Vermittlung Spenderorgane
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Steht der Empfänger eines Organs fest, wird der Transport organisiert.
Wie ein Sechser im Lotto
Wer bekommt ein neues Organ?
Die Wartelisten sind lang. Wer ein lebensrettendes Organ braucht, wird registriert. Seine Daten werden genau mit möglichen Spenderorganen abgeglichen.
1.500 Patienten in der Schweiz, 800 in Österreich, 10.000 in Deutschland. Sie alle bangen jeden Tag aufs Neue: Kommt heute der ersehnte Anruf? Patienten in Österreich und Deutschland sind auf der Warteliste der Stiftung Eurotransplant registriert. Die Stiftung ist als Service-Organisation verantwortlich für die Zuteilung von Spenderorganen in acht europäischen Ländern: Deutschland, Belgien, Kroatien, Luxemburg, den Niederlanden, Österreich, Ungarn und Slowenien. Sie arbeitet eng mit den Organspende-Organisationen, Transplantationszentren, Laboratorien und Krankenhäusern zusammen. Eurotransplant führt eine Warteliste mit aktuell 15.000 potentiellen Empfängern.

Wer von diesen Patienten als nächster ein Organ bekommt, richtet sich nach bestimmten Kriterien: Vor allem nach Erfolgsaussicht, Dringlichkeit, Wartezeit. Auch die Gewebeverträglichkeit wird gewichtet. Patienten in akuter Lebensgefahr werden vorrangig behandelt.

Transplantationsregister
In Deutschland gibt es seit November 2016 ein Transplantationsregister. Das Register ermöglicht, die Prozess- und Ergebnisqualität durchgeführter Transplantationen und der Nachbehandlung zu beurteilen. Damit lassen sich Rückschlüsse auf die Überlebenschancen transplantierter Patienten ziehen. Hier werden medizinisch relevante Daten von verstorbenen Organspendern, Organempfängern und Lebendspendern bundesweit zentral zusammengefasst und miteinander verknüpft. Damit soll die Transparenz in der Organspende erhöht und die transplantationsmedizinische Versorgung verbessert und weiterentwickelt werden. Bislang wurden solche Daten von verschiedenen Organisationen dezentral gespeichert. Die persönlichen Daten der Organempfänger und der lebenden Organspender sollen nur mit deren ausdrücklichen Einwilligung an das Transplantationsregister übermittelt werden.

Kriterien verschärfen
Eine Frage von Leben und Hirntod
Die Kriterien für die Diagnose "Hirntod" müssten verschärft werden, sagt der Hannoveraner Neurologe Hermann Deutschmann.
Glossar
Hirntod
Der Hirntod ist eine in der Medizin verwendete Todesdefinition bei Menschen, deren Kreislauf mit künstlichen Mitteln aufrechterhalten wird.
Spenderorgane konservieren
Das gefrorene Herz
Erst tiefkühlen und dann blitzschnell, aber schonend auftauen: Das ist entscheidend an der Zukunftsvision für die langfristige Lagerung von Gewebe und Organen.
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