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Täter jagen, Morde aufklären, Verbrechen verhindern - Krimis erfeuen sich hoher Bebliebtheit.
scobel: Lust am Krimi
Wieviel Realität steckt in der Fiktion?
Deutschland im Krimifieber. Jedes vierte verkaufte Buch ist ein Krimi. Keine Stadt ohne fiktiven TV-Kommissar, keine Region ohne Mord mit regionalem Charme im Vorabendprogramm. Was fasziniert uns so am Krimi?

Live im Studio - Gäste der Sendung

Mord bringt Auflage und Quote. Vor allem Frauen lesen und schauen Krimis. Die neue Lust an der Angst? Oder ist einfach der Charme des Genres unschlagbar? Gibt es nichts Besseres oder sind wir Menschen so blutdurstig und mordlüstern, wie Fernsehprogramm und Bestsellerlisten uns glauben machen? Gert Scobel diskutiert darüber mit seinen Studiogästen.

Dorothee Kimmich, Literaturwissenschaftlerin
Dorothee Kimmich ist Professorin für Literaturwissenschaftliche Kulturwissenschaft und Kulturtheorie an der Universität Tübingen. Seit 2004 leitet sie die Poetikdozentur, 2017 mit namhaften Krimi-Autoren unter dem Titel "poetics and crime". Seit 2016 ist sie Mitglied und stellvertretende Sprecherin des DFG-Fachkollegiums Literaturwissenschaft.

Andreas Branowski, Psychologe
Andreas Baranowski ist Psychologe und forscht an der Professur für Psychotherapie und Systemneurowissenschaften, Fachbereich Psychologie und Sportwissenschaft an der Justus-Liebig-Universität Gießen. Als Medienwirkungsforscher führte er an der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz eine Studie zu den Auswirkungen des Konsums von Krimiserien durch: "Der CSI-Effekt: Wie Kriminalserien unser Verhalten beeinflussen."

Andreas Pflüger, Schriftsteller und Drehbuchautor
Andreas Pflüger ist Schriftsteller und Drehbuchautor ("Tatort" Weimar u.a.). "Niemals", sein zweiter Thriller um die blinde Ermittlerin Jenny Aaron, erhält 2018 den Deutschen Krimipreis. Andreas Pflüger schrieb das Drehbuch zum preisgekrönten TV-Zweiteiler "Operation Rubikon". 2016 wurde der Roman bei suhrkamp neu aufgelegt. Der Autor hat ursprünglich Theologie und Philosophie studiert und lebt heute in Berlin.

Einzelbeiträge
<b>Der CSI-Effekt</b>
Der CSI-Effekt
<b>Krimi Genrekunde</b>
Krimi Genrekunde
<b>Der Faktencheck</b>
Der Faktencheck
<b>Krimi und Gesellschaft</b>
Krimi und Gesellschaft

Der "CSI-Effekt" wird wissenschaftlich erforscht
Das Vorhandensein von Krimis in Literatur, Film und Fernsehen steht in keinem Verhältnis zum tatsächlichen Vorkommen von Mord in der Kriminalstatistik. Dennoch ist der Erfolg von "Tatort", "SoKo" und Co. ungebrochen. Was macht die Faszination des Krimis aus? Ist es das gute Gefühl, dass sich das Verbrechen zwischen Buchdeckeln oder auf dem Fernsehschirm sicher und ungefährlich für das eigene Leib und Wohl verwahren lässt? Hat das Festhalten an dunklen Skandinavien-Thrillern oder landenglisch-hellen Wohlfühl-Kommissaren etwas damit zu tun, dass es der Überflussgesellschaft an nichts fehlt?

Wie wirken die akribischen Abbildungen vor allem amerikanischer Krimi-Serien um forensische Experten auf ihre Zuschauer? Wieviel Realität steckt also in der Fiktion, gibt es womöglich einen Wettbewerb zwischen Ermittlungsmethoden und dem Streben nach dem perfekten Mord?


Ohne Krimi geht die Mimi nie ins Bett
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Interview mit Miriam Semrau
Miriam Semrau, bekannt als die Krimi-Mimi, hat eine große Leidenschaft. Seit sie lesen kann, ist sie von Krimis fasziniert. Ihre Begeisterung, aber auch ihr Wissen für dieses Genre teilt sie auf ihrem Blog: Krimi-Mimi.


zum Krimimimi-Blog

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