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Kultur

Starke Stücke: Der Menschenfeind

Im Corona-Jahr 2020 ist die Regisseurin Anne Lenk mit ihrer Inszenierung von Molières "Der Menschenfeind" erstmals zum Berliner Theatertreffen geladen.

Produktionsland und -jahr:
Deutschland 2020
Datum:
Verfügbar
weltweit
Verfügbar bis:
bis 06.03.2021
Links ein Mann in hellgrauem Anzug und silbergrauem Mantel, Kopf im Profil mit ernstem Blick, schwarzgrauem Haar und grauem Vollbart, rechts neben ihm eine junge Frau mit dunklem glatten Haar an ihn geschmiegt, lachend, ihre Hand auf seiner Brust. Sie trägt eine schwarze Corsage mit Schößchen und voluminösen Puffärmeln.
Ulrich Matthes als „Der Menschenfeind“ Alceste mit seiner Geliebten Célimène, gespielt von Franziska Machens.
Quelle: ZDF / Arno Declair

Im Haus der jungen Witwe Célimène gehen die jungen Männer der gehobenen Gesellschaft ein und aus. Sie umschwärmen die junge Frau, wie die Motten das Licht. Auch der alte Griesgram Alceste ist ihrem Charme erlegen, idealisiert seine Geliebte, doch bringt er durch seine krankhafte Eifersucht ihre ungewöhnliche Liebe auch immer wieder in Gefahr. Die gesellige Célimène genießt die Aufmerksamkeit ihrer zahlreichen Verehrer, beteuert aber immer wieder, dass ihr Herz nur Alceste gehört. Obwohl selbst adliger Herkunft, verachtet er die oberflächlichen Vergnügen bei Hof und bringt dies auch immer wieder deutlich zum Ausdruck. Durch seine schonungslose und direkte Art macht er sich immer mehr Feinde. Nicht einmal sein einziger enger Vertrauter Philinte schafft es, ihn zu mäßigen. Alceste beansprucht für sich ein Leben ohne Intrigen, Heuchelei und Tratsch zu führen. Er ist sich sicher, dass seine geliebte Célimène eigentlich im Innern genauso empfindet. Umso mehr trifft es ihn, als unerwartet Briefe auftauchen, in denen sie alle Männer, Alceste eingeschlossen, die sie umwerben, verspottet. Ein kleiner Skandal, der Célimène viele Sympathien kostet, doch Alceste hält ihr weiterhin die Treue. Ob ihrer ungleichen Liebe ein Happy End beschert ist, bleibt am Ende jedoch offen.

Die Regisseurin Anne Lenk ist mit ihrer Inszenierung von Molières „Der Menschnefeind“ zum ersten Mal zum Berliner Theatertreffen geladen. Ihre geschliffen klare Regiearbeit wird maßgeblich unterstützt durch Florian Lösches Bühnenbild, seine Version einer schwarzen Gummizelle. Die Wände bestehen aus Gummiseilen, die vom Boden bis zur Decke, eng an eng, gespannt sind und in denen sich die Figuren bei ihren Auf- und Abtritten immer wieder verfangen. Bemerkenswert ist welche Aufwertung die weilbliche Hauptrolle der Célimène erfährt, gespielt von Franziska Machens, die neben Ulrich Mathes als Alceste, brilliert. Sie agiert als selbstbewusste und selbstbestimmte Frauenfigur. In einem Umfeld geprägt von Eitelkeiten und Unsicherheiten gibt Célimène den Ton an und ist Herrin ihres eigenen Schicksals.   

Eine Inszenierung des Deutschen Theaters Berlin, eingeladen zum 57. Berliner Theatertreffen 2020.

Darsteller

Ulrich Matthes

Alceste

Manuel Harder

Philinte

Franziska Machens

Célimène

Lisa Hrdina

Éliante

Judith Hofmann

Arsinoé

Timo Weisschnur

Oronte

Jeremy Mockridge

Acaste

Elias Arens

Clitandre

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