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Kultur

Der Neusiedler See, Österreich/Ungarn: Nirgendwo ist mehr Himmel Film von Goggo Gensch

Der Neusiedler See ist der drittgrößte See in Mitteleuropa. Auf österreichischem und ungarischem Staatsgebiet liegend, bildet er eine natürliche Grenze zu Osteuropa.

Produktionsland und -jahr:
Datum:
Verfügbar
weltweit
Verfügbar bis:
bis 18.11.2020

Die Kulturlandschaft des Gebiets steht seit 2001 auf der Liste des UNESCO-Weltkulturerbes. Der Film von Goggo Gensch zeigt die Landschaft um den See und verfolgt die abwechslungsreiche Geschichte der Region.

In Pannonien, wie die Gegend um den See genannt wird, haben viele Völker ihre Spuren hinterlassen: Kelten und Markomannen, Vandalen, Slawen und Awaren. Seit dem 16. Jahrhundert prägt die Familie Esterházy die Geschichte des Neusiedler Sees. Die unbedingte Loyalität gegenüber dem Hause Habsburg, einträgliche Eheschließungen und Geschick auf dem Schlachtfeld brachte ihnen eines der größten Vermögen Europas ein.

Vom Ufer aus sieht man ihn meist überhaupt nicht: den Fertö-tó, wie er in Ungarn genannt wird. Ein Drittel der Fläche des Neusiedler Sees ist Schilf. Es wächst bis zu drei Meter hoch und erstreckt sich meist mehrere Kilometer breit. Das Seebecken misst 320 Quadratkilometer, der See selbst nimmt aber nur etwa 230 Quadratkilometer ein. Nur anderthalb Meter ist der Steppensee im Durchschnitt tief. Der Wasserstand wird vor allem durch Regen und Schnee bestimmt.

So eigentümlich der See selbst ist, so einmalig ist auch sein Umland. Zu den Besonderheiten gehören die Lacken im Seewinkel, kleine Weiher und Tümpel, die nicht mit dem eigentlichen See verbunden sind. Ein Paradies für Tiere, das seit 1992 als Naturpark in großen Teilen sich selbst überlassen bleibt.

1956, während des ungarischen Volksaufstandes, stand die Gegend um den Neusiedler See für kurze Zeit im Fokus der Weltgeschichte. Viele Tausend Menschen flohen über den Eisner Kanal nach Österreich. Ähnliche, weniger dramatische Ereignisse wiederholten sich im Spätsommer 1989. Dieses Mal waren es Urlauber aus der DDR, die hier die Grenze nutzten, um ihr Glück im Westen zu suchen.

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