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Frau mit Roboterhunden © ap Video
Der Roboter - der beste Freund des Menschen (Beitrag vom 29. April 2016)
Mein elektrischer Freund
Für Japaner haben auch Roboter eine "Seele"
Im Roboter-verliebten Japan dienen die künstlichen Wesen nicht nur praktischen Zwecken: Vor allem alte Menschen haben zu den Maschinen auch eine emotionale Beziehung.
Japans Vorliebe für Roboter wurzelt in traditionellen spirituellen Vorstellungen: Viele Japaner sprechen auch nicht-lebendigen Dingen eine Seele zu. Dieser Glauben geht so weit, dass einige für kaputte Roboter sogar eine Art Begräbniszeremonie feiern.

Technische Helfer in Läden und Altenheimen
© dpa Video
Der Roboter "Pepper" soll den Weltmarkt erobern. (Beitrag vom 16. März 2016)
Japan ist global führend im Bereich der Robotertechnologien. Das Land will den Markt für Industrieroboter bis 2020 auf 9,2 Milliarden Euro verdoppeln. Der Markt für Dienstleistungsroboter soll im gleichen Zeitraum um das 20-fache ausgeweitet werden. Japan solle zur weltweit führenden Nation bei der Anwendung von Robotern in der Gesellschaft werden, erklärte Ministerpräsident Shinzo Abe im Dezember 2015.

Im Pflegebereich, der einer der Schwerpunkte bei der Entwicklung von Robotern in Japan ist, kommen bereits erste Roboter in der Praxis zum Einsatz. Auf der internationalen Roboterausstellung "Irex" in Tokio wurden unter anderem ein Roboterbett oder auch "Muskelanzüge" vorgeführt, mit der sich alte Menschen oder Patienten ohne Kraftanstrengung transportieren lassen. Japan ist eine der am schnellsten alternden Gesellschaften der Welt. Schon heute leidet das fernöstliche Land in vielen Bereichen unter Arbeitskräftemangel. Statt auf Immigration setzt Japan verstärkt auf die Beteiligung von Frauen und alten Menschen am Wirtschaftsleben - und auf Roboter.

"Pepper" soll mit Hilfe aus China auf den Weltmarkt
Der japanische Roboter "Pepper" nimmt mit Hilfe aus China den Weltmarkt ins Visier. Der Telekom-Konzern „Softbank“ holte zum Verkaufsstart den Auftragsfertiger „Foxconn“, der vor allem als Hersteller von Apple-Geräten bekannt ist, und die Handelsplattform „Alibaba“ mit ins Boot. Der menschenähnliche Roboter mit weißem Plastik-Körper ist 1,20 Meter groß und soll Emotionen erkennen können. Softbank schwebt ein Einsatz etwa in der Senioren-Betreuung, als Lehrer oder als Helfer in Läden oder Büros vor. Der Roboter soll sich unter anderem mit Senioren unterhalten und sie etwa daran erinnern, Medikamente einzunehmen. Über das integrierte Tablet im Brustbereich sollen Videos und Bilder angezeigt werden.

Zusammen mit den chinesischen Partnern solle die Infrastruktur für eine globale Vermarktung aufgebaut werden. Alibaba und Foxconn investieren je 103 Millionen Euro in das Robotik-Geschäft von Softbank und bekommen dafür einen Anteil von jeweils 20 Prozent.

Roboter unter Menschen
Spencer weiß den Weg
Bei abschließenden Tests hat der Roboter "Spencer" erfolgreich Passagiere am Flughafen Schiphol in Amsterdam zu ihrem richtigen Abfluggate begleitet.
Glossar
Roboter - heute leisten Maschinen Frondienst
Der Begriff "Roboter" hat seinen Ursprung im slawischen Kulturkreis. Dort bezeichnete "Robo" im 14. Jahrhundert den Frondienstpflichtigen. International bekannt wurde "Roboter" im 20. Jahrhundert.
Japanisches Roboter-Hotel
Personal aus Blech
Ein Hotel fast ganz ohne menschliches Personal steht in Japan für preisbewusste Gäste bereit. Roboter übernehmen dort die meisten Aufgaben herkömmlicher Angestellter.
Roboter in Altenheimen
Am besten nicht zu menschlich erscheinen
Serviceroboter könnten Altenpflegern Routineaufgaben abnehmen. Doch dabei kommt es auf das Äußere an, sagt Prof. Heidrun Becker.
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