Apfelbaum © dpa
Viele Konsumenten wollen ökologisch produzierte Produkte.
Viele Konsumenten wollen ökologisch produzierte Produkte.
Biosiegel für die EU
Verbraucher bekommen damit 95 Prozent "bio"
Innerhalb der Europäischen Union produzierte Güter und Importe dürfen das Biosiegel tragen, wenn sie mindestens zu 95 Prozent biologisch erzeugt sind.
Die sechs häufigsten Biosiegel in Deutschland
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Die Nutzung gentechnisch veränderter Zutaten bleibt verboten. Es gibt aber eine Toleranzgrenze von 0,9 Prozent für Organismen, die unabsichtlich - etwa durch Pollenflug - genetisch modifiziert werden.

Verbands-Gütezeichen und nationale Bio-Siegel wie das sechseckige deutsche Logo mit der Aufschrift "BIO nach EG-Öko-Verordnung" dürfen weiterhin ergänzend genutzt werden. Seit seiner Einführung 2001 wurden mehr als 41.700 Produkte damit gekennzeichnet. Solche Lebensmittel müssen ebenfalls zu mindestens 95 Prozent biologisch produziert sein, dürfen nicht mit gentechnisch veränderten Organismen behandelt, nicht radioaktiv bestrahlt und nicht mit leicht löslichen Mineralien gedüngt werden.

Anbauverbände wie Demeter, Biopark, Bioland und Naturland legen für ihre Qualitätssiegel strengere Maßstäbe an. So soll nach den Richtlinien des Demeter-Verbandes in der "biologisch-dynamischen Landwirtschaft" die Bodenfruchtbarkeit durch selbst hergestellte Präparate aus Mist, Heilpflanzen und Mineralien gefördert werden. Biopark und Bioland garantieren unter anderem artgerechte Tierhaltung mit Weidegang und betriebseigenem Futter, Futtermittel tierischer Herkunft sind nicht erlaubt. Naturland garantiert mit seinem Zeichen zudem die Einhaltung von Sozialrichtlinien.

Biosiegel im Überblick