Kultur

Solidaritätskonzert für die Ukraine

Das Konzerthausorchester Berlin und Dirigent Christoph Eschenbach setzen ein musikalisches Zeichen der Solidarität und widmen ukrainischen Kindern und ihren Familien ein besonderes Konzert.

Produktionsland und -jahr:
Datum:
Verfügbar
weltweit
Verfügbar bis:
bis 17.06.2022

Ein starkes Programm reicht ukrainischen Familien die Hand: Dmitri Schostakowitschs achte Sinfonie, sein erstes Cellokonzert interpretiert vom Cellisten Bruno Philippe, sowie ein Stück des ukrainischen Komponisten Valentin Silvestrov.

Das Konzert beginnt mit Silvestrovs Komposition "Gebet für die Ukraine". Das Stück entstand 2014 in Zusammenhang mit den Bürgerprotesten, die als Euromajdan und "Revolution der Würde" bekannt waren. Viele Menschen kämpften damals für eine neue, demokratische Ukraine. Valentin Silvestrov erlebte in Kiew die Gebete und Gesänge der friedlich Demonstrierenden. Politisch erreichten die Demonstrationen einen Regierungswechsel, endeten aber mit vielen Toten. Das "Gebet für die Ukraine" entstand als Chorstück, das Konzerthausorchester spielt es in einer Orchesterfassung von Andreas Gies.

Schostakowitsch - Musikalische Innenansichten aus Kriegszeiten

Cellist Bruno Philippe
Cellist Bruno Philippe
Quelle: Philippe Matsas

Dmitri Schostakowitsch ist einer der bedeutendsten Komponisten des 20. Jahrhunderts. Sein Leben lang litt er unter der Politik seines russischen Heimatlandes und wurde drangsaliert vom stalinistischen System. In seinem Werk spiegelt sich Angst und Leid, die andauernde Sorge, im System in Ungnade zu fallen, sowie sein persönliches Aufbegehren gegen unerträgliche politische Verhältnisse. Seine Sinfonie Nr. 8 in c-Moll op. 65 entstand im Sommer 1943 und erzählt musikalisch beeindruckend von seinen Erfahrungen in der Kriegszeit. Sein erstes Cellokonzert komponierte Schostakowitsch für einen seiner engsten Freunde, den Cellisten Mstislaw Rostropowitsch, der es 1959 uraufführte. Schnell nach seiner Entstehung wurde das Werk zu einem der beliebtesten Cellokonzerte.

Dirigent Christoph Eschenbach: "Krieg hinterlässt tiefe Wunden"

Im Konzerthaus Berlin interpretiert Bruno Philippe Schostakowitschs erstes Cellokonzert. Der 1993 in Frankreich geborene Cellist absolvierte sein Cellostudium am Conservatoire National de Région in Perpignan und am Pariser Konservatorium. Bruno Philippe ist Preisträger zahlreicher großer Wettbewerbe und konzertierte bereits mit namhaften internationalen Orchestern.

Dirigent Christoph Eschenbach
Dirigent Christoph Eschenbach
Quelle: Marco Borggreve

Das Konzerthausorchester Berlin wird dirigiert von Christoph Eschenbach. Nach seiner großen Karriere als Pianist und Chefdirigent renommierter Orchester in Europa und den Vereinigten Staaten ist Christoph Eschenbach seit 2019 Chefdirigent des Konzerthausorchester Berlin. Von der Kriegssituation in der Ukraine ist Christoph Eschenbach sehr betroffen: "Ich bin maßlos entsetzt und verstört über die schreckliche Situation in der Ukraine. Ich bin im Zweiten Weltkrieg aufgewachsen, war selbst ein Flüchtlingskind und weiß daher, welche tiefen Wunden Krieg hinterlässt. Ich hoffte, dass dies der letzte Krieg in Europa gewesen sei in meinem Leben und dem zukünftiger Generationen. Nun muss ich das furchtbare Leid sehen, das über die Menschen in der Ukraine gekommen ist, durch ein Regime, das ein Land überfällt und somit unsere Demokratie. Ukrainische Kinder auf der Flucht sind großen Gefahren ausgesetzt, ihnen drohen unter anderem Hunger, Krankheiten sowie Traumata."

Das Konzerthaus Berlin spendet an das SOS-Kinderdorf Ukraine

Spendenkonto: Zukunft Konzerthaus e.V.
Deutsche Bank
IBAN: DE40 1007 0848 0511 1372 00
BIC: DEUTDEDB110
Stichwort: UKRAINE

Programm

Valentin Silvestrov:

Gebet für die Ukraine
Bearbeitung für Orchester: Andreas Gies (2022)

Dmitri Schostakowitsch:

Konzert für Violoncello und Orchester Nr. 1 Es-Dur op. 107

Dmitri Schostakowitsch:

Sinfonie Nr. 8 c-Moll op. 65

Info

  • Aus dem Konzerthaus Berlin
  • Orchester: Konzerthausorchester Berlin
  • Dirigent: Christoph Eschenbach
  • Violoncello: Bruno Philippe
  • Erstausstrahlung

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