Frau macht Yoga
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Die Wege zum Glück sind fast so individuell wie der Mensch. Doch allen gemein ist das Dopamin.
Jeder ist seines Glückes Schmied - irgendwie
Nervenzellen im Hirn schütten Dopamin aus
Was Glücksgefühle auslöst, ist von Mensch zu Mensch verschieden: Das kann Ausdauersport ebenso sein wie Entspannungsübungen.
"Jeder ist seines eigenen Glückes Schmied, aber nicht jeder Schmied ist glücklich", sagt der Neurobiologe Thomas Esch, "denn auf der Suche nach dem Glück machen sich viele Menschen ganz unbewusst unglücklich." Ständige Vergleiche führen zu Eifersucht und Verbitterung.

Wie glücklich ein Mensch ist, lässt sich auch im Vergleich zu anderen messen: Bei Vorfreude produzieren Nervenzellen im Mittelhirn Dopamin, das am Ende einer Signalkette für ein Glücksgefühl sorgt. Die Dopaminmenge ist bei jedem Menschen unterschiedlich. Es gelangt in den vorderen Hirnbereich und den Nucleus accumbens, wo das Hormon die Aufmerksamkeit erhöht. Damit sitze das Glück "unter der Schädeldecke zwischen Großhirn und Hirnstamm", sagt der Bremer Neurobiologe Prof. Gerhard Roth, "denn dort ist das limbische System." Dort werden alle Sinneseindrücke gespeichert und in gut und schlecht sortiert. Führt eine bestimmte Verhaltensweise zum Erfolg, belohnt das Gehirn durch die Ausschüttung von Endorphinen, körpereigene mit Opiaten vergleichbare Drogen.

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Dreieinigkeit des Hirns
Unser menschliches Gehirn hat drei Hauptstrukturen: den Hirnstamm, das Kleinhirn sowie das Großhirn, das aus zwei Hälften mit unterschiedlichen Funktionen besteht.
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Der Glücksatlas
Keine Spur von "German Angst" und "Jammerossis": Der "Glücksatlas 2017", der seit sieben Jahren die Lebenszufriedenheit in Deutschland misst, zeigt ein Hoch.
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VideoDopamin macht selig
Zum Glücklichsein bedarf es wenig - aber ohne Dopamin geht es nicht. (Beitrag vom 4. Dezember 2013)
Literatur
Burke KA et al (2008) The role of the orbitofrontal cortex in the pursuit of happiness and more specific rewards. Nature 454: 340 - 344