigt die faszinierende Natur Neuseelands. An einzelnen Etappen, die durch ganz unterschiedliche Regionen führen, bringen Ortsansässige den Zuschauern Leben und Kultur nahe.

Diese Folge führt in eine der kältesten und regenreichsten Regionen nahe der ...

Text zuklappenDie Reihe zeigt die faszinierende Natur Neuseelands. An einzelnen Etappen, die durch ganz unterschiedliche Regionen führen, bringen Ortsansässige den Zuschauern Leben und Kultur nahe.

Diese Folge führt in eine der kältesten und regenreichsten Regionen nahe der Antarktis: in den Fiordland-Nationalpark. Er wurde 1952 zum Naturschutzgebiet erklärt und gehört mit 15 Fjorden und einer einzigartigen wilden Küstenlandschaft zum UNESCO-Welterbe.

Besonders die beiden Fjorde Milford Sound und Doubtful Sound gehören zu den begehrten Naturreisezielen des Inselstaats. Wie in ganz Neuseeland gibt es auch in der Region Fiordland keine einheimischen Landsäugetiere. So hat sich hier einst von Siedlern mitgebrachtes Rotwild dank fehlender natürlicher Feinde zur Plage entwickelt.

In den nährstoffreichen Gewässern vor der Küste Fiordlands tummeln sich zahlreiche Fische, aber auch Robben werden vom üppigen Nahrungsangebot angelockt. An den Küsten werden Langusten für den internationalen Export gefangen. Mit dem Dampfschiff geht es weiter nach Queenstown, einer der wenigen Städte im tiefen Süden. Vor den Toren der Stadt befindet sich ein Mekka für Fallschirmspringer. Außerdem dienten einige Plätze als Kulisse für die Fantasy-Film-Trilogie "Der Herr der Ringe".

Nicht weit hinter Queenstown türmen sich die höchsten Gipfel Neuseelands zu einem beeindruckenden Gebirge, das an die europäischen Alpen erinnert und den Namen "Southern Alps" trägt. Vom Meer her treibt die Tasmanische See feuchte Luft die Hänge hinauf. So gehört die Westseite der Gipfelkette zu den regenreichsten Gebieten der Erde und ist mit ausgedehnten Regenwäldern bedeckt. Neben riesigen Farnen findet man Scheinbuchen, die ihr Wurzelwerk in die dünne, fruchtbare Erdschicht graben, und Moose, die alles überziehen.

Auch die rund 580 Meter hohen Sutherland-Wasserfälle stürzen hier die Klippen hinab und bieten gerade nach starken Regenfällen einen spektakulären Anblick. Die Region ist Lebensraum des Kakapo, der einzigen Papageienart weltweit, die nicht fliegen kann. Der Kakapo ist heute stark bedroht und wird durch ein spezielles Brutprogramm im Nationalparkgebiet nachgezüchtet und wieder ausgewildert.


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15:35
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

Neuseeland von oben - Ein Paradies auf Erden (2/5)

Die Südalpen

Film von Leanne Pooley

Ganzen Text anzeigenHohe Berge, eine wilde Küstenlandschaft, die verlassenen Ruinen einer Goldgräberstadt, klare aus Gletscherwasser gespeiste Bergseen: Die Neuseeländischen Alpen sind spektakulär.

Weite Grasebenen wechseln sich mit majestätisch aufragenden, kargen Bergketten ab. ...

Text zuklappenHohe Berge, eine wilde Küstenlandschaft, die verlassenen Ruinen einer Goldgräberstadt, klare aus Gletscherwasser gespeiste Bergseen: Die Neuseeländischen Alpen sind spektakulär.

Weite Grasebenen wechseln sich mit majestätisch aufragenden, kargen Bergketten ab. Zwischen diesen Bergen befindet sich der höchste des Landes, der Mount Cook mit mehr als 3700 Metern. Gletscher haben das Gesicht der Südalpen Neuseelands geformt.

Das Wasser der Schmelzwasserflüsse hat die Berge mit tiefen Schluchten durchzogen. Im Landesinneren befinden sich funkelnde türkisfarbene Bergseen. Einige sind mit Kanälen verbunden, deren schnell fließendes Wasser für die Lachszucht genutzt wird. An anderen Seen wird das Wasser gestaut, um Energie zu erzeugen - Neuseeland deckt 75 Prozent seines Energiebedarfs aus regenerativen Quellen. 50 Prozent des Gesamtbedarfs werden allein durch Wasserkraft gewonnen. Das Land im Pazifik ist somit ein Vorreiter im Bereich der grünen Energie.

Der Aoraki- oder Mount-Cook-Nationalpark beherbergt nicht nur den höchsten und längsten aller Gletscher Neuseelands, sondern auch insgesamt 19 Gipfel über 3000 Meter. Der Maori-Name des Mount Cook, "Aoraki", bedeutet so viel wie "Wolken durchstechend". Ein Meer aus Wolken wogt um die schroffen, vereisten Gipfel und bietet ein atemberaubendes Panorama.

Im Gegensatz dazu ist die Region Otago, die nordöstlich der Southern Lakes liegt, trocken, heiß und staubig. In den 1860er-Jahren lag hier das Zentrum des Goldrausches. Zu Tausenden strömten die Goldsucher aus der ganzen Welt ins Inland. Entlang des Dunstan Trail finden sich noch heute ihre Spuren. Der Weg führt durch unendlich karge Weiten bis hin zu dem ehemaligen Goldsucherstädtchen Bendigo. Die Ruinen ihrer einfachen Steinhäuser sind Zeugen einer goldenen Vergangenheit.

Das Gold der heutigen Zeit ist in Neuseeland der Wein, wie Winzer Nick Mills erzählt. Pinot Noir ist die bekannteste Rebsorte der südlichsten aller Weinberge, der international Anerkennung gefunden hat. So wie früher Schiffe voller hoffnungsvoller Goldgräber nach Neuseeland kamen, machen sie sich heute, beladen mit Wein, in die entgegengesetzte Richtung auf.


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16:19
VPS 16:20

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

Neuseeland von oben - Ein Paradies auf Erden (3/5)

Neuseelands wilder Westen

Film von Bruce Morrison und Serge Ou

Ganzen Text anzeigenDie Westküste der neuseeländischen Südinsel ist ein landschaftlich spektakulärer, aber für Menschen ein extrem rauer Lebensraum.

Im 19. Jahrhundert versuchten sich Goldsucher und zugewanderte Europäer an der Besiedlung dieses feuchten und unwirtlichen Gebietes. ...

Text zuklappenDie Westküste der neuseeländischen Südinsel ist ein landschaftlich spektakulärer, aber für Menschen ein extrem rauer Lebensraum.

Im 19. Jahrhundert versuchten sich Goldsucher und zugewanderte Europäer an der Besiedlung dieses feuchten und unwirtlichen Gebietes. Davon zeugen verwitterte und vom Regenwald überwucherte Grabsteine. Noch heute ist der Küstenstreifen ein einsamer Lebensraum.

Der schmale Küstenstreifen bietet ursprüngliche und weiße Strände sowie Wiesen, auf denen hier und da Rinder grasen. Begrenzt wird dieser fruchtbare Landstrich von den Südalpen, die sich massig in die Höhe erheben. Die frühen Siedler taten sich extrem schwer, das Gebirge zu überwinden, das von einem undurchdringlichen, sumpfigen Regenwald überwachsen ist, der über eine immense Baumvielfalt verfügt. Das feuchte Klima begünstigt das Wachstum verschiedenster Moosarten. Es heißt, dass Dinge, die sich nicht bewegen, in Sekundenschnelle von einem zarten grünen Teppich überzogen werden.

Ein Stück weiter nördlich befindet sich die Tasman-Bucht, benannt nach dem europäischen Entdecker Neuseelands, Abel Tasman (1603-1659). Der niederländische Seefahrer plante genau an dieser Stelle seinen ersten Landgang. Doch die dort lebenden Maori vertrieben das niederländische Schiff. Auch diese Region hat viele Gesichter: weiße Sandstrände, Gebirge und weite Ebenen, zahlreiche Flüsse und nur mit dem Boot erreichbare Naturschutzgebiete.

Nur in dieser Gegend der Südinsel findet man Pounamo, einen jadeähnlichen Stein, der fast so hart ist wie Diamant. Der Pounamo spielt in der Kultur der Maori eine wichtige Rolle. Traditionell wird er zur Herstellung von Waffen und Schmuck verwendet.

An der Nordspitze der neuseeländischen Südinsel bestehen die Klippen aus weichem Kalkstein, an dem die immer wiederkehrenden Wellen Spuren und bemerkenswerte Formen hinterlassen. Und auf dem Farewell Spit tummeln sich Tölpel in einer eindrucksvollen Kolonie. Die Landzunge ist Rückzugsgebiet und Brutstätte des für Neuseeland typischen Vogels.


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17:02
VPS 17:00

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

Neuseeland von oben - Ein Paradies auf Erden (4/5)

Rauchende Vulkane und dampfende Quellen

Film von Leanne Pooley

Ganzen Text anzeigenIn der vierten Folge führt die Reise auf der Nordinsel Neuseelands zunächst in das vulkanische Hochland und die geothermale Wunderwelt.

Auf dem Zentralplateau im Zentrum der Nordinsel erheben sich gleich mehrere Vulkane. Ungeheure Kräfte sind am Werk und formen ...

Text zuklappenIn der vierten Folge führt die Reise auf der Nordinsel Neuseelands zunächst in das vulkanische Hochland und die geothermale Wunderwelt.

Auf dem Zentralplateau im Zentrum der Nordinsel erheben sich gleich mehrere Vulkane. Ungeheure Kräfte sind am Werk und formen diese Landschaft. Das spektakuläre Plateau diente auch als Kulisse für das Schattenreich Mordor im Film-Epos "Der Herr der Ringe".

Um das Jahr 200 nach Christus brach der Vulkan Taupo aus. Zigtausende Kubikmeter Asche verteilten sich über die neuseeländische Nordinsel. Der schon einige Tausend Jahre zuvor entstandene Kratersee vergrößerte sich um ein Vielfaches. Historische Quellen berichten, dass sich damals sogar der Himmel über China und Rom tiefrot färbte.

Viele der Feuerberge sind noch heute aktiv, darunter die Vulkane Taupo, Mount Tongariro, Mount Ruapehu und Mount Ngauruhoe im Süden. Der weit im Westen liegende Mount Taranaki gilt aufgrund seiner symmetrischen Krone als einer der schönsten Vulkane der Region. Um seine isolierte Lage rankt sich eine eindrucksvolle Legende aus der Kultur der Maori.

Der weiter nördlich gelegene Rotorua-See ist ebenfalls ein Kratersee. An seinen Ufern dringt heiße Luft aus den Tiefen der Erde an die Oberfläche, Dampfschwaden ziehen über den See. Die Reise führt vorbei an surreal anmutenden jadegrünen Sulfatseen. Die ganze Landschaft scheint zu dampfen, Schwefelgeruch liegt in der Luft, und Geysire schießen Wasser gen Himmel. Hier lebt Nanny Christina Gardiner vom Maori-Stamm Te Arawa, die Bräuche und das Kunsthandwerk ihres Stammes vorstellt. Über Generationen hinweg haben sich die Menschen an die besonderen Gegebenheiten der Landschaft angepasst und die geothermale Energie in ihren Alltag integriert. Heiße Quellen dienen als Kochtöpfe: In Sieben, die in die Quellen getaucht werden, wird das Essen gegart.


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17:46
VPS 17:45

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

Neuseeland von oben - Ein Paradies auf Erden (5/5)

Mammutbäume und Inselarchipel

Film von Bruce Morrison und Serge Ou

Ganzen Text anzeigenDiesmal geht es in den äußersten Norden der Nordinsel, den am dichtesten besiedelten Teil Neuseelands. Die größte Stadt des Landes, Auckland, liegt an der schmalsten Stelle der Insel.

Der Landstreifen zwischen der Tasmansee im Westen und dem Pazifik im Osten ist ...

Text zuklappenDiesmal geht es in den äußersten Norden der Nordinsel, den am dichtesten besiedelten Teil Neuseelands. Die größte Stadt des Landes, Auckland, liegt an der schmalsten Stelle der Insel.

Der Landstreifen zwischen der Tasmansee im Westen und dem Pazifik im Osten ist teilweise nur einen Kilometer breit. Weiter im Norden liegt der märchenhafte Waipoua Forest. Er besteht fast ausschließlich aus den majestätischen neuseeländischen Kauri-Fichten.

Bis zu 50 Meter erheben sich diese Bäume kerzengerade in die Lüfte, ihre Stämme haben einen Durchmesser von bis zu vier Metern. Inmitten der Kauri-Fichten steht der Fürst des Waldes, der Tane Mahuta. Er ist der größte noch existierende Kauri-Baum mit einer Höhe von mehr als 50 Metern und einem Stammumfang von fast 14 Metern. Sein Alter wird auf mehr als 2000 Jahre geschätzt.

Vor der Ostküste liegen die unbewohnten Poor Knights Islands mit ihrer faszinierenden Unterwasserwelt. Ein Unterwasserfotograf zeigt die zahlreichen Höhlen, die den unterschiedlichsten Fischarten Schutz bieten. Ein Stück weiter nördlich siedelten in der Region der Bay of Islands die ersten Europäer. Als sie sich niederließen, kam es zu kriegerischen Auseinandersetzungen mit den seit Jahrhunderten dort lebenden Maori. Erst mit der Unterzeichnung des Vertrags von Waitangi 1840 kehrte Frieden ein. Der Vertrag sah zwar ein britisches Staatsoberhaupt vor, sicherte den Maori aber gleichzeitig ihr Land und die britischen Grundrechte zu. In dieser Gegend befindet sich auch der einzige maorische Radiosender, der in der zweiten offiziellen Landessprache sendet.

Am nördlichsten Zipfel der Nordinsel, am Kap Reinga, treffen schließlich die Tasmansee und der Pazifik aufeinander. Hier, so sagen die Maori, verlassen die Seelen der Verstorbenen das Land, um sich zur letzten Station ihrer Reise aufzumachen - nach Hawaiki, das Land ihrer Ahnen.


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18:30
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

nano

Die Welt von morgen

Moderation: Gregor Steinbrenner

Furcht vor dem Fremden
Über die Ursprünge der Xenophobie

Insektensterben in der Schweiz
Heuschrecken und Falter verschwinden. Als Ursache ist die intensive Landwirtschaft in Verdacht


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19:00
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)Videotext Untertitel

heute

anschl. 3sat-Wetter

Schweres Busunglück auf Madeira
29 Tote, darunter viele Deutsche

Mueller-Bericht in USA veröffentlicht
Trump sieht Entlastung von Vorwürfen

Probleme bei Abschiebungen
Bundespolizisten beklagen Bedingungen


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19:20
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

Kulturzeit

Das 3sat-Kulturmagazin von ZDF, ORF, SRF und ARD

Moderation: Vivian Perkovic

Ganzen Text anzeigenMuße und Müßiggang
Ostern steht vor der Tür, ein guter Zeitpunkt zum Entspannen. "Kulturzeit" setzt sich mit dem Thema Muße und Müßiggang auseinander.

Gespräch mit Peter Philipp Riedl
Der Literaturwissenschaftler über Muße und Müßiggang

Der ...

Text zuklappenMuße und Müßiggang
Ostern steht vor der Tür, ein guter Zeitpunkt zum Entspannen. "Kulturzeit" setzt sich mit dem Thema Muße und Müßiggang auseinander.

Gespräch mit Peter Philipp Riedl
Der Literaturwissenschaftler über Muße und Müßiggang

Der Fall Raif Badawi
Seit 2012 ist der Blogger in Saudi-Arabien in Haft. Sein Gesundheitszustand ist kritisch. "Kulturzeit" spricht mit seiner Ehefrau Ensaf Heidar.

Geraubte Heimat
Edzard Reuter und Can Dündar mussten ihr Heimatland verlassen, beide verbindet die Erfahrung des Exils und die Liebe zur Türkei.

Dan Bannino
Der italienische Fotograf hat für seine Fotoserie "Still Diets" die Speisepläne von Prominenten abgebildet und Stillleben erschaffen.

Kino: "Der Fall Collini"
Der Justizskandal um das sogenannte Dreher-Gesetz ist Thema in "Der Fall Collini" mit Elyas M'Barek.


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20:00
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)Videotext Untertitel

Tagesschau


ARD-Nachrichten aus dem In- und Ausland auf den Punkt gebracht.

Die "Tagesschau" bietet die wichtigsten Nachrichten des Tages und zusätzliche Informationen in Text, Bild, Audio und Video sowie umfassende Berichte und Hintergründe zu aktuellen Themen und Entwicklungen.


(ARD)


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20:17
VPS 20:15

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

Furcht vor dem Fremden

Film von Eva Münstermann und Nicola Burfeindt

Ganzen Text anzeigenWenn Fremdes stark abgelehnt wird, sprechen Wissenschaftler von Xenophobie. Evolutionspsychologen erklären die Furcht damit, dass davon früher das Überleben der eigenen Gruppe abhing.

Professor Borwin Bandelow, Psychiater und Angstforscher: "Es ist ein ...

Text zuklappenWenn Fremdes stark abgelehnt wird, sprechen Wissenschaftler von Xenophobie. Evolutionspsychologen erklären die Furcht damit, dass davon früher das Überleben der eigenen Gruppe abhing.

Professor Borwin Bandelow, Psychiater und Angstforscher: "Es ist ein Urangst-System, genauso wie die Angst vor Spinnen, und lässt sich nicht durch Worte oder Fakten überzeugen." Die Scheu vor fremden Menschen liege in unserer DNA - zunächst etwas biologisch Notwendiges.

Die Psychologin Professor Beate Küpper untersucht in einem Experiment, wie hartnäckig sich Vorurteile halten. In ihrer Forschung stellt sie vor allem fest, dass die Konstruktion der eigenen Identität in direkter Abhängigkeit zum Fremden und dessen vermeintlicher Andersartigkeit steht.

Professor Carsten K. W. De Dreu in Amsterdam erforscht den Einfluss von Hormonen auf unser Verhalten gegenüber Mitgliedern fremder Gruppen.

Die Dokumentation fragt: Wie sehr sind wir unseren evolutionären Wurzeln ausgeliefert, und wie sehr sind Sorgen und Ängste gesellschaftliche Konstruktionen? Außerdem zeigt sie, wie man in einer Bremer Grundschule Ängste ganz praktisch angeht: Dort steht Mitgefühl auf dem Lehrplan.

Redaktionshinweis: In 3sat steht der Donnerstagabend im Zeichen der Wissenschaft: Um jeweils 20.15 Uhr beleuchtet eine Dokumentation relevante Fragen aus Natur- und Geisteswissenschaften, Kultur und Technik. Im Anschluss, um 21.00 Uhr, diskutiert Gert Scobel über ein verwandtes Thema.


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21:00
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

scobel - Neuer Antisemitismus

Erstausstrahlung

Ganzen Text anzeigenDie Mechanismen des Antisemitismus wirken auch noch 70 Jahre nach dem Holocaust. Judenhass und Xenophobie verbreiten sich zunehmend in unserer Gesellschaft. Was lässt sich dagegen tun?

Gert Scobel diskutiert mit seinen Gästen, der Historikerin und Leiterin des ...

Text zuklappenDie Mechanismen des Antisemitismus wirken auch noch 70 Jahre nach dem Holocaust. Judenhass und Xenophobie verbreiten sich zunehmend in unserer Gesellschaft. Was lässt sich dagegen tun?

Gert Scobel diskutiert mit seinen Gästen, der Historikerin und Leiterin des Instituts für die Geschichte der deutschen Juden Miriam Rürup, dem Soziologen Armin Nassehi und dem Rechtsanwalt und Publizisten Michel Friedman, über den neuen Religions- und Rassenhass.

Judenhass geht immer mehr Hand in Hand mit allgemeinem Fremdenhass. Ausländer, Muslime, Flüchtlinge: Fremdenhass unterwandert immer größere Teile der Gesellschaft und spaltet diese. Deutschland ohne Antisemitismus gab es nie.

Neue Studien belegen jedoch, dass der Antisemitismus, gepaart mit Fremdenfeindlichkeit, Nationalismus und rechten Parolen, wieder zunehmend die Aufmerksamkeit der Mitte der Gesellschaft erobert. Zwar bleibt die Zahl antisemitischer Straftaten seit Jahren konstant auf hohem Niveau, doch im Internet ist tagtäglich eine zunehmende antisemitische Hetze zu beobachten. Es blüht hier der sogenannte latente Antisemitismus, der befeuert wird durch Andeutungen, Codes und diffuse Vergleiche. So steht George Soros als Synonym für eine angeblich vom "jüdischen Finanzkapitalismus" gesteuerte globalisierte Welt. Und so mancher Globalisierungskritiker spricht schon mal gern von "einflussreichen Kreisen an der Ostküste" der USA – und appelliert damit an alte, antijüdische Vorurteile über eine angeblich verschworene Gemeinschaft.

Die moderne, gesellschaftsfähige Form des Antisemitismus kommt heute also meist verdeckt daher und verbreitet sich schleichend in Teilen der Gesellschaft. Besonders geschickt gehen dabei deutsche Rechtspopulisten vor. Sie geben sich pro-jüdisch und israelfreundlich. Gleichzeitig versuchen sie, muslimische Zuwanderung als hauptverantwortlich für den zunehmenden Antisemitismus hinzustellen. Obwohl Statistiken diese Behauptungen widerlegen.

Doch scheint dem muslimischen Antisemitismus in Deutschland lange Zeit zu wenig Beachtung geschenkt worden zu sein. Und auch global ist diese Spielart der Menschenfeindlichkeit auf dem Vormarsch, was Gewalttaten in den USA und antisemitische Vorfälle in Frankreich in den vergangenen Monaten zeigen. Darüber und welche Wege es aus Antisemitismus und Xenophobie gibt, diskutiert Gert Scobel mit Michel Friedman und seinen Gästen.


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22:00
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)Videotext Untertitel

ZIB 2


Das tägliche Nachrichtenmagazin des ORF-Fernsehens.

Von Montag bis Freitag liefert "ZIB 2" einen Überblick über die Ereignisse des Tages und bietet dabei vor allem vertiefende Hintergrundinformationen.


(ORF)


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22:25
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)schwarz-weiss monochromFormat 4:3
Donnerstag 18. April

The Artist

Spielfilm, Frankreich 2011

Darsteller:
George ValentinJean Dujardin
Al ZimmerJohn Goodman
Peppy MillerBérénice Bejo
CliftonJames Cromwell
DorisPenelope Ann Miller
u.a.
Regie: Michel Hazanavicius
Länge: 97 Minuten

Ganzen Text anzeigenGeorge Valentin ist der Superstar des Hollywoodkinos der Stummfilmzeit in den 1920er-Jahren. Ihm fliegen die Herzen des Publikums zu, doch die Einführung des Tonfilms beendet seinen Höhenflug.

Das in Schwarz-Weiß gehaltene Melodrama in Stummfilm-Manier gewann fünf ...

Text zuklappenGeorge Valentin ist der Superstar des Hollywoodkinos der Stummfilmzeit in den 1920er-Jahren. Ihm fliegen die Herzen des Publikums zu, doch die Einführung des Tonfilms beendet seinen Höhenflug.

Das in Schwarz-Weiß gehaltene Melodrama in Stummfilm-Manier gewann fünf Oscars: als bester Film, für die beste Regie, den besten Hauptdarsteller, die beste Filmmusik sowie das beste Kostümdesign.

Der weltmännische Schauspieler und Tänzer George Valentin genießt seinen Ruhm, den er stilgereicht zu zelebrieren weiß, und entdeckt wie im Vorbeigehen das Talent der jungen Statistin Peppy Miller. Doch der Übergang vom Stummfilm zum Tonfilm kehrt die Rollen schnell um.

Denn der Tonfilm erfordert von beiden Künstlern einen immensen Tribut und vor allem Flexibilität. Während die neue Technik der anpassungsfähigen Peppy zum absoluten Durchbruch verhilft und aus dem Sternchen einen gefeierten Kinostar macht, verkennt George die Zeichen der Zeit und gerät in eine unaufhaltsame Abwärtsspirale.


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0:02
VPS 21:50

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

Nachrichtenmagazin von Schweizer Radio und Fernsehen:

10 vor 10

"10 vor 10" ist eine Informationssendung von Schweizer Radio und Fernsehen (SRF).

Vertiefende Berichte, Reportagen, Porträts und Live-Gespräche informieren über die wichtigsten Themen des Tages aus der Schweiz und der Welt.


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0:32
VPS 00:30

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

Rundschau

Das Schweizer Politmagazin

Moderation: Sandro Brotz

Hokuspokus oder Heilmittel?
Glaubensstreit um die Homöopathie

Angst vor Entwaffnung
Waffenfreunde machen mobil

Starke Frauen gegen die Elite
Kosovo 20 Jahre nach dem Krieg


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1:13
VPS 01:15

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

Ein Patron tritt ab - Wie der älteste Verlag der Welt

die Nachfolge regelt

Reportage von Nathalie Rufer

(aus der SRF-Reihe "Reporter")

Ganzen Text anzeigenMit 530 Jahren Firmengeschichte im Rücken kann sich der Basler Schwabe Verlag stolz "ältester Verlag der Welt" nennen.

Dass Tradition und Innovation sich nicht ausschließen, beweist Geschäftsführer und Inhaber Ruedi Bienz: Er tritt ab und übergibt das Management ...

Text zuklappenMit 530 Jahren Firmengeschichte im Rücken kann sich der Basler Schwabe Verlag stolz "ältester Verlag der Welt" nennen.

Dass Tradition und Innovation sich nicht ausschließen, beweist Geschäftsführer und Inhaber Ruedi Bienz: Er tritt ab und übergibt das Management in die Hände seiner Mitarbeitenden. "Reporter" begleitet die Stabübergabe.

Seinen 65. Geburtstag feierte Ruedi Bienz zu Hause im solothurnischen Kienberg mit Partnerin, Kindern und Enkeln. Kein großes Tamtam - das passt nicht zu Ruedi Bienz. Nach 42 Jahren beim Schwabe Verlag, 23 davon als Inhaber und Geschäftsführer, verabschiedet sich der gelernte Schriftsetzer ganz leise in den Ruhestand. Vorher aber hat er eine revolutionäre Entwicklung eingeleitet: Schwabe organisiert sich von Grund auf neu, die Hierarchien werden weitgehend abgeschafft, die Aktienmehrheit übernimmt mit Ludwig T. Heuss der Chefarzt des Spitals Zollikerberg.

Die Druck- und Verlagsbranche ist seit Längerem in der Krise. Zu Zeiten, wo alles Schriftliche online verfügbar ist, muss sich auch ein Unternehmen mit einer 530-jährigen Firmengeschichte neu orientieren. Die Reformen kommen keinen Tag zu früh, im Sommer kam es bereits zu Entlassungen. Trotzdem bleibt Ruedi Bienz zuversichtlich: "Wir sind nicht zu spät", sagt er, "die Digitalisierung steht erst am Anfang."


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1:36
VPS 01:35

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)Videotext Untertitel
Donnerstag 18. April

Hessenreporter: Frau Kapitän auf Kreuzfahrt

Film von Andreas Graf

Ganzen Text anzeigenDie 34-jährige Nicole Langosch ist Deutschlands erste Kreuzfahrt-Kapitänin. Sie hat das Kommando auf der AIDAsol. Weltweit haben nur neun Frauen das Kommando auf Passagierschiffen.

"Hessenreporter"-Autor Andreas Graf durfte "Frau Kapitän", wie sie sich nennt, auf ...
(ARD/HR)

Text zuklappenDie 34-jährige Nicole Langosch ist Deutschlands erste Kreuzfahrt-Kapitänin. Sie hat das Kommando auf der AIDAsol. Weltweit haben nur neun Frauen das Kommando auf Passagierschiffen.

"Hessenreporter"-Autor Andreas Graf durfte "Frau Kapitän", wie sie sich nennt, auf ihren ersten anspruchsvollen Fahrten durch die Fjorde Norwegens begleiten und bekam exklusive Einblicke hinter die Kulissen eines Kreuzfahrtschiffes.

Zentimeter für Zentimeter nähert sich das riesige Kreuzfahrtschiff der Pier im Geiranger Fjord. Der Anleger ist mit nur 150 Meter halb so lang wie der Luxusliner. Behutsam steuert Nicole Langosch die 50 000 PS starken Schiffsmotoren. Dabei hat sie alle Instrumente auf der Brücke im Blick. "Das passt schon", sagt sie, "die Passagiere werden auf Deck 3 über die Gangway aussteigen". Der Ausgang ist genau in der Mitte des Schiffs. Der Wind will den 300 Meter langen Giganten von der Pier wegdrücken. Doch die junge Kapitänin hält den Stahlkoloss auf Kurs.

Nicole Langosch aus Herborn hat im März ihre Ausbildung abgeschlossen und die AIDAsol übernommen. Ihre erste große Tour führt in die Fjorde Norwegens. Die Route gilt unter Kapitänen als anspruchsvoll. Viele Berge, Felsen, enge Wasserstraßen, Wind und unbeständiges Wetter fordern höchste Konzentration für die Offiziere auf der Brücke und ihre Kapitänin. Nicole Langosch trägt die Verantwortung für das Schiff, für 2480 Passagiere und 633 Crew-Mitglieder. Sie ist auch für Sicherheit und Ordnung verantwortlich, Restaurants, Spa, Bars und die Landausflüge fallen unter ihre Aufsicht. Sie ist quasi auch Geschäftsführerin. An Bord ist die Hessin ein Star. Die Gäste wollen Fotos, Autogramme und gratulieren ihr zur Beförderung. Drei Monate Dienst, anschließend drei Monate Urlaub, das ist jetzt ihr Arbeitsrhythmus. Ein Job, der wenig Raum für Privatleben lässt.


(ARD/HR)


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2:06
VPS 02:05

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

Neuseeland von oben - Ein Paradies auf Erden (1/5)

Fjorde und Regenwälder

Film von Bruce Morrison und Serge Ou

Ganzen Text anzeigenDie Reihe zeigt die faszinierende Natur Neuseelands. An einzelnen Etappen, die durch ganz unterschiedliche Regionen führen, bringen Ortsansässige den Zuschauern Leben und Kultur nahe.

Diese Folge führt in eine der kältesten und regenreichsten Regionen nahe der ...

Text zuklappenDie Reihe zeigt die faszinierende Natur Neuseelands. An einzelnen Etappen, die durch ganz unterschiedliche Regionen führen, bringen Ortsansässige den Zuschauern Leben und Kultur nahe.

Diese Folge führt in eine der kältesten und regenreichsten Regionen nahe der Antarktis: in den Fiordland-Nationalpark. Er wurde 1952 zum Naturschutzgebiet erklärt und gehört mit 15 Fjorden und einer einzigartigen wilden Küstenlandschaft zum UNESCO-Welterbe.

Besonders die beiden Fjorde Milford Sound und Doubtful Sound gehören zu den begehrten Naturreisezielen des Inselstaats. Wie in ganz Neuseeland gibt es auch in der Region Fiordland keine einheimischen Landsäugetiere. So hat sich hier einst von Siedlern mitgebrachtes Rotwild dank fehlender natürlicher Feinde zur Plage entwickelt.

In den nährstoffreichen Gewässern vor der Küste Fiordlands tummeln sich zahlreiche Fische, aber auch Robben werden vom üppigen Nahrungsangebot angelockt. An den Küsten werden Langusten für den internationalen Export gefangen. Mit dem Dampfschiff geht es weiter nach Queenstown, einer der wenigen Städte im tiefen Süden. Vor den Toren der Stadt befindet sich ein Mekka für Fallschirmspringer. Außerdem dienten einige Plätze als Kulisse für die Fantasy-Film-Trilogie "Der Herr der Ringe".

Nicht weit hinter Queenstown türmen sich die höchsten Gipfel Neuseelands zu einem beeindruckenden Gebirge, das an die europäischen Alpen erinnert und den Namen "Southern Alps" trägt. Vom Meer her treibt die Tasmanische See feuchte Luft die Hänge hinauf. So gehört die Westseite der Gipfelkette zu den regenreichsten Gebieten der Erde und ist mit ausgedehnten Regenwäldern bedeckt. Neben riesigen Farnen findet man Scheinbuchen, die ihr Wurzelwerk in die dünne, fruchtbare Erdschicht graben, und Moose, die alles überziehen.

Auch die rund 580 Meter hohen Sutherland-Wasserfälle stürzen hier die Klippen hinab und bieten gerade nach starken Regenfällen einen spektakulären Anblick. Die Region ist Lebensraum des Kakapo, der einzigen Papageienart weltweit, die nicht fliegen kann. Der Kakapo ist heute stark bedroht und wird durch ein spezielles Brutprogramm im Nationalparkgebiet nachgezüchtet und wieder ausgewildert.


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2:49
VPS 02:50

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

Neuseeland von oben - Ein Paradies auf Erden (2/5)

Die Südalpen

Film von Leanne Pooley

Ganzen Text anzeigenHohe Berge, eine wilde Küstenlandschaft, die verlassenen Ruinen einer Goldgräberstadt, klare aus Gletscherwasser gespeiste Bergseen: Die Neuseeländischen Alpen sind spektakulär.

Weite Grasebenen wechseln sich mit majestätisch aufragenden, kargen Bergketten ab. ...

Text zuklappenHohe Berge, eine wilde Küstenlandschaft, die verlassenen Ruinen einer Goldgräberstadt, klare aus Gletscherwasser gespeiste Bergseen: Die Neuseeländischen Alpen sind spektakulär.

Weite Grasebenen wechseln sich mit majestätisch aufragenden, kargen Bergketten ab. Zwischen diesen Bergen befindet sich der höchste des Landes, der Mount Cook mit mehr als 3700 Metern. Gletscher haben das Gesicht der Südalpen Neuseelands geformt.

Das Wasser der Schmelzwasserflüsse hat die Berge mit tiefen Schluchten durchzogen. Im Landesinneren befinden sich funkelnde türkisfarbene Bergseen. Einige sind mit Kanälen verbunden, deren schnell fließendes Wasser für die Lachszucht genutzt wird. An anderen Seen wird das Wasser gestaut, um Energie zu erzeugen - Neuseeland deckt 75 Prozent seines Energiebedarfs aus regenerativen Quellen. 50 Prozent des Gesamtbedarfs werden allein durch Wasserkraft gewonnen. Das Land im Pazifik ist somit ein Vorreiter im Bereich der grünen Energie.

Der Aoraki- oder Mount-Cook-Nationalpark beherbergt nicht nur den höchsten und längsten aller Gletscher Neuseelands, sondern auch insgesamt 19 Gipfel über 3000 Meter. Der Maori-Name des Mount Cook, "Aoraki", bedeutet so viel wie "Wolken durchstechend". Ein Meer aus Wolken wogt um die schroffen, vereisten Gipfel und bietet ein atemberaubendes Panorama.

Im Gegensatz dazu ist die Region Otago, die nordöstlich der Southern Lakes liegt, trocken, heiß und staubig. In den 1860er-Jahren lag hier das Zentrum des Goldrausches. Zu Tausenden strömten die Goldsucher aus der ganzen Welt ins Inland. Entlang des Dunstan Trail finden sich noch heute ihre Spuren. Der Weg führt durch unendlich karge Weiten bis hin zu dem ehemaligen Goldsucherstädtchen Bendigo. Die Ruinen ihrer einfachen Steinhäuser sind Zeugen einer goldenen Vergangenheit.

Das Gold der heutigen Zeit ist in Neuseeland der Wein, wie Winzer Nick Mills erzählt. Pinot Noir ist die bekannteste Rebsorte der südlichsten aller Weinberge, der international Anerkennung gefunden hat. So wie früher Schiffe voller hoffnungsvoller Goldgräber nach Neuseeland kamen, machen sie sich heute, beladen mit Wein, in die entgegengesetzte Richtung auf.


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3:34
VPS 03:35

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

Neuseeland von oben - Ein Paradies auf Erden (3/5)

Neuseelands wilder Westen

Film von Bruce Morrison und Serge Ou

Ganzen Text anzeigenDie Westküste der neuseeländischen Südinsel ist ein landschaftlich spektakulärer, aber für Menschen ein extrem rauer Lebensraum.

Im 19. Jahrhundert versuchten sich Goldsucher und zugewanderte Europäer an der Besiedlung dieses feuchten und unwirtlichen Gebietes. ...

Text zuklappenDie Westküste der neuseeländischen Südinsel ist ein landschaftlich spektakulärer, aber für Menschen ein extrem rauer Lebensraum.

Im 19. Jahrhundert versuchten sich Goldsucher und zugewanderte Europäer an der Besiedlung dieses feuchten und unwirtlichen Gebietes. Davon zeugen verwitterte und vom Regenwald überwucherte Grabsteine. Noch heute ist der Küstenstreifen ein einsamer Lebensraum.

Der schmale Küstenstreifen bietet ursprüngliche und weiße Strände sowie Wiesen, auf denen hier und da Rinder grasen. Begrenzt wird dieser fruchtbare Landstrich von den Südalpen, die sich massig in die Höhe erheben. Die frühen Siedler taten sich extrem schwer, das Gebirge zu überwinden, das von einem undurchdringlichen, sumpfigen Regenwald überwachsen ist, der über eine immense Baumvielfalt verfügt. Das feuchte Klima begünstigt das Wachstum verschiedenster Moosarten. Es heißt, dass Dinge, die sich nicht bewegen, in Sekundenschnelle von einem zarten grünen Teppich überzogen werden.

Ein Stück weiter nördlich befindet sich die Tasman-Bucht, benannt nach dem europäischen Entdecker Neuseelands, Abel Tasman (1603-1659). Der niederländische Seefahrer plante genau an dieser Stelle seinen ersten Landgang. Doch die dort lebenden Maori vertrieben das niederländische Schiff. Auch diese Region hat viele Gesichter: weiße Sandstrände, Gebirge und weite Ebenen, zahlreiche Flüsse und nur mit dem Boot erreichbare Naturschutzgebiete.

Nur in dieser Gegend der Südinsel findet man Pounamo, einen jadeähnlichen Stein, der fast so hart ist wie Diamant. Der Pounamo spielt in der Kultur der Maori eine wichtige Rolle. Traditionell wird er zur Herstellung von Waffen und Schmuck verwendet.

An der Nordspitze der neuseeländischen Südinsel bestehen die Klippen aus weichem Kalkstein, an dem die immer wiederkehrenden Wellen Spuren und bemerkenswerte Formen hinterlassen. Und auf dem Farewell Spit tummeln sich Tölpel in einer eindrucksvollen Kolonie. Die Landzunge ist Rückzugsgebiet und Brutstätte des für Neuseeland typischen Vogels.


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4:17
VPS 04:20

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

Neuseeland von oben - Ein Paradies auf Erden (4/5)

Rauchende Vulkane und dampfende Quellen

Film von Leanne Pooley

Ganzen Text anzeigenIn der vierten Folge führt die Reise auf der Nordinsel Neuseelands zunächst in das vulkanische Hochland und die geothermale Wunderwelt.

Auf dem Zentralplateau im Zentrum der Nordinsel erheben sich gleich mehrere Vulkane. Ungeheure Kräfte sind am Werk und formen ...

Text zuklappenIn der vierten Folge führt die Reise auf der Nordinsel Neuseelands zunächst in das vulkanische Hochland und die geothermale Wunderwelt.

Auf dem Zentralplateau im Zentrum der Nordinsel erheben sich gleich mehrere Vulkane. Ungeheure Kräfte sind am Werk und formen diese Landschaft. Das spektakuläre Plateau diente auch als Kulisse für das Schattenreich Mordor im Film-Epos "Der Herr der Ringe".

Um das Jahr 200 nach Christus brach der Vulkan Taupo aus. Zigtausende Kubikmeter Asche verteilten sich über die neuseeländische Nordinsel. Der schon einige Tausend Jahre zuvor entstandene Kratersee vergrößerte sich um ein Vielfaches. Historische Quellen berichten, dass sich damals sogar der Himmel über China und Rom tiefrot färbte.

Viele der Feuerberge sind noch heute aktiv, darunter die Vulkane Taupo, Mount Tongariro, Mount Ruapehu und Mount Ngauruhoe im Süden. Der weit im Westen liegende Mount Taranaki gilt aufgrund seiner symmetrischen Krone als einer der schönsten Vulkane der Region. Um seine isolierte Lage rankt sich eine eindrucksvolle Legende aus der Kultur der Maori.

Der weiter nördlich gelegene Rotorua-See ist ebenfalls ein Kratersee. An seinen Ufern dringt heiße Luft aus den Tiefen der Erde an die Oberfläche, Dampfschwaden ziehen über den See. Die Reise führt vorbei an surreal anmutenden jadegrünen Sulfatseen. Die ganze Landschaft scheint zu dampfen, Schwefelgeruch liegt in der Luft, und Geysire schießen Wasser gen Himmel. Hier lebt Nanny Christina Gardiner vom Maori-Stamm Te Arawa, die Bräuche und das Kunsthandwerk ihres Stammes vorstellt. Über Generationen hinweg haben sich die Menschen an die besonderen Gegebenheiten der Landschaft angepasst und die geothermale Energie in ihren Alltag integriert. Heiße Quellen dienen als Kochtöpfe: In Sieben, die in die Quellen getaucht werden, wird das Essen gegart.


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5:00
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

Neuseeland von oben - Ein Paradies auf Erden (5/5)

Mammutbäume und Inselarchipel

Film von Bruce Morrison und Serge Ou

Ganzen Text anzeigenDiesmal geht es in den äußersten Norden der Nordinsel, den am dichtesten besiedelten Teil Neuseelands. Die größte Stadt des Landes, Auckland, liegt an der schmalsten Stelle der Insel.

Der Landstreifen zwischen der Tasmansee im Westen und dem Pazifik im Osten ist ...

Text zuklappenDiesmal geht es in den äußersten Norden der Nordinsel, den am dichtesten besiedelten Teil Neuseelands. Die größte Stadt des Landes, Auckland, liegt an der schmalsten Stelle der Insel.

Der Landstreifen zwischen der Tasmansee im Westen und dem Pazifik im Osten ist teilweise nur einen Kilometer breit. Weiter im Norden liegt der märchenhafte Waipoua Forest. Er besteht fast ausschließlich aus den majestätischen neuseeländischen Kauri-Fichten.

Bis zu 50 Meter erheben sich diese Bäume kerzengerade in die Lüfte, ihre Stämme haben einen Durchmesser von bis zu vier Metern. Inmitten der Kauri-Fichten steht der Fürst des Waldes, der Tane Mahuta. Er ist der größte noch existierende Kauri-Baum mit einer Höhe von mehr als 50 Metern und einem Stammumfang von fast 14 Metern. Sein Alter wird auf mehr als 2000 Jahre geschätzt.

Vor der Ostküste liegen die unbewohnten Poor Knights Islands mit ihrer faszinierenden Unterwasserwelt. Ein Unterwasserfotograf zeigt die zahlreichen Höhlen, die den unterschiedlichsten Fischarten Schutz bieten. Ein Stück weiter nördlich siedelten in der Region der Bay of Islands die ersten Europäer. Als sie sich niederließen, kam es zu kriegerischen Auseinandersetzungen mit den seit Jahrhunderten dort lebenden Maori. Erst mit der Unterzeichnung des Vertrags von Waitangi 1840 kehrte Frieden ein. Der Vertrag sah zwar ein britisches Staatsoberhaupt vor, sicherte den Maori aber gleichzeitig ihr Land und die britischen Grundrechte zu. In dieser Gegend befindet sich auch der einzige maorische Radiosender, der in der zweiten offiziellen Landessprache sendet.

Am nördlichsten Zipfel der Nordinsel, am Kap Reinga, treffen schließlich die Tasmansee und der Pazifik aufeinander. Hier, so sagen die Maori, verlassen die Seelen der Verstorbenen das Land, um sich zur letzten Station ihrer Reise aufzumachen - nach Hawaiki, das Land ihrer Ahnen.


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5:44
VPS 05:45

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

Newton

Die Plastikfischer

Neues aus der Welt der Wissenschaft

Eine Sendung von Susanne Kainberger

Moderation: Matthias Euba

Ganzen Text anzeigenPlastik ist überall! In den letzten 15 Jahren hat sich die Produktion von Kunststoffen verdoppelt und ist mittlerweile zum globalen Umwelt-Problem geworden.

Denn nicht nur das Meer ist voller Plastikmüll und wird für Lebewesen zur Todesfalle. Plastikpartikel finden ...
(ORF)

Text zuklappenPlastik ist überall! In den letzten 15 Jahren hat sich die Produktion von Kunststoffen verdoppelt und ist mittlerweile zum globalen Umwelt-Problem geworden.

Denn nicht nur das Meer ist voller Plastikmüll und wird für Lebewesen zur Todesfalle. Plastikpartikel finden sich nun auch in unserer Nahrungskette und wurden erstmals sogar im Darm von Menschen nachgewiesen. Höchste Zeit die Notbremse zu ziehen.

Der niederländische Umweltaktivist, Boyan Slat, hat dafür eine Art "Staubsauger" für die Meere entwickelt. Das sogenannte "Ocean Cleanup - Projekt" hat vor wenigen Wochen die erste Testphase in San Francisco problemlos gemeistert. Bis zum Jahr 2040 will Boyan Slat 90 Prozent des Plastikmülls aus den Ozeanen herausfischen.

Auch der österreichische Meeresforscher Gerhard Herndl ist am großen Reinigungsprojekt "Ocean Cleanup" als wissenschaftlicher Berater beteiligt. Herndl und sein Team forschen im Mittelmeer, das Rekordmengen von Mikroplastik verzeichnet. Die Wissenschaftler konnten bei ihrer Arbeit Bakterien isolieren, die sich von Plastik ernähren können.

Eine interessante Idee hatte auch die deutsche Architektin Marcella Hansch. Sie hat einen Apparat entwickelt, der die Ozeane von Mikroplastik befreien könnte. Die 31-Jährige arbeitet an einer Art Plattform, die auch kleinere Plastikpartikel aus dem Wasser filtern kann.


(ORF)