Kultur

"Kulturzeit" vom 04.03.2022

Die Themen der Sendung: Ukraine-Krieg - Boykott vs Diplomatie - Gespräch mit Hamburgs Kultursenator Carsten Brosda, Kunstfreiheit vs politisches Gewissen, Mainzer Stadtschreiber Eugen Ruge, Interview mit Stromae und Kinderbuchtipps.

Produktionsland und -jahr:
Deutschland 2022
Datum:
Verfügbar
weltweit
Verfügbar bis:
bis 04.06.2022

Die Themen der Sendung:

Boykott russischer Künstler - Gespräch mit Carsten Brosda

Die erfolgreiche ukrainische Dirigentin Oksana Lyniv repräsentiert alles, was viele Künstler aus dem Kriegsgebiet zu sagen haben. Der Schmerz über das, was ihrem Heimatland gerade widerfährt, ist ihr ins Gesicht geschrieben, während sie ukrainische Musik dirigiert. Auch Deutschland trage Verantwortung für diesen Horror, sagt sie. Die Musik ist die einzige universelle Sprache, die für alle spricht und sich allen Konflikten entzieht. Aber das hilft den Musikern, Tänzern, den Künstlern jetzt nicht. Denn sie werden hineingezogen in den blutigen Konflikt. Während die Ukrainer an die Waffen genötigt werden, wird von allen anderen verlangt, jetzt Haltung zu zeigen. Besonders aber von russischen Künstlern, ohne die kaum ein westliches Opernhaus auskommt. Russlands mächtigster Künstler, Dirigent Valery Gergiev, zog es vor, sich auch angesichts des Krieges, nicht von seinem Freund Putin distanzieren. Auch Anna Netrebko wollte sich nicht eindeutig von Putin distanzieren. Beide wurden von allen Spielplänen der westlichen Welt gestrichen. Das Royal Opera House in London hat die Sommersaison des Moskauer Bolschoi-Balletts gestrichen. Und die Amsterdamer Eremitage beendet die Zusammenarbeit mit der Eremitage in Sankt Petersburg. Die Solidarität mit der Ukraine und der Protest gegen den russischen Einmarsch sind gewaltig. Was aber können sie bewirken in einem brutalen Angriffskrieg? Und wie soll man in Zeiten des Krieges umgehen mit russischen Künstlern und Kulturinstitutionen? Das fragen wir den Hamburger Kultursenator Carsten Brosda.

Der Mainzer Stadtschreiber und die Küstenfischer - Gespräch mit Eugen Ruge

Eugen Ruge, Schriftsteller und Mainzer Stadtschreiber 2020/2021, spricht für seine Dokumentation mit Küstenfischern auf Rügen, deren Leben sich seit Längerem drastisch ändert, sowie mit Wissenschaftlern und Politikern über ökologische und politische Zusammenhänge dieses Wandels. Seit vielen Jahrzehnten ist die Familie Ruges auf der Insel Rügen verwurzelt, und seither gehört es für ihn zum Alltag, am kleinen Hafen von Gager im Osten der Insel, nahe bei seinem Sommerhäuschen, frischen Fisch direkt von den Fischern zu kaufen. Aber diese schöne Tradition ist seit einigen Jahren bedroht. Die Lebensgrundlage der Fischer schrumpft, weil der Fisch in der Ostsee weniger wird und weil überregional und international vereinbarte Fangquoten, die den Bestand sichern sollen, den Küstenfischern die Lebensgrundlage nehmen. Eugen Ruge fragt in seinem Film, der im Rahmen des Mainzer Stadtschreiber-Literaturpreises zusammen mit dem ZDF und 3sat entsteht, wie es zu dieser Entwicklung kam und wie die Fischer und ihre Familien heute damit leben. Wir sprechen mit dem Schriftsteller über seinen Film.

Kultur -

Aussterbende Art

Dokumentation des Schriftstellers und Mainzer Stadtschreibers Eugen Ruge über die Fischer auf Rügen

Zoom In: Stromae im Interview

Der belgische Musiker Stromae war mit 25 Jahren mit "Alors on dans" enorm erfolgreich. Stromaes Mutter ist Belgierin, sein ruandischer Vater fiel 1994 dem Völkermord zum Opfer. Nach sieben Jahren kommt nun ein neues Album. Sein erster TV-Auftritt mit dem Song "L’enfer" im Januar 2022 war aufsehenerregend. Bei dem Song geht es um Einsamkeit, auch um Depression und Selbstmord, aber auch darum, sich in der Einsamkeit nicht allein zu fühlen. Der Auftritt ging durch alle Feuilletons. Vivian Perkovic hat mit dem Musiker im Zoom-Interview über sein neues Album "Multitude" gesprochen, das mit vielfältigen musikalischen Einflüssen aus der ganzen Welt entstanden ist.

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