Molekül von LSD © colourbox
LSD kommt auch in der Natur vor - als Bestandteil eines Pilzes.
LSD kommt auch in der Natur vor - als Bestandteil eines Pilzes.
Lysergsäurediäthylamid (LSD)
Die synthetisch hergestellte Droge LSD gilt als das stärkste bekannte Halluzinogen. Es wirkt schon in Millionstel-Gramm-Dosierungen.
Die Wirkung hält etwa acht bis zwölf Stunden an. Bei den Konsumenten treten starke Bewusstseinsveränderungen auf: Perspektiven verzerren sich, Farbwahrnehmungen und Körpergefühl verändern sich. Die Wirkung ist stark von der seelischen Verfassung abhängig. So können auch Panik, Wahnvorstellungen und Todesangst eintreten ("horror trip"). Bei anfälligen Menschen können Überdosierungen Psychosen auslösen. Halluzinogene "Echo-Effekte" ("flash backs") treten gelegentlich noch Monate nach dem Konsum auf.

LSD gibt es als Tabletten, auf kleinen Löschpapierblättchen und als Gelatine-Ecken. In der Drogenszene ist es nach Erkenntnissen der Polizei nur vereinzelt anzutreffen. Hergestellt wird es in illegalen Labors unter anderem in Holland und Osteuropa. LSD kommt in der Natur als Bestandteil eines Pilzes (Mutterkorn) vor, der als Parasit auf Getreide wächst.

LSD-Therapie
Glücksgefühl auf Rezept
Bei Depressionen kann ein LSD-Trip helfen. Klingt irgendwie verboten? Der Schweizer Psychotherapeut Peter Gasser nutzt die chemische Droge in seinen Sitzungen - ganz legal.