Seismograf © dpa
Forscher rechnen damit, dass Kalifornien ein Erdbeben ereilen wird
San-Andreas-Störung - Platten in Bewegung
Die Verwerfung zieht sich von Mexiko bis Kalifornien
Die San-Andreas-Verwerfung oder auch San-Andreas-Störung zieht sich über 900 Kilometer Länge von Mexiko bis Nordkalifornien. Der US-Staat erstreckt sich damit über zwei Kontinentalplatten.
San Francisco liegt auf der Nordamerikanischen Platte und Los Angeles auf der Pazifischen Platte. Nur der Teil der Verwerfung, der durch Kalifornien führt, wird San-Andreas-Graben genannt.

Die Pazifische Platte bewegt sich mit durchschnittlich fünf Zentimeter pro Jahr in horizontaler Richtung gegen die Nordamerikanische Platte. Daneben treten auch vertikale Verschiebungen auf. Auf diese Weise entstehen Spannungen in der Erdkruste, die heftige Erdbeben auslösen können, so in San Francisco 1906, 1940 und 1989. Experten haben mit hoher Wahrscheinlichkeit mit weiteren großen Erdbeben in der Region bis 2032 gerechnet. Das jüngste Beben vom 19. September 2017 in Mexiko bestätigt diese Befürchtungen.

Infografik
Kontinentaldrift, Pangäa und die Plattentektonik
Die Erdkruste ist in mehrere Platten aufgeteilt, die wie Puzzlestücke aneinander grenzen. Nach dem System der Plattentektonik driften die einzelnen Stücke an manchen Stellen auseinander, an anderen zusammen.
Schwerpunkt Erdbeben
Erdbeben: unsicherer Grund unter den Füßen
Erdbeben gibt es dort, wo einzelne Platten der Erdkruste aufeinander treffen. Dabei schiebt sich die schwerere unter die leichtere. Die Platten verspannen sich - und diese Spannungen können sich entladen.