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Video online ab 27.12.2017, 7.05 UhrVideo online ab 27.12.2017, 7.05 Uhr
Aus der Luft sind Tausende solcher Feenkreise in den Wüsten Namibias zu entdecken
Namibia - Das Geheimnis der Feenkreise
Seit langem beschäftigen sich Wissenschafter mit dem Phänomen der Feenkreise. Diese mysteriösen, kreisrunden kahlen Stellen sind im südlichen Afrika, vor allem in den Wüsten Namibias, zu beobachten. Aus der Luft betrachtet sind es Tausende rote Punkte auf grünem Grund, denn begrenzt werden die kahlen Stellen durch einen Ring aus hohem dichten Gras, das aus der sonst dürftigen Vegetation heraussticht. Was die Ursache für diese Feenkreise ist, stellt bis heute ein wissenschaftliches Rätsel dar.
Namibia hat viele bekannte Seiten: die Etosha-Pfanne, die Skelettküste, das Diamantensperrgebiet, die Wüsten Kalahari und Namib. Doch das Land im Südwesten Afrikas birgt auch ein unerklärliches Phänomen: die Feenkreise. Wahrgenommen haben diese Feenkreise nicht nur Einheimische, sondern wahrscheinlich auch alle Forschungsreisenden und Namibia-Touristen: Denn sie sind unübersehbar! Woher kommen diese mysteriösen Kreise? Sind sie eine Laune der Natur? Wer ist dafür verantwortlich?

© ORF/Epo Film Löffelhunde und andere Wüstenbewohner suchen die Nähe der Feenkreise
Löffelhunde und andere Wüstenbewohner suchen die Nähe der Feenkreise
Wie mit dem Zirkel gezogene, vegetationslose Kreise stechen sie aus dem dürren Gras der Steppe hervor. Nicht einer, nicht zwei oder drei - sondern Millionen, wie Luftaufnahmen zeigen. Von oben betrachtet könnte das Bild den Titel tragen: rote Punkte auf gelbem Grund. Das Faszinierende an den Feenkreisen: Während die drei bis zehn Meter großen kreisrunden Stellen vollkommen kahl und unfruchtbar wirken, wächst rundherum ein Ring aus hohem und dichtem Gras - ein Anziehungspunkt für viele Lebewesen in der Wüste: Mäuse, Borstenhörnchen und Löffelhunde halten sich bevorzugt in der Nähe der Feenkreise auf.

© ORF/Epo Film Auch die Himba-Frauen wissen keine Erklärung für die Feenkreise
Auch die Himba-Frauen wissen keine Erklärung für die Feenkreise
Feenkreise gibt es nur in extrem trockenen Gebieten des südlichen Afrika - auf einem schmalen Streifen von der Küste bis etwa 160 Kilometer landeinwärts. Bisher sind sie ein naturwissenschaftliches Rätsel: Sind Meteoriteneinschläge dafür verantwortlich oder Pflanzen, die den Boden vergiften? Oder gibt es in einem der schönsten Naturparadiese Afrikas tatsächlich Feen, die beim Tanzen die kreisrunden Kahlstellen erzeugen? Daher der Name Feenkreise - das augenzwinkernde Eingeständnis, dass bis jetzt niemand genau weiß, woher diese Muster rühren.

Das "Universum"-Team rund um Regisseurin Barbara Fally-Puskás ging dem Phänomen mit aller Konsequenz auf den Grund - gemeinsam mit Professor Norbert Jürgens von der Universität Hamburg, der seit mehr als drei Jahrzehnten die Pflanzenwelt im südlichen Afrika studiert. Jürgens leitet große internationale Forschungsprojekte zur nachhaltigen Landnutzung. Das Steckenpferd des Wissenschafters jedoch sind die Feenkreise.

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Seit zehn Jahren nützt er jede freie Minute, um diesem Geheimnis auf den Grund zu gehen - denn an Feen glaubt der Mann nicht, umso mehr an ein wissenschaftlich erklärbares Naturereignis. Mit dem Filmteam begibt er sich auf eine spannende Forschungsfahrt quer durch die eindrucksvollsten Regionen Namibias, von den Dünen der Namib bis zu den Wasserfällen des Kunene, um das Geheimnis der Feenkreise für die "Universum"-Zuseher/innen zu lüften.

Sendedaten
Mittwoch, 27. Dezember 2017
um 7.05 Uhr
Stereo, 16:9, Videotext-UT
Credits
Eine Dokumentation von Barbara Fally-Puskás, Österreich 2011
Thementag
Naturparadies Afrika
Mittwoch, 27. Dezember 2017
ab 5.50 Uhr
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