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Kultur

Head-Smashed-In, Kanada : Abgrund der toten Bisons

Der "Abgrund der zu Tode gestürzten Bisons" ist ein Ort, der an eine Zeit erinnert, in der sich Amerikas Ureinwohner das Land mit den Bisons teilten.

Produktionsland und -jahr:
Datum:
Verfügbar in
D / CH / A
Verfügbar bis:
bis 13.06.2022

"Head-Smashed-In Buffalo Jump" gilt als einer der ältesten und besterhaltenen Jagdplätze Nordamerikas. "Head-Smashed-In" wurde 1981 von der UNESCO zum Weltkulturerbe ernannt. Der Abgrund liegt in der kanadischen Provinz Alberta, etwa 175 Kilometer südlich von Calgary.

Bei der historischen Bisonjagd versuchten getarnte Jäger, die Tiere in eine Richtung zu locken, aus der sie nur auf einen Abgrund fliehen konnten. Wenn sich Tiere aus der Herde der Klippe näherten, tauchten schreiend und winkend weitere Indianer auf. Sie umzingelten die erschrockene Herde, die in Panik auf den Abgrund zurannte. Die ersten Bisons versuchten meist, an der Kante zu stoppen, wurden aber von den nachfolgenden Tieren überrannt. Sie stürzten sich wie die Lemminge in den Tod.

Seinen Namen verdankt "Head-Smashed-In" aber nicht den getöteten Bisons, sondern einer Legende: Ein junger Krieger wollte die herabstürzenden Tiere aus nächster Nähe beobachten. Er stellte sich ganz eng an die Wände der Klippe, die Bisons stürzten vor ihm zu Tode. An diesem Tag war die dem Exitus geweihte Herde jedoch größer als sonst. Immer mehr Tiere stürzten herab und erdrückten den jungen Mann an dem steilen Fels. Die Blackfoot nannten die Stelle "where he got his head smashed in" - "wo sein Schädel zerschmettert wurde".

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