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Kultur

"Kulturzeit" vom 04.11.2021

Die Themen der Sendung: Hanns-Joachim-Friedrichs-Preis für "Charité intensiv", Ai Weiweis Biografie "1000 Jahre Freud und Leid", "Kampf der Identitäten" - Gespräch mit Jan Feddersen, Film "Bergman Island" und Bürger-Beteiligung an Kulturhäusern.

Produktionsland und -jahr:
Deutschland 2021
Datum:
Verfügbar
weltweit
Verfügbar bis:
bis 04.02.2022

Die Themen der Sendung:

Hanns-Joachim-Friedrichs-Preis für Doku "Charité intensiv"

Einen Winter lang, auf dem Höhepunkt der Corona-Pandemie, beobachtete Carl Gierstorfer mit der Kamera die Station 43, eine der Intensivstationen der Charité in Berlin. Daraus entstanden im Auftrag des rbb eine TV-Dokumentation und eine vierteilige Miniserie, die einen intimen Blick in eine Welt zwischen Leben und Tod geben. Jetzt erhält Regisseur Carl Gierstorfer den Hanns-Joachim-Friedrichs-Preis für herausragende Reporter*in/Dokumentarfilmer*in-Leistungen in Brennpunkten aktuellen Geschehens.

 "1000 Jahre Freud und Leid" - Autobiografie von Ai Weiwei

Ai Weiwei
Ai Weiwei
Quelle: reuters


2011 wird der Künstler, Menschenrechtsaktivist und unbotmäßige Bürger Ai Weiwei vom chinesischen Staatsschutz festgenommen. In der Isolationshaft erinnert Ai Weiwei sich an seinen Vater, den während der "Kulturrevolution" als "Rechtsabweichler" schikanierten Dichter Ai Qing. So entstehen sehr persönliche Erinnerungen. In der jetzt auf Deutsch erscheinenden Geschichts- und Familienchronik "1000 Jahre Freud und Leid" geht es um die lebenslange Suche nach kreativer Freiheit und die Erfahrung, dass totalitäre Staaten nichts so fürchten wie die subversive Kraft der Kunst. Wir trafen Ai Weiwei in Portugal, wo der Ruhelose aktuell seine Zelte aufgeschlagen hat.

Buch "Kampf der Identitäten" - Gespräch mit Autor Jan Feddersen

Kaum ein Thema polarisiert die Öffentlichkeit derzeit so sehr wie die sogenannte Identitätspolitik und die "Cancel Culture". Ist sie eine legitime Strategie, um bislang diskriminierten Gruppen und ihren Anliegen Geltung zu verschaffen? Oder verschärft sie die Spaltung der Gesellschaft? Jan Feddersen und Philipp Gessler bestreiten in ihrem Buch nicht die Existenz von Rassismus und Traditionen der Benachteiligung. Doch sie meinen: Wer Gruppenidentitäten überhöht, fördert Entsolidarisierung. Wenn sich nur noch diejenigen zu einem Thema äußern dürfen, die davon unmittelbar betroffen sind, lassen sich wichtige Debatten in der Demokratie kaum noch führen. Vor allem dann nicht, wenn mit Hinweis auf Ungerechtigkeiten ein offener Diskurs beschränkt wird. Deshalb plädieren die beiden für eine Rückbesinnung auf den Universalismus, der einmal ein linkes Projekt war. Dafür, dass wir uns als Individuen in unserem jeweiligen Verschiedensein respektieren. Wir sprechen mit Jan Feddersen über das Buch.

Bürger-Beteiligung an Kulturhäusern

38 Prozent der Menschen in der Schweiz haben einen Migrationshintergrund. Trotzdem sind wenige in den Positionen, die Entscheide fällen und das Sagen haben. Das "Institut Neue Schweiz (INES)" strebt einen stärkeren Einbezug all dieser "Stimmen, die nicht zählen" an. Beispielsweise in der Kultur. Auch da geht es um mehr Mitsprache. Wie divers ist sie denn eigentlich, die Kultur in der Schweiz? Wer bestimmt, was gespielt wird und wer eben nicht? Die Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia begleitet Kulturinstitutionen bei deren Projekten, sich diverser aufzustellen und gegen außen zu öffnen. Sie unterstützt beispielsweise das Berner Mehrspartenhaus "Bühnen Bern" finanziell und mit Coaching. Im Zentrum stehen dabei die drei Ps: Personal, Publikum und Programm. In Winterthur ermöglicht eine Stiftung ein innovatives Kulturförderungs-Projekt: 25 Menschen aus der Winterthurer Bevölkerung bestimmen, welche Winterthurer Kulturschaffende Geld im Gesamtwert von 400.000 Franken bekommen.

Film "Bergman Island"

Die schwedische Ostseeinsel Farö ist untrennbar mit Ingmar Bergman und seinem Werk verbunden. Wie viele Kreative zuvor reist auch ein Filmemacher-Paar eines Sommers dorthin, um sich inspirieren zu lassen. Während der Mann allerdings schnell in einen Schaffensrausch kommt, leidet die Frau an einer Schreibblockade, bis sie auf eine selbstreflexive Idee verfällt. "Bergman Island" ist ein autofiktionales Drama, das skizzenhaft Reflexionen über die Beziehungskultur bürgerlicher Menschen und den kreativen Prozess des Filmemachens mit einer Hommage an Ingmar Bergman verbindet. 

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