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Die Natur profitiert vom Zusammenspiel.
scobel: Die Macht des Miteinander
Symbiosen sind die Voraussetzung für Biodiversität
Tauschgeschäfte und Partnerschaften zwischen Lebewesen unterschiedlicher Arten zum gegenseitigen Nutzen sind die Regel. Wir Menschen könnten beispielsweise ohne Abermillionen verschiedenster Bakterien nicht überleben. Bäume kommunizieren kilometerweit über Pilzstrukturen im Boden.
Live im Studio - Gäste der Sendung

Die faszinierende Welt komplexer Bündnisse und Partnerschaften: Wie machen Wissenschaft und Forschung sich dieses Prinzip zu Nutze machen? Wie können moderne Gesellschaften von der Biologie? Darüber diskutiert Gert Scobel mit seinen Gästen:

Nicole Dubilier
Nicole Dubilier ist Direktorin am Max-Planck-Institut für marine Mikrobiologie (MPI-MM) und seit 2012 Biologie-Professorin an der Universität Bremen. Die deutsch-amerikanische Wissenschaftlerin ist eine der weltweit führenden Experten in der Symbiose-Forschung.

Detlef Fetchenhauer
Detlef Fetchenhauer ist Professsor am Lehrstuhl für Wirtschafts- und Sozialpsychologie an der Universität Köln. Die Forschungsschwerpunkte des Soziologen und Psychologen sind u.a. Evolutionspsychologie, Prosoziales und Antisoziales Verhalten.

Judith Korb
Judith Korb, Evolutionsbiologin, ist Professorin am Institut für Evolutionsbiologie und Ökologie an der Universität Freiburg. Ihre Forschungsschwerpunkte sind u.a. Ursachen und Formen der Kooperation zwischen Organismen.



Einzelbeiträge der Sendung
<b>Überleben hängt vom Miteinander ab</b> © mev
Überleben hängt vom Miteinander ab
<b>Was macht eine gute Symbiose aus?</b> © dpa
Was macht eine gute Symbiose aus?
<b>Anwendung des Prinzips Symbiose </b> © dpa
Anwendung des Prinzips Symbiose
<b>Geben und Nehmen im gegenseitigen Nutzen</b> © ap
Geben und Nehmen im gegenseitigen Nutzen



Faszinierende Welt komplexer Bündnisse und Partnerschaften

Es gibt Beziehungen zwischen Organismen, in denen sich die Partner wechselseitig ergänzen und sich in kürzester Zeit neue Eigenschaften aneignen, wie zum Beispiel Gefahrenabwehr und die bessere Nutzung von Ressourcen. Selbst auf zellulärer Ebene gibt es Symbiosen. Ohne diese Formen des Miteinander gäbe es weder Menschen, Tiere noch Pflanzen auf unserem Planeten.

Der Schlüssel zum Verständnis des irdischen Lebens

"Jede Pflanze, jedes Tier, wäre ohne den Vorgang der Endosymbiose nicht möglich gewesen", sagt Andreas Klingl, Professor für pflanzliche Entwicklungsbiologie. Symbiosen sind die Voraussetzung für Biodiversität und ein bedeutender Faktor der Evolution.

Dass wir über dieses Wissen heute verfügen und es sich gegen starke Widerstände durchsetzen konnte, ist der 2011 verstorbenen amerikanischen Evolutionsbiologin und Pionierin der Symbioseforschung Lynn Margulis zu verdanken. Ihre Forschung legte die Grundlage zu unserem heutigen Verständnis von Symbiose und begründete damit nicht nur ein neues Weltbild, sondern auch ein neues Verständnis von uns selbst, das unsere Existenz bis zu den ersten Bakterien vor Milliarden von Jahren zurückführt und die Theorie Charles Darwins um einen entscheidenden Faktor ergänzt.

<b>Woraus sind wir entstanden? </b><br />Der Biologe Andreas Klingl beschäftigt sich mit der Entstehung des Lebens.
Interview
Woraus sind wir entstanden?
Der Biologe Andreas Klingl beschäftigt sich mit der Entstehung des Lebens.
<b>Faszination symbiotischer Systeme</b><br />Das konstruktive Miteinander   ist ein prägender Aspekt in der Evolution des Lebens.
Beitrag
Faszination symbiotischer Systeme
Das konstruktive Miteinander ist ein prägender Aspekt in der Evolution des Lebens.



Leseecke - Gert Scobels persönliche Empfehlungen
<b>Symbiosen</b><br />Hat die Natur den Menschen nichts mehr zu sagen? Ein faszinierendes Buch. © Matthes&Seitz
Buchtipp
Symbiosen
Hat die Natur den Menschen nichts mehr zu sagen? Ein faszinierendes Buch.
<b>Symbiose</b><br />Erfolgreiche Bündnisse fürs Leben in der Natur. Ein hoch informatives Buch. © dtv
Buchtipp
Symbiose
Erfolgreiche Bündnisse fürs Leben in der Natur. Ein hoch informatives Buch.
<b>Der symbiotische Planet</b><br />Lynn Margulis zeichnet Entwicklungen und Theorien nach. Absolut lesenswert. © westend
Buchtipp
Der symbiotische Planet
Lynn Margulis zeichnet Entwicklungen und Theorien nach. Absolut lesenswert.



Altruismus kann man lernen - und kultivieren
Ohne die Fähigkeit zur Kooperation hätte die Spezies Mensch nie zu einem evolutionsbiologischen Erfolgsmodell werden können - vermutlich hätte sie nicht einmal überlebt. Heute weiß man: Uneigennützigkeit und Empathie sind angeborene Eigenschaften des Menschen.

<b> Altruismus ist kein Luxus</b><br />Gert Scobel hat  Matthieu Ricard in Paris getroffen und mit ihm über die Kraft altruistischen Handelns geredet.
Gespräch
Altruismus ist kein Luxus
Gert Scobel hat Matthieu Ricard in Paris getroffen und mit ihm über die Kraft altruistischen Handelns geredet.
<b>Empathie wird oft mit Altruismus verwechselt</b><bR>Liebe, Freundlichkeit und Mitgefühl kann man trainieren. Matthieu Ricard erklärt wie.  © ZDF
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Empathie wird oft mit Altruismus verwechselt
Liebe, Freundlichkeit und Mitgefühl kann man trainieren. Matthieu Ricard erklärt wie.
<b>"Allumfassende Nächstenliebe"</b><br />Ein nachdenkenswertes Buch von Matthieu Ricard, das dazu führen kann, sein Leben tatsächlich zu ändern. © EDITIONBLUMENAU
Buchtipp
"Allumfassende Nächstenliebe"
Ein nachdenkenswertes Buch von Matthieu Ricard, das dazu führen kann, sein Leben tatsächlich zu ändern.



Nur der Mensch kann helfen ohne eigenen Nutzen
<b>Die Grundformen <br />moralischer Kooperation</b><Br>Gert Scobel spricht mit dem Anthropologen Michael Tomasello.
Gespräch
Die Grundformen
moralischer Kooperation

Gert Scobel spricht mit dem Anthropologen Michael Tomasello.
<b>"Eine Naturgeschichte der menschlichen Moral"</b><br />Michael Tomasellos Buch ist eines der faszinierendsten zum Thema.  © suhrkamp
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"Eine Naturgeschichte der menschlichen Moral"
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<b>Wir sind voneinander abhängig</b><br />Wir kümmern uns von Natur aus um das Schicksal der anderen, weil unser eigenes mit ihrem verbunden ist. © dpa
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Wir sind voneinander abhängig
Wir kümmern uns von Natur aus um das Schicksal der anderen, weil unser eigenes mit ihrem verbunden ist.

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