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© dpa Lupe
Zwischen Erfolg und Misserfolg
Wie die GfK die Einschaltquoten ermittelt
Seit der Gründung des ZDF 1963 lassen die Fernsehanstalten das Verhalten der Fernsehzuschauer erforschen. Mit dem Aufkommen der privaten Sender in den 1980er Jahren bestimmt ab 1985 die Quote verstärkt auch das Programm der öffentlichen-rechtlichen Sender. Sie entscheidet über Erfolg und Misserfolg einer Sendung und beeinflusst die Werbeeinnahmen.
Die Sehbeteiligung der Zuschauer wird von der GfK - der Gesellschaft für Konsumforschung - in Nürnberg ermittelt. Auftraggeber der GfK ist die AGF - Arbeitsgemeinschaft der Fernsehforschung - ein Zusammenschluss von ARD, ZDF, der Mediengruppe RTL Deutschland und der ProSiebenSat.1-AG. Sie geben jährlich 18 Millionen Euro für die Quotenmessung aus. Rund 5.600 Haushalte mit knapp 10.500 Bewohnern hat die GFK an ihre Computer angeschlossen. Sie stellen das so genannte AGF-Fernsehpanel dar: den repräsentativen Querschnitt des deutschen Zuschauers.

Testhaushalte nach Schlüssel verteilt
Die Testhaushalte sind nach einem bestimmten Schlüssel über alle Bundesländer verteilt. Merkmale, anhand derer sie ausgewählt werden, sind zum Beispiel die regionale Verteilung, Haushaltsgröße, Alter, Anzahl der Kinder und die Schulbildung des Hausratsvorstands. Nur Deutsche und in Deutschland lebende EU-Bürger werden gerechnet, nicht aber andere Nationalitäten, die hier leben, wie beispielsweise die 2,5 Millionen Einwanderer aus der Türkei. Die Fernsehgeräte dieser Haushalte sind mit einem GfK-Meter ausgestattet. Alle Personen ab drei Jahren melden sich, wenn sie fernsehen, über eine individuelle Personentaste auf der extra für diesen Zweck entwickelten Fernbedienung an und ab.

Ein-, Aus- und Umschalten am Fernsehgerät wird vom GfK-Meter im Sekundentakt aufgezeichnet. Nachts um drei werden die Daten automatisch ans GfK-Zentrum übermittelt. Aus vielen Daten werden die Einschaltquoten für Gesamtdeutschland hochgerechnet. Um 8.30 Uhr morgens erfahren Deutschlands Fernsehmacher und andere Kunden der GfK, welche Sendung ein Top oder Flop war. Doch es hagelt schon lange Kritik: Das Messergebnis nämlich ist durch die Teilnehmerauswahl beeinflussbar. Außerdem weiß man nicht, was die Zuschauer tatsächlich machen, während der Fernseher weiterläuft. Schließlich stellt sich die Frage, ob die heilige "Währung" der Einschaltquote tatsächlich etwas über die Fernsehnutzung aussagt, wenn immer mehr Menschen das Internet nutzen, um Fernsehen zu schauen.

Sendung zum Thema
© dpaWozu Fernsehen?