Die Webseite verwendet Cookies, um Ihnen ein bestmögliches Angebot zu präsentieren. Sie können der Verwendung von Cookies widersprechen. Nähere Informationen finden Sie hier.

Cecilia Bartoli (Ariodante)

Kultur

Ariodante

Seit 2012 leitet Cecilia Bartoli die "Salzburger Pfingstfestspiele" und jedes Jahr steht sie seither in der Opernproduktion auch selbst auf der Bühne. Der Weltstar wagt sich dabei auch an Rollendebüts. 2017 brachte sie Georg Friedrich Händels "Ariodante" auf die Bühne und schlüpfte in die Titelrolle.

Produktionsland und -jahr:
Datum:

Für Regisseur Christoph Loy sind Wahrheitssuche, Geschlechterrollen und Identitäten die zentralen - auch heute aktuellen - Themen des mittelalterlichen Ritterepos. Das Bühnenbild - ein schneeweißer Guckkasten - ist betont sparsam, die Inszenierung zeitlos zwischen den Epochen angesiedelt: Rüstung und Barockperücke stehen neben Businessanzug und Cocktailkleid. Die Kostüme stammen von Ursula Renzenbrink.

Ariodante kommt mit seinem Bruder Lurcanio an den Hof des schottischen Königs und verliebt sich in die Königstochter Ginevra.
Ariodante kommt mit seinem Bruder Lurcanio an den Hof des schottischen Königs und verliebt sich in die Königstochter Ginevra - klassische barocke Guckkastenbühne
Quelle: ORF/Salzburger Festspiele/Monika Rittershaus

Cecilia Bartoli ist nicht der einzige Superstar dieser Produktion: Rolando Villazón brilliert als Ariodantes Bruder Lurcanio. Gianluca Capuano dirigiert das 2016 von Cecilia Bartoli gegründete Barock-Ensemble "Les Musiciens du Prince". Liebliche Szenen im lichten Garten stehen neben böser Intrige, ausgeheckt in dunkler Nacht. Heiterkeit und Optimismus kontrastieren mit Düsternis und Verzweiflung, arkadische Lust kippt in alptraumhafte Angst.

Als Meister des musikalischen Kontrasts führt Georg Friedrich Händel in "Ariodante" virtuos sämtliche Varianten der Bezeugung von Liebe und Macht vor und zieht alle Register des Genres. Dabei kämpfte der deutsche Komponist und Impresario, der in den 1720er Jahren mit seiner Operngesellschaft in London reüssiert hatte, zur Zeit der Entstehung des "Ariodante" ums künstlerische Überleben. Die Begeisterung an italienischen Sujets war abgeflaut und Händel sah sich massiver Konkurrenz durch einen rivalisierenden Veranstalter ausgesetzt.

Cecilia Bartoli (Ariodante), Christophe Dumaux (Polinesso), Tänzer.
Cecilia Bartoli (Ariodante), Christophe Dumaux (Polinesso), Tänzer.
Quelle: ORF/Salzburger Festspiele/Monika Rittershaus

In dieser prekären Lage tat sich ihm Anfang 1735 die Möglichkeit auf, eine neue Oper am zwei Jahre zuvor eröffneten Theatre Royal in Covent Garden aufzuführen. Um das englische Publikum einzunehmen, griff Händel ein schottisches Thema auf und erweiterte die Opernhandlung um Balletteinlagen. Die Geschichte beruht auf einer Szene aus Ariosts Orlando furioso: Ariodante kommt mit seinem Bruder Lurcanio an den Hof des schottischen Königs und verliebt sich in die Königstochter Ginevra. Doch Polinesso hat auch ein Auge auf sie geworfen.

Besetzung:

Nathan Berg

Der König von Schottland

Cecilia Bartoli

Ariodante

Kathryn Lewek

Ginevra

Rolando Villazón

Lurcanio

Christophe Dumaux

Polinesso

Sandrine Piau

Dalinda

Kristofer Lundin

Odoardo

u.a.

William John Banks, Christopher C. Basile, Brennan Clost, Andrew Cummings, Chris Agius Darmanian, Rouven Pabst, Rory Stead und Jack Widdowson

Tänzer

Les Musiciens du Prince - Monaco

Orchester

Salzburger Bachchor

Chor

Alois Glaßner

Choreinstudierung

Gianluca Capuano

Musikalische Leitung

Christof Loy

Inszenierung

Johannes Leiacker

Bühne

Andreas Heise

Choreografie

Klaus Bertisch

Dramaturgie

Tiziano Mancini

Bildregie

Meine Merkliste

Alle Inhalte auf Ihrer Merkliste sind noch mindestens 3 Tage verfügbar.

Sie haben derzeit keine Videos in Ihrer Merkliste

Sie können ein Video der Merkliste hinzufügen, indem Sie das "+" am Teaser oder Beitrag anwählen.

Live

Statische Headline

1h 7min