kulturzeit
Kalender
April 2019
Mo
Di
Mi
Do
Fr
Sa
So
0102030405
06
07
0809101112
13
14
1516171819
20
21
2223242526
27
28
29
30
01
02
03
04
05
"Kulturzeit" am 27. März 2015
Die Themen der Sendung im Überblick
"Kulturzeit", das werktägliche Fernsehfeuilleton der 3sat-Partner ARD, ZDF, ORF und SRF, berichtet aus Deutschland, Österreich und der Schweiz über das kulturelle Leben - montags bis freitags ab 19.20 Uhr.
Gott und das Geld
© AP Lupe
Gott und das Geld sind die zwei großen Ideen, die die Welt zusammenhalten. Während jedoch an der Existenz Gottes immer wieder Zweifel laut werden, ist die Herrschaft des Geldes unbestritten. Seine ungeheure Dynamik sorgt dafür, dass monetäres Denken zunehmend auch in nicht-monetäre Räume eindringt und sie umkrempelt. Alles wird ökonomisiert, monetarisiert. "Erst das Geld", sagt der Leipziger Philosoph Christoph Türcke, "ist der religiöse Ernstfall". In seiner "Philosophie des Geldes" spürt er den Ursprung des Geldes auf. Türcke stellt den Kapitalismus ebenso auf den Prüfstand wie den Sozialismus oder die Hoffnung auf einen irgendwie geldlosen Zustand. Wir sprechen mit ihm über Geld, Gott und die Gier nach "Mehr!".
Buch
"Mehr!: Philosophie des Geldes"
von Christoph Türcke
C.H. Beck 2015
ISBN-13: 978-3406674570
Mediathek
© ZDF Video BUCHMESSE LEIPZIG 2015
Christoph Türcke zu Gast am 3sat-Stand

Die sprachlose Elite
© colourbox.de Lupe
Wie sehen sich deutsche Unternehmer selbst? Etwa als Lenker von traditionsbewußten, lokal agierenden Familienunternehmen beim Blick auf die neoliberalen Exzesse vor 2008? Wie sehr sind sie noch in den sozialpolitischen Vorstellungen der guten alten "Deutschland AG" aus der Ära Adenauer bis Kohl verankert? Was sehen sie als ihre Tugenden? Wie sehen ihre Feindbilder heute aus, da die Gewerkschaften es zumeist nicht mehr sind? Die Göttinger Politologen Franz Walter und Stine Marg haben anonym 160 hochrangige Unternehmer und Manager befragt und die Ergebnisse in einer Studie ausgewertet. Ein wesentliches Ergebnis: Finanzmarkthaie sind nicht das Leitbild.

Wenders
© Berlinale Lupe
Wim Wenders ist ein europäischer Kinogigant. Seine Werke haben Filmgeschichte geschrieben, in der ganzen Welt wird er für sein Schaffen gefeiert. Nicht zuletzt ist er eine wichtige Integrationsfigur für das europäische Kino. In letzter Zeit haben haben zunehmend seine Dokumentarfilme für Furore gesorgt, während seine Spielfilme sehr verhaltene Reaktionen hervorgeriefen. Mit seinem neuen fiktionalen Stoff hat Wenders zu alter Form zurückgefunden. "Every Thing Will Be Fine" erzählt die Geschichte des Schriftstellers Tomas, der aus Versehen ein Kind überfährt. Während sein Privatleben komplett aus den Fugen gerät, scheint die Schuldfrage, die ihn fortan umtreibt, sein Schreiben zu beflügeln. Mit erstaunlicher Leichtigkeit und einer überragenden Charlotte Gainsbourg inszeniert Wenders ein Drama um Schuld, Sühne und die Entstehung von Kunst.
Filmredaktrion
Emotionales Erzählen in 3D
Warum es Wim Wenders noch einmal macht

Pipilotti Rist in Krems
© Pipilotti Rist, Hauser & Wirth und Luhring Augustine - Kopie
Sie fordert Ausstellungsbesucher erfolgreich zum Ungehorsam und zum Ignorieren von Benimmregeln auf. Entspannt lümmeln Leute auf Betten und richten ihren Blick auf das sinnliche Treiben an der Decke, spazieren über projizierte Kunstwerke am Boden oder werden selbst zur Projektionsfläche. Die Schweizerin Pipilotti Rist zählt zu den kreativsten und bedeutendsten Video-Künstlerinnen der Gegenwart. Laut aktuellem "Kunstkompass" des Magazins "Weltkunst" ist sie unter den zehn wichtigsten Künstlern der Gegenwart. Ihre Arbeiten sind Gesamtkunstwerke, die über den Menschen und sein Verhältnis zur Natur reflektieren. Betörende Bilder und Sounds schaffen einen geradezu körperlichen Kunstgenuss. Davon kann man sich nun in der Kunsthalle Krems überzeugen, die eine der bisher größten Retrospektiven auf Pipilotti Rists Schaffen gestaltet hat.
Ausstellung
Pipilotti Rist: "Komm Schatz, wir stellen die Medien um & fangen nochmals von vorne an"
Kunsthalle Krems (AT)
bis 28.06.2015

Syrische "Monuments Men"
© pa, dpa-bildfunk - Kopie
Im Irak und in Syrien zerstören IS-Truppen systematisch das Kulturerbe der Menschheit. Der Rest der Welt scheint der Zerstörung jahrtausende alter Kunstwerke hilflos zuzuschauen. Doch eine kleine Gruppe von Archäologen und Kunstwissenschaftlern riskiert ihr Leben, um die Zerstörungen zumindest zu dokumentieren und manches zu retten, was noch zu retten ist.
Der "Stilbruch"-Beitrag in der RBB-Mediathek ...
Kultur
Terror gegen Kulturgut
Wie Extremisten Welterbe zerstören