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Depressive fühlen sich oft niedergeschlagen.
Depressionen
Betroffene ziehen sich aus der Gesellschaft zurück
Depressive Menschen fühlen sich vor allem am Morgen traurig, gedrückt und pessimistisch. Sie ziehen sich zurück und verlieren das Interesse an gesellschaftlichen Kontakten.
Oft kommen Angst sowie das Gefühl völliger Wertlosigkeit hinzu. Depressionen zählen zu den häufigsten Gründen für Berufsunfähigkeit in Deutschland und sind Hauptursache für Selbstmorde. Insgesamt erkranken nach Angaben der Stiftung jeder Jahr rund 5,3 Millionen Menschen in Deutschland an einer behandlungsdbedürftigen Depression. Jeden Tag begingen durchschnittlich 28 Menschen Suizid. Bei vielen Fällen geht die Stiftung von einer schweren und unbehandelten Depression als Ursache aus. Nach einer Analyse des Robert Koch-Instituts (RKI) zählen sie inzwischen zu den häufigsten psychischen Leiden in Deutschland. In Industrienationen leiden schätzungsweise 10 bis 15 Prozent der Erwachsenen zumindest gelegentlich an einer Depression.

Depressionen haben eine Reihe von Ursachen: Sie können auf das Burnout-Syndrom folgen oder aus anhaltender psychischer Überlastung entstehen. Auch Arbeitslosigkeit kann Depressionen auslösen. Manche Patienten haben eine erbliche Veranlagung, andere hatten Schicksalsschläge oder leiden unter ungelösten Konflikten ihrer Kindheit.
Aber auch Entzündungen im Körper können offenbar ein Auslöser sein: So kristallisiert sich in Studien ein immer deutlicherer Zusammenhang zwischen Depressionen und entzündlichen Erkrankungen heraus.

Moderne Psychopharmaka oder eine Psychotherapie können den Erkrankten oft helfen. In manchen Fällen wirkt auch gezielter Schlafentzug oder eine Lichttherapie. Nach Abklingen der Symptome muss die Behandlung meist bis zu einem Jahr fortgesetzt werden, da ein hohes Rückfallrisiko besteht. Betroffene müssen im Schnitt mit vier depressiven Phasen im Leben rechnen, die sowohl schleichend als auch ganz plötzlich beginnen können.

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