Die Webseite verwendet Cookies, um Ihnen ein bestmögliches Angebot zu präsentieren. Sie können der Verwendung von Cookies widersprechen. Nähere Informationen finden Sie hier.

Piotr Beczala, Anita Rachvelishvili.

Kultur

Carmen - aus der Wiener Staatsoper 2021

Die für das Wiener Publikum neue, hochkarätig besetzte Produktion von Georges Bizets "Carmen". Für die international gefeierte Inszenierung zeichnet Starregisseur Calixto Bieito verantwortlich.

Produktionsland und -jahr:
Datum:
Sendetermin
13.03.2021
20:15 - 22:45 Uhr

„Carmen“ von Georges Bizet, nach der gleichnamigen Novelle von Prosper Mérimée (1803-1870), gehört zu den meistgespielten Stücken der Operngeschichte. Ihre Pariser Uraufführung war 1875 kein Erfolg. Erst die Wiener Bearbeitung machte aus dieser opéra comique auf ein Libretto von Henri Meilhac (1831-1897) und Ludovic Halévy (1834-1908) einen Evergreen.

Handlung:

Anita Rachvelishvili (Carmen).
Anita Rachvelishvili (Carmen).
Quelle: ORF/Wiener Staatsoper/Michael Pöhn

Der Soldat Don José verliebt sich im Sevilla des Jahres 1820 in das selbstbewusste, verführerische Zigeunermädchen Carmen. Als sie bei einem Streit eine Frau verletzt, wird sie verhaftet.

Don José verhilft ihr zur Flucht, weshalb er selbst ins Gefängnis muss. Nachdem Carmen Don Josés Gefühle zu ihr zurückweist und sich dem Torero Escamillo zuwendet, tötet er sie in einem dramatischen Finale und liefert sich selbst den Wachen aus.

Piotr Beczala (Don José),  Anita Rachvelishvili (Carmen).
Piotr Beczala (Don José), Anita Rachvelishvili (Carmen).
Quelle: ORF/Wiener Staatsoper/Michael Pöhn

Dass die Oper ausschließlich in den unteren Gesellschaftsschichten, bei Soldaten, Schmugglern, spanischen Roma und Fabrikarbeiterinnen spielt, empfand das Pariser Publikum bei der Uraufführung 1875 als schockierend. Auch dass der sterbenden Titelheldin eine Abschiedsarie verweigert wird, empfand man als Ausdruck von Härte und Gewaltsamkeit.

Erst mit der Wiener Aufführungsserie begann noch im gleichen Jahr der Siegeszug der „Carmen“. Zwei musikalische Motive prägen die Oper: der selbstbewusste Refrain des berühmten „Toréador“-Liedes und ein geheimnisvolles, düsteres Motiv, das mit Carmens vorzeitigem und gewaltsamen Tod, der von ihr als schicksalhaft empfunden wird. Als im Finale in der Stierkampfarena der siegreiche Torero bejubelt wird, während die erstochene Carmen vor ihren Toren zusammenbricht, treffen die beiden Melodien zusammen.

Erwin Schrott (Escamillo)
Erwin Schrott (Escamillo)
Quelle: ORF/Wiener Staatsoper/Michael Pöhn

Die literarische Vorlage der Oper – eine gleichnamige Novelle von Prosper Mérimée – zeigt Carmen als eine moralisch verkommene Person, die Männer skrupellos für ihre Zwecke ausnutzt oder gar in tödliche Fallen lockt.

Georges Bizet und seine Librettisten verwandelten ihre Hauptfigur hingegen in eine faszinierende Frau, die für Männer gerade deshalb so attraktiv ist, weil sie sich tradierten Vorstellungen verweigert. Nicht mit ihrem Aussehen, sondern mit ihrer Stimme macht sie Don José auf sich aufmerksam, indem sie eine Habanera, ein Tanzlied afroamerikanischen Ursprungs, singt: „L’amour est un oiseau rebelle“ („Die Liebe ist ein rebellischer Vogel“). Carmens schillernde und unangepasste Persönlichkeit spiegelt sich in ihrer ebenso kraftvollen wie zarten Gesangspartie. (Quelle: ORFIII)

Besetzung:

Regie: Calixto Bieito
Dirigent: Andrés Orozco-Estrada

Mit:
Anita Rachvelishvili (Carmen)
Piotr Beczala (Don José)
Erwin Schrott (Escamillo)
Olga Kulchynska (Micaëla)
Slávka Zámecníková (Frasquita)
Szilvia Vörös (Mercédès)
Peter Kellner (Zuniga)
Sergeant Martin Häßler (Moralès)
Carlos Osuna (Remendado)
Michael Arivony (Dancaïre)
u.a.

Chor und Orchester der Wiener Staatsoper

Meine Merkliste

Alle Inhalte auf Ihrer Merkliste sind noch mindestens 3 Tage verfügbar.

Sie haben derzeit keine Videos in Ihrer Merkliste

Sie können ein Video der Merkliste hinzufügen, indem Sie das "+" am Teaser oder Beitrag anwählen.

Live

Statische Headline

1h 7min