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Folge 5Folge 5
Vor dem steilen Aufstieg hat Pascale noch gut lachen. Sie weiß noch nicht genau, was sie erwartet
Über den Reschenpass nach Südtirol
Fernweh - In den Alpen
Pascale Menzi fährt mit einem Hightech-Velo über den Reschenpass und erfährt, wie Strombarone mit Schweizer Geld ein ganzes Dorf versenkt haben. Die Reise endet im Südtirol bei den Drei Zinnen.
Die fünfte Etappe führt vom Reschenpass übers Vinschgau nach Bozen. Auf einem Hightech-Velo fliegt Pascale Menzi förmlich über den Reschenpass ins Südtirol. Am Reschensee trifft sie den 76-jährigen Peppi Plangger. Er musste als Kind mitansehen, wie sein Elternhaus gesprengt wurde, weil das Dorf Graun einem rücksichtslosen Stauseeprojekt weichen musste. Einzig der romanische Kirchturm blieb erhalten. Er steht heute mitten im See.

Der Indianer und der Rancher
In Prad am Stilfserjoch, nennen ihn alle nur "den Indianer": Lorenz Kuntner. Er ist ein typischer Vinschgauer Querkopf, pfeift auf Normen und schwärmt von einem freien Leben mit der Natur und für seine Kunst. Der 56-jährige Indianer führt durch seine Welt und stellt seinen besten Freund vor, den Rancher Franz Gap.

Luis Durnwalder
Der "König vom Südtirol": Trotz nicht immer ganz demokratischer Politik erzielt Luis Durnwalder glänzendste Wahlergebnisse, seit er vor 20 Jahren Landeshauptmann von Bozen wurde. Er gilt als geschickter Verhandler, als Frauenheld, als volksnah, aber niemals populistisch. Und vor allem gilt er als ehrlich.

Die Via Ferrata della Piramide
In den Dolomiten macht Pascale Menzi ihre ersten Versuche als Bergsteigerin an einem so genannten Klettersteig. Das ist eine mit fixen Drahtseilen gesicherte Kletterroute, an der sich auch Laien für einmal wie Bergsteiger fühlen können. Doch als Pascale Menzi vor der senkrechten Wand steht, schluckt sie leer.

"Free-solo"-Kletterer Alexander Huber
Am Fuß der Drei Zinnen, dem imposanten Wahrzeichen der Dolomiten, trifft Pascal Menzi den Extremkletterer Alexander Huber. Der 40-Jährige ist einer der besten Kletterer der Welt und hat als erster Mensch die Nordwand der Großen Zinne "free solo", also alleine und ohne Sicherungsseil, durchklettert.

Katastrophe Longarone
Es war die größte Katastrophe, die sich je in den Alpen ereignete. 1963 löste sich eine Flanke des Monte Toc und rutschte in den Vajont-Stausee. Eine 160 Meter hohe Flutwelle zerstörte das Städtchen Longarone vollständig und tötete fast 2000 Menschen.

Das Tal der Gelatieri
Aus dem Val di Zoldo kommt die beste Glace der Welt. Pascale lernt Pia Clara Cercena kennen, die in Forno di Zoldo eine Gelateria betreibt. Sie gehört zu den wenigen Berufstätigen, die zurzeit im Tal leben. Die meisten Bewohner verbringen jeden Sommer im Ausland, wo sie Eisdielen betreiben. In ihre Heimat kommen sie nur im Winter.

Fernweh - In den Alpen
Eine siebenteilige Reise durch das größte und höchste Gebirge Europas