© ZDF
Der Film in der Mediathek (ab Samstag, 24. November, 6.00 Uhr)Der Film in der Mediathek (ab Samstag, 24. November, 6.00 Uhr)
Anne (Anke Engelke) druckt Kontoauszüge aus und weist Wolf (Pierre Besson) ab.
Südstadt
Ein Haus, drei Wohnungen und drei befreundete Paare, die ihre Beziehungen und Lebenskonzepte auf den Prüfstand stellen müssen.
Nach 20 Jahren Ehe stehen Anne und Martin kurz vor der Trennung. Eva und Thomas sind frisch verliebt und wollen alles richtig machen. Die Beziehung von Saskia und Kai gerät in eine Krise, als sie wieder arbeiten geht und er sich um die gemeinsame Tochter kümmern soll.

Anne hat ein Verhältnis mit ihrem Kollegen Wolf. Martin verschweigt, dass er seinen Job schon vor Monaten verloren hat und seitdem arbeitslos ist. Hat die Beziehung trotz aufkommender Existenzängste und einem wachsenden gegenseitigen Misstrauen noch eine Chance?

Im selben Haus wohnen ihre Freunde Saskia und Kai. Als sich Saskia entschließt, wieder arbeiten zu gehen, muss sich ihr Mann neben seinem Job als Fernsehjournalist auch als Familienmanager einbringen. Während Saskia beruflich aufblüht und diesen Erfolg genießt, gerät er zunehmend unter Druck. Was soll nun aus seiner Karriere werden?

Im Dachgeschoss wohnt Notärztin Eva, ebenfalls eine gute Freundin der beiden Paare. Sie und Thomas haben sich gerade kennengelernt. Als er bei ihr einzieht, muss sich ihre Beziehung bewähren, denn Thomas bringt nicht nur seine Umzugskartons, sondern auch seine Vergangenheit mit.


Interview mit Anke Engelke

© ZDF
Anke Engelke
Sie spielen zum ersten Mal in einem Film von Matti Geschonneck mit

Die Zusammenarbeit fand ich außergewöhnlich. Die Gespräche im Vorfeld waren intensiv, aber selten ging es konkret um meine Rolle Anne. Ich habe nicht verstanden, wohin das führt. Spätestens am zweiten Drehtag war mir klar, was das war: Weil er am Set selbst kaum noch Instruktionen gibt – so wie viele seiner Kollegen, sondern nur mit einem Satz oder einer kleinen Geste beschreibt, wie er sich die Szene vorstellt.

In welches Filmgenre lässt sich "Südstadt" einordnen?

Mir hat geholfen, dass Regisseur Matti Geschonneck selber – und das hat mit seiner Herkunft zu tun – immer von einem "Gegenwartsfilm" sprach. Denn in der ehemaligen DDR wurden Filme wie dieser als "Gegenwartsfilme" bezeichnet. Es sind keine historischen Filmschinken, sondern sie spielen im Hier und Jetzt.

Die Generation unserer Eltern lebte zwar auch im Hier und Jetzt – aber sie nahm vieles hin, so wie es kam - im Gegensatz zu den 40-/50-Jährigen heute: Die schauen von außen genau auf das, was sie tun. Menschen, denen immer bewusster wird, dass die Gegenwart nicht nur aus Drama oder Leichtigkeit besteht. Gegenwart bedeutet, dass sie all diese Elemente vereint, ohne dass einem etwas fehlt.

Was verbinden Sie persönlich mit der Kölner Südstadt?

Die Südstadt ist ein Teil meiner Heimat. Gerade am Chlodwigplatz, wo wir viel gedreht haben, fahre ich oft mit der Bahn vorbei. Ich bin im Süden Kölns verortet, durchaus auch im belgischen Viertel.
Ich liebe auch die Nähe dort zum Rhein, fühle mich in der Südstadt fast wie zu Hause. Viele meiner Freunde leben in der Südstadt, sogar so ähnlich wie die Figuren in dem Film: mehrere Parteien in einem Haus, aber alle miteinander gut bekannt bis befreundet.


Sendedaten
Montag, 26. November 2018,
20.15 Uhr

Darsteller:

Anke Engelke: Anne Lehmann
Matthias Matschke: Martin Lehmann
Andrea Sawatzki: Eva Simon
Dominic Raacke: Thomas Maiwald
Bettina Lamprecht: Saskia Fröhlich
u. a.

Stab:

Buch: Magnus Vattrodt
Regie: Matti Geschonneck

Fernsehfilm, Deutschland 2018

Info
Per Telefon abstimmen
Für "Südstadt" lautet die Telefonnummer 0137 4141-05.

Abstimmung ist vom 24. November, 20.00 Uhr, bis zum 30. November 14.00 Uhr.

Ein Anruf kostet 0,14 Euro aus dem deutschen Festnetz, mobil ggf. abweichend, Zuschauer aus Österreich und der Schweiz wählen bitte 0049 137 4141 und die Endziffer des jeweiligen Films. Es entstehen die üblichen Kosten eines Auslandsgesprächs.

3sat-Zuschauerpreis 2018
Alle Filme im Überblick
Der 3sat-Zuschauerpreis prämiert jedes Jahr einen von den zwölf Fernsehfilmen, die für den Wettbewerb des FernsehfilmFestivals Baden-Baden nominiert sind. Wir zeigen alle Filme ab Samstag, 24. November, im Hauptprogramm und in der 3sat-Mediathek. Die 3sat-Zuschauer können für ihre Favoriten abstimmen.