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Kultur

Kaya, Kenia Die heiligen Berge der Mijikenda Film von Faranak Djalali und Rüdiger Lorenz

Ehemals erstreckte sich der Dschungel von der Küste Kenias bis zum Indischen Ozean. In diesem Dschungel lagen die "Kayas", das bedeutet "Platz" oder "Ort".

Produktionsland und -jahr:
Datum:
Verfügbar
weltweit
Verfügbar bis:
bis 07.10.2020

Bis vor etwa 50 Jahren waren es noch Dörfer, welche die Stämme der Mijikenda zwischen dem 15. und 17. Jahrhundert auf ihrer Flucht vor den Massai gegründet hatten. Heute existieren diese Stammeskonflikte nicht mehr. Aus den Kayas sind heilige Plätze geworden.

An diesen Plätzen beerdigen die Clans ihre Toten und verehren die Ahnen, versammelt sich der Ältestenrat. Um die Kayas nicht zu entweihen, dürfen diese nur barfuß betreten werden. Die Wald-Inseln der Mijikenda sind auch Rückzugsgebiete für eine einzigartige Fauna und Flora, die in großen Teilen an der Küste bereits vernichtet wurde, bevor jemand auf die Idee kam, sie zu erforschen.

Der Film begleitet Barak und Ngua, zwei Mitglieder des Ältestenrats. Sie kommen aus "Kaya Kauma". Die Menschen hier haben noch eine enge Verbindung zu den Traditionen und zum Ahnenkult. Ein Schamane hatte vor seinem Tod noch all sein Wissen an die nächste Generation weitergegeben. Bei anderen Stämmen, wie in "Kaya Kambe", hat man die Bräuche und Rituale inzwischen vergessen. Dorthin wollen die beiden, um ihre Stammesbrüder von der existenziellen Bedeutung des traditionellen Wissens für das Überleben der eigenen Kultur und der heiligen Plätze zu überzeugen.

Nur, wenn die junge Generation wieder für die Tradition gewonnen werden kann, haben die Kayas, die Waldreservate der Mijikenda, eine Chance. Zu groß ist sonst die Gefahr, dass Unwissende der Verlockung des Geldes erliegen, das Erzabbaukonzerne und andere boomende Industrien für die letzten Waldhügel bieten, trotz Welterbe-Status der UNESCO.

Im Mittelpunkt des Films aus der Reihe "Schätze der Welt - Erbe der Menschheit" stehen drei der neun von der UNESCO zum Welterbe erklärten Wälder. Der überregionalen kenianischen Tageszeitung "Daily Nation" war der Protest der Küstenbevölkerung gegen die Bedrohung ihrer heiligen Wälder durch Erzabbau und Zementindustrie in den Wochen, als das Filmteam vor Ort war, zwei Mal das Titelfoto wert.

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