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© dpa
HR Giger vor einer seiner Kreationen
Meister der morbiden Ästhetik
HR Giger und seine Kreaturen
Die Humanoiden und Biomechanoiden aus der Werkstatt HR Gigers sind nichts für Zartbesaitete. Elegant auf den ersten Blick, offenbaren sie beim genaueren Hinsehen ihr albtraumhaftes Gesicht. Doch Angst machen wollte der Schweizer Surrealist niemandem, im Gegenteil: Was vielen Schauer über den Rücken jagt, war für den Künstler pure Schönheit. Am 12. Mai 2014 starb er an den Folgen eines Sturzes.

Airbrush-Technik als perfekte Form der Darstellung
HR Giger vereint in seinen Kreationen Mensch und Maschine.
Geboren 1940, studierte Hansrüdi Giger Architektur und Industrie-Design. Ab 1968 arbeitete er als Künstler. In der Airbrush-Technik fand er die perfekte Form für die Darstellung seiner Mutantenwesen. Seine bekannteste Schöpfung, das "Alien", entworfen für den gleichnamigen Film von Ridley Scott, bescherte dem Schweizer 1980 einen Oscar. Hollywood holte Giger für weitere Filmarbeiten, darunter der Horrorstreifen "Poltergeist" und das Science-Fiction-Spektaktel "Species". Auf die Frage, was ihn zu seiner Kunst inspiriere, zögerte Giger nicht lange: "Träume und Ängste aus der Kindheit, Erinnerungen, die ihn bis heute plagen" seien es gewesen, meinte er. "Ich habe das immer gehasst, wenn mein Vater das Licht gelöscht hat. Damals gab es ja noch keine Notbeleuchtung. Das hat dazu geführt, dass ich jetzt immer mit eingeschaltetem Licht schlafe."


Kindliche Freude beim Arbeiten
Was ihn antrieb, war eine kindliche Freude. Was ihn plagte, war die Diskussion über den kulturellen Stellenwert fantastischer Kunst. Ob seine Arbeiten als naive oder so genannte hohe Kunst gesehen werden, kümmerte ihn wenig. Er machte, was er machen musste - inspiriert hatten ihn viele: allen voran Alfred Kubin, Salvatore Dali und die Wiener Schule des Fantastischen Realismus.

Nachruf
Berg und Geist: HR Giger - Magier der Phantastischen Kunst
Info
Museum HR Giger
Château St. Germain
1663 Gruyères