nano
Kalender
Dezember 2018
Mo
Di
Mi
Do
Fr
Sa
So
26
27
28
29
30
01
02
03
04
05
06
07
08
09
10
11
12
13
14
15
16
17
18
19
20
21
22
23
24
25
26
27
28
29
30
31
01
02
03
04
05
06
Verwüstete Landschaft © reuters Video
2011 verwüstete ein Tsunami Japans Küste. (Beitrag vom 19. April 2016)
Erdbeben und Stürme: eine mörderische Bilanz
Naturkatastrophen aus 115 Jahren analysiert
Naturkatastrophen haben nach Berechnungen eines Karlsruher Forschers seit 1900 weltweit acht Millionen Menschen getötet.
Der wirtschaftliche Schaden summiere sich auf mehr als 6200 Milliarden Euro, teilte das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) am 18. April 2016 mit. Der Geophysiker James Daniell habe mehr als 35.000 Katastrophenereignisse zwischen 1900 und 2015 ausgewertet. Seine Ergebnisse stellte er bei der Jahresversammlung der European Geosciences Union in Wien vor.

Die höchste Zahl an Todesopfern gab es Daniells Angaben zufolge beim Hochwasser in China 1931, bei dem 2,5 Millionen Menschen starben. Der Tsunami im Indischen Ozean 2004 tötete rund 230.000 Menschen, der Zyklon Nargis 2008 in Myanmar rund 140.000. Bei Erdbeben starben seit 1900 insgesamt 2,23 Millionen.

Den größten wirtschaftlichen Schaden richtete das Tohoku-Erdbeben mit Tsunami und anschließender Atomkatastrophe in Japan 2011 an. Daniell kommt auf 296 Milliarden Euro direkte Schäden. 18.500 Menschen starben, 450.000 wurden obdachlos.

Oft sei es unmöglich, eine genaue Zahl für ein Ereignis zu erhalten, da Schäden schwierig zu schätzen seien. Todeszahlen werden nach den Erkenntnissen des Wissenschaftlers zunächst häufig überschätzt, zum Beispiel beim Erdbeben in Haiti 2010, oder unterschätzt, wie beim Beben in Usbekistan 1966.

"Die absolute Zahl der jährlichen Toten durch Naturkatastrophen ist über die Jahre hinweg leicht gesunken - in Relation zum Bevölkerungswachstum sogar deutlich", erläutert Daniell. Grund sei eine bessere Vorbereitung der Menschen.

Link
Informationen zur Studie beim Karlsruher Institut für Technologie
Japan und Ecuador
Beben am Feuerring
Die fast zeitgleichen Erdbeben in Japan und Ecuador haben geologisch nichts miteinander zu tun, sagen Wissenschaftler - obgleich beide Länder am vulkanreichen "Feuerring" liegen.
Chronik
Die Katastrophe im Kraftwerk Fukushima
Das Erdbeben, der Tsunami und die daraus folgende Atomkatastrophe von Fukushima kosteten im Frühjahr 2011 etwa 16.000 Menschen das Leben.
Chronik
Große Erdbeben
Ein schweres Erdbeben der Stärke 9,0 hat am 11. März 2011 Japan erschüttert - eine Chronik der weltweit heftigsten Beben, deren Stärke mindestens 8,5 betrug.