Kultur

"Kulturzeit" vom 30.09.2021

Die Themen der Sendung: James-Bond-Film "Keine Zeit zu sterben" - Gespräch mit Dietmar Wunder, Tom Burgis' Buch "Kleptopia", "Critical Westdeutschness".

Produktionsland und -jahr:
Deutschland 2021
Datum:
Verfügbar
weltweit
Verfügbar bis:
bis 30.12.2021

"James Bond 007: Keine Zeit zu sterben"

Filmstill aus James-Bond-Film "Keine Zeit zu sterben"
James Bond auf Verfolgungsjagd im italienischen Matera
Quelle: Universal

Zum letzten Mal schlüpft Daniel Craig in die Rolle des berühmten Geheimagenten 007. "Keine Zeit zu sterben", der mittlerweile 25. James-Bond-Film, ist ein hochkarätig besetzter Thriller, mehr emotionales Drama als Actionkracher - ein packender Abschluss der Craig-Ära mit einigen Überraschungen. Nach mehreren Verschiebungen wegen der Corona-Pandemie kommt der Agententhriller nun endlich auf die Leinwand. In Deutschland startete er am 30. September in den Kinos.

Synchronsprecher Dietmar Wunder ist seit "Casino Royale" (2006) Craigs deutsche Synchronstimme. Nach 15 Jahre war dies seine voraussichtlich letzte Arbeit als deutsche Bond-Stimme. Wir sprechen mit ihm über den Film und die Arbeit als Synchronsprecher.

"Ciritical Westdeutschness" - deutsch-deutsche Befindlichkeiten

31 Jahre nach der Wiedervereinigung suchen die Ostdeutschen mehr denn je nach einer eigenen "ostdeutschen" Identität. Ein offener Diskurs über die Definition von "Deutsch-Sein" scheint notwendig, um Gefühle von Abgrenzung und Ausgrenzung in dem vormals zweigeteilten Deutschland zu überwinden. Die beiden Philosophen Peter Neumann (Ostdeutscher) und Matthias Warkus (Westdeutscher) eröffneten unlängst im Netz bereits eine Debatte über "Critical Westdeutschness", ein Begriff, der als Verfeinerung die globale "Critical Whiteness" und "Critical Westness" auf deutsche Befindlichkeiten herunterbricht. Im Dialog reflektieren die beiden jungen Intellektuellen die Unterschiede der Wahrnehmung in West und Ost nach 30 Jahren, doch vor allem, warum diese Unterschiede im Westen als Standard gesehen und kaum hinterfragt werden. Die Berliner Soziologin Sandra Matthäus stellt, basierend auf eigenen, aktuellen Forschungen und persönlichen Erfahrungen, ein differenziertes Bild der innerlich nicht existenten deutschen Einheit 2021 dar.

Tom Burgis "Kleptopia"

Oligarchen, Agenten und Banker: Seit dem Ende des Kalten Kriegs hat sich ein Netzwerk gebildet, das der britische Enthüllungsjournalist Tom Burgis in seinem neuen Buch "Kleptopia" nennt. Eine dystopische Welt, in der eine internationale Kleptokratie Geld stiehlt, verschiebt und wäscht. Und dabei verschwimmt die Grenze zwischen korrupten und demokratischen Systemen. Es beginnt mit Kasachstan. Ein Land, in dem Macht und Öl fließen und mitten in der Steppe eine pompöse Metropole entstand. Ein Milliardenprojekt, an dem sogar Norman Foster mitgebaut hat. Voller Ressourcen, voller Repressalien. Und einer an der Spitze: Nasarbajew. Fast 30 Jahre lang. "Ein autoritärer Herrscher, der sich mit seinem Klan illegal bereichert hat." Milliardenfach. Was uns das angeht? Tom Burgis, Londoner Wirtschaftsjournalist, hat das jahrelang recherchiert – und sagt: einfach alles.

Sven Regener: "Glitterschnitter"

Auch in Sven Regeners neuem Buch geht es um Kreuzberg, Hausbesetzer und die West-Berliner Bohème der 1980er-Jahre. Irgendwie scheint Regener nicht loszukommen von dieser Ära. "Glitterschnitter", so heißt die Band, in der Frank Lehmanns Kumpel Karl Schmidt die Bohrmaschine spielt. Das hat man so gemacht, in den 1980ern. Typen stehen rum, rauchen und reden. Ansonsten passiert in dem Buch nicht viel.

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