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Standbild: Jennifer Rostock

Kultur

Jennifer Rostock: Bleibt

Nach zehn Jahren und einer Best Of-Tour machen Jennifer Rostock nicht Schluss, sie machen Pause. Die Band um die stimmgewaltige Frontfrau Jennifer Weist haut in Berlin noch einmal auf die Pauke.

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Vor ihrem Goodbye auf Zeit gibt die Band drei ausverkaufte Konzerte in der Berliner Columbia-Halle. Die Band um die Powerfrau und ihren kreativen Kopf, Keyboarder Joe Walter, spielen sich durch ein abwechslungsreiches Hit-Programm zwischen krachend laut und bewegend zart.

Von Rock bis Punk, von Pop bis Elektro, Jennifer Rostock präsentieren eine mitreißende musikalische Bandbreite, getragen von griffigen Texten mit Tiefgang, geprägt von Haltung und garantierter Sofortwirkung. Sängerin Jennifer Weist und Keyboarder Johannes Walter wachsen auf der Insel Usedom auf, lernen sich im Kindergarten kennen, spielen zusammen in einer Schülerband und ziehen nach dem Abitur nach Berlin mit dem Ziel Musiker zu werden. In Berlin lernen sie die drei zukünftigen Bandmitglieder Alex, Christoph und Baku kennen und geben 2007 erste Konzerte in Berliner Clubs. Schnell werden die Plattenfirmen auf die Band aufmerksam und schon im Februar 2008 erscheint die Debütsingle "Kopf oder Zahl". Es folgen Konzerte in Deutschland, Österreich und der Schweiz, 2009 entsteht ein Dokumentarfilm über die Band und für ihre Liedtexte werden Weist und Walter für den Deutschen Musikautorenpreis der GEMA in der Kategorie Nachwuchs nominiert.

Aufmerksamkeit erregen Jennifer Rostock am 28. Januar 2013 unmittelbar nach dem Auftritt in Hamburg. Die Musiker erklären bei Facebook, dass sie auf den T-Shirts von Besuchern ihrer Konzerte die Namen der Böhsen Onkelz und Frei.Wild "nicht lesen" wollen. Es folgten Proteste auf Facebook, was zur Folge hat, dass sich die Gruppe in einer zweiten Stellungnahme davon distanziert, dass alle Fans der beiden Gruppen automatisch Nazis seien. Inzwischen hatte sich auch der Bassist der Band "Böhse Onkelz" Stephan Weidner im Fachmagazin "Metal Hammer" zu Wort gemeldet, der die Gruppe scharf kritisiert.

Am 30. August 2016 veröffentlicht die Band auf ihrer Facebook-Seite ein Musikvideo, das sich wenige Tage vor der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern gegen die rechtspopulistische AfD richtet. Das Video wird innerhalb weniger Tage mehrere Millionen Mal angeklickt und Jennifer Weist erhält daraufhin einen Drohbrief.

Aufsehen erregt 2016 der Song "Hengstin", der sich stilistisch stark von den meisten Songs der Band abhebt und Feminismus und Gleichberechtigung von Frauen thematisiert. Das Musikvideo zeigt die Sängerin zum Teil unbekleidet. Jennifer Weist sagt dazu in einem Interview: "Ich bin in jedem Video schon halbnackt gewesen und niemanden interessiert's. Dann machst du ein Ding wie "Hengstin", wo es um Feminismus und starke Frauen im Showgeschäft geht und da sieht man nix anderes. Wenn du mich im Prinzip am Strand siehst, sehe ich genauso aus. Dann wird eine riesen Diskussion daraus gemacht, das kann man im Vorhinein gar nicht absehen."

Am 15. November 2017 verkündet die Band einvernehmlich eine Pause unbestimmter Dauer: "Es braucht etwas Luft zum Durchatmen, damit wir uns künftig wieder mit voller Hingabe dem Projekt Rostock widmen können" lässt die Band verlauten und hinterlässt mit ihrer Musik aus Glam-Punk, Elektro-Pop und Hauptstadt-Rock eine große Lücke.

  • Kopf oder Zahl
  • Feuer
  • Himalaya
  • Irgendwo Anders
  • Es war nicht alles schlecht
  • Mikrofon
  • Ich kann nicht mehr
  • Schlaflos
  • Irgendwas ist immer
  • Deiche
  • Wir waren hier
  • Hengstin
  • Alles cool
  • Haarspray

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