Kultur

"Kulturzeit" vom 19.02.2024: Vierter Jahrestag: Hanau gedenkt der Opfer des Anschlags

Die Themen der Sendung: Gedenken an die Opfer von Hanau, Berlinale-Zoom, Weltpremiere "In Liebe, Eure Hilde", Michael Köhlmeier "Das Philosophenschiff".

Produktionsland und -jahr:
Deutschland 2024
Datum:
Verfügbar
weltweit
Verfügbar bis:
bis 30.04.2024

Die Themen der Sendung:

Vierter Jahrestag des Anschlags von Hanau

Vor dem vierten Jahrestag des rassistischen Anschlags von Hanau haben am 17. Februar Tausende Menschen in der hessischen Stadt an die Opfer erinnert. Viele Teilnehmer hatten Schilder mit den Fotos und Namen der Getöteten dabei. Nach einem Protestmarsch durch Hanau fand am Nachmittag eine Kundgebung auf dem Marktplatz statt. Aufgerufen dazu hatte unter anderem die Initiative "19. Februar" der Angehörigen der Opfer. Sie wollen weiter für Aufklärung und Konsequenzen kämpfen. Wir haben mit Angehörigen gesprochen.

Das erste Berlinale-Wochenende

Parties, Promis, Protest - und aufregende Filme in Berlin. Die Branche trifft sich am Lagerfeuer Berlinale. Wer sich und seine Arbeit in diesen ersten Festivaltagen präsentiert, dem ist die maximale Aufmerksamkeit sicher. Ein erster Höhepunkt war eine Ausstellungseröffnung mit Sharon Stone. Eine Berliner Galerie zeigt ihre Kunst. Sharon Stone malt bis zu 17 Stunden am Tag. Der Sprung von der Leinwand vor die Leinwand, ins Atelier, ist Teil ihres zweiten Lebens nach ihrem Schlaganfall 2001.

Ein Film-Highlight des ersten Wochenendes ist "Sterben", nach "Der freie Wille" (2006) und "Gnade" (2012) Matthias Glasners dritte Einladung in den Wettbewerb der Berlinale. In 180 Minuten taucht er in die dysfunktionale Familiendynamik der Lunies ein: Lissy Lunies (Corinna Harfouch) ist von Diabetes, Nierenversagen und Krebs gezeichnet, allein ihr Verstand ist klar und kalt. Ihr Mann Gerd - körperlich kaum fitter, geistig komplett abgetreten - ist ihr nur noch eine Last. Sohn Tom (Lars Eidinger) lebt als mehr oder minder erfolgreicher Dirigent in Berlin. Mit seiner Ex-Freundin Liv (Anna Bederke) zieht er das Kind eines anderen groß. Nebenbei kümmert sich Tom um seinen Freund Bernard, seit 20 Jahren unglücklich und suizidal. Toms Schwester Ellen (Lilith Stangenberg) hangelt sich selbstzerstörerisch von Vollrausch zu Vollrausch und beginnt eine Affäre mit dem verheirateten Zahnarzt Sebastian (Roland Zehrfeld). Dem Titel zum Trotz durchzieht "Sterben" ein makabrer, manchmal brachialer, bisweilen bitterböser Humor.

Mit "L'Empire" ("The Empire") wildert Bruno Dumont, der zuletzt mit "France" in Cannes präsent war, auf dem Gebiet der Science-Fiction-Genres und lässt das Imperium zurückschlagen. Hinter den unauffälligen Fassaden eines nordfranzösischen Fischerdorfes haben sich die Ritter einer interplanetarischen Großmacht niedergelassen und werden durch die bevorstehende Geburt des "Magrat", einer Art kosmischer Antichrist, in Aufregung versetzt.

Und in dem Film "In Liebe, Eure Hilde" erzählen Regisseur Andreas Dresen und Drehbuchautorin Laila Stieler die Passionsgeschichte der NS-Widerstandskämpferin Hilde Coppi (1909-1943), die zusammen mit ihrem Mann Hans zur "Roten Kapelle" gehörte. Der Film zeichnet ihre letzten Lebensmonate von der Verhaftung 1942 über die Gefängnishaft im Frauengefängnis Barnimstraße, wo sie einen Sohn zur Welt bringt, bis zur Hinrichtung durch das Fallbeil in Berlin-Plötzensee nach.

Michael Köhlmeiers "Das Philosophenschiff"

Ihm beim Erzählen zuzuhören, wenn Michael Köhlmeier die antiken Mythen nacherzählt, ist ein ganz und gar wunderbares Erlebnis. Er tut dies auf ganz eigene, eindringliche Weise. Jetzt erscheint sein neues Buch: "Das Philosophenschiff".

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