Smog in Los Angeles © dpa
Stickoxide sind auch Ursache für den Sommersmog.
Stickoxide
NO ist Tausendsassa im Körper und Umweltgift
Das Gas Stickstoffoxid (NO) ist zugleich schädlich und unentbehrlich für alle mehrzelligen Lebewesen. Im Körper dient es vor allem als Botenstoff.


Die Stoffe entstehen durch Düngemittel und Abgase
Bekannt ist NO - chemisch exakt als Stickstoffmonoxid bezeichnet - vor allem als Umweltschadstoff. Er wird an der Luft langsam zu Stickstoffdioxid (NO2) umgewandelt. Beide entstehen unter anderem bei hohem Düngemitteleinsatz sowie als Abgas in Heizkraftwerken und Autos. Stickstoffoxide (NOX) sind auch Ursache für den Sommersmog (Los-Angeles-Smog). Dabei bilden sie unter Sonneneinstrahlung das Reizgas Ozon. Sie tragen zudem zum Sauren Regen bei, der Böden, Seen, Pflanzen und Gebäude schädigt.

Stickstoffoxide sind Gase, die die Atemwege reizen. In hoher Konzentration eingeatmet kann das giftige Reizgas NO2 zu Lungenödemen führen. Dies ist insbesondere ein Problem für Asthmatiker. Die Schadstoffe können zudem zu chronischen Herz-Kreislauferkrankungen führen. Auch die Lungenfunktion kann dauerhaft beeinträchtigt werden. Weitere Erkrankungen sind möglich. Zudem können Allergien ausgelöst oder verschlimmert werden. Die Europäische Umweltagentur macht die Luftschadstoffe für rund 13.000 vorzeitige Todesfälle allein in Deutschland im Jahr 2014 verantwortlich. Der Bund für Umwelt und Naturschutz (Bund) verweist zudem darauf, dass Stickoxide zum Klimawandel beitrügen.

Laut den EU-Grenzwerten für die allgemeine Belastung der Umgebungsluft darf ein Stundenwert von 200 Mikrogramm NOx je Kubikmeter höchstens 18 Mal im Jahr erreicht werden. Der Jahresdurchschnittsgrenzwert für NOx liegt bei 40 Mikrogramm.

Glossar
Der Treibhauseffekt
Der Treibhauseffekt wird nicht nur durch Kohlendioxid, sondern auch durch Wasserdampf, Stickstoffdioxid (NO2), Methan (CH4) und Ozon (O3) hervorgerufen.