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Täter jagen, Morde aufklären, Verbrechen verhindern - Krimis erfeuen sich hoher Bebliebtheit.
Täter jagen, Morde aufklären, Verbrechen verhindern - Krimis erfeuen sich hoher Bebliebtheit.
scobel: Lust am Krimi
Wieviel Realität steckt in der Fiktion?
Deutschland im Krimifieber. Jedes vierte verkaufte Buch ist ein Krimi. Keine Stadt ohne fiktiven TV-Kommissar, keine Region ohne Mord mit regionalem Charme im Vorabendprogramm. Was fasziniert uns so am Krimi?

Warum gibt sich die Nation die Kugel? Gert Scobel ermittelt mit seinen Gästen:
  • Andreas Baranowski, Psychologe, Justus-Liebig-Universität Gießen
  • Dorothee Kimmich, Philosophin, Uni Tübingen
  • Andreas Pflüger, Krimiautor

Die Lust am Mord ist ungebrochen
Mord bringt Auflage und Quote. Vor allem Frauen lesen und schauen Krimis. Die neue Lust an der Angst? Oder ist einfach der Charme des Genres unschlagbar? Gibt es nichts Besseres oder sind wir Menschen so blutdurstig und mordlüstern, wie Fernsehprogramm und Bestsellerlisten uns glauben machen?

Das Vorhandensein von Krimis in Literatur, Film und Fernsehen steht in keinem Verhältnis zum tatsächlichen Vorkommen von Mord in der Kriminalstatistik. Dennoch ist der Erfolg von "Tatort", "SoKo" und Co. ungebrochen. Was macht die Faszination des Krimis aus? Ist es das gute Gefühl, dass sich das Verbrechen zwischen Buchdeckeln oder auf dem Fernsehschirm sicher und ungefährlich für das eigene Leib und Wohl verwahren lässt? Hat das Festhalten an dunklen Skandinavien-Thrillern oder landenglisch-hellen Wohlfühl-Kommissaren etwas damit zu tun, dass es der Überflussgesellschaft an nichts fehlt?

Blut fließt, Körperteile finden sich verteilt im Wald, Leichen werden weit vor 22 Uhr seziert - drastische Szenen sind ständig und überall verfügbar. Eine krasse Entwicklung hat in den letzten Jahrzehnten stattgefunden, deren Gründe noch zu finden sind. Gut und böse ist kaum mehr zu unterscheiden, Ermittler sind auch Täter und Opfer - und sind längst nicht mehr über jeden Zweifel erhaben.

Der "CSI-Effekt" wird wissenschaftlich erforscht
wie wirken die akribischen Abbildungen vor allem amerikanischer Krimi-Serien um forensische Experten auf ihre Zuschauer? Wieviel Realität steckt also in der Fiktion, gibt es womöglich einen Wettbewerb zwischen Ermittlungsmethoden und dem Streben nach dem perfekten Mord?



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Gert Scobel moderiert das Wissensmagazin "scobel".