Kultur

"Kulturzeit" vom 17.01.2024: Wie wehrhaft ist die Demokratie gegen Rechts?

Die Themen der Sendung: Aufruf zu AfD-Verbot - Gespräch mit Johannes Varwick, Auschwitz-Prozesse, FIlm "Olfas Töchter", Fotograf Sepp Dreissinger.

Produktionsland und -jahr:
Deutschland 2024
Datum:
Verfügbar
weltweit
Verfügbar bis:
bis 17.04.2024

Die Themen der Sendung:

Wissenschaftler rufen zu AfD-Verbot auf - Gespräch mit Johannes Varwick

Mehr als 60 Wissenschaftler der Martin-Luther-Universität in Halle an der Saale haben eine breite Diskussion zum Umgang mit der AfD gefordert. Das geht aus einem Aufruf "Wehrhafte Demokratie ernst nehmen – über AfD-Verbot nachdenken" hervor, den der Politikwissenschaftler Johannes Varwick auf seiner Website veröffentlicht hat. Die Demokratie sei herausgefordert wie lange nicht, so die Verfasser: "Die AfD ist gesichert rechtsextrem." Doch die wehrhafte Demokratie sei nicht wehrlos, wenn es darauf ankomme. Es sei neben einem Betätigungsverbot für erwiesenermaßen rechtsextreme Personen oder dem Entzug der Finanzierungsgrundlage einer rechtsextremen Partei als letztes Mittel auch ein Parteiverbot möglich, so die Professoren. Wir sprechen Johannes Varwick über den Aufruf.

60 Jahre Auschwitz-Prozesse: Die Zeugen

Es war einer der größten Prozesse der Nachkriegszeit und das bis dahin wichtigste Verfahren gegen die Nazi-Verbrechen in Deutschland. Der erste Auschwitz-Prozess begann fast 20 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs und kurz vor Weihnachten 1963. 22 Täter waren damals angeklagt, mehr als 350 Zeugen wurden angehört. Dass es überhaupt zum Prozess kam in einer Zeit, in der die meisten Deutschen die dunkle Vergangenheit verdrängen wollten und lieber die Wirtschaftswunderjahre genossen, ist dem hartnäckigen Einsatz des hessischen Generalstaatsanwalts Fritz Bauer zu verdanken. Ihm war es ein persönliches Anliegen, die Verbrechen der Nationalsozialisten aufzuarbeiten: Bauer war 1933 einige Monate lang selbst in KZ-Lagerhaft. Eine Reihe beleuchtet nun den Werdegang der Auschwitzprozesse in Frankfurt.

Tunesisches Doku-Drama "Olfas Töchter"

Vor mehr als sieben Jahren geriet eine Tunesierin in die Schlagzeilen. Öffentlich kritisierte sie ihre Regierung, nicht genug gegen den Einfluss des Islamischen Staates zu tun. Voll Wut und Verzweiflung klagte die alleinerziehende Frau an, dass zwei ihrer vier Töchter nicht ausreichend geschützt worden wären. Olfa hatte zwei ihrer vier noch jugendlichen Mädchen an den IS verloren.In "Olfas Töchter" versucht die tunesische Regisseurin Kaouther Ben Hania nun, die Umstände zu ergründen – in einem ungewöhnlichen Mix aus Dokumentation und Fiktion. Sie legt dabei Traumata frei, die über Generationen weitergetragen wurden.

Porträt-Fotograf Sepp Dreissinger

Er hat mit Maria Lassnig Weihnachten gefeiert und Thomas Bernhard auf seinem Hof überrascht. Immer dabei seine Kamera. Sepp Dreissinger hat unzählige große Künstler portraitiert und wurde dabei selbst zur Legende. Höchste Zeit ihn selbst zu portraitieren.

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