© Dashuber
Interview mit Franz PätzoldInterview mit Franz PätzoldClipClip
171104_raeuber_clip_theater.rm
Die Räuber
Von Friedrich Schiller
Die Brüder Franz und Karl buhlen um die Liebe ihres Vaters. Dieser bevorzugt von Kindheit an den schönen Karl, doch der ungeliebte Franz intrigiert gegen seinen Bruder und bringt den Vater dazu diesen zu verstoßen.
Karl gründet daraufhin eine Räuberbande und versetzt ganze Landstriche in Angst und Schrecken. Doch die Liebe zu Amalia führt ihn schließlich unter falscher Identität nach Hause zurück, wo Franz wie ein Despot das ganze Haus tyrannisiert. Es kommt zum Showdown zwischen den Brüdern. Die Räuberbande rückt näher, um Karl beizustehen. Ein glücklicher Ausgang für Amalia und Karl scheint möglich, doch das Leben als Räuber fordert seinen Tribut.

Bilder der Inszenierung:

© Pohlmann
© Andreas Pohlmann
© Pohlmann

Freiheit und Determiniertheit, Leben, die Zwängen und unabänderlichen Mechanismen unterworfen sind, zeigt Ulrich Rasches monumentale Räuber-Inszenierung am Münchner Residenztheater, eindrücklich wie nie zuvor. Die Protagonisten sind eingespannt in ein monströses Räderwerk. Auf zwei gewaltigen, heb-, senk-, schwenk und drehbaren Laufbändern marschieren sie durch die gut dreistündige Aufführung von Schillers Erstlingswerk. Das Leben ist eine Maschine, einmal angeworfen schreitet es unaufhörlich voran. Die Räuberbande schmettert als Chor Schillers Verse in überwältigender Wucht gen Publikum und man beginnt zu begreifen, welche Wirkung geballte Massen haben können. Unterstützt wird die Sprache durch Live-Musik und Sänger. Ein Klang-Raum-Sprachspektakel entsteht, dessen Sog man sich nur schwer entziehen kann. Überwältigungs-Theater.

Besetzung
Götz Schulte Maximilian, Graf von Moor
Katja Bürkle Franz Moor
Franz Pätzold Karl Moor
Nora Buzalka Amalia von Edelreich
Max Koch Schweizer
Leonard Hohm Razmann
Alexander Weise Schufterle
László Branko Breiding Roller
René Dumont Daniel
Thomas Lettow Spiegelberg

Räuberbande:
Moritz Borrmann, Yasin Boynuince, Kjell Brutscheidt, William Cooper, Emery Escher, Toni Jessen, Max Krause, Bekim Latifi, Cyril Manusch

Musik:
Sandro Schmalzl Tenor
Martin Burgmair Bassbariton
Gustavo Castillo Bassbariton
Mariana Beleaeva Violine
Jenny Scherling Viola
Heiko Jung E-Bass
Fabian Löbhard Percussion


Sendedaten
11. November 2017
um 21.00 Uhr
Info
Aufzeichnung aus dem Residenztheater in München vom April 2017
Inszenierung: Ulrich Rasche
Musik: Ari Benjamin Meyers
Fernsehregie: Peter Schönhofer
Redaktion: Wolfgang Horn
Dokumentation
©  Ari Estavillo11.11.2017 um 20:15 Uhr
Die Klassiker des Theaters sind hochaktuell: "Wahnsinnswerke" zelebriert ihre Zeitlosigkeit. Eines dieser Werke ist zweifelsohne Schillers "Die Räuber". Das Erstlingswerk des rebellischen, gerade mal 21jährigen Friedrich Schiller war bei seiner Uraufführung ein Skandal.