© ZDF, Martin Hellstern
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Zu Beginn des Krieges ist Leni Gruyten (Romy Schneider) 18 Jahre alt. Das Vermögen ihres Vaters ermöglicht es ihr, das sorgenfreie Leben höherer Töchter zu leben.
Gruppenbild mit Dame
Nach dem gleichnamigen Roman von Nobelpreisträger Heinrich Böll
Leni Gruyten versucht zeitlebens, ihren Idealen treu zu bleiben. Im Krieg steht sie zu einer Jüdin und liebt einen russischen Gefangenen. Später verliebt sie sich in den Außenseiter Mehmed. - Starbesetzte Verfilmung des gleichnamigen Romans von Heinrich Böll, der am Beispiel des Schicksals einer Frau ein Panorama deutscher Vor- und Nachkriegsgeschichte entwirft und Einsichten über die heutige Leistungsgesellschaft vermittelt.
Deutschland, 1941: Trotz aller Gefahren sucht die 18-jährige Unternehmertochter Leni Gruyten weiterhin den Kontakt zu ihrer jüdischstämmigen Lehrerin, der Nonne Rahel, die man hinter Klostermauern gefangen hält. Die Nonne ist der einzige Mensch, dem Leni sich anvertrauen und dem sie von der Liebe zu ihrem Cousin Erhard erzählen kann.

© ZDF, Martin Hellstern Nach dem Tod ihres Bruders und ihres Verlobten kommt Leni (Romy Schneider) als Kranzbinderin in der Friedhofsgärtnerei von Pelzer  (Michel Galabru) unter.
Nach dem Tod ihres Bruders und ihres Verlobten kommt Leni (Romy Schneider) als Kranzbinderin in der Friedhofsgärtnerei von Pelzer (Michel Galabru) unter.
Als Erhard zur Wehrmacht eingezogen wird, folgt die junge Frau ihm nach Dänemark. Doch den beiden ist nur eine kurze Zeit des gemeinsamen Glücks vergönnt - denn schon wenig später werden Erhard und Lenis Bruder Heinrich wegen Vaterlandsverrats erschossen. Auch Lenis Mutter stirbt, ihr Vater wird wegen illegaler Bereicherung verhaftet und enteignet. Leni nimmt eine Anstellung als Hilfsarbeiterin in einer Friedhofsgärtnerei an. Als sie sich in den russischen Kriegsgefangenen Boris verliebt und von ihm einen Sohn bekommt, verlebt sie die glücklichste Zeit ihres Lebens. Doch Boris wird von der Militärpolizei verhaftet. Sie sieht ihn nie wieder.

20 Jahre später führt Leni ein bescheidenes, aber glückliches Leben. Noch immer folgt sie ihrem Gefühl und ihren ganz persönlichen Idealen. Selbst, als sie von den Medien als ehemaliges "Russenliebchen" und als "Türkenfreundin" in den Schmutz gezogen und von einem Spekulanten aus dem elterlichen Haus vertrieben wird, bleibt sie ihren Prinzipien treu: Ja, sie liebt den Türken Mehmed, von dem sie schwanger ist.

Basierend auf dem gleichnamigen Roman des Nobelpreisträgers Heinrich Böll erzählt "Gruppenbild mit Dame" die bewegende Geschichte einer Frau, die gegen alle gesellschaftlichen Widerstände nach ihren persönlichen Idealen lebt. Romy Schneider, die nach 16 Jahren das erste Mal wieder in einem deutschen Film auftrat, brilliert in der Hauptrolle einer ebenso sensiblen wie selbstbewussten Frau, für die sie 1977 mit dem "Filmband in Gold" ausgezeichnet wurde. An ihrer Seite glänzen Brad Dourif und Vadim Glowna.

Sendedaten
Samstag, 2. Dezember 2017, 21.00 Uhr
Credits
Gruppenbild mit Dame
(Portrait de Groupe Avec Dame)
Spielfilm, BRD/Frankreich 1977
103 Minuten
Regie: Aleksander Petrovic
Mit Romy Schneider (Leni Gruyten), Brad Dourif (Boris), Michel Galabru (Pelzer), Vadim Glowna (Erhardt), Irmgard Först (Helene Gruyten)
Schwerpunkt
Heinrich Böll gilt als einer der bedeutendsten Autoren der Nachkriegszeit. Zum 100. Geburtstag des Schriftstellers am 21. Dezember 2017 zeigt 3sat außer dem Spielfilm "Gruppenbild mit Dame" drei Dokumentationen über Heinrich Böll:

Samstag, 2. Dezember 2017
Heinrich Böll, Ansichten eines Anarchisten (20.15 Uhr)
Die große Literatour - Heinrich Bölls Irland (22.40 Uhr)

Sonntag, 3. Dezember 2017
Die Besten im Westen - Heinrich Böll (11.40 Uhr)
mehr zum Thema
Heinrich Böll, der Anarchist!
Ein Porträt von Norbert Busé