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Am linken Bildrand ein freistehender Heizkörper, daneben ein Mann auf einem Stuhl sitzend, er trägt einen dunkelblauen, dreiteiligen Anzug, neben ihm auf einem niedrigen Hocker ein Mann, gespielt von einer Frau, mit hellblauem Hemd, Hosenträgern und dunkelgrüner Hose, beide halten einen vollen Bierkrug in der rechten Hand. Die Rückwand besteht vollständig aus Schließfächern mit gläsernen Türen. Darin befinden sich volle Bierkrüge. Davor befinden sich, mit dem Rücken zum Publikum vier Figuren, die gerade dabei sind, sich Bier zu nehmen. Hinten rechts auf einem Stuhl sitzend eine Frau mit dunkelblauer Kittelschürze, die ihnen dabei zuschaut. In einem abgetrennten Abteil, ähnlich einer Telefonkabine ein weiterer Mann auf einem Stuhl sitzend.

Kultur

Automatenbüfett

Das Stück aus dem Jahr 1932 zeigt den Blick der Autorin Anna Gmeyner auf das reaktionäre Bürgertum und die Technikgläubigkeit dieser Zeit. Das grau-braune Bühnenbild mit den leuchtenden Fächern des Automatenbüfetts des Bühnenbildners Martin Zehetgruber setzt den Ton für diese kleinbürgerliche, retro-futuristische Dystopie.

Produktionsland und -jahr:
Datum:
Sendetermin
29.05.2021
20:15 - 22:00 Uhr
Und es gibt Ideale, für die es sich zu leben lohnt. (Herr Adam)

Ein erstes Zusammentreffen der besonderen Art. Der brave und angepasste Provinzbürger Herr Adam vereitelt beim Angeln den Suizidversuch der jungen Eva und rettet sie vor dem Ertrinken. Das ungleiche Paar fühlt sich auf seltsame Weise miteinander verbunden. Herr Adam lädt Eva zu sich nach Hause ein und gewährt ihr Unterschlupf, was Frau Adam mit nur wenig Enthusiasmus akzeptiert. Sie leitet die titelgebende Gastwirtschaft, das Automatenbüfett, wo kleine Fächer mit Glasfenstern eine ganze Wand füllen und man auf Knopfdruck und nach Münzeinwurf, versteht sich, immer frisches Bier und Würstchen bekommt. Auch einen Musiker hinter Glas gibt es, der nach dem gleichen Mechanismus für Unterhaltung sorgt. Das Automatenbüfett bevölkern einige skurrile Dauergäste, aber auch die Honoratioren und wichtigen Funktionäre des Dorfes treffen sich dort. Schnell zeigt sich die Faszination aller für die mysteriöse Fremde. Sie wird zur Projektionsfläche der unterschiedlichsten Fantasien und kann sich vor Avancen bald kaum noch retten. Herr Adam will sich dies Zunutze machen und Eva dafür einspannen die übrigen Herren von seiner Idee zu überzeugen, die Region durch den Aufbau einer Fischerei-Industrie aus der wirtschaftlichen Misere zu holen. Auch wenn es zunächst so scheint, als würde Eva gespielt werden wie eine Puppe, so zeigt sich am Ende, dass sie es ist, die die Fäden in der Hand hält, in diesem absurden gesellschaftlichen Biotop, das sich im Automatenbüfett herausgebildet hat.

Die Regisseurin Barbara Frey inszeniert am Wiener Akademietheater das Werk der österreichischen Exilautorin Anna Gmeyner, die ebenso ein Freigeist war, wie die von ihr gezeichnete Hauptfigur.

Besetzung:

  • Michael Maertens

    spielt Herrn Adam

  • Maria Happel

    spielt Frau Adam

  • Katharina Lorenz

    spielt Eva

  • Christoph Luser

    spielt Pankraz und Willibald Boxer

  • Dörte Lyssewski,

    spielt Puttgam

  • Annamaria Lang

    spielt Cäcilie und den Redakteur Arendt

  • Robert Reinagl

    spielt den Schulrat Wittibtöter

  • Hans-Dieter Knebel

    spielt den Apotheker Hüslein

  • Daniel Jesch

    spielt den Oberförster Wutlitz

Stabliste:

Regie

Barbara Frey

Bühne

Martin Zehetgruber

Mitarbeit Bühne

Stephanie Wagner

Kostüme

Esther Geremus

Musik

Thomas Hojsa

Licht

Friedrich Rom

Dramaturgie

Andreas Karlaganis

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