Die Webseite verwendet Cookies, um Ihnen ein bestmögliches Angebot zu präsentieren. Sie können der Verwendung von Cookies widersprechen. Nähere Informationen finden Sie hier.

Kultur

Lesen in Zeiten von Corona: Der Literaturclub im April

Nicola Steiner, Elke Heidenreich, Philipp Tingler und - als Gast - Reina Gehrig geben Lesetipps für die Zeit zu Hause und diskutieren über aktuelle Buch-Neuerscheinungen.

Produktionsland und -jahr:
Datum:
Verfügbar
weltweit
Verfügbar bis:
bis 03.05.2021

Vor 20 Jahren löste Tom Kummer als Fälscher von journalistischen Prominenten-Interviews Skandale aus. Heute ist er Schriftsteller und sein neuer Roman «Von schlechten Eltern» ist nicht frei erfunden, sondern basiert auf einer Autobiografie. Darin beschreibt er eine nächtliche Schweiz und erzeugt eine Stimmung wie im «Ausnahmezustand».

Der Roman «Tschudi» ist eine Schule des Sehens und die Geschichte des charismatischen Schweizers Hugo von Tschudi. Mariam Kühsel-Hussaini beschreibt in poetischer Sprache, wie der Direktor der Nationalgalerie Ende des 19. Jahrhunderts Berlin zur Hauptstadt der modernen Kunst macht. Tschudi liebt die Schönheit und muss erleben, wie sein eigenes schönes Gesicht von der Wolfskrankheit zerfressen wird.

Kaum ein Buch war in letzter Zeit so umstritten wie die Autobiografie des US-amerikanischen Filmregisseurs Woody Allen. Seine Memoiren sind in unterhaltsamem Plauderton geschrieben und sparen die Tragödie des Sorgerechtsstreits mit Mia Farrow nicht aus. Allens amerikanischer Verlag lehnte die Veröffentlichung zunächst ab. Auch die deutsche Ausgabe sorgte wegen Missbrauchsvorwürfen für eine Debatte, ob das Buch erscheinen soll.

Schon zuvor ist es dem irischen Schrifsteller Colm Tóibín gelungen, klassische Stoffe auf faszinierende Weise neu zu erzählen. In seinem Roman «Haus der Namen» deutet er die Orestie neu, einen der Urtexte der Menschheit. Bei Tóibín wird aus dem blutrünstigen Mythos die Geschichte einer nicht-funktionierenden Familie in Kriegszeiten.

Welche Erfahrungen macht eine Frau, die als schwarze Deutsche in der DDR geboren wird? Die Autorin Olivia Wenzel berichtet in ihrem Debütroman «1000 Serpentinen Angst» von körperlichen und seelischen Demütigungen, und sie erzählt temporeich und mit Humor. Ein kluges Buch über die stetige Suche nach einem Platz in der Welt.

Die Bücher der Sendung sind:

– Tom Kummer: «Von schlechten Eltern». Tropen, 2020;

– Mariam Kühsel-Hussaini: «Tschudi». Rowohlt, 2020;

– Woody Allen: «Ganz nebenbei». Rowohlt, 2020;

– Colm Tóibín: «Haus der Namen». Hanser, 2020; und

– Olivia Wenzel: «1000 Serpentinen Angst». S. Fischer, 2020.

In der Sendung zu Gast ist Reina Gehrig, Leiterin der Solothurner Literaturtage.

Meine Merkliste

Alle Inhalte auf Ihrer Merkliste sind noch mindestens 3 Tage verfügbar.

Sie haben derzeit keine Videos in Ihrer Merkliste

Sie können ein Video der Merkliste hinzufügen, indem Sie das "+" am Teaser oder Beitrag anwählen.

Live

Statische Headline

1h 7min