Kultur

"Kulturzeit" vom 07.04.2022

Die Themen der Sendung: Krieg und die Angst vor dem Freiheitsverlust, Impfpflicht - Gespräch mit Claudine Nierth, Sergej Loznitsa über Krieg und Frieden, Waldnutzung im Wandel, Salzburger Osterfestspiele.

Produktionsland und -jahr:
Deutschland 2022
Datum:
Verfügbar
weltweit
Verfügbar bis:
bis 07.04.2023

Die Themen der Sendung:

Krieg und die Angst vor dem Freiheitsverlust

Freiheit ist wohl die Basis aller westlichen Werte. Auf ihr fußt unsere Demokratie, individuelle Freiheit ist die Grundlage für jeden Menschen, das zu tun, das zu denken, was er oder sie will. Lange Zeit war das für uns im Westen eine Selbstverständlichkeit, auch wenn diese Begriffe wie Freiheit – westliche Werte – verwässert und verbogen und bis zur Unkenntlichkeit verstümmelt wurden. Plötzlich führt uns ein Krieg vor Augen, was Freiheit bedeutet. In der Ukraine kämpfen Menschen für ein Freiheitsmodell, Europa besinnt sich plötzlich auf seine Grundwerte, die es im Stellvertreterkrieg in der Ukraine verteidigt sehen will. Und über all dem thront die Angst. Angst vor einer unendlichen Katastrophe für die Menschen in der Ukraine, Angst vor einer Ausweitung des Krieges, Angst vor einem Atomschlag. Ist Angst die Seele der Freiheit? Definieren wir im Westen Freiheit – aus der Angst, unfrei zu sein, zu werden? Und wie steht es mit der Freiheit der anderen? Kümmern wir uns erst darum, wenn unsere eigene Freiheit bedroht wird? Wir haben mit Lukas Bärfuss gesprochen, der sich in einem Zeitungsartikel zu Wort gemeldet hat.

Sergei Loznitsa beim Akademie-Gespräch über Krieg und Frieden

In der Berliner Akademie der Künste diskutierten am 6. April Künstler*innen über ihren Umgang mit dem Krieg in der Ukraine. Auch dabei war der ukrainische Filmregisseur Sergei Loznitsa, der im Februar aus der Europäischen Filmakademie ausgetreten ist, weil er deren öffentliche Stellungnahme zum Krieg für feige und euphemistisch hielt. Die Frage, wie Kultur und Kunst den Krieg beeinflussen könnten, sei sinnlos, sagte er. Kunst und Kultur seien hilflos und die ersten Opfer des Krieges. Andersherum müsse man sich fragen, wie der Krieg die Kultur beeinflusse. Wir haben mit ihm gesprochen.

Entscheidung zur Impfpflicht - Gespräch mit Claudine Nierth

Nach monatelangem Ringen ist eine Ausweitung der Corona-Impfpflicht gescheitert. Die Befürworter aus den Reihen der Ampel-Koalition im Bundestag konnten sich auch mit einem Kompromiss für eine Impfpflicht ab 60 Jahren nicht durchsetzen. Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) und Abgeordnete aus den Ampel-Fraktionen SPD, Grüne und FDP hatten zuvor noch einmal eindringlich um Zustimmung zu einer Impfpflicht ab 60 Jahren geworben. Auch ein Antrag der Union fiel durch. Er forderte zunächst den Aufbau eines Impfregisters und sprach sich für einen "gestuften Impfmechanismus" aus, den Bundestag und Bundesrat bei verschärfter Pandemielage in Kraft setzen könnten. Er könnte dann auch eine Impfpflicht vorsehen, aber nur für gefährdete Bevölkerungsgruppen. Wir analysieren mit Claudine Nierth, Künstlerin und Politaktivistin, die Impfpflichtdebatte in den 3sat-Ländern.

Waldnutzung im Wandel

Der Wald, einst bloß Rohstoff- und Energielieferant und ein Ort der Gefahr, wurde im 19. Jahrhundert zum Sehnsuchtsort der Romantiker und zum Protagonisten in der Kunst. Heute wird er zum einen schonungslos dem Erdboden gleich gemacht, andererseits fast vermenschlicht. Das Landesmuseum Zürich zeigt derzeit die Ausstellung "Im Wald" - eine Zeitreise von den Römern, die große Teile des Mittelmeerraumes abholzten, bis zu zeitgenössischen Künstlerinnen und Künstler, die eindrücklich gegen wirtschaftliche Ausbeutung der Natur intervenieren. 

Quo vadis Osterfestspiele?

In Salzburg starten demnächst die Salzburger Osterfestspiele. 2022 steht zum letzten Mal der bisherige künstlerische Leiter Christian Thielemann am Dirigentenpult seines Festivals. 2023 wird Nikolaus Bachler, ehemaliger Intendant der Bayrischen Staatsoper, das Festival neu positionieren. Es wird erstmals in der Geschichte kein festes Residenzorchester mehr geben, die Kartenpreise werden neu geordnet und die Sparten um Tanz und elektronische Musik erweitert. Doch vorerst verabschiedet sich Thielemann mit einer seiner Lieblingsopern, dem "Lohengrin".

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