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Kultur

Sassi di Matera, Italien - Wo man heute noch in Höhlen wohnt

Die süditalienischen "Sassi di Matera" bestehen aus Höhlen, Brunnen und einem ausgefeilten Bewässerungssystem aus der Bronzezeit. Die erste Besiedlung gab es schon in der Steinzeit, und alle Epochen und Kulturen haben ihre Spuren hinterlassen. 1950 bezeichnete man die "Sassi di Matera" in Italien als "nationale Schande", 40 Jahre später als Siedlung, "die sich in perfekter Harmonie mit dem Ökosystem" über Jahrtausende entwickelte.

Produktionsland und -jahr:
Datum:
Verfügbar
weltweit
Verfügbar bis:
bis 28.03.2022

Traurige Berühmtheit erlangten die Sassi mit Carlo Levis Roman "Christus kam nur bis Eboli". Nach seiner Veröffentlichung im Jahr 1945 kamen plötzlich Menschen aus Rom, um die dortigen Verhältnisse zu studieren. In den "Sassi" lebten Mensch und Tier in fensterlosen Höhlen, ohne Strom, ohne fließend Wasser. 20 000 Bewohner wurden in den 1960er-Jahren in weiter oben gebaute Sozialwohnungen umgesiedelt.

Sie erinnern sich noch, die Menschen, die jetzt in gekachelten, geheizten Wohnungen sitzen: an die Entbehrungen, an den Ort ohne Straße, aber auch an das einzigartige Zusammenleben in Nachbarschaften, "vicinati" genannt, bedingt durch den Zugang zum Wasser. Sie erinnern sich an die Höhlen, Höfe, Wasserläufe, Dachgärten und Felskirchen, an einen Lebensraum in Harmonie mit der rauen Landschaft.

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