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Video online ab 27.10.2018, 17.05 UhrVideo online ab 27.10.2018, 17.05 Uhr
"Meine Zeit wird kommen"
Gustav Mahler in den Erinnerungen von Natalie Bauer-Lechner
Gustav Mahler und die Frauen, Gustav Mahlers Ängste und Verzweiflung, Gustav Mahlers sprunghafter Charakter: Kaum jemand kannte den Komponisten so gut wie eine bis heute nahezu unbekannte Frau, Natalie Bauer-Lechner. Basierend auf deren Tagebüchern beschreibt die Dokumentation von Beate Thalberg das Leben Gustav Mahlers bis zu seiner Heirat mit Alma Schindler.
Als Studenten am Wiener Konservatorium lernten sich der österreichische Komponist, Dirigent und langjährige Hofopern-Direktor Gustav Mahler und die Bratschistin Natalie Bauer-Lechner kennen. Während dieser Zeit und bei mehreren Urlauben am Attersee entwickelte sich zwischen den beiden nicht nur eine intellektuelle Freundschaft, sondern auch eine innige Künstler-Liebe, die aber letztlich unerfüllt blieb - sie blieb 27 Jahre lang sein "liebe Freundin".

Die Tagebucheintragungen Bauer-Lechners offenbaren nicht nur den Charakter Gustav Mahlers und seinen Humor, sondern dokumentieren auch seinen dramatischen Kampf um Anerkennung als Komponist.

© ORF/TELLUX FILM/Tellux Film Natalie Bauer-Lechner
Natalie Bauer-Lechner
Drei Jahre hat die Regisseurin an diesem Film gearbeitet. Es gelang ihr, die Originaltagebücher Bauer-Lechners einzusehen, die sich in Paris in Privatbesitz befinden und seit 60 Jahren niemandem zugänglich waren.

Ein Auszug aus den Aufzeichnungen wurde 1923 "unter Weglassung von allem allzu Persönlichen" veröffentlicht. Seitdem zitiert die Wissenschaft daraus wichtige Äußerungen Gustav Mahlers zur Entstehung seiner Werke. Natalie Bauer-Lechner aber geriet zur Fußnote. Bis heute gibt es keine wissenschaftlichen Untersuchungen über ihre Zeit mit dem Komponisten.

Sendedaten
Samstag, 27. Oktober 2018
um 17.05 Uhr
Stereo, 16:9
Credits
Dokumentation von Beate Thalberg, Österreich 2010

In Spielszenen Petra Morzé als Natalie Bauer-Lechner und Robert Ritter als Gustrav Mahler
Thementag
Wien um 1900
Um 1900 war Wien ein Treffpunkt von Ethnien, Sprachen und Dialekten, hervorgebracht durch das multinationale Riesenreich, für das Wien die Hauptstadt war. Diese Diversität machte Wien zur Kulturmetropole in einer Zeit starker gesellschaftlicher Umbrüche.

Samstag, 27. Oktober 2018
ab 6.20 Uhr
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